Zwischen zwei Welten

von Leij-Jey
GeschichteFamilie / P12
Albus Severus Potter Daphne Greengrass Draco Malfoy Scorpius Malfoy
06.07.2019
22.08.2019
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Emily hatte ihren Kopf auf Scorpius Schulter gelegt, der ihr kurz durch das Haar strich. Beide saßen sie im Wartezimmer der Arztpraxis und waren voller Erwartung, denn immer wieder war es ein Ereignis.
„Du möchtest einen Sohn oder?“ fragte Emily ihn leise, doch Scorpius antwortete nicht darauf. Natürlich hatte er diesen Wunsch, fand es aber falsch sich darauf zu versteifen. Daher ließ er seinen Blick durch den Raum streifen. Sie saßen auf hellbaunen Korbstühlen, der Raum war im zarten Gelb gehalten und in der Mitte war ein Glastisch mit Zeitschriften, natürlich ausschließlich mit Themen rund um die Familie und weiblichen Beschwerden, mit denen er sich lieber nicht genauer befassen wollte. Er drehte sich zu Emily, die ihn immer noch erwartend ansah und gab es schließlich zu. „Etwas Verstärkung hätte ich schon gerne, aber sicher würden sich die Mädchen über noch eine Schwester sehr freuen. Das sagte ich dir schon.“
„Hm…“ überlegte Emily daraufhin und schmiegte sich enger an ihren Mann, „aber ein Junge, das würde sie auch freuen. Olive am meisten.“
„Und Lyssie würde ihm all ihre Kleidchen anziehen“, musste Scorpius lachen, als eine Arzthelferin sie aufrief. „Sie können ins Behandlungszimmer, Dr. Garcia hat sofort Zeit.“
„Na dann los…“ murmelte Emily und war froh, dass Scorpius mitgekommen war. Mit einem Mal beschlich sie ein wenig Sorge. War sie womöglich gar nicht schwanger und wenn doch, ging es dem Baby gut? Weil er sie gut kannte zog Scorpius sie näher an sich. „Zerbrich dir nicht den Kopf. Zweimal lief schon alles glatt, das wird es jetzt auch.“
Sie sagte nichts, hielt sich nur eng an seiner Seite und schließlich saßen sie vor einem großen Schreibtisch. Die Helferin lächelte. „Ich muss Ihnen nur noch Blut abnehmen, alles weitere besprechen Sie mit Dr. Garcia.“
Nie würde Scorpius verstehen, weshalb Muggel sich so oft mit Nadeln stachen und er bewunderte seine Frau, wie gelassen sie alles hinnahm.
Als sie wieder alleine waren, drehte sich Emily zu ihm. „Wir behalten es wieder für uns bis zum dritten Monat oder? Obwohl…“ Stöhnend vergrub sie das Gesicht in den Händen. „Ich wollte wieder unterrichten, Mum erwartet das. Wir sollten es eher sagen.“
Langsam nickte Scorpius. „Ja, sie halten dir schließlich die Stelle frei. Oder wir finden eine andere Lösung, Dad stellt mich sicher frei und…“
„Nein!“ fiel ihn da aber Emily schon entschieden ins Wort. „Diese Sache muss ich allein mit Mum klären. Ich werde wieder bei unserem Baby bleiben, das ist mir wichtiger.“
Diese Entscheidung begrüßte ihr Mann natürlich, wobei er trotz allem immer gern die Kinder mit ins Büro nahm, wie im Moment Alyssa. Diese war gerade bei Hazel, deren Namen sie zusätzlich trug, während ihre Schwester mit Amber, Danny und Ruby unterwegs war. Babysitter fanden sich immer leicht.
Endlich trat Dr. Garcia ein mit freundlichem Lächeln. Immer sah sie verschmitzt aus trotz ihres fortgeschrittenen Alters. Ihre breitgeränderte Brille war von einem grellen rot und das blonde Haare war etwas wirr zu einem Dutt gebunden.
„Hallo allerseits“, rief sie gut gelaunt und ließ sich auf ihren Stuhl plumpsen, „ein positiver Test also? Schön, dass ich wieder mitmischen darf.“
Diese lockere Art machte Emily viel ruhiger, schon als junges Mädchen war sie zu Dr. Garcia gegangen. „Ja, die Nummer drei, aber dann war es das glaub ich…“ meinte sie darauf und sah zu Scorpius, der zustimmend nickte. „Ja, fünf sind genug Personen im Haus.“
„Und die Drei soll ja auch eine Glückszahl ein!“ schloss die Ärztin und lächelte wieder. „Wie geht es den Mädchen?“
„Gut soweit, langweilig wird es nicht.“ Der Satz kam erneut von Scorpius.
