Beyond 84 Charing Cross Road - Übersetzung

von Telda
GeschichteDrama, Romanze / P18
Hermine Granger Severus Snape
14.07.2019
02.09.2019
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Moin, Moin^^
das neue Kapitel lässt Euch nochmal ein bisschen in die romantische Ecke kuscheln...^^ Aber Vorsicht, nach dem Fluff sind die dunklen Wolken schon am Horizont zu sehen...^^
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Angenehme Erschöpfung schien ihre Glieder zu beschweren und Hermione musste den Wecker neben ihrem Bett nicht sehen, um zu wissen, dass es spät war. Der Schlaf rief nach ihr und versuchte sie zu überzeugen, die Augen zu schließen. Sie bewegte sich leicht und rieb ihre Wange an der männlichen Brust, die sie gerade als Kissen benutzte.

„Gott sei Dank ist morgen Sonntag. Ich schlafe gleich ein.“

Ihr zärtliches Lächeln verblasste etwas, als sie an den kommenden Morgen dachte. Als sie sich vorgestellt hatte, Simon in ihr Bett einzuladen, war da immer ein Morgen danach gewesen. Vielleicht würden sie früh aufstehen und zusammen frühstücken, oder sie würden zusammen einschlafen. Auf jeden Fall hätte Simon die Nacht mit ihr verbracht und in ihrem Bett geschlafen.

Jetzt wusste sie, dass das keine Option sein würde.

Ihr früheres Gespräch – tatsächlich ein Streit – echote durch ihren Kopf.

„Verstehst Du überhaupt, wonach Du fragst? Niemandem war es jemals erlaubt, mit mir in einem Raum zu sein, während ich schlafe, noch nicht einmal Yorick!“

„Nein, nein, tausendmal nein!“

Hermione hob ihr Kinn und streckte sich ein wenig, um mit den Lippen über die Unterseite seines Kiefers zu streichen. „Es wird spät. Musst Du bald gehen?“

Obwohl sie es gern gehabt hätte, würde er bleiben – wollte, dass er blieb – wusste Hermione jedoch, dass sie ihn nicht darum bitten konnte. Nicht nach all dem, was sie früher gesprochen hatten.

oOoOoOo


Obwohl Simon die Freuden, die er in Hermiones Armen und Bett gefunden hatte, sehr genossen hatte, fühlte er sich mit den Emotionen des Nachglühens * nicht wohl.

Zum Glück war er in Bezug auf das erwartete Protokoll nicht vollkommen unwissend und hatte nach ein paar unangenehmen Augenblicken einen Arm um Hermione gelegt, als sie näher gerutscht war. Prostituierte neigten weder dazu, mit ihren Klienten zu kuscheln, noch interessierten sie sich für Bettgeflüster. Zumindest nahm Simon an, dass es das war, als Hermine davon sprach, dass morgen Sonntag sei. Gemurmelte Unterhaltungen zwischen den älteren männlichen Siebklässlern und ein paar Artikel, die die Slytherins gelesen hatten, machten ihm die Dinge bewusst, die Frauen im Allgemeinen zu erwarten schienen.

Sehr zu seiner Überraschung störte Simon das Kuscheln nicht so sehr, wie er gedacht hatte. Als seine Hand über die Hüften und die schlanke Taille glitt, die vor kurzem sein gewesen waren, blühte ein Lächeln auf dem mürrischen Mund, den er normalerweise der Welt präsentierte. Die Bewegung von Hermiones Kopf wischte das meiste davon weg, aber als sie seinen Kiefer küsste, zuckte es wieder in den Mundwinkeln.

Ihre nächsten Worte ließen seine Augen ein wenig enger werden und Simon fragte sich, ob er die Zeit des Willkommenseins bereits überschritten hatte. Er konnte Hermiones Gesicht im schwachen Licht der Muggeluhr nicht deutlich genug sehen, um ihren Gesichtsausdruck zu lesen. Soweit er und seine Ohren es beurteilen konnten, hatte Hermione ihre gemeinsamen Freiübungen genossen – aber wenn nicht – könnte das erklären, warum sie bereit zu sein schien, ihn aus ihrem Bett zu werfen. Er nahm seine Hand von der seidigen Haut und bereitete sich darauf vor, von ihr wegzugleiten.

