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Flüchtige Wünsche

GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P12 / Gen
07.07.2019
07.07.2019
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2.857
 
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Ich kann mich nicht an das letzte mal errinern, als ich pünktlich Feierabend gemacht habe.

Die letzten Jahre gab es nichts außer Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Parallax Trading ist einer der größten Handelsgesellschaften des Landes.

Und vor kurzem wurde ich zur Assistenzmanegerin der Middletown Filiale befördert.

Die Bezahlung ist gut und Sozialleistungen bekomme ich auch.

Aber manchmal...

Wird mir ein bisschen langweilig...

Naja... Ein neuer Tag, ein neuer Taler.

Ich kann es kaum erwarten nach hause zu kommen und es mir mit einem Buch gemütlich zu machen.

Bis Morgen... Und dann geht’s weiter mit dem Altagstrott.

Lana: Hey Selin! Machst du Feierabend!

Selin: (Oh, es ist meine Kollegin, Lana.)

Selin: Ja. Endlich.

Lana: Super! Genau rechtzeitig! Die Mädels und ich wollen nach der arbeit ein paar Drinks trinken gehen. Wir feiern Sara’s beförderung! Du solltest mitkommen!

Selin: Ach, ich weiß nicht... ich eill morgen auf der Arbeit nicht so müde sein.

Lana: Oh, komm schon! Sagst du nicht immer, das du etwas abwechslung haben willst? Sei kein Spielverderber! Komm mit!

Selin: Also... Okay, gut. Warum nicht? Ich werde einfach etwas früher gehen, damit ich genug Schlaf kriege.

Lana: Ja! Du wirst es nicht bereuen!

Sie nimmt meine Hand und zieht mich eifrig hinter sich durchs Büro.

Lana: Selin, macht das nicht Spaß?

Selin: Äh, ja, natürlich!

Ich lache unbehaglich und halte mich an meinem Cranberrysaft fest.

Lana ist schon betrunken, sowie die hälfte der Gruppe.

Selin: Oh, ist es schon so spät! Es tut mir leid, aber es ist Zeit, dass ich nach hause gehe.

Lana: Oh, komm schooon! Tanz mit uns!

Selin: Tut mir leid, Lana, aber ich muss wirklich gehen. Außerdem geht es mir nicht so gut. Das muss der Stress sein... Danke für die Einladung. Nächstes mal, Versprochen!

Ich nehme meine Sachen und eile aus der Bar.

Mein Kopf hämmert.

Selin (Entweder sind die Kopfschmerzen vom Stress, oder ich habe die laute Musik nicht vertragen...)

Selin: (Ich bin noch nie so spät von dort nach Hause gelaufen.)

Selin: (Es wirkt alles so anders...gruselig.)

Selin: (Ich bin nicht betrunken, aber ich hätte trotzdem ein Taxi rufen sollen.)

Ich gehe vorsichtig weiter die Nebenstraße entlang.

Mein Kopf tut immer noch weh.

Ich kann es kaum erwarten, endlich nach Hause zu kommen und ein warmes Bad zu nehmen.

AHHHHHH!!!

Auf einmal höre ich ein kreischen in der Ferne.

Selin: (Huch? Wer war das?)

Selin: (Es klang wie ein kreischen. Fledermäuse?)

Ich gehe schneller.

Selin: (Oh... ich fühl mich wirklich nicht gut.)

Selin: (Das habe ich davon, zu viel zu arbeiten und dann auf Parties zu gehen.)

Ich muss mich hinlegen.

Ich gehe um die ecke der Gasse.

Was zur...?

Ich bleibe Abrupt stehen.

Da liegt eine Frau auf dem Boden.

Selin: Hallo... Ist alles okay?!

Ich eile zur der Frau rüber, auch wenn ich mich nicht selber wohl fühle.

Sie reagiert nicht.

Selin: (Ich frage mich, ob sie auch bei der Party war?)

Selin: (Vielleicht hatt sie zu viel getrunken...)

Selin: Hey... Hey! Geht es ihnen gut?

Ich knie mich neben sie.

Schock und Übelkeit überkommen mich, als ich merke, was nicht stimmt.

Selin: Oh mein Gott...

Blut Strömt aus ihrem Mund.

Ihre Augen sind in Schock erstarrt.

Und in ihrem Bauch... Steckt ein grosser Messer.

Ihre kleidung ist mit blut durchtränkt, ihr Körper von einer Blutlache umgeben.