Dr. Garcia stellte Emily darauf noch einige Fragen zu ihrem Allgemeinbefinden und dann endlich gingen sie ins Behandlungszimmer. Wieder warf Scorpius seiner Frau bewundernde Blicke zu, denn er wäre vor Scham in Grund und Boden versunken, hätte man ihn je auf so einem seltsamen Stuhl platziert. Emily aber lag völlig gelassen da, er saß am Kopfende und hielt ihre Hand, während Dr. Garcia den Ultraschall machte. Alles war normal, bis die Ärztin stutzte. „Oha, da könnte es Probleme geben…“
„Was ist los?“ erschrocken hob Emily den Kopf an und auch Scorpius wurde weiß. „Was hat das Baby?“
„Entschuldigung“, beruhigte Dr. Garcia sie gleich, „das war ein unsensibler Scherz. Dem Embryo hier geht es gut, er ist normal entwickelt und“, ihr Lächeln wurde breiter, „auch der zweite hier daneben. Sie bekommen Zwillinge Kindchen, da hat die Natur eben eigene Regeln.“
„Was zum…“ Emily wurde bleich und sah hilfesuchend zu Scorpius auf, dem ganz anders wurde. „Vier Kinder…“ flüsterte er leise, versuchte aber aufgrund Emilys ängstlichen Gesicht gefasst zu klingen. „Das haben wir nicht erwartet. Aber gut Emily ist auch ein Zwilling…“ Ungläubig starrte er auf den Monitor, wo eine Art Kreis war, der zwei kleine helle Stellen enthielt, wohl seine Kinder. „Sind… sind sie das?“ wollte er dennoch wissen, als Dr. Garcia schon nickte. „Ja, man kann beide deutlich sehen.“ Beruhigend tätschelte sie Emilys Arm. „Viele erschrecken zunächst, aber sie machen das schon. Und sie teilen sich eine Fruchthöhle, das heißt sie sind eineiig.“
„Ah…“ machte Emily nur, als Scorpius sie sacht küsste. „Das schaffen wir schon.“
„Ja… müssen wir ja…“
Auch als sie zu Hause waren blieb Emily still und in sich gekehrt. Völlig starr saß sie auf dem Sofa und Scorpius wusste zunächst nicht, was er sagen sollte. Dennoch, er konnte es nicht ignorieren wie sie so blass dasaß und ins Leere starrte, also ließ er sich neben sie fallen.
„Geht es dir so schlecht damit?“ fragte er sorgsam. „Ich verstehe, dass du dir Sorgen machst, das mache ich auch und…“
Da stand Emily auf und schüttelte matt den Kopf. „Es ist lieb, dass du das sagst, „ sagte sie leise und spürte wie ihr die Tränen kamen, „aber sei mir nicht böse, ich brauch ein wenig Zeit für mich.“ Schon steuerte sie das Schlafzimmer an und Scorpius blieb wie versteinert zurück. Er konnte es gar nicht leiden, wenn sie ihn so vor den Kopf stieß und einfach sitzen ließ, doch um keinen Streit zu provozieren folgte er ihr lieber nicht. Er musste sowieso allmählich die Mädchen holen, Hazel wollte Lissy gegen Spätnachmittag bei Danny und Amber absetzen. Die Schuhe trug er noch, also schnappte er sich die Autoschlüssel und lief zum Wagen, wo er, bevor er aufschloss, die beiden Kindersitze auf der Rückbank betrachte. Zwei Babys würden dort nicht hinpassen, sie würden ein größeres kaufen müssen, auch der Kinderwagen musste erneuert werden, zwei Bettchen, zwei Hochstühle, zwei Stimmen, die nach ihnen weinten, vier Kinder, vier, jeder mit eigener Persönlichkeit, mit eigenen Vorstellungen und Schwierigkeiten. Stöhnend sank Scorpius mit dem Kopf auf das Autodach. Schon bei Alyssa war es Emily so schlecht gegangen, würden ihr Zwillinge dann nicht noch mehr zusetzen? Und wenn es ihr nicht gut ging, dann musste sie sich auf ihn verlassen! Er hatte dann den Job, die Mädchen… Und dann fühlte Scorpius mit einem Mal elend, dass er so dachte. Die Babys konnten schließlich nichts dafür, wie konnte da seine anfängliche Freude nun ein so derart schreckliches Gefühl in ihm auslösen? Er versuchte es hinunterzuschlucken und fuhr zu Amber und Danny, dass ihm Emily am Fenster oben nachsah, merkte er nicht.
Amber winkte ihm munter entgegen, als er auf die Wohnung zukam. „Hi du, wir haben spontan Kekse gebacken, nimm gern welche mit.“
„Danke…“ sagte er darauf nur kurz und lief ohne ein weiteres Wort in die Wohnung, was Amber stutzig machte. Sie und Scorpius waren sehr eng befreundet und es passte gar nicht zu ihm, dass er so gedankenverloren war, daher beobachtete sie ihn misstrauisch wie er steif seine Töchter begrüßten, die am Tisch in der Küche mit Ruby und Danny Kekse aßen.
