Naked | Gzuz

von ReadaBook
GeschichteAllgemein / P18
10.07.2019
29.07.2019
11
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Hey ihr Lieben! (:

Nachdem ich diese Geschichte bereits auf Wattpad veröffentlicht habe, habe ich mich jetzt auch dazu entschlossen sie mit den Lesern hier zu teilen. Ich weiß nicht inwiefern solche Geschichten hier gefragt sind, aber vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der sie liest. Als kleine Kostprobe gibt es hier das erste Kapitel und je nach dem wie die Resonanz ausfällt, kommen nach und nach weitere. Deshalb lässt mir sehr gern eure Meinung da. (:

Viel Spaß beim Lesen. ❣

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"Kommen wir nun zu den Newcomern, nominiert sind.."

- FYNN KLIEMANN

- LEA

- LEONIDEN

- NICO SANTOS

- NURA

- JADE ELAINE

Das bin ich, hi! Jade Elaine Jameson. Mein Nachname ist deshalb amerikanisch, weil mein Dad - ich nenn ihn wegen der Gewohnheit so - ursprüngliche aus New Jersey kommt. Meine Mama dagegen ist Deutsche und auch ich bin in Deutschland geboren. Dennoch zogen wir als ich ungefähr zwei Jahre alt war zurück in die Vereinigten Staaten.

Meine Eltern leben auch heute noch im Nordosten der USA. Mein Dad liebt seine Heimat und kam nur wegen meiner Mom - auch Macht der Gewohnheit - nach Deutschland. Kennengelernt haben sich die Beiden, als meine Mom gemeinsam mit ihrer besten Freundin Urlaub in New Jersey machte. Sie wollte unbedingt die bedeutenden Urlaubsorte wie beispielsweise das historische Asbury Park und Cape May mit ihren gut erhaltenen viktorianischen Gebäuden besuchen.

Aus einem anfänglichen Urlaubsflirt wurde mehr. Jedoch konnte und wollte meine Mom Deutschland zu diesem Zeitpunkt nicht dauerhaft verlassen. Sie hatte ihren Job hier, viele Freunde und auch Familie, die sie nicht bereit war zurückzulassen.

Kurzerhand zog mein Dad hierher, um ihre Beziehung zu vertiefen. Zwei Jahre später komplettierte ich ihr Liebesglück.

Obwohl mein Dad hier in Deutschland ziemlich gut Fuß fassen konnte  und auch in Sachen Sprachen sehr gewandt war, entschieden sich beide zurück zu Dads Ursprung zu ziehen. So verbrachte ich also 17 Jahre in Amerika und lebe nun seit vier Jahren in meiner Geburtsstadt Hamburg.

Gemeinsam mit Ryan und Matt - Brüder und meine besten Freunde, wohne ich seit geraumer Zeit in einem Penthouse in Eppendorf, Hamburg.

Ich lernte beide - ziemlich Klischeehaft - in einer Bar kennen. Sie kamen mir zur Hilfe, als ein betrunkener Gast nicht verstand, dass ich keine Interesse an ihm habe. Zugeben, es ist wohl nicht die klügste Idee als Frau allein und dazu noch nachts in eine Bar zu gehen, allerdings brauchte ich an diesem Abend Alkohol, denn meine Jobsuche war zu diesem Zeitpunkt wieder einmal erfolglos verlaufen.

Nachdem sie mich von diesem aufdringlichen Typen befreiten, lud ich sie Beide als Dankeschön auf eine Runde ihrer Wahl ein, so entwickelte sich nach und nach eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit zwischen mir und den beiden Brüdern, weshalb wir Anfang des Jahres zusammen in diese geräumige Wohnung gezogen sind.

Bekannt wurde ich, als ich wieder einmal ein Demotape an eine bekannte Plattenfirma schickte.

Ich wollte schon früh Sängerin werden. Ich wollte, dass dieser Kindertraum real wird und dafür arbeitete ich hart. Ich schrieb Texte, nahm Demobänder auf und verschickte diese immer wieder an verschiedene Labels. Nebenbei Kellnerte ich, um mir meine Brötchen zu verdienen.

Ryan und Matt unterstützen mich Mental, aber auch in Sachen Komposition waren mir beide seitdem ich sie kenne eine große Hilfe.

Vorher ermutigten mich meine Eltern und Freunde in Amerika dazu, die Sache mit der Musik weiterzuführen.