Selin: Oh mein Gott, oh mein Gott... Die Polizei... Ein Krankenwagen... Ich muss sie rufen...

Es hatt keinen Sinn.

Durch diese grauenhafte Szene geht es mir noch schlechter als zuvor.

Als ich mein Handy hervorhole, fühle ich, wie mein Bewusstsein schwindet...

Stimme: Hey! Hey! Wach auf!

Selin: Hmm...?

Ich öffne langsam meine Augen, von einem lauten Rufen geweckt.

Alles ist verschwommen.

Selin: (Wo bin ich?)

Ein Polizist steht über mir und Blafft mich an.

Polizist: Du da! Wach auf! Aber beweg dich nicht!

Polizist: WACH AUF!!

Als meine Augen sich fokussieren, sehe ich den Polizisten über mir.

Er zielt mit seiner Waffe auf mich.

Selin: AH! WOAH!

Ich springe auf, auf einmal hellwach.

Polizist: ICH SAGTE, NICHT BEWEGEN!

Selin: Hey, hey! Es tut mir leid! Bitte nicjt schießen! Was geht hier vor? Wo bin ich?

Polizist: Ich stelle hier die Fragen! Nimm die Waffe runter und niemand wird verletzt!

Selin: Hä? Waffe?

Ich sehe auf meine Hände. Mein Mund fällt vor Schock auf als ich in meinen Händen... Das Messer sehe, das im Bauch der Frau steckte. Es hatt einen edlen, speziell gravierten Griff der etwas zeigt, das aussieht, Wie ein Schwein.

Selin: (Was?! Wo kommt das her?! Ich besitze keine Messer?! Und erst recht ersteche ich damit keine Menschen!)

Auf einmal errinere ich mich an die Szene von vorhin.

Ich gucke über meine Schulter und sehe, das die Frau immer noch auf dem Boden liegt.

Nur das Messer, das in ihrem Bauch steckte... Ist jetzt in meiner Hand.

Selin: Oh nein, nein, nein... Was zur Hölle geht hier vor, das gehört mir nicht!

Ich werfe das Meser dem Polizisten vor die Füße.

Selin: Ich hab sie nicht erstochen! Ich hab sie hier liegend gefunden! Ich eoltte die Polizei rufen und-

Polizist: Das reicht!! Wir werden uns deine ausreden auf dem Revier anhören. Du bist verhaftet!

(Oh nein... Wie bin ich nur in dieser Lage geendet? Wie ist das Messer in meine Hände gekommen? Ich stehe kurz davor, für ein Verbrechen verhaftet zu werden, das ich nicht begangen habe... Mit einer Mordwaffe, die ich nicht einmal besitze der Mörder muss die Schuld auf mich geschoben haben, um seine spuren zu verwischen... Aber wie kann ich das beweisen?)
Polizist: Du kannst jetzt brav mitkommen, oder ich werde dich zwingen müssen.

Er zeigt mir seine Dienstmarke, die Waffe immer noch gezückt.

Selin: (Ryker...? Moment, ist das nicht der Polizeichef des Middletown Polizeireviers? Was soll ich tun? Ich würde am liebsten wegrennen und nach Hause gehen. Aber wenn ich mich füge, habe ich vielleicht die Chance alles zu erklären und sie lassen mich gehen. Das ist nicht gut sie dürfen mich nicht schnappen!)

Ohne zu denken, fange ich an, in die entgegengesetzte Richtug zu rennen.

Ryker: Hey! Du! Bleib sofort stehen!

Selin: (Dafür ist es zu spät! Wenn ich glück habe, kann ich ihn abhängen und direkt nach hause rennen!)

Ryker: Hey! Du bist unter Arrest dafür, dass du denn Arrest verweigerst!

Er ruft laut, während er hinter mir herläuft.

Selin: (Oh, Mist, hab ich vergessen! Arrst verweigern ist auch ein Verbrechen!)

Jetzt ist es zu spät, mich umzuentscheiden. Ich renne weiter.

Selin: (Ich bin Jünger als er, ich sollte mehr ausdauer haben!)

Ryker: Zwing mich nicht dazu, zu schießen!

Selin: (Hatt er schießen gesagt?!)

Bevor ich nachdenken kann, halt ein Schuss durch die Luft.

Selin: AHHH!!

Der Schock durch den Schuss lässt mich zu Boden fallen.

(Die Kugel hatt mich noch nicht mal getroffen! Hat er das mit Absicht getan, um mich zu erschrecken?)

