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White Bullet

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P16 / Gen
08.07.2019
13.07.2019
19
18.262
4
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08.07.2019 824
 
Als ich am nächsten Morgen erwachte war es schon mittags. Ich hielt mir den Kopf, ein schneller, stechender Schmerz durch fuhr mich. Kein Wunder. Gestern bin ich was weiß ich wie spät ins Bett gefallen. Diese Agentenernennungszeremonie hat länger gedauert als ich gedacht hatte.

Ich schmulte zur Uhr… „Schon halb 1.“dachte ich. Ich stand, trotz des Schlafmangels auf und lief in die Küche um zu frühstücken. Ich öffnete den Kühlschrank und sämtliche Schränke… Nichts.

Jetzt sah ich den Brief auf dem Tisch. „Na super.“, murmelte ich. Ich öffnete den Brief und begann zu lesen.

Sehr geehrte Frau Amaya Infortunium,

Wir hoffen sie haben unser vom Hauptquartier gestiftetes Material gefunden.

Wir geben ihnen hiermit  ein Startgehalt von Monatlich 400.000 ¥. Zudem übernehmen wir sämtliche Rechnungen des Hauses.

Wir stellen ihnen alles Nötige zur Verfügung.

Grüße Hauptquartier

„Na Super…“, dachte ich. Ich suchte weiter. Ich fand alles, einen Laptop, ein Handy, Shampoo, den Apartmentschlüssel usw. Aber keine neuen Klamotten, also muss ich noch einen Großeinkauf planen. Also ging ich ins Bad zog mich an und machte mich fertig. Ich seufzte, nahm ca. 100.000 ¥, die Karte und ging nach draußen. Die Sonne blendete mich, ein strahlen schöner Tag ohne Wolken… ich könnte kotzen. Eigentlich bin ich nur nachts unterwegs, aber heute muss ich das wohl durchstehen.

Ich schaute mich um. Niemand zu sehen, sind wohl alle arbeiten. Ich ging zum Tor des Apartmenthauses und klappte die Karte auf. „Also erst links… dann rechts…“murmelte ich und marschierte los.

Der Supermarkt war keine 10 Minuten entfernt. Ich schlenderte durch die Regale und nahm so viel mit das es locker für einen Monat reichen könnte. Dafür erntete ich viele Blicke, deswegen oder wegen meines Aufzuges. Aber klar ein Mädchen mit weißen Haaren sieht man nicht oft. Solange meine Haare die Augen verdeckten ist alles in Ordnung.

Ich ging zur Kasse, sogar der Kassierer starte mich an… wie lästig. „Das macht bitte 50.500 ¥“. Der leicht angespannte Ton des Kassierers riss mich aus meinen Gedanken, reichte ihm leicht verschlafen das Geld und ging so schnell wie ich kam.

Als ich wieder am Tor des Apartmenthauses ankam wartete schon ein älterer Mann auf mich. „Du bist die neue Mieterin, oder?“ fragte er. „J-Ja.“ stotterte ich. Ich bin es echt nicht gewöhnt mit fremden zu sprechen. „Gut, gut. Man hat mich bereits über alles informiert“, fuhr er fort, “ Ich habe dir hier alles nötige was du über diesen Ort wissen must in dein Apartment legen lassen. Deine Schlüssel hast du bereits erhalte, Richtig? Gut dann, Bis bald.“ Er drehte sich um und ging. „Alles klar…“. Ich seufzte.

„Ach bevor ich es vergesse.“ Ich zuckte zusammen. Ich dachte der Mann wäre schon weg. „Einer ihrer Nachbarn ist ebenfalls ein Agent. Dieser hab auch einen Initiator. Sie können sich bei Problemen immer an ihn wenden.“ „O-Okay…“ stammelte ich.

Ich trat vor meine Haustür und kramte den Schlüssel hervor. Es stellte sich heraus dass es ziemlich kompliziert ist mit 6 Einkaufstüten in den Händen einen Schlüssel in’s Schloss zu stecken. „Na komm schon… Nur noch ein bisschen…“ murmelte ich vor mir her.

„Schau mal Rentaro! Die sieht ja aus wie ein Geist!“ Ich zuckte zusammen und lies den Schlüssel fallen. Ein kleines Mädchen mit rot-braunen Haaren und braunen Augen kam auf mich zu, hinter ihr ein hell Blondes Mädchen mit blau-grünen Augen was ziemlich müde wirkte. „Cool…“ sagte das blonde Mädchen und gähnte. Ich starte die 2 verdattert an. Sie lächelten und starten zurück.

Plötzlich stand ein junger Mann hinter ihnen, der müsste in meinem Alter sein. Ich starte ihn an. „Also echt ihr zwei, könnt ihr nicht einmal auf mich warten… Tut mir leid das dich die zwei hier erschreckt haben.“ Er richtete sich etwas auf und sah mich an, und scheinbar wusste er sofort wieso die zwei zu mir gerannt sind. Ist ja klar, ein Mädchen mit weißen Haaren sieht man nicht jeden Tag. „Meine Schlüssel…“, flüsterte ich und sah nach unten. Er folgte meinem Blick. „Könntest du bitte so nett sein und…“ Weiter kam ich nicht da hat er sich schon gebückt und den Schlüssel aufgehoben und die Tür aufgeschlossen. „Bitte schön.“, sagte er und drückte mir den Schlüssel in die Hand. Ich spürte wie mir warm um die Nase wurde.

„D-Danke…“, stotterte ich, ging rein und machte die Tür zu. Ich stellte die Tüten in der Küche ab und ging in’s Bad. Das kalte Wasser das ich mir in’s Gesicht spritzte beruhigte mich zum Glück etwas und ich machte mich an das einräumen der Lebensmittel.

„Ich sollte mich langsam auf die Suche nach einem Arbeitsplatz in einer dieser privaten Wachdienste umsehen.“, seufzte ich. Mit diesem Gedanken ging ich in’s Bett. Hunger hatte ich keinen, von daher ist das kein Problem. Und trotzdem wollte mir diese Begegnung von heute nicht aus dem Kopf gehen. Der Junge hat wohl einen dieser guten ersten Eindrücke bei mir hinterlassen.
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