„Schau Daddy!“ rief ihm Olivia da entgegen und hielt ihrem Vater einen davon hin. „Die sind mit Banane und Schokolade. Probier mal!“
„Später“, wies er sie knapp ab, „wir sollten nach Hause.“ Enttäuscht legte Olivia den Keks zurück, was Scorpius nur ungern sah. Dennoch, ihm war unwohl Emily zu lange allein zu lassen. „Komm hol deine Schuhe, wir sollten los.“
Jetzt sah auch Danny ihn fragend an. „Warum so eilig? Iss doch wenigstens einen Keks und trink was, immerhin haben wir dir die Kinder abgenommen!“
Vorwurf schwang in seiner Stimme mit, also setzte Scorpius sich seufzend zu ihnen und biss in einen der Kekse. „Ja sind sehr gut“, nickte er dann und zog Olivia sacht auf seinen Schoß, die äußerst düster dreinblickte und die Arme verschränkte, „das habt ihr super hinbekommen. Entschuldige Schatz, Daddy ist ein wenig gereizt."
„Weil?“ wollte Danny mit hochgezogenen Brauen wissen und als da Scorpius warnend auf seine Töchter wies, gingen sie zu zweit ins Wohnzimmer. Prüfend wie Amber sah Danny seinen Schwager an. „Sag schon, uns ist längst klar, dass irgendwas los ist. Ihr habt uns gar nicht sagen wollen, was das für ein ach so wichtiger Termin war.“
„Ich…“ unruhig trat Scorpius ans Fenster und starrte auf den klaren sonnigen Himmel, „ich kann dir das nicht sagen.“ Beklommen sah er Danny an, wohlwissend, dass dieser niemals kleinbeigeben würde. „Gibt es Probleme zwischen dir und meiner Schwester?“ fragte er da schon forsch und eine Steile Falte bildete sich auf seiner Stirn. Herausfordernd blitzte er ihn vom Sofa aus an. „Ich hab dir damals schon gesagt, zwischen uns bleibt es nur cool, wenn du keinen Mist baust!“ Immer schon hatte er einen Beschützerinstinkt für Emily gehabt, was es Scorpius oft nicht leicht machte. „Es ist alles okay zwischen ihr und mir, nur kann ich es dir nicht sagen, noch nicht!“ Eindringlich drehte er sich zu Danny, der nun auf ihn zuging. „Hast du es ihr versprochen? Ich lass nicht locker Scorp, irgendwas ist los, jetzt sag es mir schon!“ Auffordernd und entschieden sah er ihn an und Scorpius wusste genau, er hatte verloren.

Emily lag noch immer wie erschlagen auf dem Bett, als es an der Schlafzimmertür klopfte. Sie reagierte nicht gleich und verdrehte die Augen, als geöffnet wurde.
„Hey nicht so genervt!“ ertönte eine vertraute Stimme, die jedoch nicht ihrem Mann gehörte. „Danny?“ rief sie überrascht und setzte sich auf. „Was machst du denn hier?“
Zunächst antwortete ihr Bruder nicht, er ließ sich einfach neben sie aufs Bett fallen und rückte nah an sie heran, sodass sein Gesicht genau vor ihrem lag. „Sperr dich nicht so ein, das ist Scorp gegenüber unfair!“ legte er sogleich los, worauf Emily missmutig das Gesicht verzog. „Ach hat er sich bei dir beschwert?“
„Nein das nicht, er war nur mies drauf und nun ja du kennst mich.“ Entschuldigend grinste er. „Zwillinge find ich jedenfalls cool und du weißt, dass wir euch immer gern mit den Mädels helfen. Wenn es nach Ruby geht, wäre Olive längst bei uns eingezogen!“
„Dass er dir das einfach so sagt…“ meinte Emily traurig. „Wir wollten es noch für uns behalten.“ Sie legte ihre Stirn in Falten, worüber Danny nur den Kopf schütteln konnte. „Em wir sind doch nicht blöd! War doch klar, dass etwas los ist und Scorp war so komisch vorhin. Da wollte ich nachhaken und er musste auspacken. Zugegeben, vier Kinder sind eine ganz schöne Nummer…“
