Nachtblut

GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Clarke Griffin Lexa Octavia Blake Raven Reyes
08.07.2019
18.09.2019
12
20236
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Immer noch unsicher was sie von alle dem halten sollte, beendete Clarke das Telefonat mit Raven. Irgendwie war es falsch sie an zu Lügen, aber sie konnte Raven schlecht sagen das Octavia eine Hexe sein sollte, wie auch wenn Clarke es selbst nicht mal glauben konnte.
Also sagte sie ihr das Octavia wohlauf ist und zu bekannten gereist war, was sehr wichtig sein sollte. Doch Raven schien das nicht so recht zu glauben, sagte aber auch nichts mehr dazu.
Clarke wusste aber, dass Raven sie spätestens wenn sie zur Tür reinkam nicht so schnell vom Hagen lassen würde.

Nervös steckte sie ihr Handy zurück in die Tasche und sah auf das hohe Gebäude vor ihr. Eins musste man wirklich zugeben die Ranch Polis hatte wirklich was imposantes.
Sie war zum telefonieren raus gegangen, es begann zu dämmern und das Wetter schien sich auch zu besser, der Wind war erträglich und Regen fiel auch keiner mehr.
Die Ranch schien von dem Regen nicht viele abbekommen gehabt zu haben. Zumindest stand nirgends auch nur ansatzweise das Wasser so hoch wie in der Bar. Das lag in dem Falle sicher auch daran das die Ranch sehr hoch gelegen war und wie ein Herrscher aus vergangenen Zeiten über alles ragte und wachte.
Clarkes Blick streifte an dem Turm rauf, zu dem einen Fenster in dem das Licht brannte.
Lexas Zimmer. Sofort schlug ihr Herz schneller. Wieder fragte sie sich wie sie es einen Monat lang aushalten konnte sie nicht zu sehen, wenn der bloße Gedanke an Lexa sie um den Verstand bringen konnte?!
Während sie so auf das Fenster starrte, tauchte auch direkt eine Gestalt dahinter auf und sah zu ihr runter. Trotz der Entfernung, wusste Clarke, dass auch wenn sie selbst nur eine Schemenhafte Gestalt erkennen konnte, konnte diese sie klar und deutlich erkennen.
Kopfschüttelnd machte sie sich auf den Weg zurück in das Zimmer welches so sehr nach der Frau duftete, welche sie regelrecht High machte.
Langsam öffnete sie die Tür und stellte fest das Lexa gar nicht mehr im Zimmer war. Aber wo war sie dann? Was sie nicht eben noch am Fenster?!

"Clarke?"
Wie ein schreckhaftes Küken sprang Clarke herum und da war sie. Lexa stand in der Tür und fing an zu Lachen. Himmel dieses Lachen.
"Entschuldige, Ich wollte dich nicht erschrecken." Lachte sie immer noch. "Ich habe Kaffee gemacht. Lass uns in die Küche gehen."
"Oh... Ja das ist gut, Danke." Nach Fassung ringend ballte Clarke die Fäuste. "Es wäre übrigens äußerst reizend, wenn du dich nicht immer so anschleichen würdest! Vampir hin oder her!"
"Ich werde es mir merken." Lachte sie noch lauter als zuvor und Clarke war sich sicher das ihr Herz stehen bleiben würde. "Aber ich kann es nicht versprechen."
"Wenn du nicht willst das ich einen Herzinfarkt bekomme, solltest du es nicht mehr tun." Stammelte sie kleinlaut und folgte ihr.
Daraufhin blieb Lexa auf den Weg zur Küche abrupt stehen und drehte sich zu ihr um. Mit abschätzendem Blick musterte sie Clarkes Gesichtszüge und fing an zu grinsen.
"Ich bin mir sicher das ich das zu verhindern weis." Dann Strich sie völlig unerwartet mit einem Finger über Clarkes Wange, beugte sich vor und hauchte ganz leise in ihr Ohr. "Aber ich kann nicht in jeder Situation garantieren, dass dein kleines Herz ruhig bleibt"
Mit hoch rotem Kopf und definitiv zu schnell schlagenden Herzen starrte sie auf den Rücken der davon stolzierenden Lexa Woods.
Was war das denn bitte?! Fassungslos stand Clarke an Ort und stelle. Unfähig überhaupt zu atmen.
"Kommst du?" Kicherte Lexa. "Oder soll ich dich holen?"
Oh Himmel. Das würde sie nicht überleben, also eilte sie hinter ihr her.