„Yorick würde ein frühes Abendessen vermutlich begrüßen“, erklärte er steif.

oOoOoOo


Schmoll‘ nicht. Hermione Granger, schmoll‘ nicht. Du wusstest, dass das kommen würde, Du wusstest, er würde nicht über Nacht bleiben und Du hast beschlossen, weiterzumachen und trotzdem mit ihm zu schlafen. Du hast nicht das Recht, jetzt zu quengeln.

Es half nicht.

Simon zog seine Hand weg und Hermione wollte sie schnappen und wieder dort hinlegen, wo sie hingehörte.

"Ich möchte nicht, dass er verhungert." Sie biss sich auf die Unterlippe, fest entschlossen, ihn davon schlüpfen zu lassen. Dann streckte sie ihre Hand aus und berührte seinen Handrücken.

"Ich weiß, dass Du nicht über Nacht bleiben willst, und ich bitte Dich nicht darum - obwohl ich, wenn du wolltest, nicht ... Ich meine ... Verdammt, Yorick ist schon ein großer Vogel! Sicherlich kann er es ein bisschen länger allein schaffen, oder?“

oOoOoOo


Sie will, dass ich – bleibe?

Die Hand hinter ihr kehrte langsam an ihre vorherige Position zurück, während die, die sie mit ihrer eigenen Hand berührt hatte, um ihre Taille glitt und Hermione ein wenig näher zog. Die Muskeln, die sich darauf vorbereitet hatten, ihn aus ihrem Bett zu bewegen, drehten ihn stattdessen, und eines seiner Beine fing eines von ihren.

„Kann er“, sagte Simon leise, bevor er sie sanft auf die Stirn küsste. Endlich verstand er, was sie mit ihrem früheren Statement versucht hatte zu tun und obwohl er wusste, dass er nicht die ganze Nacht in ihrem Bett bleiben würde…

„Möchtest Du, dass ich bleibe, bis Du einschläfst?“

oOoOoOo


Ich möchte, dass Du bleibst. Punkt. Aber ich kann stattdessen damit leben.

Sie machte es sich so bequem wie möglich, wenn man in Betracht zog, dass er eins ihrer Beine zwischen seinen gefangen hielt. Sie hätte es herausziehen können, aber das wollte sie nicht.

„Das möchte ich, sehr sogar.“

Perverserweise wollte sie nun nicht länger einschlafen.

oOoOoOo


Hermione mochte schläfrig gewesen sein, Simon jedoch war alles andere als das. Er beabsichtigte, still zu liegen und auf den Schaf zu warten, um seine Sirene zu erobern, bevor er sich entfernte. Stattdessen fand er seine Finger jedoch langsam den feinen Knochen und faszinierenden Vertiefungen folgend. Sie würden stillhalten, wenn er es ihnen befahl, aber wie ungehorsame Kinder mit eigenem Willen würden sie sich bald wieder bewegen.

Bis jetzt hat sie nicht protestiert…

Simon gab auf, immer neugierig und sich im Schutz des Halbdunkels sicher fühlend begann er seinen Mund und seine Hände zu benutzen, um sämtliche Geheimnisse zu entdecken, die Hermiones Körper noch verbergen könnte. Auch nutzte er die Gelegenheit, um zu praktizieren, was sie ihm vor so kurzer Zeit beigebracht hatte.

oOoOoOo


Das half ihr auch nicht gerade beim Einschlafen.

Nun, genau genommen könnte es das, auf lange Sicht. Besonders, wenn ihre frühere Erschöpfung ein Anzeichen dafür war. Im Moment jedenfalls schien ihr Körper fein zu erwachen und da waren überhaupt keine Gedanken mehr an Schlaf.

Keine Ruhe für die Sündhaften.

Sündhaft. Wenn ich nicht sündhaft sein kann, kann ich es zumindest vortäuschen.

Die Versuchung, dazuliegen und Simon tun zu lassen, was immer er wollte, war stark, aber Hermione war noch nie für Passivität bekannt gewesen. Und da sie sich nicht länger Sorgen machte (nicht viele jedenfalls), dass diese Nacht eine einmalige Angelegenheit bleiben könnte, was konnte es schon schaden, auf Nummer sicher zu gehen.

