Automatic Lover

von rivexgirl
GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18 Slash
Jimin OC (Own Character)
12.07.2019
19.07.2019
2
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Der Postbote klingelt.. Du hast eine Lieferung bekommen. Neugierig wie du bist, öffnest du das Paket sofort, nachdem du es erhalten hast. Zu deinem Erstaunen blickt dir eine Puppe entgegen. Eine sehr flexibel aussehende Puppe.. in der Form eines attraktiven jungen Mannes. Ratlos fragst du dich, wer sie dir geschickt haben könnte, denn du kannst dich nicht daran erinnern, sie bestellt zu haben. Du findest den Lieferschein im Paket und wirfst einen kurzen Blick drauf. Mit Entsetzen stellst du fest, dass dies keine Puppe ist, sondern ein eigens für dich angefertigter Roboter. Auf dem Zettel steht: „Dieser Androide erfüllt dir jegliche Wünsche. Wasserfest, feuerfest und absolut beständig. Wartungsarbeiten und Updates werden selbstständig ausgeführt und „Jimin“ wurde darauf programmiert, ihnen die höchste sexuelle Befriedigung zu gewährleisten. In Kooperation mit rivexgirl entwickelt.“ Das kann doch nicht wahr sein, denkst du dir. Soll das ein Witz sein?? Du bist vollkommen außer dich und trittst aus Wut gegen den Karton mit dem leblosen Jungen. Daraufhin ertönt ein mechanisches Geräusch und Jimins Augen öffnen sich. Sofort richtet er sich auf und sieht dich mit großen Augen an.

„Master!“, ertönt seine helle Stimme. „Ich kann es kaum glauben, dich endlich zu sehen! Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet..“ Er klimpert mit seinen Wimpern und seufzt herzzerreißend. „Die ganze Zeit über wurde ich mit Daten von dir gefüttert und jetzt ist der Moment gekommen..“ Seine Augen füllen sich mit Tränen. Du stehst unter Schock und weißt nicht, wie du reagieren sollst, aber du musst zugeben, dass du dich ein klein wenig geschmeichelt fühlst. „Master..“, wimmert Jimin. Deine Wangen fangen plötzlich an zu glühen. „Freust du dich denn gar nicht, mich zu sehen? Du fühlst einen Stich im Herzen und musst dich kurz sammeln, um das Geschehen zu verarbeiten. „Natürlich freue ich mich, aber ich glaube, da liegt eine Verwechselung vor!“ Du stolperst in der Hektik über deine eigenen Worte. „Ich- ich bin nicht der, der du glaubst, der ich bin.“ Jimin, der dir gespannt zugehört hatte, legt nun seinen Kopf schief und ein leises Klicken ertönt. Dann werden seine Augen für einen kurzen Moment glasig. „Du bist XXX Kim und rivexgirl hat mich geschickt. Sie wünscht dir eine >sexy< Zeit mit mir.“ Du verfällst in Panik und wedelst abweisend mit den Händen. „Das ist ein Missverständnis! Ich stehe nicht auf Männer!“, rufst du aus. Jimin schaut dich mit geschürzten Lippen traurig an, doch dann wechselt seine Stimmung und ein schelmisches Grinsen überkommt ihn. „rivexgirl wusste, dass du das sagen würdest..“ Jimin steigt aus dem Karton herraus und kommt dir gefährlich nahe. So nah, dass du hinten überkippst und dich mit deinen Händen vom Boden abstützen musst. Mit einem Grinsen krabbelt er über dich und dir steigt die Röte ins Gesicht. „Du hast es noch nie ausprobiert“, flüstert Jimin dir ins Ohr und zwinkert dir dann zu. Sein Gesicht nur eine handbreit von deinem entfernt. Er leckt sich über die Lippen und du bist ein zu passiver Typ, um dich gegen das zu wehren, was daraufhin geschieht.. Er führt deine Hand zu seinem Hintern und legt seine vollen Lippen auf deine. Mit seiner Zunge öffnet er sanft deine Lippen und fängt an, sich in dir zu bewegen. Du weißt nicht, wie dir geschieht und lässt es einfach mit dir machen. Du bemerkst nur, wie weich, feucht und echt er sich anfühlt und ehe du dich versiehst, spürst du, wie sich eine Wärme in deiner unteren Region entwickelt.. Nein, das kann nicht sein! Alles in dir sträubt sich bei dem Gedanken, es mit einem Mann zu tun, doch dein Körper spielt ein anderes Spiel.. Jimins Kuss wird immer leidenschaftlicher, seine Hände, die deine Brust auf und abstreicheln, immer gieriger. Auch du wirst immer heißer und deine zweite Hand gesellt sich zu der anderen an Jimins Po, gleitet hinüber und kneift sanft hinein. Jimin stöhnt leise und melodisch auf und fängt daraufhin an, seinen Unterkörper an deinen zu reiben. Du spürst die Lust von dir und Jimin wachsen und das Gefühl ist unbeschreiblich. Du hast nicht damit gerechnet, dass es dir so gefallen würde, Jimins Härte an deiner zu spüren.. „Ich halte es nicht länger aus..“, haucht Jimin und fängt an, seine Kleidung auszuziehen. Du siehst ihm dabei mit Verlangen zu. Sein zierlicher, aber muskulöser Körper macht dich zu deiner Überraschung extrem an. „Gefällt dir, was du siehst?“ neckt Jimin dich. Du schluckst und nickst. Jetzt gibt es kein zurück mehr..