„Eben!“ heulte Emily plötzlich los. „Ein drittes Kind war nicht geplant und plötzlich sind es vier! Ich will nicht wieder ins Krankenhaus und dass mir ständig schlecht ist. Lyssie schläft endlich durch und jetzt müssen wir alles ändern. Es ist nur chaotisch!“ Matt schluchzend lag sie da und Danny nickte verständnisvoll. „Klar machst du dir Sorgen, aber das wird. Bei uns läuft auch viel daneben und das nur allein mit Ruby. Ein Kind bedeutet eben Chaos.“ Behutsam zog er Emily in seine Arme. „Jetzt weine nicht mehr, ihr habt in Ruhe Zeit alles zu planen. Lyssie kommt doch auch bald in den Kindergarten, dann wird es auch stressfreier.“ Er lächelte kurz, wurde dann aber ernster. „Und rede mal mit Scorp, er hat doch selbst Bedenken.“
„Okay und du rasiere dich bitte dafür und schneide dir die Haare.“ Unter Tränen kicherte Emily und zog ihren Bruder spöttisch an den nun fast schulterlangen Haaren, worauf dieser nur den Kopf schüttelte und sich über seinen Dreitagebart strich. „Mum hat dich drauf angesetzt oder? Aber das könnt ihr vergessen, Amber gefällt es.“
„Hm… na gut…“ Gleichgültig zuckte Emily mit den Schultern und rückte dann eng an ihren Bruder. „Du fehlst mir manchmal…“
„Du mir auch, aber ich bin ja nicht aus der Welt.“
„Zum Glück. Und du hilfst uns wirklich weiter mit den Kindern?“
„Klar. Und du geh jetzt mal zu deinem Mann, der arme Kerl weiß sich gerade nicht mehr zu helfen.“ Danny zog die Brauen nach oben. „Schwanger wirst du manchmal zum Monster, sorg lieber dafür, dass er nicht die Flucht ergreift.“
Schuldbewusst zog Emily den Kopf ein und ließ sich von ihrem Bruder in den Stand ziehen. Gemeinsam gingen sie nach unten ins Wohnzimmer, wo Scorpius mit den Mädchen auf dem Boden saß und mit ihnen einen Turm aus Holzklötzchen baute.
„Schau Mum!“ rief Olivia, kaum hatte sie ihre Mutter erblickt. „Er reicht fast schon bis zum Tisch!“
Scorpius dagegen warf Emily nur ein sehr dünnes Lachen zu und wirkte gekränkt, dann aber wandte er sich schnell Alyssa zu, die begeistert quiekte.
„Leg ihn lieber dorthin“, erklärte er ruhig und deutete auf die rechte Seite, wo sie eine Art Mauer gebaut hatten, „da können noch Steine drauf. Links wird es zu hoch, da stürzt sonst etwas ein.“
Dass Emily sich leise räusperte, ignorierte er bewusst und stapelte seelenruhig weiter. „Olive, leg hier noch einen drauf.“ Sein Gesicht war klar angespannt, sodass Danny sich einmischte. „Ladies“, rief er voller Tatendrang und setzte sich mit auf den Boden, „lasst ihr mich mitmachen? Ich bin deine Ablöse Scorp!“ Bedeutend wies er mit seinen Augen kurz auf Emily und sah dann wieder seine Nichten an. „Also was soll ich tun?“ Schon war er vollbeschäftigt, weshalb Scorpius murrend aufstand. Ihm stieß es sehr sauer auf, dass Danny hier war und einfach seinen Kopf durchsetzte, doch dadurch konnten er und Emily ungestört reden. „Gehen wir auf die Terrasse!“ meinte er steif und ging los ohne auf sie zu warten. Emily folgte mit klopfendem Herzen, als er die Glastür öffnete und hinausging. Der Garten bestand zum Großteil aus einem großen Rasen, auf dem sie für die Kinder eine Schaukel und eine Rutsche aufgestellt hatten. Am weißen Holzzaun entlang wuchsen ein paar Beerensträucher und dann gab es noch eine große Bruche, auf der Olivia allmählich anfing herumzukraxeln. Die Terrasse war mit großen weißen Steinfliesen gepflastert und es stand dort eine Eckbank an einem Tisch sowie eine Hollywoodschaukel, auf die Emily sich nun fallen ließ. „Kommst du bitte?“ fragte sie Scorpius leise und wies neben sich. „Ich mag die Schaukel…“ Dies sagte sie nur beiläufig, um diese furchtbare Angespanntheit zwischen ihnen einzudämmen, und Scorpius kam tatsächlich, ohne aber seine finstere Miene abzulegen.
