Entscheidungen und Chancen

von Black Owl
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Astoria Greengrass Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy
06.07.2019
10.09.2019
27
68576
30
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Dieses Kapitel
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Meine lieben Leser,

zuerst herzliche willkommen. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden zwischen zwei Geschichten und das war schon eine große Herausforderung ;) Deshalb jeweils das erste Kapitel von beiden Storys. Gebt mir Rückmeldung, welche Story euch besser gefällt. Beide sind online <3

Liebe Grüße und viel Spaß

eure Mona








Draco Malfoy könnte sich glücklich schätzen. Andere würden ihn vielleicht sogar als Glückspilz bezeichnen. Als einen irischen Kobold, der das Glück auf seiner Seite hatte und wieso auch nicht. Er war reich. Er war gutaussehend und die Hexen lagen ihm zu Füßen. Sicher, er wusste, dass die meisten sich mehr erhofften, aber zum Teufel er war jung und gutaussehend und würde sich sicher nicht binden, wenn es nach ihm ginge. Verdammt ihm stand die ganze Welt zu Füßen, wenn er wollte. Zumindest würde es das, wenn er seine Zeit nicht im Ministerium absitzen müsste, dank seines Vaters.

Lucius Malfoy hatte seine Kontakte spielen lassen und Draco war es immer noch Schleierhaft, wie er es mit seiner Vergangenheit geschafft hatte, immer noch Kontakte im Ministerium zu haben. Aber offensichtlich gab es diese. Zumindest hatten diese Kontakte dafür gesorgt, dass Draco jetzt hier arbeitete und das seit gut drei Jahren. Etwas was er nicht tun wollte. Er wollte das Vermögen seiner Familie vermehren und nicht sinnlose Schreibarbeiten erledigen und Ministeriumsarbeit durchführen. Nur weil sein Vater der Meinung war, dass Draco ansonsten nur Unsinn produzieren würde.

Draco wollte sich zuerst weigern, aber Lucius hatte mit Enterbung gedroht und in dem Moment hätte Draco ihm das seinem Vater glatt zugetraut.
„Du bist verantwortungslos und Pflichtlos. Es wird Zeit, dass du lernst, was deine Aufgaben sind. Welche Verantwortung du trägst und das wirst du nicht lernen, indem du bis Mittag im Bett bleibst und nachts Partys feierst und dich betrinkst.“, hatte er damals geschimpft.
Und Draco hatte sich, schwermütig, gefügt. Er hasste es. Er hasste momentan sein Leben und das Gerede seines Vaters, als wäre Lucius ein Heiliger.

Lucius wäre es am liebsten Draco wäre schon verheiratet und mindestens ein Enkel schon auf der Welt, damit der Name der Familie gesichert war.
„Mit der Ehe und Kindern lernt man Verantwortungsbewusst zu sein.“, war immer Lucius Devise.
Draco hatte wirklich besseres vor, als in dem Alter zu heiraten. Und er bezweifelte, dass sich seine Ansichten änderten, nur weil er irgendeine Reinblüterin heiratete, die vermutlich sein Vater bereits aussuchte und mit ihr Erben zeugte. Kinder zu bekommen, war der Zweck einer Ehe. Darum ging es doch. Oder nicht?

Eigentlich war sich Draco sicher gewesen, seinen Vater zufrieden gemacht zu haben, als er nach dem Wiederholen seines siebten Jahres die Wirtschaftsschule absolviert hatte und das mit erstaunlich guten Noten, trotz Partys und ausschweifenden Alkoholexzessen. Er hatte sich geirrt, es war der Lebensstil, den sein Vater nicht akzeptierte und offenbar Draco austreiben wollte. Zumindest dachte das sein Vater, dass er das hinbekommen würde. Aber Draco ließ sich nicht ändern und schon gar nicht von seinem Vater. Er feierte weiterhin Partys. Besuchte Clubs in London und schaffte es mit seinen Affären viel zu oft in irgendwelche Klatschmagazinen. Er konnte auch nichts dafür, wenn die Hexen von heute so dumm waren und sofort glaubten, dass er sie liebte, nur, weil sie Sex hatten.

