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Stjerneskudd

von Asda
GeschichteAbenteuer, Humor / P18 / MaleSlash
Loki Thor
06.07.2019
13.02.2021
19
42.198
14
Alle Kapitel
90 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
06.07.2019 717
 
Hallo Zusammen,



meine erste FF nach einer gefühlten Ewigkeit. Und die Erste, die ich hier online stelle. Das ich überhaupt wieder was geschrieben habe verdanke ich Chris von ChrisundManuela. Daher widme ich diese FF auch Chris. :)

Gleichzeitig sind beide zudem so nett und lesen meine gedanklichen Ergüsse stets, bevor sie hier landen. Vielen Dank dafür. Ich weiß das sehr zu schätzen. *zwinker*

Mir ist bewusst, dass der Prolog mehr Fragen hinterlässt als er Antworten gibt. Und das war voll und ganz meine Absicht. *duck* Ich kann daher nur hoffen, dass genügen Leute bis zum ersten Kapitel dabeibleiben. *lacht*

Eins verspreche ich euch jedenfalls. Diese FF wird beendet. Denn nichts ist schlimmer als eine unvollendete FF.



So, dass war es auch schon von mir. Viel Spaß!



LG Asda

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Den heutigen Tag als Katastrophe zu verbuchen traf es nicht im Geringsten. Normalerweise passierte in seinem Leben weder Spannendes noch Ungeplantes. Dafür sorgte er. Er liebte die Ordnung. Er hasste Überraschungen, bewahrte stets die Kontrolle über sich und sein Umfeld.

Gäbe es da nicht seinen großen Bruder, der sein Leben immer wieder, wie ein Sturm in einem geschlossenen Raum, durcheinanderbrachte. Und jetzt? Wie konnte sein Bruder nur so unüberlegt handeln? Oder stellte dieser Tag etwa das Ergebnis langwieriger Gedankengänge dar? Dann sollte er ihn besser von weiterem Nachdenken abhalten. Die Tat eines Verrückten oder kalkulierte Genialität? Mit Sicherheit konnte Loki es nicht sagen.



Langsam reifte die Erkenntnis in ihm, dass es nur den Anschein einer impulsiven Handlung haben sollte. Es wäre kein Wunder, wenn dahinter ein perfider Plan stand, der am Ende nun seinen Zweck erfüllte. Die Tatsache, dass Loki seinen Bruder dabei noch ungewollt unterstützte ärgerte ihn selbst am meisten. Damals, in seinem jugendlichen Leichtsinn von 300 Jahren, schien es das wichtigste überhaupt zu sein seinen großen Bruder zu überbieten. Sich aufzuspielen und zu zeigen, dass weder sein Bruder und noch irgendwer anders ihm überlegen war. Nun bereute Loki diese Tat. Niemals hätte er sich träumen lassen, dass sein Bruder sich dieses Wissen von einst zu Nutzen machte. Ein kleiner Teil von ihm zollte dem Erstgeborenen dafür Respekt. Doch diese Tatsache würde ihm niemals über die Lippen kommen.



Loki konnte sich genau vorstellen, was sein großer Bruder gerade machte. Wie dieser in der Taverne saß, umrundet von seinem stumpfsinnigen Anhänger. Ein Isbreøl nach dem anderen ihre Kehlen hinab glitt, während sie den Älteren wegen seiner Taten bejubelten. Ja, sie feierten wahrlich die Tatsache, dass sie heute einen Krieg heraufbeschworen hatten. Einen Krieg, der in der Vergangenheit schon einmal bestritten wurde. Einen Krieg, von dem keiner wirklich wusste, ob sein Volk ihn gewinnen würde. Doch in ihren Herzen sehnten sich einige danach, ihn erneut zu führen.

In seinem Herzen fand ein gänzlich anderer Krieg statt, jener mit sich selbst und seiner Bestimmung. Wenn das Glück heute auf seiner Seite stand, befreite die Tat seines Bruders ihn ein für alle Mal von der Klinge des Schicksals über seinem Kopf. Seine Hoffnung war groß, aber es gab keine Gewissheit. Die Pläne seines Vaters, was seine Nachfolge anging, lagen stets im Dunkeln.



Seine Magie verleitete seinen Vater den König dazu, den Thron an seinen Zweitgeborenen übergeben zu wollen. Und das obwohl sein erster Sohn einen Thronerben abgab, wie er im Buche stand. Die Tatsache, dass sein Vater seine engsten Vertrauten und Berater damit in zwei Lager spaltete, schien seinem Erzeuger gänzlich egal zu sein.



Die Pläne seines Vaters für ihn stimmten nicht im Geringsten mit seinen eigenen Wünschen und Sehnsüchten überein. Rücksicht darauf würde keiner nehmen. Sein Leben, sein Herz, seine Gedanken…nichts war wirklich frei. Und er erst recht nicht. Ein Prinz musste folgen, egal in welche Richtung der herrschaftliche Finger zeigte. Diese Tatsache war ihm schmerzlich bewusst. Ob dieser Krieg an seinem Schicksal etwas ändern würde?

Sollte das Geschehene heute wirklich seine Zukunft verändern, müsste dieser Umstand ihn vor Glück fast trunken machen. Doch das Gefühl von Freude oder Glückseligkeit blieb aus. Lieber führte er sein Leben so weiter wie jetzt, als in einem Krieg zu kämpfen, der in seinen Augen sinnlos erschien. Sein großer Bruder dürstete danach sich zu beweisen und große Schlachten zu schlagen. Krieg hieß Verzicht, Verlust und Schmerz. Auch ein Sieg konnte daran nichts ändern.



Loki atmete tief aus und füllte ruckartig seine Lungen mit frischer Nachtluft. Es machte keinen Sinn weiter darüber nachzudenken.

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Isbreøl = Gletscherbier
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