Da ist doch mehr!

GeschichteFreundschaft / P16 Slash
11.07.2019
18.07.2019
2
1987
1
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Wie jeden Morgen gehe ich wie ein hirnloser Zombie zur Schule und verfluche mein Leben. Warum bin ich nicht einfach in der 10. abgegangen? Dann müsste ich mich nicht mehr mit dem Scheiß hier rumschlagen und ich könnte mein eigenes Geld verdienen. Ich seufze leicht, weil ich ja weiß, warum ich nicht abgehen will. Zum Einen, weil ich Psychologie studieren will, und zum Anderen, weil ich schon mein erstes eigenes Geld verdiene. Denn ich bin seit der 8. Klasse Lerncoach, also ich gehe in die jüngeren Klassen und helfe den Kleinen dann bei den Hausaufgaben und ich leite eine AG an der Schule. Damit verdiene ich ja nur 80€ im Monat, wenn es hoch kommt, aber es reicht auch vollkommen für das, was ich wirklich brauche. Ich gehe weiter zum Oberstufenraum und setze mich, dort angekommen, an eine Tischgruppe in der Ecke, aber mit dem Rücken zur Tür. Eigentlich passt das nicht zu  mir, da ich gerne meinen Rücken frei habe, aber diesmal denke ich nicht dran, dass später bestimmt noch mehr Leute kommen. Ich schaue nur weiter in die Luft und versuche, mich irgendwie doch für die Schule zu motivieren. Das gelingt mir dann auch halbwegs, als mir einfällt, dass mein Bild für ein freiwilliges Projekt, was meine Kunstlehrerin ins Leben gerufen hat, noch nicht fertig ist. Dieses Projekt ist eines, was unsere Schule schöner machen soll und es hat das Thema ‚Liebe‘. Die schönsten Bilder werden in einer Galerie von unser Schule ausgestellt, welche unsre Schule einmal im Monat macht. Schnell packe ich das Bild aus und sofort schauen mich die leeren Augen der Frau an. Der Mann wirkt auch noch sehr… naja einfältig, wie er der Frau einen Kuss gibt. Ich fange etwas an zu grinsen und nehme schnell meinen Druckbleistift aus der Hosentasche, damit ich anfangen kann zu zeichnen. Ich gehe in der Arbeit so auf, dass ich nicht mehr mitbekomme, wie viel Zeit eigentlich vergeht - was natürlich mit der Zeit bestraft wird, da der Raum einfach immer voller wird und unter anderem auch eine gewisse Person rein kommt, die natürlich auf der Stelle bemerkt, dass ich mit den Gedanken ganz wo anders bin. Diese bestimmte Person kommt schleichend zu mir und legt mir die Hände um die Taille, was mich sofort zusammenfahren lässt. Aber statt sich damit zufrieden zu geben, fängt sie dann auch noch an mich zu kitzeln, was natürlich dafür sorgt, dass ich anfangen muss zu lachen, so kitzelig wie ich eben bin. „Bitte. Gnade.“, bringe ich nur lachend hervor, weil ich weiß, wer es ist. Irgendwann zeigt sie zum Glück auch ihre Gnade und setzt sich einfach neben mich. „Gott… Suna. War das wirklich nötig?“, frage ich sie sauer und schaue schnell zu den Bild, „Sei glücklich, dass es nicht verknickt worden ist!“ Suna grinst mich nur an und meint: „Ja, es war nötig. Du hast mich ja gradezu dazu eingeladen. So geistesabwesend wie du warst.“ Ich schüttel nur den Kopf, während ich meine Augen verdrehe und lehne mich dann auf meinem Stuhl nach hinten. Suna grinst mich währenddessen frech an und schaut zu den Bild. „Das ist wirklich schön.“, meint sie dann und schaut es sich dann nochmal genauer an, „Du bist echt eine talentierte Zeichnerin, Luna.“ Ich werde leicht rot und meine nur leise: „Danke.“ Schnell packe ich dann auch das Bild weg und grinse sie wieder leicht an. In ihrer Nähe kann ich eben nicht arbeiten, da ich irgendwie immer wieder zu ihr schauen muss. Suna hat einfach einen Körper, den man anschauen muss und der, zumindest meiner Meinung nach, fast schon zu schön ist. Nicht nur, dass sie sehr schlank ist, aber noch schöne Rundungen hat. Nein, sie hat einfach die schönsten Augen der Welt und auch die blonden Haare, die ihr wunderschönes Gesicht umspielen, wirken einfach nur engelsgleich. Ich fange etwas traurig an zu lächeln, da sie wahrscheinlich nicht mal ahnt, was sie alles für mich bedeutet. „Hey Luna? Bist du noch da?“, reißt mich dann Suna schnell wieder aus meinen Gedanken. „Äh… ja Sorry, Su. Bitte was hast du gesagt?“, frage ich schnell und lächel sie etwas verlegen an. „Ist doch nicht schlimm. Ich hab dich auch nur gefragt, warum du grade so traurig gelächelt hast“, antwortet Su mir und lächelt mich an. Ihr Lächeln ist einfach wunderschön und zu meinem Glück zeigt sie das auch nicht grade selten. Suna ist eben ein kleiner Sonnenschein, den einfach nichts wirklich traurig oder wütend machen kann. Selbst wenn das dann mal der Fall ist, ist sie nach ein paar Minuten wieder gut drauf. Zwar hab ich manchmal das Gefühl das das alles nur eine Maske ist, aber ich glaube es auch nicht wirklich. „Ach eigentlich nur, weil mein Bild noch nicht fertig ist. Ich wollte es eigentlich schon vor einer Woche fertig haben“, lüge ich sie an, da ich es ihr eben nicht sagen will. Denn wenn ich es ihr sagen würde, würde sie nicht mehr mit mir befreundet sein wollen, da bin ich mir sicher.  „Mach dir doch nicht so einen Stress, du hast noch 2 Wochen Zeit und bis dahin ist es eh fertig, wenn nicht sogar noch ein zweites und drittes Bild“, sagt Su nur und legt einen Arm um mich. Die Berührung tut mir grade einfach gut und bringt mich zum Lächeln. „Danke.“, flüstere ich nur leise und zwar so leise das sie es nicht hört. „Aber mal was anderes. Wo ist eigentlich Nina? Sie ist doch sonst immer da“, meint Suna dann und schaut sich nochmal um. „Ach keine Ahnung. Vielleicht bei Tim. Oder sie ist krank, was mich aber wundern würde“, antworte ich ihr und schaue mich ebenfalls kurz um, doch die Braunhaarige scheint nicht hier zu sein. Suna gibt es auf, sie zu suchen und meint dann: „Wird wohl bei Tim sein. Und wenn sie doch krank ist, werden wir es in Reli sehen.“ Ich nicke nur und will sie grade fragen, ob ich bei ihr die Hausaufgaben abschreiben kann, aber dann klingelt es auch schon. Nicht ein einziges Mal kann ich wohl in dieser Hinsicht Glück haben, denn ich komme nie dazu, irgendwie abzuschreiben oder ich werde dabei einfach erwischt, was natürlich auch nicht so toll ist. Su steht auf und hält mir die Hand hin. „Komm! Ab zu Reli!“, grinst sie nur und ich nicke, während ich ihre Hand nehme. Ab zur Hölle. Sie zieht mich hoch und schleppt mich dann quasi zum Unterricht.
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