Das dachte er auch, als der Kerl, so groß wie ein Berg, auf ihn zugekommen war vor den Aufzügen im Ministerium. Er hatte sich mit Blaise unterhalten und hatte sich verwirrt umgewandt, als sein Name ausgesprochen worden war. Es stellte sich nach kurzen hin und her raus, dass er der Bruder irgendeiner Frau war, mit der Draco nicht einmal richtig etwas hatte. Sie hatte ihn nicht ran gelassen und im Grunde war sie danach langweilig gewesen. Er hätte das vielleicht für sich behalten sollen. Denn bevor er etwas tun konnte, hatte der große blonde Berg ausgeholt und ihm ins Gesicht geschlagen. Draco wusste nur noch, dass er auf den Boden aufgeknallt war.

Er hörte aufgeregte Stimmen. Blaise der den Kerl anschrie und fragte, was das sollte. Sein Schädel brummte. Seine Nase schien platt zu sein. Zumindest dachte, dass Draco als er zu sich kam. Er lag offenbar immer noch am Boden. Seine Sicht verschwamm immer wieder und als er sich aufsetzen wollte, hielt jemand seinen Kopf fest.
„Nicht. Ein Heiler kommt gleich.“, sagte eine sanfte Stimme.
Er blinzelte erneut und sah über sich ein unbekanntes Gesicht. Er runzelte leicht die Stirn. Es stand kopf, dachte er kurz, bis ihm klar wurde, dass die Person hinter ihm kniete und sich über ihn gebeugt hatte. Die junge Frau ihn offenbar festhielt. Seinen Kopf gerade hielt. Die Sicht verschwamm wieder etwas und er blinzelte, als die Umrisse schärfer wurden.

Es war ein hübsches Gesicht, umrundete von braunen glänzendem Haar und blauen unbeschreiblichen Augen. Die Iris schien am Rand dunkler zu sein und dann heller zu werden. Er hatte noch nie… solche Augen gesehen. So ein blau bei Menschen gesehen. Es wirkte wie eine Mischung aus Saphir und Türkis.
„Bin ich im Himmel?“, fragte er leicht benebelt und die junge Frau, die aus seiner Sicht auf dem Kopf stand, lächelte.
„Das denke ich doch nicht.“
„Mmh.“, machte er und starrte sie immer noch an.
„Ich glaube nicht, dass der Himmel Plätze für Aufreißer hat.“
Vermutlich nicht.
„Ist denn Liebe verwerflich?“, fragte er und sie grinste noch breiter.
„Nein. Aber Lasterhaftigkeit schon.“

Er wollte sich an die Nase greifen und stöhnte auf. Er war sich ziemlich sicher, dass sie gebrochen war. Er spürte Blut und sie schüttelte den Kopf. Schien seinen Nacken fester zu fixieren.
„Nicht bewegen. Der Aufprall hat übel ausgesehen. Ich denke, es ist eine Gehirnerschütterung.“
Er fühlte sich, als wäre ein verdammter Drache auf seinen Kopf rumgesprungen.
„Dieser Wichser hat es nicht anders verdient.“, brüllte jemand und Draco war sich sicher, dass es der Berg war.
Er sah, wie die junge Frau den Kopf hob.
„Was geht es dich an, was deine Schwester treibt und was nicht, Nick?“
„Er wollte sie verführen!“
„Denkst du nicht, Nathalie kann auf sich selbst aufpassen?“
Richtig so war ihr Name gewesen von Miss-Rühr-Mich-Nicht-An.

Er wollte etwas erwidern, als das Gesicht eines Mannes ins Bild kam.
„Was ist passiert?“
Offenbar ein Heiler.
„Er hat einen Schlag ins Gesicht bekommen. Ich denke, die Nase ist gebrochen. Mehr Sorgen macht mir aber der Aufprall auf den Marmorboden. Er blutet am Hinterkopf.“
Tatsächlich? Hatte er gar nicht mitbekommen.
„Gut, wir machen das, Miss.“
Und bevor Draco etwas sagen konnte, verschwanden die warmen kleinen Hände und das Gesicht der jungen Frau. Der Heiler begann ihn zu untersuchen. Blaise redete auf ihn ein. Doch Draco hörte nicht zu. Dachte nur an diese unbeschreiblichen Augen. Zur Hölle, was war nur los mit ihm?
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