Die Küche war riesig, im amerikanischem Stil gehalten und sehr modern.
Lexa reichte ihr eine Tasse, stellte Milch und Zucker auf den Tresen und setzte sich auf einen der Bar Hocker.
"Also Clarke, Jetzt haben wir Zeit und ich kann mir vorstellen das du fragen hast." Amüsiert sah sie über ihre Tasse hinweg direkt an Clarkes Augen. "Zumal wir uns ja auch eine Weile nicht gesehen haben."
Fragen hatte Clarke unendliche, aber nicht eine einzige konnte sie erfassen, seit sie wieder in diese grünen Augen sah.
"Wieso trinkst du Kaffee?" Fragte sie stattdessen. "Ich meine, also, dass ist doch Kaffee oder?"
"Diese Frage ist es die dich aus der Fassung bringt?" Breit grinsend zieht sie eine Augenbraue nach oben. "Ja, dass ist Kaffee. Blut ist das was mein Dasein bestimmt, aber ich mag Kaffee, genauso Esse ich gern. Zwar brauche ich das alles nicht um zu existieren, aber es gibt mir ein Gefühl von Menschlichkeit, die ich niemals verlieren möchte."
"Wow... klingt zwar eigenartig aber nachvollziehen kann man es auch." Gab Clarke zu. "Erzähl mir welche Rolle ich bei all dem hier spiele und was ist Wanheda?"

"Das ist eine der Fragen die ich erwartet habe. Dafür fange ich am besten bei deinen Vorfahren an, denn die Familie Griffin ist eine der Gründer Familien." Begann Lexa und schloss die Augen. "Die einzige die es noch gibt."
"Gründer Familie?"
"Ja Clarke, deine Vorfahren und viele weitere sind vor ein paar Hundert Jahren aus dem Weltraum zurück gekehrt. Man nannte sie die Skypeople.
Mehrere Nationen haben sich viele Jahre zuvor zusammengeschlossen und sind nach einer nuklearen Katastrophe die das Leben auf der Erde zerstörte ins Weltall gereist. Dort blieben sie knapp 100 Jahre.
Die Ressourcen auf der Ark - so nannten sie die Raumstation - Waren aber mittlerweile so gering das man beschloss 100 Jugendliche Straftäter auf die Erde zu schicken. Die Aufgabe der 100 war es herauszufinden ob ein Leben auf der Erde wieder möglich war." Sie stoppte und trank einen Schluck des Kaffees. "Leben auf der Erde war möglich und die 100 mussten schnell feststellen das sie nicht allein waren. Grounder wurden die Menschen genannt die auf der Erde lebten. Es herrschten viele Kriege und es wurde viel Blut vergossen. Blut verlangte nach Blut."

