My Wolf

GeschichteAllgemein / P12
Legolas OC (Own Character) Thranduil
14.07.2019
14.07.2019
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-My Wolf-

Legolas lief als kleiner grau silberner Wolf durch das Königreich. Er war erst 40 cm groß, während die ausgewaschenen Wölfe bis zu zwei Meter groß wurden. Legolas lief soeben um die Ecke, als er die Stimme der unhöflichen Wolfsprinzessin Rinalia hörte. Langsam schlich er sich näher an das Zimmer heran und lugte hinein. Vor der Wolfsprinzessin stand Legolas’ Freundin Aria. Sie war immer sehr gut zu ihm gewesen, auch wenn sie nicht wusste, wie er in menschlicher Form aussah. Aria war ebenfalls eine junges Wolfsmädchen, doch sie konnte sich noch in keinen Wolf verwandeln, weswegen sie meist von anderen verstoßen oder gehänselt wurde. Legolas verstand zwar nicht viel von dem was die Wolfsprinzessin zu Aria sagte, aber in ihm kochte die Wut, als er sah, dass seine Freundin den Tränen nah war.
Als sich die Wolfsprinzessin mit ihrer Dienerin umdrehte, lief Legolas schnell weg und versteckte sich ein Stück weiter hinter einer der Säulen, um auf die beiden zu warten.
„Hmpf, sie wird nie eine Wölfin. Sie wird immer eine Schande bleiben!“, höhnte die Wolfsprinzessin mit einem fiesen Lächeln auf den Lippen.
Wütend sprang Legolas hervor und biss der Wolfsprinzessin in die Hand.
„Au!“, rief diese und schleuderte den kleinen Wolf gegen eine der Säule.
Jaulend blieb Legolas am Boden liegen. Er spürte einen stechenden Schmerz in seiner Taille und schmeckte Blut.
„Meine Prinzessin, ist alles in Ordnung?“, fragte die Dienerin besorgt und schaute auf ihre Hand, wo ein kleiner blutender Biss zu sehen war.
„Dieser Wolf ist wild und ungezogen!“, fluchte sie empört. „Schlag diesen Wolf tot!“
Die Dienerin sah ihre Prinzessin für einen Moment leicht schockiert an, dann nickte sie.
„Jawohl, meine Prinzessin.“
Die Dienerin ging zu Legolas, welcher immer noch am Boden lag und sich nicht rührte. Sie packte ihn am Hals und wollte zudrücken, als eine andere Dienerin kam, welche sich vor der Wolfsprinzessin verbeugte.
„Prinzessin Rinalia.“
„Sag mir, kennst du diesen Wolf der mich angegriffen hat? Kommt er oft zu dieser Schande von Wölfin?“, fragte sie fordernd.
Die Dienerin sah auf und betrachtete den kleinen grau silbernen Wolf für einen kurzen Augenblick, bevor sie antwortete.
„In der Tat, Hoheit, kommt dieser kleine Wolf oft, um das Mädchen zu besuchen, aber es ist nicht ihr Wolf.“
„Aber ich habe diesen Wolf schon öfters in ihrer Nähe gesehen. Belügst du mich etwa?“
„Nein, meine Prinzessin, dass würde ich niemals wagen!“, rief die Dienerin ängstlich.
„Frechheit! Du-…!“
Ein Räuspern ließ die Wolfsprinzessin verstummen und ihren Blick auf denjenigen richten der soeben gekommen war. Rinalia ging sofort zu ihm.
„Mein Herr Thranduil“, begrüßte sie ihn mit einem kleinen knicks.
Er trug ein dunkelrotes Gewandt, dazu eine schwarze Hose, welche sich seiner Bewegungen perfekt anpassten, sowie schwarze Stiefel. Ein schwarzer Umhang lag auf seinen Schultern. Seine eiskalten blauen Augen sahen die Wolfsprinzessin an.
„Ein kleiner Wolf von mir ist verschwunden“, berichtete Thranduil mit monotoner Stimme. „Habt Ihr ihn gesehen, Prinzessin?“
Die Augen von Rinalia weiteten sich minimal.
„Ein kleiner Wolf?“
Thranduil wandte den Blick von der Prinzessin ab und blickte nun auf den kleinen Wolf, welcher immer noch in den Händen der Dienerin war.
„Dies ist der Wolf“, antwortete er. „Sagt mir, wer hat ihn so schwer verletzt?“
Thranduil schaute sie fragend an. Rinalia schluckte und senkte ihren Blick.
„Mein Herr“, ergriff die Dienerin das Wort. „Dieser Wolf hat die Hand meiner Prinzessin gebissen. Sie hat es aus Schutz zur Seite geworfen.“
Sein Blick wanderte zurück zur Wolfsprinzessin die sich ziemlich unwohl fühlte.
„War er etwa so ungehorsam?“
