Der und kein anderer

GeschichteRomanze / P12 Slash
Semi Eita Shirabu Kenjirou
11.07.2019
14.07.2019
2
4130
5
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Hallöchen!
Tja, hmhm, ich werde in den letzten Tagen von vielen Ideen überflutet. Eigentlich hatte ich nur nen OS geplant gehabt, aber ich hab gemerkt, ich hab zu viele Ideen, also werde ich den OS in mehrere kleinere Kapitel splitten.
Es ist reines Fluff. Kitsch! Alles, was das Herz begehrt.
Und es macht furchtbar Spaß so etwas mal wieder zu schreiben :3

Im Übrigen ist noch eine weitere Fanfic über SemiShira geplant. Ich weiß grad nicht wohin mit mir. *lach* Wenn ich doch nur so viel Zeit hätte, wie Ideen. Jedenfalls wird es noch sehr viel von mir zu lesen geben.
SemiShira is love, SemiShira is life!

Gruß Miya

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Kapitel 1 - Erfreulicher Besuch


Es klingelte.
Semi schenkte dem keine Aufmerksamkeit. Er lag auf seinem Bett auf dem Bauch und hatte Kopfhörer auf. Diese waren mit seinem Handy verbunden und das Album von Imagine Dragons wurde abgespielt.
Vor sich lag das Physikbuch, er war am Lernen. Beziehungsweise Semi tat so, als würde er lernen. Lieber lauschte er der Musik, als dass er sich wirklich konzentrierte.

Es klopfte plötzlich. Verwundert nahm er seinen Kopfhörer ab und legte ihn in seinen Nacken. Sein Blick glitt zur Tür.
Hatte es eben bei ihm geklopft?
Misstrauisch zog er die Augenbrauen zusammen. Er erwartete heute niemanden mehr. Und zu Tendou hatte er gesagt, dass er dieses Mal keine Lust auf Karaoke hatte. Er war müde vom Training. Bald standen Klausuren an. Auch wenn er nicht wirklich lernte, aber das war gerade irrelevant.

„Ich komm jetzt rein, Semi“, ertönte eine unerwartete Stimme und dann ging die Tür auf.
Semi hatte sich aufgesetzt und starrte Shirabu an, der nun in seinem Zimmer stand.
Er war nass. Von oben bis unten. Tropfen lösten sich aus seinen Haarspitzen und fielen auf den Boden.

„Was… Was machst du hier?! Und Mann, ey! Du machst ja alles nass! Was ist passiert?!“
Irritiert sah er ihn an. Genau in dem Moment donnerte es laut und erst jetzt realisierte Semi, welches Unwetter draußen herrschte.
Der Regen klatschte gegen sein Fenster, der Himmel war rabenschwarz.

„Es regnet.“
„Mach keine Sachen, das seh ich jetzt auch! Das erklärt aber nicht, was du hier machst?!“
Es war schließlich keine Selbstverständlichkeit, dass der Jüngere hier auftauchte, solch eine Beziehung hatten sie zueinander nicht.

Semi kletterte aus dem Bett und ging zu seinem Schrank. Er griff nach einem großen Handtuch und warf es Shirabu auf den Kopf.
„Trockne dich gefälligst ab, du machst alles nass“, raunzte er ihn an.
Er verschränkte die Arme vor der Brust und beäugte ihn misstrauisch.

„Als das Unwetter angefangen hatte, war ich hier in der Nähe. Ist doch logisch, dass ich irgendwo rein muss“, erklärte Shirabu und rubbelte sich die Haare trocken.
„Mag logisch sein. Aber Shirabu...“ Semi starrte ihn weiterhin an, sein Misstrauen verschwand nicht.
„Du wohnst, soweit ich weiß, am ganz anderen Ende dieses Bezirks.“
„Hm“, kam es von dem Jüngeren und er legte das Handtuch auf die Seite. Er zog sich sein Oberteil aus und Hose folgte direkt.
„Wo kann ich das aufhängen?“
„Weichst du mir aus, sag mal?!“Angepisst entriss er ihm die Kleidung und ging ins Bad. Dort hängte er die Sachen an die Heizung und kam wieder zurück.

