Liebe und das Schicksal

GeschichteDrama, Romanze / P16
Benjamin "Ben" Ahlbeck Dr. Marc Lindner Dr. Niklas Ahrend Dr. Theresa Koshka Elias Bähr Julia Berger
10.07.2019
20.09.2019
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Auf dem Weg zur Station möchte ich am liebsten 1000 Mal lieber woanders hingehen. Selbst die Patientenakten möchte ich heute lieber machen obwohl ich das eigentlich hasse. Gerade habe ich mich nochmal dazu entschieden umzudrehen doch zu meinem Pech hat mich Marc schon gesehen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als auf ihn zu zugehen schließlich bin ich heute bei ihm eingeteilt. Als ich auf ihn zugehe sehe ich schon diesen bestimmten Blick. Er schaut mich so skeptisch und schaut mich so an nach dem Motto als möchte er herausfinden was mit mir los ist. Mittlerweile habe ich einfach keine Kraft mehr mich immer auf eine so nervenaufreibende Diskussion mit ihm einzulassen. Er kannte mich dafür mittlerweile einfach viel zu gut.

Er weiß immer ganz genau wann es mir schlecht geht. Außerdem weiß er einfach sehr viel und konnte sehen wie hinter meiner Fassade aussieht. Das macht mir in manchen Situationen echt Angst er kennt mich fast besser als ich mich selbst. Aber das liegt auch daran das wir kurz bevor meine Oma erfahren hatte das sie Krebs hat mehr zwischen uns lief. Wäre das nicht dazwischengekommen wären wir vielleicht sogar ein Paar geworden. Vielleicht hätten wir eine Beziehung gehabt, aber es sollte so einfach nicht sein. Wir hatten ein paar Dates oder eher gesagt wir haben uns ein paar Mal bei mir getroffen und es war mit ihm ganz anders als mit anderen Männern. Die Verbundenheit und das Vertrauen waren von Anfang an zu spüren, doch es sollte einfach nicht sein. Wer weiß was sich daraus noch entwickelt hätte, aber jetzt zählte im Moment nur die Arbeit und meine Oma.

Nachdem wir ein paar Stunden ohne Worte miteinander zu wechseln neben einander arbeitet musste Marc zu einem Patienten. Bevor ich in die Mittagspause gehe möchte ich noch kurz etwas in die Patientenakte eintragen. Diese Mittagspause habe ich auch heute sehr nötig. Gleich stand noch das Gespräch mit Marc an. Ich bin mehr als froh es hinter mich zu bringen und hoffe das es mir danach besser geht. Deswegen geht es mir auch bestimmt so schlecht, sodass ich mich kaum auf den Beinen halten kann. Das Ganze liegt bestimmt an dem Gespräch.

Marc und ich haben besprochen das wir uns für das Gespräch auf der Dachterrasse treffen. Wir haben uns für diesen Ort entschieden, da es irgendwie unser Ort ist und da wir dort in Ruhe sprechen können. Ich machte mich auf dem Weg zur Dachterrasse jedoch musste ich ein paar Mal eine kleine Pause machen, da mir so schwindelig ist. Ich bin einfach nur froh, wenn ich gleich dort ankommen und mich erst einmal hinsetzten kann. Aber noch glücklicher bin ich, wenn ich dieses Gespräch endlich hinter mir habe.
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