„Hat dich dein Bruder wieder getröstet ja?“ fragte er bissig, worauf Emily neben ihm immer kleiner wurde. „Du weißt, dass Danny und ich…“
„Mich hast du einfach stehenlassen!“ rief er laut und verärgert, zeitgleich klang er verletzt. „Ich kann auch nichts dafür, mich hat es auch umgehauen!“ Traurig sah er sie an. „Wir sollten reden Em und nicht du und Danny.“
Sie nickte langsam. „Entschuldige, es tut mir wirklich leid. Es ist nur…“ Langsam sah sie an sich herab und legte eine Hand auf ihren Bauch, „also mir macht das eine Scheißangst! Auch weil ich nicht weiß was uns da erwartet, wie es mir geht, dann sind da die Mädchen und… mir geht gerade viel zu viel im Kopf rum!“ Während sie sprach traten ihr wieder Tränen in die Augen, sie hoffte inständig er würde sie in den Arm nehmen, doch Scorpius verharrte. „Meinst du es geht mir besser? Dass ich mir keine Sorgen mache, vor allem um dich? Sie sagte Risikoschwangerschaft und wir haben noch zwei Kinder und…“ Da war es um sie geschehen, sie weinte laut und schüttelte verzweifelt den Kopf. „Ich hab dich gar nicht gefragt, es tut mir wirklich leid, ich… Bitte ich will nicht streiten!“ Flehentlich sah sie ihren Mann an, der seufzte. „Weißt du wie ich mir vorkomme? Mich lässt du stehen, dann bearbeitet mich dein Bruder, kaum sagt er was, redest du mit mir. Was bitte bin ich denn für dich?“
„Na mein Mann!“ rief Emily eindringlich und ihr Gesicht war schon ganz rot und fleckig. „Ohne dich krieg ich das nicht hin.“
„Ah okay…“ Wenig überzeugt stand Scorpius auf. „Also ich geh mal rein und mach das Essen, um deinen Bruder kümmere du dich, das scheint er ja auch für dich zu tun.“ Immer noch gekränkt ging er wieder hinein, wo der Turm inzwischen den Tisch überragte.
„Gaaaanz hoch!“ rief Alyssa und warf die Arme in die Luft, Olivia aber schien nicht mehr so voller Elan dabei zu sein. Nachdenklich sah sie ihren Vater an, der aber zu Danny sah. „Ich möchte nicht unhöflich sein, aber…“
„Schon klar“, nickte sein Schwager und stand auf, worauf ein Teil es Turmes einstürzte und Alyssa laut losbrüllte. Zerknirscht wollte Danny schnell die Steine aufheben, doch Olivia kam ihm zuvor. Konzentriert sah sie das Gebilde an, dass sich kurz darauf wieder von selbst zusammensetzte. Triumphierend grinste sie Alyssa an, die erst überrascht und dann begeistert lachte.
„Sollte mein Auto mal nicht anspringen, dann ruf ich am besten dich an“, lächelte Danny und umarmte sie fest, „aber jetzt erstmal tschüss, ich muss dann.“
Auch Alyssa nahm er noch kurz auf den Arm, bevor er Scorpius noch mit schiefem Grinsen zunickte und schließlich ging. Etwas enttäuscht sahen die Mädchen ihm nach, sie hingen sehr an ihrem Onkel. Dies kränkte Scorpius unnötigerweise noch mehr. „Wir sollten uns ums Abendessen kümmern“, lächelte er trotz allem, wenn auch unecht, „wir hatten lange keine Nudeln mehr, wie wäre das?“
„Jaaaa Nuddln!“ kam es sofort von Alyssa, Olivia aber sah lief auf ihren Vater zu und sah fragend zu ihm auf. „Wo ist Mum?“
„Draußen.“
„Warum?“
Seufzend ging Scorpius vor ihr in die Knie. „Es geht ihr nicht besonders, lassen wir sie besser ein wenig in Ruhe.“
„Ist sie krank?“ wollte Olivia da wissen. „Darf ich raus zu ihr?“
„Nein Liebling, bleib bitte bei Daddy. Du kannst mir bei der Sauce helfen.“ Er stand auf und hielt seiner Tochter die Hand hin, die diese nur zögerlich nahm. Auch Alyssa kam mit, die schließlich in der Küche auf ihrer Krabbeldecke kleine Plastikbecher aufeinandersteckte. Olivia aber sah immer wieder unsicher ihren Vater an, der schweigend Wasser in einen Topf gab und auf die heiße Platte stellte. „Was magst du für eine Sauce?“ fragte er schließlich seine Älteste, die die Schultern zuckte. „Streiten Mummy und du?“ fragte sie da unerwartet und Scorpius hätte sich am liebsten geohrfeigt. Natürlich war es Olivia aufgefallen! „Manchmal tun Erwachsene das, du streitest doch auch manchmal mit Ruby.“ Sacht strich er ihr durch die Locken und setzte sie neben sich auf die Arbeitsfläche. „Aber damit solltest du dich nicht beschäftigen. Tomatensauce?“ Er hielt ihr eine Dose mit gestückelten Tomaten hin und Olivia nickte beiläufig. Sie starrte ihren Vater an. „Warum hat Mummy dich so angeschrien und geweint?“
Erschrocken fiel Scorpius die Dose auf der Hand, die mit einem lauten Knall auf die Fliesen krachte. Der Schlag wiederum brachte Alyssa zum Weinen, also eilte Scorpius zu ihr und nahm sie hoch. „Schon gut, Daddy ist nur etwas runtergefallen…“ Gleichzeitig sah er zu Olivia. „Mum ist einfach etwas… geschafft und…“ Doch er wandte sich schnell wieder Alyssa zu, die lauter und lauter weinte. „Schon gut kleine Maus, es ist alles in Ordnung.“ Beruhigend wiegte er sich, doch kaum wurde sie ruhiger, sodass er sich wieder Olivia zuwenden konnte, stellte er fest, dass seine Tochter gegangen war. Er ahnte wohin!
