Fallen Goddess

von PeanutMe
GeschichteDrama, Romanze / P12
Alexander Pierce Dr. Armin Zola Nicholas Joseph "Nick" Fury OC (Own Character) Red Skull / Johann Schmidt Winter Soldier / James Buchanan "Bucky" Barnes
10.07.2019
13.08.2019
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Mit schneidender Stimme und abwertendem Blick wendete Alecto sich zu mir: „Du bist nichts mehr Wert. Dieses Universum gehört nicht länger dir. Es braucht mächtige Führer, die hart durchgreifen können.“ Ein süffisantes Lächeln bildete sich auf seinen schmalen Lippen und purer Hass sprach aus seinen Augen. Ego schaltete sich ein: „Alecto hat recht. Mit vereinter Macht können wir sechs ein mächtiges Universum erschaffen, das von allen Paralleluniversen gefürchtet wird. Mit Hilfe der Steine sind wir unbesiegbar.“ Die sechs bildeten einen Kreis um mich. „Noch einen letzten Rat?“, fragte Veene, die als einzige der Runde sich entschieden hatte eine weibliche Gestalt anzunehmen. Doch ihre Tonlage verriet mir, dass es sie sowieso nicht interessierte, was ich einzuwenden hatte. Dennoch sprach ich selbstsicher, auch wenn ich keinerlei Hoffnung hatte auch nur einen von ihnen umzustimmen, geschweige denn sie zu bekämpfen. Zahlen- und kräftemäßig war ich ihnen vollkommen unterlegen. Zudem hatten sie sich schon längst entschieden. „Ihr seid besessen von Macht und Reichtum, doch so werdet ihr kein Regime für lange aufrecht halten können. Man wird sich gegen euch auflehnen, kämpfen und am Ende siegen. Diese Universum ist voll von gutherzigen und hoffnungsvollen Wesen, die für das Recht auf Freiheit kämpfen werden - und vereint schaffen sie es. Mag sein, dass ich dann schon längst Teil der Geschichte sein werde, doch davor fürchte ich mich nicht. Ihr werdet Vernichtet werden und das Gute wird siegen. So wie es sein soll.“ Stolz schlich sich ein kleines Lächeln auf mein Gesicht, doch mit meinen Worten hatte ich jeden, allen voran Alecto, sehr verärgert. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, nahmen sie einander an die Hand, sodass sich der Kreis schloss, ich in dessen Mitte. Jeder fixierte mich an und alle diamantartigen Steine, die inmitten ihrer Stirnen fest in ihre Schädel eingearbeitet waren, leuchteten glanzvoll auf, jeder in seiner eigenen Farbe. Sie wurden strahlender und strahlender bis ich schließlich nur noch Blau, Gold, Rot, Violett, Grün und Gelb sah. Nun sprachen alle Sechs, doch ihre Stimmen schienen nur in meinem Kopf zu sein: „Wir sperren dich in diese fleischliche Hülle, auf das sie dich auf ewig an diesen jungen Planeten fessle.“ Ich schaute an mir herunter, doch nichts hatte sich verändert. Noch immer bestand ich aus purem Licht. Es war ein Wärme spendendes Licht, wie das einer Kerze, doch um einiges heller und sehr schlicht geformt – zwei arme, zwei Beine und einen Kopf. Die ganzen „Accessoires“ wie Haare oder Nägel hatte ich nicht. Doch plötzlich flogen Knochen auf mich zu und klebten an mir, egal wie sehr ich versuchte sie los zu reißen. Schon nach wenigen Sekunden folgten glitschige Organe die sich unter meine heraufbeschworenen Knochen klemmten. Direkt im Anschluss schwebten Venen, Adern und rosa Gewebe auf mich zu, umkreisten mich wie einen Bienenschwarm, bis jedes seinen Platz gefunden hatte. Dann, nur ganz langsam, wickelte sich eine blasse, rosa-beige Haut um das Gebilde. Alles fühlte sich so Fremd an. Panisch und angeekelt rieb ich über mein Gesicht und versuchte mir diese Hülle runter zu reißen, doch es hinterließ nur einen zwickenden Schmerz in meinen Wangen. Es fühlte sich an als würde ich einem unfassbar engem Anzug aus weichem Gummi stecken und nicht mehr heraus kommen.

„Zusätzlich nehmen wir dir deine Erinnerung an all das, was du erschaffen hast und deine Wissen, welches du über all die Milliarden von Jahren erlangtest.“, hörte ich wieder den Chor in meinem Kopf. Erschrocken riss ich die Augen auf, nachdem ich realisierte, was sie soeben ankündigten. „Nein, das wagt ihr nicht...“, entfährt es mir wutentbrannt. Ich versuchte durch die grellen Farben zu fliehen, die mir noch immer die Sicht nahmen, doch eine harte Masse hielt mich zurück. Ich taste mich voran. Meine Finger glitten über eine glatte und kühle Schicht, aber ich konnte nicht definieren, um welches Material es sich handelte. Langsam schwand das Licht und für einen kurzen Moment fand ich mich im inneren einer glänzenden Metallkugel wieder, ehe es vollkommen erlischte. Mein neuer und schon jetzt verhasster Körper schwebte einfach in ihr herum. Ich versuchte herumwedelnd und strampelnd zur Wand zu gelangen, doch ich drehte mich nur und fühlte mich dabei so hilflos wie eine Schildkröte die auf ihren Panzer lag.

„Konzentriere dich. Bündel deine Gedanken und du wirst dieses stählernes Gefängnis sprengen.“, sagte ich mir mit einer ungewöhnlich sanften Stimme selbst. Ich streckte meine Glieder von mir weg und atmete mit geschlossenen Augen tief ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Meine Lider wurden schwer und meine Extremitäten hingen schlaff in der Luft. Das Atmen fiel mir immer schwerer, bis nur noch ein heiseres Röcheln meiner Kehle entfuhr. Meine Augen rollten Ziellos in den Augenhöhlen herum, bis meine Muskeln schließlich endgültig versagten. So ein Gefühl hatte ich noch nie verspürt, ein Gefühl der Hilflosigkeit, Machtlosigkeit. Ich konnte nur hoffen. Es war ein unerträgliches Gefühl.
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