Klar, hätte ich auch versuchen können dort erfolgreich zu werden, allerdings zog es mich förmlich nach Deutschland und das obwohl ich sogar englischsprachig singe.

Mein Deutsch ist, dank meiner Mom trotzdem fließend und fast akzentfrei. Das ist wohl der Vorteil, wenn man von klein an zweisprachig aufwächst.

Warum genau es mich zurück nach Hamburg verschlagen hat und dazu noch allein, weiß ich gar nicht. Vielleicht errechnete ich mir hier höhere Chancen aus.

Sollte sich ja auszahlen, denn eines Tag rief mich die Plattenfirma 'Finaltune' an und teilte mir mit, dass sie gern mit mir zusammen arbeiten würden.

Jetzt sitz ich hier bei meinem ersten richtigen Live Event - der 1Live Krone - und bin als beste Newcomerin nominiert.

Nachdem alle Videoausschnitte dieser Kategorie gezeigt wurden, erfolgt nun die Grafik die den Gewinner oder die Gewinnerin anzeigt und die dazugehörige Ansage ertönt.

"Wer wird dieses Jahr die Krone als bester Newcomer mit Nachhause nehmen, ist es LEA, die mit "Leiser" ihre erste Gold-Single feierte oder vielleicht doch die gebürtige Hamburgerin, die viel Zeit in Amerika verbrachte, jedoch mit ihrem Album 'Naked' für viele Furore sorgt.

Es scheint als würde es sich zwischen
Jade Elaine und Fynn Kliemann entscheiden."

JADE ELAINE: *********

FYNN KLIEMANN: *****

JADE ELAINE

"JAAAADEEE ELAINEEEEEE" brüllt der Moderator ins Mikrofon.  Fassungslos steh ich unter jubelnden und tobenden Applaus auf.

Matt - der mich an diesem Abend begleitet - nimmt mich fest in den Arm und gratuliert mir.

Mit zittrigen Beinen bahne ich mir meinen Weg an Leuten wie Kontra K - der mich sehr charmant anlächelt - und Nura, die mir ebenfalls zum Sieg gratuliert, was eine, wie ich finde sehr sportliche Geste ist, immerhin war sie ebenso für diese Kategorie nominiert.

Als ich es dann endlich auf die Bühne geschafft habe, nehme ich die Glückwünsche und die Krone entgegen und stell mich vor das Mikrofon.

"Puh, also obwohl das der Standardsatz schlechthin ist, muss ich sagen, dass ich damit tatsächlich nicht gerechnet habe, gerade weil in dieser Kategorie so großartige Künstler vertreten waren, die diese Krone ebenfalls mehr als verdient hätten.
Danke an alle die mich unterstützen dazu gehören unter anderem meine wunderbaren Eltern und meine besten Freunde Ryan und Matt. Ich liebe euch!"

"WIR LIEBEN DICH AUCH!!"
Kommt es aus der Richtung in der Matt platziert ist, wodurch ich mir ein auflachen nicht verkneifen kann.

"Und weil das hier ein Votingpreis ist, möchte ich mich vor allem bei meinen Fans bedanken, ohne die ich hier nicht stehen würde. Das ist unser Preis!"

Die Masse applaudiert und ich will die Stage verlassen, allerdings werde ich noch einmal vom Moderator aufgehalten.

"Wir werden dich ja nachher nochmal in Aktion sehen, eine kurze Frage dazu: Angezogen oder nackt?" Witzelt er in typischer Manier.

Unter einem lachen bringe ich ein 'angezogen' heraus, was mir - besonders von einer bestimmten Gruppe - Buhrufe einbringt.

Die Frage soll erlaubt sein, immerhin heißt mein Album 'Naked' und auch im gleichnamigen Musikvideo bin ich nackt zu sehen, auch wenn die
'pikanten' Stellen geschickt verdeckt wurden, mal von Seidentüchern, mal von der Perspektive.

Das Video und auch der dazugehörige Song haben nämlich nichts sexuelles am sich.

Es geht darum sich und seinen Körper zu lieben wie er ist. Egal ob dünn oder dick, weiß oder schwarz, groß oder klein, ob mit Narben oder Dellen, egal wie groß oder klein deine Brüste sind, oder wie dein Body-Mass-Index aussehen mag.