Tatsächlich setzte sich Olivia gerade neben ihre Mutter. „Warum hast du geweint?“ fragte sie und sah Emily an, die auf keinen Fall wollte, dass ihre Tochter sich so sah. „Mummy hat nur was im Auge Schatz“, versuchte sie sich zu erklären, aber Olivia schüttelte ernst den Kopf. „Nein du hast geweint und du hast Daddy angeschrien!“
Emily traf es wie ein Schlag. „Hat dir das Daddy gesagt?“
„Nein ich hab dich gehört…“ Nachdenklich sah Olivia zu Boden. „Der Dad von Julie ist jetzt weg, die haben auch immer gestritten.“ Ernst sah sie wieder zu ihrer Mutter, die sich schnell erneut aufsteigende Tränen aus den Augen wischte. „Daddy geht nicht“, sagte sie schnell und das schlecht Gewissen plagte sie immer mehr, „er hat uns doch lieb.“
„Das stimmt“, kam es von der Tür, „und jetzt kommt rein, draußen ist es kalt.“ Scorpius lächelte beiden zu, was Emily unglaublich erleichterte. Er kam zu ihnen, legte einen Arm um Olivia und einen um seine Frau und ging mit ihnen ins Haus. Olivia flitzte voraus in die Küche, als würde sie wissen, dass sie störte und Scorpius sah ihr lächelnd nach. „Womit um alles in der Welt haben wir sie verdient?“
„Keine Ahnung…“ seufzte Emily und sah Scorpius eindringlich an, „aber darf ich dich jetzt bitte umarmen?“
„Ja das sollten wir…“
Schließlich taten sie es und küssten sich daraufhin lange. „Tut mir leid“, flüsterte Emily in seine Schulter, „aber mich haut das einfach um. Zwillinge, ich meine…“
„Ja“, seufzte Scorpius und hielt sie fest, „das wird was. Aber das schaffen wir schon.“ Liebevoll strich er ihr über die Wange. „Und wenn dir etwas durch den Kopf geht, dann sag es mir bitte und nicht nur deinem Bruder.“
Lächelnd nickte Emily, nahm seine Hand und legte sie auf ihren Bauch. „Unglaublich oder?“
„Oh ja!“ Arm in Arm liefen sie schließlich in die Küche, wo sie erst einmal geschockt stehen blieben. Das komplette Nudelwasser war übergekocht und lief über Herd und Boden, Alyssa räumte munter die Geschirrtücher aus einer Schublade und warf sie in die Luft und Olivia saß wieder auf der Theke und löffelte genüsslich in einem Bottich mit Schokoladeneis und war schon ganz verschmiert. „Ich hatte Hunger!“ rief sie grinsend, worauf Emily die Augen verdrehte und Scorpius ansah. „Schatz, zaubern, jetzt!“
„Japp!“ kam es umgehend zurück und Scorpius ging hinaus, um seinen Zauberstab zu holen, der meistens gut verschlossen im Arbeitszimmer lag. Kurzerhand war Ordnung in der Küche und Scorpius sah auf die Uhr über der Küchentür. „Fast sechs Uhr und noch kein Abendessen…“ meinte er entschuldigend, als Emily grinste. „Dann bestellen wir eben Pizza!“
„Wer sind Sie?“ Verdutzt sah Scorpius seiner Frau nach, die ansonsten immer auf frisch gekochte Nahrung und Salat für die Kinder bestand. Kopfschüttelnd sah er zu seinen Töchtern. „Wollen wir vielleicht den Turm weiterbauen? Es wird noch dauern bis das Essen kommt!“
„Jaaaa!“ rief Alyssa und tapste eilig voran ins Wohnzimmer, Olivia aber griff nach Scorpius Hand. „Streitest du nicht mehr mit Mummy?“
„Nein Liebling, alles ist gut und ich geh auch nie weg von euch.“ Sorgsam kniete er sich nochmals vor sie. „Es ist viel passiert die letzte Zeit, erst das mit Grandma, dann heute der Streit. Geht es dir gut Schatz?“ Olivia zuckte darauf nur mit den Schultern, worauf Scorpius sie fest umarmte. „Es gibt solche Tage, aber glaub mir ruhig, am Ende ist alles gut.“
