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Die schöne Helena und das Amulett der Nacht

von Madragan
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bunnymund Jack Frost OC (Own Character)
09.07.2019
06.09.2020
9
7.875
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24.11.2019 525
 
<Ist das dein verdammter Ernst?> ,zischte ich Leyla gedanklich zu.
-Jo. Die sind eindeutig wegen mir da. Vielleicht auch wegen dir, wenn sie bereits wissen, was unser Vertrag ist.-
<Und woher sollen die das bitte wissen?>, fragte ich, kurz vor ner Panik. Was sind das für Leute? Ein alter Mann im roten Pelzmantel, ein überdimensionaler Hase, eine Art Kolibri, so ein goldener Zwerg und dann noch...der Junge von heute Vormittag!
<Ich glaub ich werd doch noch irre.>
-Wie oft denn noch? Nein!- ,sie klang schon ziemlich verzweifelt. - Und jetzt sei brav und mach den netten Leuten die Tür auf.-
<Auf keinsten! Ich renne nicht in die Arme meiner Wahnvorstellungen!>
Ich konnte das Seufzen von Leyla nicht hören, aber ich konnte es spüren. Zusammen mit dem Bild einer Person, die sich gerade die Finger in den Nasenrücken drückt, um sich zu beruhigen.
-In Ordnung.-
<Moment, was? Es ist okay?>
-Wenn du sie wirklich nicht treffen willst, dann zieh dich einfach vom Fenster zurück, verkrümel dich auf deine Couch und zieh deine Decke mit über denen Kopf. Auch wenn sie jetzt wahrscheinlich die gesamte Gegend durchkämmen und in jedes Haus schauen werden, werden sie dich nicht erkennen, wenn du bei ihrem Erscheinen nicht reagierst und dich der Frostjunge da nicht erkennt.-
Ich schritt ein wenig vom Fenster zurück.
Das klang grad erschreckend logisch.
Aber...
Etwas zog mir quer durch den Brustkorb. Ein Gefühl, dass ich nicht recht beschreiben kann.
Wenn ich das jetzt wirklich durchziehen würde, dann würde ich sie eventuell nie wieder sehen.
Irgendwie... gefällt mir das ganz und gar nicht.
< Okay, ich lass sie rein.>
Leyla sagte nichts. Aber ich konnte ihr breites Grinsen spüren und ich wollte für einen Moment nichts anderes, als ihr das mit einer Drahtbürste aus dem Gesicht zu kratzen.
-Du weißt, dass du dann auf deinem eigenen Gesicht herum schrubben müsstest, oder?-
<Klappe.>
Leyla kicherte und ich stapfte zur Tür.
Die Tür schwang lautlos auf. Ein hoch auf das gute Scharnier-Öl. Und ein hoch darauf, das Mum mich regelmäßig zwingt, die alte Eichenholztür damit zu schmieren.
So konnte ich nämlich noch ein wenig diesen komischen Gestalten beim Streiten zuhören.
„Und wo sollen wir jetzt anfangen zu suchen?“, fragte der Riesenhase entnervt. „Da am kleinen Teich in Zentral-Burgess ist nicht gerade eine genaue Beschreibung. Sie könnte jetzt überall in der Stadt sein.“
„Bunny, beruhig dich. Burgess ist immer noch eine bessere Eingrenzung als Umfeld Mississippi.“, schnitt die Vogelfrau dazwischen, bevor der Frostjunge antworten konnte.
„Das ist wahr. Also los, die Nacht ist noch jung, wir haben Amulett und Mädchen sicher bald gefunden.“, meinte dieser Schrank von einem bärtigen Mann und rieb sich aufgeregt die Hände. Dabei funkelten seine Augen, als wäre er ein Kind.
Ich glaub, ich könnte ihn mögen.
„Oder ihr verkürzt die Suche und kommt einfach herein, ich hab nicht vor, mich umständlich finden zu lassen.“, mischte ich mich ein.
Alle Fünf drehten sich ruckartig zu mir um.
Stille.
-Ok, es wird unangenehm.-
<Ach was.>
„Kommt ihr jetzt?“, fragte ich, jetzt ein wenig ungeduldiger „meine Füße werden kalt.“
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