Eragon: Eine Zeit des Krieges

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Arya Brom Eragon Galbatorix OC (Own Character) Roran
10.07.2019
08.09.2019
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Kapitel eins

Domia abr wyrda



Nachdem Galbatorix und seine Abtrünnigen die Drachenreiter vernichtet hatten, brach ein Zeitalter der Unterdrückung und des Schreckens über das ehemalige Königreich Broddring und ganz Alagaesia hinein. Durch das unermüdliche Wirken einer Wiederstandsgruppierung, welche sich selbst „die Varden“ nennt konnte die Zahl von Galbatorix’ Schergen dezimiert werden. Morzan der letzte überlebende und zugleich der grausamste der Verräter fand schliesslich ebenfalls durch einen ehemaligen Reiter den wohlverdienten Tod. Einher mit diesem Ereignis ging die grausame Ermordung des elfischen Königs Evandar durch die Menschen des Ostens. Diese hinterhältige Gräueltat nutzte der Usurpator um von seinen eigenen Verbrechen abzulenken. So marschierte er, ausnahmsweise zu Recht, in die grauen Landen des Ostens ein und fügte diese seinem Reich hinzu. Durch diesen Vergeltungsschlag zog er viele elfische Fürsten, welche nun von Evandars Gefährtin Islanzadi regiert wurden, auf seine Seite. Die einzigen Mitglieder der elfischen Königsfamilie, welche zu diesem Zeitpunkt noch unter uns weilen, sind die Königin und ihre Töchter Arya und Amelia.

Zu jedermanns Entsetzen erhob sich wenige Jahre später ein neuer rubinroter Drache mit seinen Angst einflößenden Schwingen in die Luft. Sein Reiter hört auf den Namen Murtagh und steht seinem Vater Morzan in Grausamkeit um nichts nach.



Seufzend schlug Eragon das Buch zu und wandte sich an seinen Bruder: „Wie können die Menschen nur solche Lügen über den König verbreiten, während er sie vor Urgals und anderen Gefahren
beschützt?“  Der Angesprochene trat gemessenen Schrittes an den Lesetisch, auf welchem das kostbare Schriftstück lag, heran. „ Nur wenige verbreiten Unwahrheiten über unseren Herrscher“, vorsichtig nahm er das Buch auf und hielt es in den Armen wie eine Mutter ihr neugeborenes Kind, „und diese muss man bekämpfen und vernichten.“ Mit einer wegwerfenden Handbewegung warf er das Buch in die Flammen des Kaminfeuers, welche es sofort verschlangen wie ein Raubtier seine Beute. „Ich wünschte, der König gäbe mir ebenfalls die Erlaubnis mich in der Öffentlichkeit zu zeigen und Aufträge für ihn zu erledigen. Ich und Saphira sind bereit.“, Eragon strich sein prächtiges saphirblaues Wams glatt, „Gemeinsam könnten wir die Varden mit einem Schlag vernichten.“ Murtagh rieb sich die eisblauen Augen und musterte seinen Bruder eine Weile. „Er ist besessen von dem Gedanken das richtige zu tun“, sagte er mehr zu sich selbst. „Bist du das etwa nicht?“, kam postwendend die Antwort seines rubinroten Drachen. Dessen Reiter strich sich seufzend das halblange schwarze Haar aus dem Gesicht und ignorierte den Kommentar seines Seelenpartners: „Ich werde dein Anliegen dem König vortragen, wenn ich morgen nach Urû’baen fliege.“
Ich komme mir so unbedeutend vor, sich mein ganzes Leben auf diesem Gutshof abspielt“, fügte Eragon resigniert hinzu und strich sich sein prächtiges, saphirblaues Wams glatt,“ Ich bin bereit und Saphira ebenso.“ „Ich hoffe wir sehen uns bald wieder“, Der Ältere nahm sein Schwert Zar’roc an sich und klopfte seinem Bruder auf die Schulter bevor er in Richtung Tür schlenderte, „ mach keine Schwierigkeiten, während ich fort bin.“ Eragon schaute ihm noch eine Weile nach, wandte sich jedoch schnell wieder den Schriftrollen zu, welche auf seinem Schreibtisch lagen.