Ryker: Jetzt hab ich dich! Nicht bewegen, oder ich werde das nächste Mal nicht daneben scheißen.

Der Polizist nähert sich mir, Waffe immer noch auf mich gerichtet. Ich ergebe mich und erhebe meine Arme über meinen Kopf. Er legt mir Handschellen an und bringt mich auf das Revier. Im Vernehmungsraum bekomme ich einen besseren blick auf Ryker. Er ist ein Väterlich aussehender Mann und der Leiter des Polizeireviers. Er macht nicht den Eindruck, als wäre er einer dieser gemeinen Polizisten. Hoffentlich werd er sich meine Seite der Geschichte anhören.

Ryker: Ich frage dich noch einmal. Hast du Frau Macie York umgebracht?!

Selin: Nein, zum letzten Mal, das habe ich nicht! Bitte glauben sie mir, jemand versucht mir die Schuld zuzuschieben!

Ein jüngerer gutaussehender Polizist ist auch bei dem Verhör dabei. Ich frag mich, ob er nett zu mir sein wird

Junger Polizist: LÜGNERIN!! Die Waffe wurde in deinen Händen gefunden!

Er schlägt mit den Händen auf den Tisch und lässt mich zusammen zucken.

Selin: (Huch! Da lag ich bei im falsch.)

Ryker: Genug, Averell. Beruhig dich. Keine sorge, wir haben alle beweise die wir brauchen.

Averell: Aber sie lügt ganz offensichtlich! Wenn sie nur gestehen würde, könnten wir das hier schnell hinter uns bringen. Es ist spät und ich will nach Hause!

Selin: Aberwelche beweise? Jamand will mir das anhängen! Ich kann es auch beweisen!

Averell: Wie das? Wir haben das Messer in deinen Hönden gefunden, voll mirät deinen Fingerabdrücken! Wir haben Fotos vom Tatort, die das beweisen!

Selin: Sehen Sie!

Ich strecke meine Hände aus.

Selin: Meine Hände sind sauber. Und so auch meine Kleidung. Das Opfer hatt Stark geblutet! Wenn ich der Mörder wäre, wäre ich dann nicht auch mit Blut bedeckt?

Die Polizisten werfen sich einen Blick zu. Der jüngere, Averell, grinst mich Eingebildet an.

Averell: Sie denkt, wir hätten es nicht gefunden. Soll ich es holen?

Selin: Was holen?

Ryker holt eine Plastiktüte, die als beweis Material gekennzeichnet ist. Aus der Tüte zieht er eine blutige Plastikfolie hervor.

Selin: Was zur Hölle ist das?

Averell: Stell dich nicht dumm! Dachtest du, wir würden das nicht im Mülleimer finden?

Ryker: Der Plastik Regenmantel, den der Mörder während der Tat getragen hatt. Das hast du benutzt, damitdeine Kleidungsauber bleibt. Und dann hast du es in einer Mülltonne in der Nähe geschmissen.

Selin: Was? Nein, das ist auch nicht meiner! Warte... Ich weiß! Ich hab noch mehr Beweise. Bitte hören sie mir zu! Ich war vorhin auf einer Party und alles was ich bei mir hatte, ist diese winzige Handtasche!

Ich zeige auf meine Clutch, welche sie konfisziert hatten und dke jetzt auf dem Tisch zwischen uns liegt.

Selin: Ich war mit meiner Freundin Lana zusammen. Sie können Sie anrufen und von ihr bestätigen lassen, dass das alles ist, was ich dabei hatte. Da passt kein großes Messer rein. Und alle meine Freunde können bestätigen, dass sie mich ni ht mit einem gesehen haben.

Ryker: Das beweist garnichts.
Nach der Party, hast du Absolut kein Alibi. Du hättest einfach das Messer irgendwo verstecken können und es auf dem Rückweg holen können.

Selin: Nein...

Selin: (Er hatt recht. Egal wie ich es drehe, die Tatsache bleibt. Ich hab kein Alibi zur Zeit des Mordes.)

Auf einmal kommt eine Weibliche Polizisten herein.

Polizisten: Bitte sehr, Ryker. Die angeforderten Dokumente.

Ryker: Danke, Shipper. Ich werde sie sofort durchgehen.

Sie reicht ihm einen Ordner auf dem fett gedruckt VERTRAULICH steht. Dann wirft sie mir einen strengen Blick zu.

Polizisten: Hmpf. Sie sieht mir nicht wirklich nach einer Mörderin aus.