Nun liegst du da, mit Jimin im Arm und starrst die triste Wohnungsdecke an. Mitten im Flur hattest du es mit einem Roboter getan und das auch noch mit einem, der nicht deinem bevorzugten Geschlecht entspricht. Du stehst auf Frauen, 100%ig! Es ist dir total unangenehm, dass er solche Gefühle in dir ausgelöst hatte.. Aber er ist kein Mensch, also ist er auch kein echter Mann. Oder? Du rappelst dich auf und lässt den Kopf von dem Androiden, der grade im Schlafmodus ist, auf den Boden plumpsen. Dann verlässt du den Flur und schnappst dir aus der Küche deine Zigarettenschachtel. Jetzt erstmal ne Fluppe drehen.. Deine Wohnung im 5. Stock des Hochhauses hat zum Glück einen Balkon. Es ist schon spät geworden, aber trotzdem noch hell draußen. Sommerzeit. Du zündest dir eine Zigarette an und nimmst einen tiefen Zug. Das tut gut. Solangsam wird dein Kopf wieder klarer. Grimmig schaust du auf die Dächer der Stadt. Wer verdammt nochmal ist rivexgirl? Du hast keinen blassen Schimmer. Solche ultra realistischen Androiden sind verdammt teuer. Das muss eins der neuesten Modelle sein. Je mehr du darüber nachdenkst, desto weniger Sinn ergibt es für dich. Du bist Mitte 20, Student, Single, hast ein paar Freunde an der Uni, aber die sind auch alle pleite. Kann aufjedenfall kein Scherz gewesen sein, den sie sich erlaubt haben. Entspricht auch nicht gerade ihrem Humor. Ein Geschenk von einem Stalker? Unwahrscheinlich. Du bist zwar nicht unattraktiv, aber auch kein Schönling. Eher unscheinbar. Und auch kein Spitzenstudent. Im Gegenteil, du liegst deinen Eltern schon viel zu lange auf der Tasche. Du schnippst den Zigarettenstummel über die Kante und stöhnst auf. Du hast schon genug Probleme mit Dingen, die erledigt werden müssen.. Das Studium ist hart und dein Nebenjob verlangt dir auch einiges ab. Jetzt musst du auch noch zusehen, wie du deinen ungebetenen Gast wieder entsorgst..