Wir bekommen aus dem Umfeld immer wieder gezeigt, dass wir zu dünn, zu dick, zu klein, zu groß sind, zu zu zu.., aber niemand sagt uns, dass wir genug sind - das wir gut sind, so wie wir sind. Vor allem wir selbst nicht.

Darum geht es in meinem Song 'Naked'.

Und auch deshalb freut es mich, dass er so gut ankam, trotz einiger 'Kritiker', die meinten ich würde diese Message nur deshalb verkaufen wollen, damit ich mich nackt im Video präsentieren könnte. Ganz nach dem Motto; 'Sex sells'

Was ich dazu sage? Fickt euch! Würde es mir tatsächlich darum gehen, dann hätte ich mit Sicherheit einiges anders gemacht. Anderes Genre, andere Location für das Video und dieses wäre ganz anders aufgebaut worden. Außerdem hätte ich mich dann für das Cover meines Albums von vorne fotografieren lassen und nicht von hinten.

Mir war es wichtig, dass sowohl die Bilder, als auch die Aufnahmen nicht billig wirken. Ich wollte die Frau in ihrer Ästhetik zeigen.

Und ich finde das ist mir ganz gut gelungen, denn ich bekam auch genauso viel Zuspruch für mein Album.

Nicht umsonst gehe ich mit einer Krone von der Bühne.

Dennoch spricht für nichts dagegen, zeigen zu dürfen was man hat, denn das gehört zu 'ich liebe meinen Körper, wie er ist' dazu.

Mein Kleid, welches ich für dieses Event gewählt habe, hat einen ziemlich tiefen und offenen Ausschnitt, so what?

Ich bin zufrieden mit meinem Körper, also wieso das nicht auch zeigen? Solange man niemandem damit schadet, sollte man tragen dürfen, was einem lieb ist.

Ich setz mich zurück auf meinen Platz neben Matt, der seine gute Laune von gerade eben verloren zu haben scheint.

"Hey, was ist los, ich halt eine Krone in den Händen und du ziehst so ein Gesicht?"

Matt nimmt mich noch einmal in den Arm und drückt mir einen Kuss auf den Haaransatz.

"Das hast du auch total verdient, ich bin stolz auf dich."

Obwohl die Worte meines besten Freunden ernstgemeint sind und er sich wirklich für mich zu freuen scheint, wirkt sein Gesichtsausdruck auch nachdem wir uns gesetzt haben, noch angespannt.

"Was ist los?" Frag ich deshalb noch einmal nach, doch ernte nur eine Geste die mir bedeutet nach hinten zu sehen. Ganz automatisch drehe ich meinen Kopf in diese Richtung und werde von drei Augenpaaren angesehen, wobei ich mir bei einem nicht ganz sicher bin, da er eine dunkle Sonnenbrille trägt.

Natürlich weiß ich um wen es sich bei diesen Personen handelt, selbst wenn man wollte, würde man um diese Künstler nicht herum kommen.

Als sie meinen Blick bemerken bildet sich ein Grinsen auf deren Gesichter, einer davon zwinkert mir sogar zu.

Ich lächel zurück, werde jedoch im nächsten Moment von der Person neben mir ermahnt.

"Jetzt flirte nicht auch noch mit diesen Idioten. Ist doch offensichtlich was sie vorhaben." zischt mir Matt zu, sein Blick dabei stur geradeaus gerichtet.

Ich sehe noch einmal zu den Herrschaften nach oben und wende mich dann an Matt.

"Ich hab nicht geflirtet, sondern nur zurückgelächelt, das macht man nämlich so." Geb ich ebenfalls etwas bissig zurück.

"Das ist für die schon eine Einladung in dein Höschen."

"Du spinnst doch." Augenverdrehend wende ich meinen Blick auf das Geschehen vor uns. Sein verächtliches Schnauben entgeht mir trotzdem nicht.

"Und du weißt, was ich von dieser Bande halte. Das sie nicht so friedlich sind, wie sie hier vor sich hin lächeln ist bekannt und mit ihren Buhrufen, als du offenbart hast, dass du angezogen performen wirst, zeigt doch nur wieder welchen Stellenwert Frauen bei denen haben, außerden kann ich von hier aus sehen, dass sie nicht nüchtern sind. Die können froh sein, dass ich mein soziales Leben nicht vergessen will, wäre ich im Dienst, hätte ich die Drei schneller durchsucht, als sie Straßenbande hätten aussprechen können."

