Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / EXO / Milchreis

Milchreis

GeschichteRomanze / P12
Byun Baekhyun Kim Jong-in
10.07.2019
10.08.2019
5
4313
4
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Es war wie ein Band das sich automatisch abspielte. Der Minutenzeiger rückte auf die unangenehme, nicht mittige Stelle zwischen 3 und 4 vor, das Glöckchen über der Tür leutete unheilvoll und das personifizierte Unbehagen betrat milde lächelnd den Laden.

"Hallo, Herr Kim." Seine Stimme klebte zuckrig, ich wandte den Blick ab. "Hi."

Jeden dritten Morgen, um siebzehn Minuten nach Sechs zwang er mir seine Gegenwart auf, machte sich den gesamten Bestand an Milchreis zu eigen und verschwand ohne sich dafür zu entschuldigen, dass er mich erneut in der Luft zerrissen hatte.

"Bis nächstes Mal dann."

Zähneknirschend hatte ich die Zahl 17 in die Kasse eingegeben und die Becher hastig in den blöden Leinenbeutel mit der noch blöderen "The Beatles" Aufschrift gestopft, den er jeden dritten Morgen um 17 Minuten nach Sechs mit sich trug.

Doch heute schenkte ich ihm zum Abschied ein ehrliches Lächeln. "Heute ist mein letzter Tag."

Byun Baekhyuns Kopf fuhr herum, die Tür halb geöffnet, fest in seiner verkrampften rechten Hand, Enttäuschung spiegelte sich auf seinem Gesicht. "Was? Warum?"

'Weil ich deine Visage nicht mehr ertragen kann!', antwortete ich. Selbstverständlich nicht.

"Ich bin jetzt fertig mit dem Studium." Ich hob die Achseln. "Man kann ja nicht von mir erwarten, dass ich mein ganzes Leben im Seven-Eleven verbringe."

"Richtig..." Die dunkelblonden Haare wogen für einen Moment in der Luft, als Byun Baekhyun den Kopf auf die Seite legte. Er schien noch etwas sagen zu wollen, doch ich hatte Dinge zu tun.

Davonlaufen war eins dieser Dinge. Ich nahm den Schlüssel zur Hintertür vom Haken und kam hinter dem Tresen hervor. Byun Baekhyun stand noch immer im Türrahmen.

"Raucherpause." Ich hob eine Schachtel Zigaretten in die Höhe, als ich den perplexen Blick des Anderen bemerkte. Dass ich mich tatsächlich dazu bringen ließ, mich vor dem Älteren zu rechtfertigen konnte ich mir selbst nicht erklären.

Doch. Konnte ich. Es waren diese Augen, die Monat um Monat meine Arbeiten überflogen. Sanftes Karamell. Die Farbe, die jedes Mal mit meiner Mappe an mich zurückging war rot. Rot, überall, auf jeder Seite.

Seufzend trat ich durch die Tür ins Hinterzimmer und durch den schmalen Mitarbeitereingang auf den Hinterhof hinaus. Byun Baekhyun hatte ich stehen lassen. Ich wollte ihn nicht mehr sehen.

Die Zigarette glomm auf und ich lehnte mich gegen die Hauswand, zog ein dünnes, ehemals weißes Büchlein aus meiner Schürzentasche. Die Seiten wirkten abgekaut und auf jedem freien Flecken hatte ich meine Notizen hinterlassen. Zeitform, nominaler oder verbaler Stil, Hypotaxen, Parataxen, Metaphern. Jede Auffälligkeit war von mir markiert worden. Der Buchdeckel war bereits vergilbt und der kleine bläuliche Mond, der minimalistisch auf dem Deckel abgebildet war, hatte seinen Glanz bereits vor langer Zeit eingebüßt.

"Mondstürme" Der Rauch verließ rasselnd meine Lunge und ein Husten bahnte sich an.

Ich sollte mir abgewöhnen mit Rauch in der Luftröhre zu sprechen.

"Herr Kim?"

Die blödeste aller Stimmen war mir außenrum in den Hinterhof gefolgt und entriss mich meiner mentalen Selbstkasteiung bezüglich der Tatsache, dass ich mir vor dem Rauchen eher das Sprechen abgewöhnen würde. Ich nahm einen tiefen Zug und blies den Rauch in Byun Baekhyuns Richtung.

Das verärgerte Gesicht durfte ich mir nicht entgehen lassen, aber andererseits wollte ich mich nicht auch noch in meiner Pause mit ihm herumplagen. Wiederwillig hob ich den Kopf - seine Wut erschien mir als angebrachter Lohn für meine Aufmerksamkeit - und wurde bitter enttäuscht.

Sein Blick hing an meiner rechten Hand. "Oh, das ist ja mein Buch!"

Ich schaute auf den kleinen, blauen Mond hinab. Na, klasse.











Hi

Also.
Es gibt drei Dinge die ich nicht kann:
1. Am Handy schreiben
2. Mich kurz halten
3. Mich regelmäßig zum Schreiben bringen

Was tue ich also:

Ich schreibe eine Geschichte am Handy, mit wirklich sehr kurzen Kapiteln und versuche spätestens jeden zweiten Tag ein Mini-Kapitel hochzuladen.

Natürlich nehme ich das nicht nur als kleine Challenge auf mich, sondern viel mehr als Überbrückung zwischen Blockaden in den Kapiteln meiner anderen Geschichten und um wieder in den Flow zu kommen, weil es wirklich lange, lange her ist, dass ich jeden Tag geschrieben habe.

Ich hoffe ihr könnt euch an dem kleinen Projekt erfreuen und unangenehme Fünf-Minuten-Wartezeiten mit den kurzen Kapiteln überbrücken xD

♡ Alles Liebe ♡
christinchen
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