"Das war die Zeit die du meintest, mit dem Codex Blut verlangte nach Blut." Clarke sah fassungslos auf ihre Hände. "Wie konnten Menschen auf der Erde bleiben und überleben, Ich meine wegen der nuklearen Katastrophe? Es muss doch alles verstrahlt sein."
"Das war es auch, aber da kommen meine Vorfahren ins Spiel." Lexa wurde immer ernster und gleichzeitig auch trauriger. Oder bildet sich Clarke das nur ein?! “kurz bevor auf der Erde die Hölle ausbrach und die Nationen der Erde sich im Weltraum zu einer Station zusammen schlossen, schaffte es eine Station nicht. Diese Station kehrte zurück zur Erde."
"Das muss doch eine Selbstmord Mission gewesen sein." Stellte Clarke mehr zu sich selbst fest.
"Es war ein Risiko, dass stimmt. Aber eine Person schaffte es, sie veränderte ihre DNA, wodurch sie in der Lage war der Strahlung stand zu halten. Doch auch auf der Erde haben es ein paar geschafft der Strahlung zu trotzen, manche veränderte es und sie wurden…"
"So wie du, also Vampire und Werwölfe." Schlussfolgerte Clarke.
"Ja, manche wurden es durch die Strahlung, andere wurden dazu gemacht. So wie ich. Als ich damals Heda war, starb ich durch die Hand meines engsten vertrauten und wer mich zum Vampir machte weiß ich nicht." Nachdenklich starrte Lexa auf ihre Hand und ballte sie zur Faust. Die erste Heda - Eine große Anführerin, baute mit ihren Anhängern ein neues Leben auf.
Nachdem ich zur Heda wurde, war es eine Zeit vieler kriege und als die Skypeople kamen, veränderte sich alles. Zum einen wurde das Blutvergießen noch schlimmer, aber zum anderen auch eine Gefahr für die übernatürlichen Wesen. Natürlich konnten die Skypeople diese Wesen schwer verstehen und für sie war es unnatürlich, daher haben sie es sich zur Aufgabe gemacht diese zu vernichten.
Bei ihnen war eine Frau, die sich dagegen stellte. Wanheda. Sie fand es falsch und versuchte zusammen mit mir das Blutvergießen zu beenden. Ich muss zugeben das ich dagegen war, doch sie schaffte es meine Meinung zu ändern. Blut verlangte nicht länger nach Blut. Das klappte auch relativ gut, man folgte mir und egal welches Wesen oder Volk, sie standen unter meinem Schutz.
Bis eines Tages ein Anschlag auf dieses Bündnis verübt würde. Wanheda konnte es zwar verhindern, starb aber dabei und nahm über 400 Menschen mit in den Tod. Wanheda - Commander des Todes. Dadurch verlor ich mich anschließend selbst und war ein leichtes Ziel aus dem weg geräumt zu werden. Zwar war und bin ich nach wie vor Heda und als Wanheda damals starb, starb auch ein Teil von mir."
"Du hast sie sehr geliebt." Irgendwie bedrückte das Clarke.
"Ja sie war speziell und du bist ihre Nachfahrin Clarke. Du siehst ihr zwar zum verwechseln ähnlich, aber doch bist du anders." Gestand sie schmunzelnd. "Als Wanheda in meinen Armen starb sagte sie mir das ich ihren Sohn finden solle und beschützen müsse. Das sie eines Tages wiederkommen würde und Frieden bringe."
"Wiederkommen?"
"Reinkarnation so dachte ich, aber als ich seit diesem Tag auf ihren Sohn und alle Nachfahren acht gab, wunderte ich mich warum nie ein weibliches Griffin Kind zur Welt kam. Dann kamst du. Über 300 Jahre später."
"Lexa, es tut mir Leid was du alles erlebt haben musst, aber ich glaube nicht das ich so besonders bin." Clarke legte ihre Hand auf dir von Lexa. "Ich meine nur weil ich die erste Frau meiner Vorfahren bin, bin ich noch lange nicht die Wiedergeburt Wanhedas."
"Noch verstehst du es nicht, aber du wirst es noch." Sie stand auf und stellte die inzwischen schon lange leeren Tassen weg. "Und noch was Clarke, an dem Tag an dem du geboren wurdest, gab es den ersten Werwolf Angriff."
Es lief ihr eiskalt den Rücken runter, dennoch bezweifelt sie das es irgendwas mit ihr zu tun hatte. Mal ganz davon abgesehen, ist Wanheda nicht der Commander des Todes?! Also, was das mit Frieden zu hat konnte Clarke nicht verstehen und fragte Lexa danach.
"Den Namen Wanheda bekam sie, weil sie mit ihrem Tod viele Menschen mit genommen hat und somit ein neues Zeitalter begann. Zwar gab es kein Blutvergießen mehr, aber alle übernatürlichen Wesen mussten sich versteckt halten und unter ihnen entstand der glaube, das Wanheda ihnen den Untergang brachte."
Lange sahen sich die beiden Frauen an. Grüne Augen sahen in blaue. Es gab noch immer so viele Fragen und antworten darauf, aber Clarke wusste, dass das was sie jetzt alles erfahren hat auch erst mal genügen musste.
"Ich glaube ich sollte dich langsam mal nachhause bringen." Stellte Lexa mit einem Blick auf die Uhr fest.
Clarke hätte noch Stunden hier sitzen können. Zu sehr genoss sie die Zeit mit Lexa.
Nachdem Clarke dann aber doch auf ihr Handy Schaute, um zu sehen wie spät es wirklich bereits war, bemerkte sie eine neue Nachricht.