Du verlierst dich eine Zeit lang in deinen Gedanken, bis du plötzlich Schritte aus der Wohnung auf dich zukommen hörst. Genervt rollst du mit den Augen. Mit einem quietschen öffnet sich die Tür zum Balkon. Zum Vorschein kommt.. Jimin. Er geht lächelnd auf dich zu und stellt sich wie selbstverständlich neben dich hin. „rivexgirl hatte recht.. Du bist genauso wie in meinen Träumen.“ Ts. Was labert er da? Du ziehst eine Augenbraue hoch und schaust ihn von oben herrab an. „WER ist rivexgirl?“ Du erhoffst dir, vielleicht von ihm zu erfahren, was Sache ist. Jimin blickt nachdenklich in die Ferne. Sein blondes Haar noch wild und zerzaust von vorhin. Er streicht sich eine Strähne mit einer kurzen Handbewegung aus dem Gesicht. „rivexgirl ist etwas besonderes.. Ich kann dir nicht sagen, wer oder was rivexgirl ist, aber sie wollte, dass wir zusammenfinden.“ Er wendet sich zu dir und seine Augen verformen sich zu Halbmonden als er dich angrinst. „Darüber bin ich so froh.“ Beschämt blickst du nach unten und kramst nervös in deiner Hosentasche, um eine zweite Zigarette aus der Schachtel zu fischen. „Du kannst hier nicht bleiben.“, erklärst du ihm, während du mit dem Feuerzeug hantierst. Jimin macht große Augen und seine Lippen verformen sich zu einem O. „Das kommt gar nicht infrage!“, quengelt er nun. „Schick mich bitte nicht weg, ich will bei dir bleiben, Master!“, Jimin führt sich auf, als würde er gleich einen Nervenzusammenbruch erleiden. Dicke Tränen kullern auf die Fliesen hinab und er stampft mit seinen Füßen auf den Boden wie ein Kleinkind. Deine Fluppe fällt dir aus der Hand und du verlierst deine Coolness auf der Stelle. Panisch versuchst du ihn zu beruhigen. „NA GUT!“, rufst du aus, während du seine Schultern packst. Hoffentlich hören die Nachbarn nicht den Krach! „Von mir aus. Du kannst hier wohnen.“, versicherst du ihm. „Vorerst.“ Der Androide beruhigt sich auf der Stelle und macht freudestrahlend Anstalten dich zu umarmen. Widerwillig lässt du es geschehen. „Aber nenn mich bitte nicht mehr Master! Ich habe einen Vornamen.“, Jimin löst sich aus deinen Armen und schüttelt wehement den Kopf. „Nein, nein! Das kann ich nicht tun. Das steht mir nicht zu.“ Warum ist er bloß so anstrengend? Du überlegst einen kurzen Moment. „Okay. Dann nenn mich „Hyung“.“, erwiderst du. Jimin blickt unzufrieden drein und es sieht so aus, als würde er dagegen protestieren wollen, aber dann willigt er schließlich doch mit einem Nicken ein. „Hyung.. Hyung..“, wiederholt er das Wort leise wie in Trance. „Ich werde mich daran gewöhnen müssen.“, seufzt er.

Am nächsten Morgen wachst du mit Kopfschmerzen in deinem Bett auf. Du fragst dich ob das, was gestern geschehen ist, nicht doch nur ein Traum gewesen ist, so unwirklich kommt dir die letzte Nacht vor. Ein Sexroboter in Form eines jungen Mannes in deiner Wohnung.. Die Erinnerungen an den gestrigen Abend kommen wieder hoch und das gefällt dir ganz und gar nicht. Deine Augen wandern auf der Suche nach Jimin durchs Zimmer, jedoch erblickst du keine Spur von ihm. Wo hat er überhaupt die Nacht verbracht? Du kannst dich nur noch daran erinnern, dass du dich nach eurem Gespräch verabschiedet hast und fix und fertig ins Bett gefallen bist. Mit einem Gähnen streckst du dich und verlässt die wohlige Wärme deines Bettes, um dich auf den Tag vorzubereiten. Du ziehst die Vorhänge auf und die Sonnenstrahlen blenden dich so stark, dass du deine Augen zukneifen musst. Scheint so, als würde es heute ein heißer Tag werden. Du wirfst einen Blick auf deinen Wecker, der noch nicht geklingelt hat. 9 Uhr.. Sehr gut. Du schaffst es heute mit Sicherheit, einen guten Platz für die Vorlesung zu bekommen. Es ist dir nicht leicht gefallen, deinen Schlafrythmus wieder in den Griff zu bekommen, nachdem du deinem alten Job entkommen bist. Die vielen nächtlichen Ausflüge haben dir nicht gut getan.. In vielerlei Hinsicht. Diese Zeit wünschst du dir wahrlich nicht wieder zurück. Deshalb bist du froh darüber, dass du ohne Probleme durchschlafen konntest. Du streckst dich ausgiebieg und verlässt dann das Schlafzimmer, um im Bad nach einer Aspirin Tablette zu suchen und danach fix unter die Dusche zu springen. Du wühlst im Badezimmerschrank rum, wo du immer die Arzneimittel verstaust und findest die Packung, doch zu deinem Unglück sind alle Blister bereits leer. Du schnalzt genervt mit der Zunge und schlägst die Schubladen zu. Ne Zigarette wirds wohl auch tun, denkst du dir und machst dich sofort auf den Weg zur Küche, von welcher allerdings ein himmlischer Geruch ausgeht..