Sie starrt mich ein paar weitere Sekunden an, bevor Sie sich auf ihre Hacke umdreht und davon geht.

Averell: Hey Claire, siehst heiss wie immer aus! Heute Abend was vor?

Er wirft Claire einen Lüsternen Blick zu.

Claire: Uh, verpiss dich, Averell!!

Sie zeigt ihm den Finger und knallt die Tür hinter sich zu. Ryker sieht die beiden an und schüttelt den Kopf.

Ryker: Ahem... Jendenfalls, bevor wir mit der Strafverfolgerung weiter machen... Haben wir weitere Beweise zu begutachten.

Er kommt rüber und fesselt mich mit den Handschellen an den Stuhl.

Selin: Hey! Moment mal!

Ryker: Ich befürchte, du musst hier bleiben, bis wir fertig sind.

Selin: Fertig? Und wann wird das sein?!

Averell: Wenn du uns wieder durch diese Tür gehen siehst, natürlich.

Sein Ton ist Sarkastisch. Und damit gehen sie beide durch die Tür. Ich höre, wie sie hinter sich abschließen.

Selin: Oh, ich hasse diesen Typen jetzt schon! Komms schon, kann mich jemand rauslassen! Ich bin unschuldig! Ich werde es beweisen!

Ich höre auf zu rufen, als ich realisiere, dass mich das nicht weiter bringt. Ich muss ein weg hier raus finden.

Selin: (Aber egal, was mir für mögliche beweise einfallen... Es scheint, als wäre mir der Mörder einen Schritt voraus.)

Ich warte in der Stille für eine gefühlte Ewigkeit. Endlich höre ich, wie sich der Türknauf bewegt.

Selin: (Oh, wird auch Zeit! Sie sind zurück!)

Der Türknauf bewegt sich weiter.

Selin: (Scheint, als würde der Schlüssel haken... Haben Sie Probleme mit der Tür?)

Das rütteln wird heftiger. Ich höre die Stimmen der Polizisten nicht.

Selin: (Moment... Versucht jemand einzubrechen?)

Auf einmal springt die Tür auf. Ein gutaussehender Polizist kommt herein.

Selin: ( Wenigstens denke ich, dass es ein Polizist ist.)

Fremder: Selin?

Selin: Äh, ja. Das bin ich. Und sie sind....?

Ich setze mich aufrecht hin. Auf einmal bin ich nervös. Zum Teil weil er mich erschrocken hat und zum Teil weil es so gut aussieht. Er schnaubt und rollt mit den Augen.

Fremder: Lass das mit dem Siezen, dadurch fühle ich mich alt. Und du kommst mit mir mit.

Selin: Oh nein... Nicht noch ein Verhör... Wo sind Ryker und sein eingebildeter Partner? Sie haben gesagt, dass sie zurück kommen, wenn sie fertig sind Beweismaterial zu begutachten.

Fremder: Ja, das wird nicht passieren. Sie sind schon gegangen.

Selin: WAS?! Du meinst, sie haben mich einfach hier gelassen? Wer bist du dann?! Übernimmst du für sie?

Fremder: Nee. Nicht mein Ding. Wie auch immer, du kannst gehen. Aber du musst mit mir mit kommen.

Selin: Was? Ist das dein Ernst. Aber aus welchem Grund. Haben sie irgendwelche Beweise gefunden?

Er zuckt gelangweilt mit den Schultern und tippt auf sein Handgelenk. Hier stimmt etwas nicht. Ich sehe wieder zur Tür. Im Schlüsselloch steckt eine Draht Konstruktion.

Selin: (Moment mal... Wenn er ein Polizist ist, warum hatt er dann keinen Schlüssel. Versucht er mich hier auszubrechen?)
Fremder: Hör mal, wir haben nicht ewig Zeit. Willst du, dass ich dich hier lasse?

Selin: Ah, nein! Natülich nicht- AUA!

Ich springe sofort auf, habe aber die Handschellen an meinem Handgelenk vergessen.

Selin: Oh, ähm...

Er seufzt und rollt seine Augen.

Fremder: Echt jetzt, soweit sind sie gegangen? Was, denken sie, du wärst sowas wie ein Mörder, oder was?

Selin: Ehrlich gesagt...

Fremder: Ich glaub’s jedenfalls nicht, komm nicht. Ich hol dich hier raus.

Er geht auf mich zu und holt etwas aus seiner Hosentasche. Noch ein Drahtkonstrukt.

Selin: Hä? Wofür ist das?