Der Thronsaal war eine spartanisch eingerichtete Steinhalle, dessen Decke von mächtigen, mit fremden Zeichen bedeckten Zeichen gestützt wurde. Der kalte Steinthron stand verlassen im Schatten eines riesigen, nachtschwarzen Drachen. Galbatorix lehnte sich besorgt über einen massiven Eichentisch, auf welchem eine Karte Alagaesias und den Gebieten östlich davon ausgebreitet lag. Sein knochiges Gesicht zeichnete sich im hereinfallenden Mondlicht deutlich ab. „Ich habe dich bereits erwartet“, sprach der König seinen Besucher an. Dessen Haar war im Gegensatz zu dem des Herrschers gelockt und bereits von grauen Strähnen durchzogen, dennoch bewegte er sich mit einer gewissen angeborenen Eleganz auf seinen Freund zu. „Wenn wir Eragon ebenfalls einsetzen würden, hätten wir eine größere Chance das gestohlene Ei zu finden bevor es die Varden tun.“, schlug er vor und sah Galbatorix dabei in die Augen. Dieser grunzte mürrisch, antwortete jedoch nicht. „Du hast Angst vor Brom“ , stellte der Berater des Königs fest.  Langsam drehte sich der Usurpator um: „ Er würde Eragon erkennen und versuchen auf seine Seite zu ziehen. Ich könnte ihn und Saphira zwar dazu zwingen mir zu dienen, jedoch sind sie viel Wertvoller wenn sie mir aus voller Überzeugung dienen.“  „Man müsste den Alten aus dem Weg schaffen“, fügte der König mehr für sich selber hinzu, „jedoch wissen wir nicht wo er sich versteckt hält.“ „Die Varden werden alle ihre Verbündeten über den Diebstahl informieren, auch Brom werden sie einen Boten schicken.“, die rechte Hand des Königs ging um den Kartentisch herum, „du brauchst die Boten nur zu finden und verfolgen zu lassen.“ „Schick die Ra’zac aus“, Galbatorix richtete sich auf, „Doran, richte Murtagh aus, er soll Vergeltungsschläge gegen kleinere Dörfer am Fuß des Beor-Gebirge führen. Die Rebellen dürfen keine Hoffnung fassen. Ich werde mich nun zur Ruhe legen.“ Mit grossen Schritten verließ Galbatorix den Thronsaal und verschwand im Schatten.


Von Angst erfüllt stieg Eragon über einige Trümmerhaufen hinweg, erschrocken zuckte er zusammen als er ein schreckliches Brüllen über sich wahrnahm. Mit dem Mut der Verzweiflung stolperte er weiter. Er wusste nicht wieso, er musste einfach weiter. Keuchend hielt er inne, vor ihm kniete ein Mann auf dem Boden. Der Fremde trug einen Kapuzenmantel und beugte sich über irgendjemanden oder etwas, welches Eragon nicht erkennen konnte. Langsam erhob er sich und drehte sich zu dem jungen Reiter um. Gleich würde Eragon sein Gesicht erkennen können.

Schweißgebadet wachte Eragon auf und wischte sich das hellbraune Haar aus den Augen. Es war nur ein Traum gewesen.

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Vielen Dank fürs Lesen meiner Geschichte!
Ich habe mich um nicht nur die Originaltetralogie zu kopieren, dazu entschieden gewisse Dinge in der Vorgeschichte und der Karte sowie die Tatsache, dass Eragon und Murtagh Galbatorix dienen, zu ändern. Ausserdem habe ich einige OC’s hinzugefügt. Also beim Lesen nicht überrascht sein!
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