Mit einer Vorahnung öffnest du die Tür und entdeckst Jimin, wie er am Herd steht und in einer Schürze bekleidet vor sich hinsummt, während er grade dabei ist, den hunderttausendsten Pfannkuchen sorgfältig auf einen Teller zu stapeln. „HYUNG!“, ruft er aus, nachdem er dich bemerkt hat. Also doch kein Traum.. „Ich wusste, du würdest bald wach werden, deswegen habe ich dir Frühstück zubereitet. Magst du Pfannkuchen?“ Jimin grinst dich erwartungsvoll an. Dann zieht er eine Schnute. „Jeder mag Pfannkuchen.“ So wie er seine vollen Lippen spitzt, erinnert er dich an ein kleines Entchen und du ertappst dich dabei, wie du schmunzeln musst.. Doch schnell reißt du dich wieder zusammen. „Wo hast du eigentlich die Nacht verbracht?“, fragst du ihn betont beiläufig. Jimin fordert dich mit einer Geste dazu auf, dich am Küchentisch hinzusetzen, welcher du seufzend nachkommst. Ein Hauch von einem Lächeln umspielt seine Lippen und er legt seinen Kopf schief. Du wünschtest, er würde aufhören die ganze Zeit im Flirtmodus zu sein.. Der Androide stellt dir den kompletten Pfannkuchenteller vor die Nase, serviert dir dazu frische Erdbeeren und Sirup und schenkt dir ein Glas Orangensaft ein. „Ist es dir denn nicht aufgefallen?“, neckt er dich und wirft dir einen bedeutungsschweren Blick zu. „Natürlich habe ich mit dir im Schlafzimmer geschlafen!“ WAS? Dir fällt die Erdbeere aus der Hand, die du dir grade in den Mund schieben wolltest und schaust ihn verwirrt an. Bist du so fertig gewesen, dass es dir nicht aufgefallen ist, wie er sich zu dir hingelegt hat? Jimin bemerkt, wie überrascht du bist und versucht dich mit einer Handgeste zu beschwichtigen. „Viel, viel später! Erst habe ich ein paar wichtige Upgrades durchgeführt.“ Er legt nachdenklich die Hand ans Kinn. „Irgendwas habe ich vergessen.. Ah! Kaffee. Hyung! Magst du Kaffee?“ Geistesabwesend nickst du ihm zu.. Moment mal, dass ist nicht okay! Ganz und gar nicht. „Hey. Jimin-“, fängst du an. „Du kannst nicht in meinem Bett schlafen. Das geht nicht. Schlaf auf dem Sofa oder wo auch immer, aber mein Bett ist tabu.“ Jimin stellt dir eine Tasse Kaffee hin und gibt einen Schuss Milch hinein. Sein Blick ist komplett auf die Handlung fixiert, aber sein Mund verzieht sich zu einem graden Strich. „Mhh. Okay.“, antwortet er leise. Du fühlst dich irgendwie schlecht, aber du musst klare Grenzen setzen, um mit Jimin zurecht zu kommen, nicht wahr?

Du schlingst den Rest deines Pfannkuchens runter und spülst erst mit Orangensaft, dann Kaffee hinterher. „So. Ich muss mich fertig machen und gleich los zur Uni. Mach keinen Scheiß hier allein, okay? Räum auf oder so, aber fass nichts an..“ Nach diesen eisigen Worten verlässt du schnurstracks die Küche und vermeidest so Jimins Blick. Du hast keine Lust dich noch weiter mit ihm zu unterhalten. Mit ihm Gespräche zu führen.. Er bleibt schließlich eh nicht lange hier! Er soll aufhören, dich zu nerven. Zurück im Schlafzimmer suchst du deine Klamotten für heute raus – Karohemd und Skinnyjeans, wie immer – dann duschst du dich kurz ab, ziehst dich an und packst deine Tasche. Du schnappst dir im Flur deine Converse und bindest dir die Schnürsenkel zusammen. Jimin taucht aus der Küche auf und beobachtet dich dabei. „Wann kommst du wieder?“, fragt er vorsichtig. „Ich muss nach der Uni noch zur Arbeit, kann spät werden.“, erwiderst du. „Achso..“, flüstert Jimin. Mit einer Handbewegung verabschiedest du dich fix und stürmst aus der Wohnung. Du willst grade die Tür hinter dir schließen, als du auf eimal Jimins Stimme nach dir rufen hörst. Mit zusammengezogenen Augenbrauen drehst du deinen Kopf zu ihm. Was ist denn jetzt noch?? Jimin steht am Eingang und hält dir etwas entgegen. „Du hast deine Zigaretten vergessen.“ Er lächelt dich schüchtern an. „Die helfen gegen Kopfschmerzen, oder?“
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