Fremder: Was denkst du?

Ohne ein weiteres Wort zieht er mich zu sich hin, immer noch auf dem Stuhl. Er spreizt die beine Über meinen und setzt sich auf meinen Schoß.

Selin: Hey, Perversling! Was machst du da?!

Er drückt seine Handfläche gegen meinen Mund.

Fremder: Sei still! Willst du uns beide umbringen?

Er lehnt seinen Gesicht zu meinem. Seine Hand hindert mich daran, ein Geräusch zu machen. Er redet leise, aber eindringlich.

Fremder: Hör zu. Ich werde jetzt meine Hand weg nehmen. Und du versprichst mur besser, dass du leise sein wirst und tust, was ich sage. Oder ich lasse dich hier mit dem Drahtkronstrukt zurück und lasse es so aussehen, als hättest du versucht, dich zu befreien. Willst du die Dinge wirklich schlimmer machen, als sie schon sind.

Nervös schüttle ich den Kopf.

Fremder: Also hast du mich verstanden? Wirst du mir gehorchen.

Ich nicke langsam und er entfernt vorsichtig seine Hand.

Fremder: Gut. Jetzt halt still.

Er nimmt meine gefesselte Hand und fängt an, mit dem Draht zu arbeiten. Mein Gesicht ist rot und mir läuft der schweiss runter. Sein Körper auf mein schoss ist schwer und warm.

Selin: (Ich sollte jetzt nicht ausflippen. Warum macht mich das hier an? Warum muss er so gutaussehend sein?)

Ich schließe meine Augen und versuche die Gedanken loszuwerden. Ich eill hier einfach nur raus!

Fremder: Hmpf. Genieß das nicht zu sehr. Du bist fast frei.

Selin: Ah-?!

Ich schließe meinen Mund, als er mich warnend ansieht.

Selin: (Hatt er gerade meine Gedanken gelesen? Peinlich...)

Nach einer weiteren Minute, öffnen sich die Handschellen.

Fremder: Ja. Ich hab’s noch drauf.

Er grinst stolz in sich hinein und sieht mor dann in die Augen.

Fremder: Braves Mädchen. Du hörst gut zu. Vielleicht werde ich dich später belohnen.

Er tätschelt meinen Kopf und erhebt sich von meinem Schoß.

Fremder: Und jetzt...LAUF!

Selin: Warte! Was machst du?!

Er greift grob nach meinem Handgelenk und zieht mich hinter sich her.

Selin: Was, wenn uns jemand erwischt?

Fremder: Das wird nicht passieren. Ich kenne alle ihre Abläufe. Alle wichtigen Personen sind schon für heute nach hause gegangen.

Selin: Was ist mit dem Empfang? Dem Hausmeister? Den niedrigrangigen Polizisten? Irgendjemand anderes, der uns sehen könnte?!

Fremder: Lass uns einfach sagen, dass ich mich um sie gekümmert habe. Jede einzelne Person hier.

Ich atme erschrocken ein, als ich den Hausmeister bewusstlos über einen Mülleimer gebeugt sehe.

Selin: Oh nein... Ist er-?!

Der Mann zieht mich durch den Haupteingang. Die Person am Empfang ist auch bewusstlos, mit dem Kopf auf dem schreibtisch.

Selin: Oh mein Gott, du hast nicht etwa...

Er zerrt mich weiter mit bis wir draussen sind. Als er zu mir zurück sieht, bemerkt er meinen besorgten Gesichtsausdruck. Hinter dem Gebäude halten wir an.

Fremder: Entspann dich, die schlafen nur. Ich hab nur Schöaftabletten ins Kaffepuver gemischt. Alle im Gebäude, die Kaffe trinken, sollten jetzt schlafen. Und meinen Beobachtungen nach... Sind das so ziemluch alle.

Selin: Schlaftabletten? Kaffe?

Woah? Dieser Typ hat echt alles geplant. Wer ist dieser seltsame Mann. Und warum ist er gekommen, um mich zu retten.

Selin: Ähm, Entschuldigung, aber... Wer genau bist du?

Er grinst.

Fremder: Oh, interessierst du dich für mich? Ich hab mich schon gewundert, wann du danach fragst. Mein Name ist Luke Pryor. Luke Pryor... Polizist. Ich bin der Hauptkomissar des Middletown Polizeireviers.

Selin: K -kommissar?! P -polizei?

Luke: Ja. Und du bist verhaftet. Nochmal.
 
 
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