Semis Augen verweilten einen Moment auf Shirabus halbnackten Körper. Nur die Shorts saß nach da, wo sie hingehörte.
„Mit dir ist echt immer was los“, knurrte Semi und wühlte im Kleiderschrank herum. Dieses Mal landeten ein blaues T-Shirt, mit einem orangenen Volleyball in der Mitte verziert, und eine schwarze kurze Hose vor Shirabus Füßen.

Ohne ein Wort des Danks zog er die Sachen an und setzte sich aufs Bett.
Semi baute sich vor ihm auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Jetzt noch einmal. Was tust du hier?!
„Bist du schwer von Begriff? Mh, du bist das beste Beispiel, dass du nicht aufgrund der Noten auf die Shiratorizawa gekommen bist“, pisste Shirabu ihm nachdenklich ans Bein.
Semi fletschte die Zähne und ballte seine Hände zu Fäusten.

„Ich bin nicht schlecht in der Schule, du Rotzbengel! Aber scheinbar bist du nicht intelligent genug eine einfache Frage beantworten zu können! Oder hat dich der Wind hierher gefegt?“
Shirabu schnippte mit den Fingern und nickte.
„Der Wind hat mich her gefegt.“
„Du bist hoffnungslos...“ Semi fuhr sich genervt durch seine Locken und schüttelte den Kopf.

Was sollte er nun auch machen? Es änderte nichts an der Tatsache, dass draußen ein Gewitter tobte. Er konnte ihn vorerst nicht wegschicken.
„Mach, was du willst...“
„Hatte auch nichts anderes vor“, antwortete Shirabu und blickte auf Semis Handy, das neben ihm auf dem Bett lag.
„Imagine Dragons? Ist das deine Musikrichtung?“, fragte Shirabu dann aber und nahm die Kopfhörer an sich. Er setzte sie auf und gerade lief das Lied Thunder, was ihm kurz ein Schmunzeln entlockte.
„Unter anderem…“, seufzte der Pinch-Server.

Semi kam zu ihm und nahm ihm die Kopfhörer wieder ab und legte sie auf die Seite. Er starrte ihn an. Shirabu starrte zurück.
Ehe dieser leise seufzte.
„Und ich dachte, du würdest dich freuen, deinen Kouhai hier zu haben“, kam es trocken von ihm und erhob sich vom Bett. Er griff nach seiner Tasche und stellte sie an dem Tisch ab.
„...unter anderen Umständen vielleicht. Du hättest mir Bescheid geben können.“
Dann hätte er wenigstens etwas aufräumen können. Hie und da lagen Bücher verstreut auf dem Boden herum, Stifte, Blätter, die eingeheftet gehörten… Semi war alles andere als ordentlich.

„Wie denn? Ich hab keine Nummer von dir.“
„Du müsstest sie haben, Shirabu.“
„Hm...“ Shirabu nahm sein Handy und scrollte durch die Namen. Dann fiel ihm ein…
„Ah. Du stehst unter den Blockierten. Hätte ich mir denken können.“
Semi sah ihn fassungslos an.
„Dein Hass kennt echt keine Grenzen, was?“

Ungläubig schüttelte er den Kopf. Hoffnungslos. Dieses Balg war durch und durch hoffnungslos.
Genervt räumte er die verstreuten Blätter zusammen und legte sie ordentlich in das Fach auf dem Schreibtisch. Im Augenwinkel beobachtete er, wie Shirabu seine Hausaufgaben rausholte und damit anfing.
Und ab da war es ruhig im Raum.
Einen Moment stand er noch da, blickte den jüngeren Setter an, der einfach unangemeldet hier aufgetaucht war und jetzt Hausaufgaben machte, als wäre das alles selbstverständlich.
Shirabus Ruhe hätte er auch gerne.





Es hatte aufgehört zu gewittern. Es nieselte nur noch. Shirabu war seit zwei Stunden hier. Semi blickte nach draußen, stellte fest, dass es schon dunkel geworden war und dann zu ihm.
„Du kannst wieder gehen“, erinnerte er ihn daran.
Shirabu sah von seinen Hausaufgaben auf und sein Blick sprach Bände. „Bist du blöd?“
„Ich mach das noch fertig. Du kannst mir ja helfen, dann ginge es schneller“, meinte er und zuckte leicht mit den Schultern.
„Dir ist nicht mehr zu helfen. Das würde mein Zutun auch nicht ändern.“
„Auch wieder wahr“, gab Shirabu zu und kritzelte weiter in sein Heft, als hätte es diese Unterbrechung nicht gegeben.
Semis Augenbraue zuckte. Dieser Kerl machte wirklich das, was er wollte, was?!