Bellamy: hey Clarke, Ich wollte dich fragen ob du morgen vielleicht in die Bar kommen kannst? Echo ist im Krankenhaus und ich könnte deine Hilfe brauchen den Laden wieder aufzuräumen. Außerdem wollte ich wegen des Vorfalls mit dir sprechen.


Lexa sah sie abwartend an. Es war Clarke nicht möglich diesen Gesichtsausdruck zu deuten.
"Das war Bellamy." Sagte sie als Antwort auf eine ungestellte Frage. “Ich muss morgen früh in die Bar. Das Chaos beseitigt sich leider nicht von allein.”
Beinahe wollte Lexa etwas erwidern, schien es sich dann aber doch anders zu überlegen.

Erst als sie das Gebäude verließen, wurde Clarke bewusst, dass sie zum ersten mal mit Lexas Auto fuhr. Das mag Vielleicht echt kitschig klingen, aber es ist schon Hammer in einem Ford Mustang sitzen zu dürfen und dann auch noch mit einer verdammt heißen Frau.
Sofort schoss Clarke das Blut in den Kopf. Lexa sah sie breit grinsend an, als könne sie die Gedanken in ihrem Kopf klar und deutlich hören.
Kaum standen sie vor dem schwarzen Sportwagen, öffnete Lexa ihr die Beifahrer Tür und ließ Clarke einsteigen, nur um kurz danach auf der Fahrerseite Platz zu nehmen.
Der Wagen startete und das dröhnen des Auspuffs ließ Clarke staunen. Ja, es war ein bemerkenswerten Auto, was diese bemerkenswerte Brünette da hatte.

"Darf ich dich morgen nach der Arbeit abholen?" Fragte Lexa plötzlich. "Ich würde dir gern etwas Zeigen."
Nichts lieber als das, dachte Clarke und freute sich schon jetzt darauf Lexa so schnell wieder zu sehen.
"Natürlich, ich schreibe dir wenn ich fertig bin." Sagte sie so locker wie sie konnte.
Das letzte was sie wollte war wie ein verliebter Teenager zu wirken. Verliebt?!
Lexa nickte zu Frieden und konzentrierte sich auf die dunkle Straße.

Die restliche Fahrt schwiegen sie und jeder schien seinen eigenen Gedanken nach zu jagen.
Hin und wieder erhaschte Clarke aber einen Blick auf Lexa, sie sah selbst im Dunkeln so wunderschön aus, nicht mal ansatzweise konnte man denken, das sie im wahrsten Sinne eine tödliches Wesen sein Könnte.

Lexa hielt den Wagen vor Ravens Haus.
"Das Wetter ist wieder normal und Octavia wieder zurück." Lexa deutete auf Octavias Wagen neben Raven. "Du brauchst also keine große Angst haben das Raven dir den Kopf abreißt."

"Sehr beruhigend, aber meine lüge war damit aufgeflogen, denke ich." Sie rechnete mit der Standpauke ihres Lebens.
"Glaube mir wenn du da jetzt rein gehst, wird dass das letzte sein was dich erwartet."
"Vorher weißt du das?"
"Ich kann es fühlen." Ein geheimnisvoller Blick und ein Grinsen welches Clarke den Atem verschlug. "Du solltest Allerdings nicht zu lange warten, wenn du nicht mehr sehen willst als nötig."
Clarke nickte, stieg aus dem Wagen und sah verwirrt wie Lexa davon rauschte.

Mit zittrigen Händen Schloss sie die Haustür auf und fand Octavia eng verschlungen mit Raven im Wohnzimmer auf. Halb nackt und definitiv fast zu spät.
Ein Entschuldigung nuschelnd zischte sie an den beiden peinlich getroffenen Turteltauben vorbei und in ihr Zimmer.

Kaum hat Clarke ihre Zimmertür geschlossen, lehnte sie sich dagegen und eine Frage brannte in ihrem Kopf.
Woher wusste Lexa was im Haus vor sich ging?! Sie kann es spüren?!
Mit einem Schlag würde Clarke schlecht. Wenn sie fühlen kann was hier im Haus geschah, was hat sie dann wohl alles bezüglich Clarke gefühlt?!
Oder kann sie Gedankenlesen?!
Um so mehr sie nachdachte desto schrecklicher fühlte sie sich.
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