„Wie könnte das sein? Es muss wohl ungewollt passiert sein“, antwortete Rinalia.
„Also war es nun gewollt oder ungewollt?“, fragte Thranduil nach, wobei er eine seiner Augenbrauen leicht anhob.
„Ungewollt. Es muss ungewollt gewesen sein“, sagte die Wolfsprinzessin sofort. „Ich muss in seinem Weg gewesen sein. Der Wolf hat ein unstabiles Temperament und war verärgert. Es ist auch keine große Verletzung. Da es Euer Wolf ist, werde ich ihn Euch zurückgeben.“
Die Dienerin überreichte Thranduil den kleinen grau silbernen Wolf, welcher schwer atmete und vor schmerz jaulte. Sanft nahm Thranduil ihn an und strich ihm vorsichtig durch das Fell, während er ihn für einen kurzen Moment betrachtete.
„Warum erzählt Ihr mir nicht, was passiert ist?“, fragte er und sah die Wolfsprinzessin an. Rinalia schluckte und schaute erneut zu Boden. „Hier wohnt doch das Mädchen, welches sich nicht in einen Wolf verwandeln kann. Gehen wir doch zu ihr um sie zu fragen, was der Grund dafür ist, warum dieser kleine Wolf Euch zu beißen gewagt hat.“
„Ihr müsst scherzen, mein Herr“, sagte die Wolfsprinzessin. „Dieser kleine Biss ist nicht würdig, dass Ihr Euch mit so etwas befasst. Der kleine Wolf hat mich verletzt und ich habe ihn verletzt. Die Angelegenheit ist ausgeglichen.“
„Ausgeglichen?“, Thranduils Stimme bekam einen leicht aufgebrachten Unterton. „Wie kann es ausgeglichen sein, wenn der kleine Wolf schwerer verletzt ist als Ihr es seit. Wie kann das ausgeglichen sein?“
Rinalia schluckte und sofort ging sie auf ihre Knie, ebenso ihre Dienerin.
„Mein Herr Thranduil, bitte beruhigen Sie sich. Ich habe etwas falsches getan.“
„Was hast du gesagt?“
Die Wolfsprinzessin schluckte hörbar.
„Ich war so verärgert, als ich diese Schan-… dieses Mädchen besucht habe“, gestand Rinalia ängstlich. „Und dieser Wolf schien hier zu spielen oder hier vorbei zu laufen, dennoch wurde es ohne Grund von mir verletzt.“
„Verletzt ohne Grund?“, sagte Thranduil mit ruhiger Stimme, doch man konnte heraushören, dass dieser nicht gerade erfreut darüber war.
„Bitte zügelt Euren Zorn, mein Herr“, bat die Wolfsprinzessin beinahe flehend. „Ich war so wütend und habe den Wolf verletzt.“ Sie sah auf und schaute in die eiskalten blauen Augen. „Ich werde dafür drei Stunden hier knien um meine Tat zu entschuldigen.“
„Das ist sehr gut“, antwortete Thranduil. „Du wurdest von deinem Vater gut erzogen, Prinzessin. Ihr müsst gehört haben, dass ich gewohnt war in der Vergangenheit Truppen anzuführen, so bin ich auch für mich selbst beschützend und dennoch für die Vernunft undurchlässig.“ Sanft strich Thranduil über den Kopf von Legolas, welcher nun die Augen geschlossen hatte und zu ruhen schien, auch wenn er große Schmerzen hatte. „Ihr solltet Euch lieber von mir, meinen Wolfsmännern und meinem Wolf fern halten.“
„Jawohl, mein Herr“, sagte Rinalia und verbeugte sich vor Thranduil.
Dieser wandte sich ohne ein weiteres Wort um und ging davon. Die Dienerin erhob sich sogleich und wollte ihre Prinzessin aufhelfen, doch diese ließ es nicht zu.
„Mein Prinzessin, steht auf.“
„Nein! Denn wenn es jemand Lord Thranduil erzählt würde noch mehr Ärger auf mich zukommen“, antwortete Rinalia.
„Trotzdem seit Ihr aber eine Adlige.“
„Dies ist jetzt nicht von belang. Aber was weißt du denn schon?“, entgegnete ihr die Wolfsprinzessin. „Lord Thranduil mag sich zwar fast nie in anderer Gelegenheiten begeben, aber wenn er spricht, wagt es keiner ihm zu widersprechen. Jetzt gerade kochte er innerlich vor Zorn. Selbst wenn mein Vater hier gewesen wäre, hätte er mir nicht geholfen. Er hätte mir vielleicht sogar aufgetragen den ganzen Tag hier zu knien.“









Hey
Dies ist ein kleiner Teaser für meine neue Geschichte die in Zukunft kommen wird. :)
Ich freue mich auf eure Reviews und ich hoffe euch hat dieser kleine One Shot gefallen.

Beste Grüße
Alphawolf7
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