Ohne ihn weiter zu beachten, setzte Semi sich aufs Bett, nahm sein Physikbuch und lernte nun wirklich. So konnte er Shirabu am einfachsten ausblenden und es funktionierte.
Nach nur ein paar Minuten war er so konzentriert, dass er den starrenden Blick Shirabus gar nicht wahrnahm.

Die Matratze bewegte sich auf einmal und dann schob Shirabu seinen Kopf in sein Sichtfeld und blinzelte ins Buch hinein.
„Was lernst du?“
„Physik“, kam es trocken von Semi, dessen Augen nun auf Shirabus Hinterkopf hingen. Tief atmete er durch.
„Fertig?“, fragte er dann stattdessen und drückte seine Hand gegen Shirabu, um ihn wegzuschieben.

Shirabu stand neben ihm am Bett und sah zu ihm herunter. Für einen Moment war es ruhig. Semi bemerkte seinen penetranten Blick und schielte zu ihm auf.
„Was?!“
„Ich schaue nach meinen Sachen, ob sie getrocknet sind“, wich Shirabu ihm aus und dann verließ dieser den Raum.
Semi konnte über sein Verhalten nur den Kopf schütteln.
War ja schon hart genug ihn im Training sehen zu müssen. Ständig gab ihm dieser Bastard rotzfreche Antworten oder ignorierte ihn einfach.

Und plötzlich stand er hier in seinem Zimmer, machte sich breit, als wäre das alles selbstverständlich und benahm sich auch irgendwie eigenartig. Oder Shirabu war von Natur aus eigenartig und Semi hatte es bis jetzt nur noch nie registriert.

Da ging die Tür wieder auf und Shirabu kam zurück, der seine Schuluniform wieder an hatte.
„Es ist trocken. Ich gehe nun“, verkündete er und packte seine Sachen zusammen.
Semi atmete durch. Das Grauen hatte also nun ein Ende, was?
Ohne ihn weiter zu beachten schaute er wieder in sein Buch.
Shirabu starrte ihn wieder an. Semi spürte deutlich dieses Kribbeln im Nacken.
„Was?!“, fragte er nun wirklich gereizt. Hatte er nicht gesagt, er wolle gehen?

„Bringst du mich nicht zur Tür?“
„Hah?! Du hast den Weg doch auch alleine hier nach oben gefunden. Du bist nicht mein Freund. Ich hab zu tun!“, bellte Semi und blieb stur sitzen.
Wieder wurde er angestarrt. Semis rechte Augenbraue zuckte. Genervt legte er das Buch zur Seite, warf Shirabu einen bösen Blick zu, ehe er sich aus dem Bett bequemte.
Ehrlich, wozu hatte er das verdient?

Er lief nach unten. Shirabu folgte ihm. Dann öffnete Semi die Tür und machte eine einladende Handbewegung nach draußen.
„Wenn ich bitten darf?“
„Ich weiß, wer auf ewig Single bleiben wird. Wenn du dich immer so aufführst, wirst du nicht mal einen Käfer abbekommen“, meinte Shirabu trocken, hob seinen Kopf und ging nach draußen.
„Was interessiert mich das jetzt? Ich hab dich nicht eingeladen, erwarte von mir keine Bemutterung“, meckerte Semi und wollte die Tür schließen.
Doch da merkte er, dass Shirabu ein wenig traurig aussah.
„Hey...“ Verwirrt sah er ihn an. War er zu weit gegangen? Hatte Shirabu das eben ernst gemeint?
„Wir sehen uns Morgen beim Training. Ich freu mich auf deinen Service-Ace!“, verabschiedete Shirabu sich dann, verbeugte sich kurz und ließ einen sprachlosen Semi zurück.

Kurz darauf fing es wieder an zu regnen.
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