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Eine Zeitreise die sich gewaschen hat - Part 2

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Edward Kenway Haytham Kenway Jennifer Scott
06.07.2019
13.07.2019
12
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06.07.2019 592
 
Kapitel 1

Es sind mittlerweile 7 Jahre vergangen, seit ich wieder zurück bin und es hat sich Einiges getan.

Aber fangen wir von Vorne an. Ende Juni 2000 kam ich hier wieder an und war völlig neben der Spur. Leichte Mangelernährung und ein wenig dehydriert waren die Folge meiner Zeitreise ins 18. Jahrhundert. Man hatte mich über zwei Wochen ruhiggestellt, weil ich, laut Aussagen der Ärzte und meiner Kollegen, hysterisch schreiend um mich geschlagen hätte und nicht zu halten gewesen wäre.

Als ich dann im Krankenhaus erwachte, war mir, als wäre ich aus einem langen Traum erwacht. Aus einem eigentlich wunderschönen Traum, der aber sofort verfliegt, weil einem die Realität gleich um die Ohren gehauen wird. Ich hätte mich am liebsten wieder in die Laken verkrochen und wäre dort geblieben.

Aber ich hatte einen Job zu erledigen. Ich hatte Berichte zu schreiben und musste wieder in mein altes Leben zurück finden. Und so stellte ich mich dieser Herausforderung, wie ich es immer tun musste und wie ich es gelernt hatte. Zähne zusammen beißen, Brust raus und los geht es.

Jedoch krempelte ich einiges um. Ich zog um in eine größere und hellere Wohnung und ging meiner Passion dem Lesen in der Vergangenheit anderer Menschen nicht mehr ganz so intensiv nach.

Den zweiten Ring, den ich mitgebracht hatte, konnten wir vollständig entschlüsseln und es war tatsächlich so wie ich es vermutet hatte. Es war das Gegenstück zu dem Ring, den wir hier gefunden hatten. Wenn man beide Artefakte verband, erkannte man sofort ein wesentlich klareres Muster und konnte so Zeit und Ort fast exakt vorherbestimmen. Ein Teilrisiko bleibt halt immer bestehen und lässt sich nicht vermeiden.

2001 lernte ich dann meinen Verlobten kennen, wir liefen uns bei Freunden auf einer Geburtstagsfeier über den Weg und verstanden uns auf Anhieb. So als hätte man einen Seelenverwandten gefunden. Marius war sein Name, er war 31 Jahre alt, groß und durch aus gut trainiert, dunkelbraune Haare und hatte wunderschöne grüne Augen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat halt einfach gepasst.

Ein paar Monate  später kam unser Sohn auf die Welt. Wir waren so stolz und dieser Wonneproppen schien ins unermessliche zu wachsen. Ich glaube, so denken alle Eltern bei ihren Kindern am Anfang. Es war einfach so wunderbar, einen kleinen Menschen zu sehen, der aus zweien entstanden ist.

Natürlich habe ich ab da erstmal nicht mehr im Außendienst gearbeitet, erst als der kleine Yannick 2 war, ging ich meiner Arbeit als Assassine nach. Mittlerweile hatte ich auch Marius eingeweiht und ihm ebenfalls über meine Zeitreise berichtet. Fasziniert hatte er mich angesehen, aber war der Meinung, dass er das nicht selber testen wollen würde. Ich schmunzelte bei dieser Aussage, denn ich konnte es ja verstehen. Ein Risiko ist halt immer da, wie gesagt.

Ich haderte oft mit mir und meinem Versprechen an Edward. Aber wenn ich jetzt zurückginge, jetzt wo ich selber Familie hatte, wäre es da richtig zu gehen?

Mich ließ diese Grübelei einfach irgendwann nicht mehr los und ich sprach mit meinem Mentor und Marius gemeinsam darüber. Beide sahen mich verwundert an, warum ich denn JETZT eine zweite Reise antreten wollte. Darauf hatte ich keine Antwort, denn ich wusste nur, es war, als würde mich jemand rufen. Etwas zog an mir, ich kann es nicht beschreiben.

Ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt nicht ginge, würde ich zu spät kommen. Aber es wäre eigentlich doch völlig egal, denn ich konnte ja steuern WANN ich ankomme! Es ist total blödsinnig, ich weiß.

Mein Entschluss stand aber fest und ich würde noch einmal zurück reisen.
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