Abgesehen davon hätte sie verrückt sein müssen, sich die Gelegenheit entgehen zu lassen, um ihre böse, mutwillige Art mit Simon zu haben.

Ihre Hände, Beine und ihr Mund begannen sich ebenfalls zu bewegen und Ihr Verstand erinnerte sich an die verschwommenen Bilder an ihre letzte intime – einzige und sehr lehrreiche – Begegnung.

Wo war...Oh, ja. Genau – da...

oOoOoOo


Jaaa! war der Gedanke, der durch Simons Hirn schoss, als Hermione sich wieder aktiv beteiligte. Es war nicht so, dass er gierig war – na ja, vielleicht war er es hier – aber es war eine lange Durststrecke gewesen. Und sie war nackt. Und willig. Und nackt. Und schön. Und nackt. Und sehr, sehr anwesend.

Ganz zu schweigen von – nackt.

Und dann – tat sie DAS!

Was tat man, wenn ein vermeintlich zartes Weibchen für das Männchen der Spezies, das unschuldig die Verführungswerkzeuge benutzt hatte, die sie ihm zuvor gegeben hatte, den Spieß so effektiv umdrehte; wenn er offenbar so in seinen Grundfesten erschüttert war, dass er nicht mehr tun konnte als zu stöhnen und leicht zu zittern.

Wenn sie das noch einmal tut, könnte ich sterben.

„Nochmal“, stöhnte er laut auf. „Mach das nochmal.“

oOoOoOo


Und sie tat es noch einmal.

„Lass mich...“

Dann stieß sie ihn auf den Rücken und machte etwas geringfügig anderes, aber ebenso willkommenes. Hermione hatte seine Berührung und seine Küsse genossen – sogar sehr – aber dies hier war ebenso reizend. Jetzt war sie an der Reihe zu lernen, wie empfänglich Simon sein konnte, was ihn zittern und stöhnen und um mehr betteln ließ.

Ihre Lippen und Zähne glitten über Haut, Hände streichelten und kratzten leicht und Hermione wusste, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, dass einer von ihnen beiden seinem Begehren nachgab.

oOoOoOo


Wenn dies Liebe machen war, erkannte Simon, dass er es entschieden begrüßen würde, die Übung für das nächste Jahrhundert fortzusetzen. Niemand hatte ihn jemals berührt und ihn fühlen lassen, wie Hermione ihn fühlen ließ. Natürlich hatte er zuvor schon Lust gekannt, aber nie dieses überwältigende Verlangen, sich tief in der Frau zu vergraben, die ihn gerade folterte.

Genug ist genug.

Simon packte sie fest unter den Armen und zog Hermione hoch und auf sich, bevor er ihren Mund in einem wilden Kuss nahm. Er unterbrach ihn und schnaubte einmal, bevor er in einem heiseren Flüstern sagte: "Es ist eine verdammt gute Sache, dass Du-weißt-schon-wer Dich nicht auf seiner Seite hatte. Ich wäre sofort gebrochen gewesen."

oOoOoOo


Stolz kämpfte für einen Augenblick mit Erregung – und verlor.

Ihre Beine ruhten an seinen Seiten, ihr Körper hob sich, bis alles auf die Weise zusammenkam, für die sie bestimmt waren.

Hermione hob sich selbst so weit, dass sie sein Gesicht im Licht ihres Weckers sehen konnte, nur ein flüchtiger Blick auf Flächen und Schatten. Seine Worte hatte sie noch im Ohr, die Stimme, die sie kribbelig machte. Simons Stimme.

Severus‘ Stimme.

Das verzweifelte Verlangen sich zu bewegen überkam sie und Hermione ergab sich willig.

Halbbewusste Worte taumelten von ihren Lippen, unkontrolliert, als sie höher stiegen. Als sie den Höhepunkt erreichte, sang ihr Körper; Hermione rief nach ihm, um ihn zu verlocken, sich ihr anzuschließen, ein einziges Wort, das ihrer Glückseligkeit Ausdruck verlieh und um ihm zu zeigen, dass er für diesen Augenblick das Epizentrum ihrer Welt war.

„Severus!“

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* mal wieder gibt es für etwas Schönes im Leben kein deutsches Wort, das es wirklich trifft...