Mit ihr an der Hand ging er zurück ins Wohnzimmer, wo Emily mit Alyssa gerade weiterbaute und mit ihr das Benennen von Farben übte. Olivia aber holte eines ihrer Bilderbücher und somit las ihr Vater solange für sie, bis endlich die Pizza kam. Ganz gegen ihre Natur erlaubte Emily, dass sie während des Essens und auch danach noch länger fernsahen und schmiegte sich dabei eng an Scorpius auf dem Alyssa lag, deren Augen immer kleiner wurden. Sie gähnte und Scorpius betrachtete lächelnd ihre zarten Züge und das immer länger werdende blonde Haar. Der Malfoy in ihr war klar zu erkennen, die Ähnlichkeit mit seiner Großmutter Narzissa nicht zu leugnen. Sanft strich er ihr durchs Haar und trug sie in einer der Werbepausen ins Bett, was sie schon gar nicht mehr mitbekam. Tief und fest schlummerte sie in ihrem Lieblingskleid, pink mit hellblauen Feen, das Scorpius gar nicht erst versuchen wollte ihr auszuziehen. Leise schloss er die Tür des Schlafzimmers und ging wieder nach unten, wo Emily die nun auch schon halb schlafende Olivia im Arm hielt. Behutsam stupste sie ihre Tochter an. „Na, da muss aber jemand mal schlafen. Los du gehst jetzt auch nach oben.“ Zustimmend nickte Scorpius und wollte sie schon hochheben, doch Olivia widersprach müde. „Nein“, bat sie, „ich will bei euch bleiben.“ Kurzerhand griff sie nach der blauen Strickdecke, die immer auf dem großen Sofa lag, warf sie über sich und schloss die Augen. Vielsagend grinste Emily ihren Mann an, der zustimmend nickte und schließlich genossen sie die Ruhe im Haus und noch den Film. Ganz nah saß Emily dabei bei ihrer Tochter und strich ihr immer wieder über den Rücken. „Wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht vernachlässigen“, meinte sie irgendwann, „Lyssie nimmt uns schon sosehr ein.“ Sorgsam deckte sie ihre Älteste fester zu. „Sie war mal so winzig, jetzt ist sie schon vier…“
Auch Scorpius nickte. „Ja, das ist unglaublich, wie schnell es ging.“
Es wurde später, also gingen Scorpius und Emily auch ins Bett, Olivia ließen sie auf dem Sofa.
Tags darauf stand Scorpius ganz leise auf, um Emily nicht zu wecken. Offenbar konnte seine Frau ruhig schlafen, trotz der Aufregung am Vortag. Völlig entspannt waren ihre Züge, die braunen Augen geschlossen, die linke Hand unter dem Gesicht, offenbar hatte sie ihn heute Nacht noch länger angesehen. Kurz sah er noch zu Alyssa, deren Bettchen an der Wand stand. Auch sie schlief tief und fest, umgeben von lauter Stofftieren, die Olivia ihr immer gern brachte. Lautlos ging er hinaus und nach nebenan in Olivias Zimmer. Zunächst stand Scorpius etwas verwirrt vor dem leeren weißen Bett mit der Sonnenblumenbettwäsche, dann erinnerte er sich und ging nach unten, wo Olivia natürlich auf dem Sofa lag. Sie hatte wohl die Gunst der Stunde genutzt, denn sie sah ihn Seelenruhe fern und aß dabei die Chips vom Vortag. Als sich ihr Vater räusperte sah sie erschrocken auf und schaltete umgehend ab. „Erwischt!“ meinte Scorpius grinsend und auch Olivia lächelte schief. Dann ging alles den gewohnten Gang, sie machten sich fertig, frühstückten und dann brachte er sie zum Kindergarten, bevor er weiter in die Arbeit fuhr. Er genoss diese ruhigen Morgen, ab dem Herbst würde jedoch auch Alyssa dabei sein und dann mit den Babys… Völlig in Gedanken ging Scorpius zum Aufzug und drückte den Knopf fürs dritte Stockwerk. Alles würde anders werden… ganz anders! Und dennoch, er war auch gespannt auf die Zwillinge, hoffte nur, es blieb genug Zeit für alle Kinder. Wäre es möglich, auch einfach nur mit einem Kind etwas zu machen?
„Ähm… guten MORGEN!“ ertönte es plötzlich neben ihm, als er durch den Flur zu seinem Büro lief und er zuckte erschrocken zusammen. Neben ihm stand Daphne und sah amüsiert aus. „Träumst du mit offenen Augen?“
„Nein nein…“ entschuldigend umarmte er sie kurz, „ich war nur in Gedanken.“
„Soso!“ Daphne lachte laut, man sah ihr deutlich an, dass es ihr viel besser ging. Auffordernd hakte sie sich bei ihm unter. „Dein Vater und ich sind schon länger hier, ich wollte gerade zu ihm und du kommst mit!“ Schon zog sie ihn mit sich, was Scorpius geschehen ließ. Widerworte zählten sowieso nicht, also folgte er ihr.
