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Nicht euer Ernst!

von Sindarina
Aufzählung/ListeHumor, Parodie / P16
06.07.2019
25.08.2020
20
9.131
3
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06.07.2019 500
 
Disclaimer: Ich habe keine Rechte an diesem Western und schreibe nur um der Freude willen.

A/N: Nachdem der erste Teil so gut angelaufen ist, sind mir nun auch Ideen zum Nachfolgerfilm gekommen :) Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß beim Lesen, wie ich beim Schreiben!


Nicht euer Ernst!

1) Gottes Hilfe


Nach zehn Jahren des himmlischen Friedens wird das Dorf wieder überfallen. Diesmal haben es die Halunken nicht auf Hühnchen und Zigarren abgesehen. Nein, sie treiben die Männer zusammen. Chico rennt ins Haus und kramt in einer Truhe, um sie seinen alten Revolver schmecken zu lassen.
Petra: „Nein, Chico!“
Chico: „Doch, Petra!“
Petra: „Sei jetzt brav, oder du schläfst auf dem Sofa.“
Chico (im Hinausrennen): „Dumme Kuh, wir haben doch gar kein Sofa.“
Petra: „Warum nur konnte ich keinen normalen Bauern heiraten?“


Alle Männer, darunter auch Chico, werden aus dem Dorf getrieben. Die Frauen und Kinder bleiben zurück, und ihre Laune ist natürlich unterirdisch. Da fällt Petras Blick auf Chicos Revolverholster auf dem Boden.
Petra: „Hm, da muss ich doch an diesen Chris denken. Der hilft uns sicher wieder!“
Bäuerin 1: „Wie willst ´n den finden? Treibt sich doch im ganzen Land rum, auf Arbeitssuche und so.“
Bäuerin 2: „Oder er hat längst Frau und Kinder und kann nicht mal eben weg.“
Petra: „Kokolores! Ich bete darum, dass ich ihn finde. Und, dass er immer noch so allein ist, wie vor zehn Jahren. Gott wird mich schon erhören.“


Chris schaut sich gerade einen Stierkampf an, als ein Wildfremder neben ihn tritt.
Vin: „Hey, Chris. Wie geht’s, wie steht’s?“
Chris: „Wer zum Henker bist du?“
Vin: „Na, sowas wie Vin. Oder Vin, wenn dir das lieber ist. Kennst du mich nicht mehr?“
Chris: „Du hast dich verändert. Aber auch egal, mach ich halt gute Miene zum bösen Spiel. Sei nett zu mir, dann bin ich nett zu dir.“


Irgend so ein Jungspund, der in seiner Unbesonnenheit sehr an Chico erinnert, will sich als Torero in den Ring werfen. Das kommt nicht bei allen gut an.
Chris: „Ja mei, lasst den Winzling halt kämpfen. Ich will Blut sehen.“
Vin: „Ups, ich schätze, die Langeweile hat keine guten Auswirkungen auf dich. Früher hättest du dir Sorgen gemacht, dass dieses junge Leben …“
Chris: „Laber mal hier nicht rum. Bist du nun mein Freund oder nicht?“
Vin: „Jaja, okay … Alle mal herhören! Lasst sie kämpfen, ich zahle für den Stier.“


Und weil das so schön war, gibt’s später am Abend noch eine Tanzvorstellung, bei der eine adrette Dame das Tanzbein schwingt. Um sie her sitzen Männer rauchend und saufend und schauen zu, so auch Chris und Vin. Irgendwann kommt ein kleiner mexikanischer Junge an ihren Tisch, lässt ein gewisses Revolverholster darauf fallen, und verschwindet wieder.
Vin: „War das gerade ein Freund von dir?“
Chris (steckt sich die Finger in die Ohren und beginnt, zu pfeifen)
Vin: „Heeee! Jetzt antworte mal.“
Chris: „Es war ein Mexikaner. Und was er auch wollte, ich hab von denen für immer die Schnauze voll. Kapiert?“
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