"Dass du vollkommen übertreibst, merkst du selber, oder?"

Fasst schon fassungslos sieht Matt mich an. "Jadie, dass sind Kriminelle, die haben mehrere Vorstrafen und manche von denen saßen bereits im Gefängnis."

Ich beschließe nichts mehr dazu zu sagen. Was auch, er hat ja Recht.

Sie sind keine Unschuldslämmer, nehmen illegale Substanzen zu sich und wissen teilweise wie es ist eine Zelle zu bewohnen.

Und dennoch werde ich sie nicht direkt in eine Schublade stecken, ohne sie persönlich zu kennen.

Jonas Sicht

Endlich ist dieses Event vorbei, ich bin mehr als bereit für die Aftershowparty. Hab sowieso keinen bock auf den Mist hier gehabt. Ich weiß auch so, dass ich gut bin, dafür brauch' ich keine Auszeichnung. Ich bin kein Prinz, also brauche ich auch keine Krone.

Apropos, wo steckt eigentlich die Prinzessin von vorhin?

"Ey Gazo, lass mal Woddi rüberwachsen."

Das nächste was ich spüre ist wie mich jemand von der Seite anrempelt.

Dieser 'jemand' stellt sich schnell als John heraus, der mich abwartend ansieht. Was will der schon wieder?

"Digga, wo bist du mit deinen Gedanken, die Flasche!"

Ich reich dem halbvollen John die halbleere Vodka Flasche und wende mich wieder ab.

"Ich glaube seine Gedanken sind bei der Kleinen." Mischt sich jetzt auch noch Raf mit ein.

"Die von vorhin? Die würde ich auch nur zu gern ficken. Stille Wasser sind ja bekanntlich tief und dreckig."

Mindestens genauso dreckig wie das Grinsen welches John's Gesicht gerade ziert.

Bevor ich ihn fragen kann wie er bei diesem Ausschnitt den die Kleine trägt auf 'stille Wasser' kommt, gesellt sich Max mit einem Bier in der Hand zu uns.

"Ey, Kontra Glückwunsch zur Krone." Wird er sofort von John in Empfang genommen. Raf und ich begrüßen und gratulieren ihm ebenfalls, ehe er sich zwischen John und mich hinsetzt.

"Sag mal Kontra, du saßt doch in einer Reihe mit der kleinen Brünetten mit den geilen Titten, war der Spinner neben ihr, ihr Macker?"

Max will gerade einen Schluck aus seiner Flasche nehmen, setzt die Flasche aber wieder ab, als diese Frage von John kommt.

"Alter, woher soll ich das wissen? Da saßen noch zwei andere zwischen uns. Kann sein, glaub ich aber nicht."

Während die beiden sich unterhalten, zünd ich mir eine präparierte Zigarette an und lausche dem Gespräch nur nebenbei.

Mir doch egal, ob dieser Jockel ihr Kerl ist, wenn ich die kleine in mein Bett bekomme, wird sie eh keinen anderen mehr wollen.

"Warum glaubst du das nicht?"

"Naja ich würde meine Perle nicht so raus lassen." Max nippt nach dieser Antwort endlich an seinem Bier und stellt es anschließend auf den Tisch vor uns ab.

"Warum fragst du, interesse oder was?" Fragt er noch belustigt hinterher.

"Na nein sagen würde ich auf keinen Fall, wenn's sich anbietet, aber ich glaube, da würd' ich Ärger mit Jonas riskieren." Feixt dieser und zünden sich nun auch einen Joint an.

Als er das Feuerzeug wieder wegsteckt, deutet er mit seinem Finger und einem Kopfnicken auf eine bestimmte Stelle.

"Ist sie das nicht?"

Mein Blick ruckt in die von John gezeigte Richtung und tatsächlich. Da steht sie an der Bar und bestellt scheinbar etwas beim Barkeeper.

Na dann Gazo, auf geht's.

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https://my.w.tt/HxeoUAfmdY

Übrigens ist hier der Link zu meinem Wattpad, falls es Leute gibt, die eher darüber lesen wollen. Dort gibt es auch Bilder-Inspirationen zu den jeweiligen Outfits oder Personen.

Wie bereits erwähnt, würde ich mich über Kommentare freuen, einfach, um zu wissen, ob es überhaupt Interesse an dieser Geschichte gibt. (:
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