Draco saß schon am Schreibtisch und fuhr sich durch den immer weiter zurückweichenden Haaransatz. Sein Sohn wollte ihm noch einige Unterlagen bringen, er hoffte sie bald zu erhalten. Wie ein Schlachtfeld sah sein Arbeitsplatz aus! Die Papiere stapelten sich, sein Emailfach quoll über, allmählich wusste er gar nicht mehr, wo er anfangen sollte. Er sah genervt auf als es klopfte und staunte nicht schlecht als Daphne in ihrem furchtbar grellen Blümchenkleid hereinkam und seinen Sohn im Schlepptau hatte.
„Hallo Schatz“, flötete sie und lief in Richtung Kaffeemaschine, „es ist acht, wir haben ein Date wie du weißt! Und Scorp hab ich auch dabei!“ Schwungvoll stieß sie ihren Neffen zum Schreibtisch, der genau erkannte, dass sie störten. Anders als Daphne trat er deshalb ein wenig zurück. „Guten Morgen Dad, ich…“
„Bist du nicht erst gekommen?“ fragte dieser scharf. „Du solltest in deinem Büro sein!“
„Ach Quatsch“, schüttelte Daphne den Kopf, „schließlich sind wir die Firmenleitung, da können wir doch unsere Mitarbeiter in Zukunft ordentlich willkommen heißen.“ Unbekümmert wies sie Scorpius an sich an den kleinen Tisch am Fenster zu setzen und zwinkerte ihm zu. „Kaffee kommt gleich. Lief alles gut mit Olivia?“
„Jaja…“ meinte Scorpius und setzte sich nur äußerst zaghaft, nicht ohne dabei seinen Vater aus den Augen zu lassen, der immer noch alles andere als begeistert aussah, doch auch ihm ließ Daphne keine Wahl. „Ehemann, putt putt putt, hierher und sitz!“ rief sie überschwänglich, was Draco tatsächlich ein Lächeln ins Gesicht trieb. „Ach du nur wieder… Gut, Ehemann kommt.“ Ergeben seufzend setzte er sich neben seine Frau, die den Kaffee bereit gestellt hatte und küsste sie kurz. Dann sah er zu seinem Sohn, der trotz allem nervös dreinblickte. „Schon gut Scorp, bleib ruhig hier. Entschuldigt, es ist einfach nur gerade so viel zu tun…“
„Oh ein Stichwort!“ grinste Daphne und blickte ihren Neffen erwartungsvoll an. „Wir haben uns nämlich darüber unterhalten, ob wir dir mehr Führung überlassen, irgendwann wird es sowieso deine Firma sein. Deine Aufgaben würden sich nur geringfügig ändern.“
„Ähm…“ Völlig verdattert sah Scorpius in zwei triumphierend grinsende Mienen. „Also heißt das ich werde befördert?“
„Das heißt es“, nickte Draco gemächlich, wir würden nämlich gerne etwas kürzer treten. Denk einfach drüber nach.“
„Hm… das würde mehr Arbeit bedeuten…“ Unsicher wiegte Scorpius den Kopf und dachte laut nach. „Ich meine gut, die Mädchen gehen in Schule und Kindergarten, aber wenn wir die Zwil…“ Am liebsten hätte er sich auf die Zunge gebissen!
„Bitte wie?“ stieß Daphne quietschend aus und Draco hatte sich vor Schreck an seinem Kaffee verschluckt und hustete. Beide starrten sie Scorpius an, der schließlich keine Wahl mehr hatte. „Gut okay, es ist noch echt früh, die vierte Woche, aber Em ist schwanger und das mit…“
„Zwillingen?“ rief Draco und sein Gesicht erhellte sich plötzlich als wäre er ein kleiner Junge vor dem Weihnachtsbaum. „Das ist der Wahnsinn! Das ist großartig!“
Und schon sprang er auf und vollzog eine Art Tanz auf dem Teppich, wozu er begeistert pfiff. Geplättet starrte Scorpius erst ihn an und dann Daphne, die amüsiert lachte. „Was zum Hippogreif ist in diesem Kaffee?“
„Ach“, winkte sie ab, „lass ihn seinen Spaß, er hängt eben an seinen Enkeln und hatte Sorge, dass es bei den zwei Mädchen bleibt.“
„Und jetzt werden es viehier!“ Strahlend setzte sich Draco wieder zu ihnen und stieß seinen Sohn an. „Wenn Potter das erfährt, er hat noch gar keine!“ Triumphierend lächelnd lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und sah kurzzeitig so aus wie Lucius Malfoy höchstpersönlich!
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