Hochzeitsnacht

von Julirot
OneshotRomanze / P18
Kensi Blye Marty Deeks
05.07.2019
05.07.2019
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Hallo ihr Lieben,

ich musste heute ein wenig meine Gefühle ordnen und mich ein bisschen erden. Dazu habe ich eine Idee, die mir schon ne Weile im Kopf herumschwirrt, umgesetzt. Ich hoffe, es gefällt euch. Die Charaktere könnten zwar alle möglichen Leute sein, aber ich fand, sie passen am besten zu Kensi und Deeks. Endlich haben sie ja geheiratet und ich musste einfach mal aufschreiben, wie wohl die Hochzeitsnacht verlaufen ist. Ich denke mal, dass wir das im TV nie so genau erfahren werden. ;-)
Also, ich wünsche euch ein paar schöne Minuten, mit viel Romantik und vielleicht auch roten Köpfen. ;-)
Ein schönes Wochenende und ich freue mich natürlich über Feedback jeglicher Art.
Eure
Juli

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Hochzeitsnacht


Sie waren eingehüllt von der Dunkelheit. Doch sie brauchten kein Licht. Sie kannten sich, denn sie waren schon lange ein Paar. Sie brauchten keine Anleitung für ihre Körper, denn sie wussten genau, was sie wollten. Er wusste, wo er sie berühren musste, um sie zum Glühen zu bringen. Und sie war sich sicher, ihn mit jedem Streicheln ihrer Fingerkuppen näher an den Höhepunkt bringen zu können. Ihre Hochzeit war die Krönung ihrer Liebe gewesen und nun waren sie hier. Allein und ungestört in der Dunkelheit. Sie standen sich gegenüber und hielten sich an den Händen. Er strich über ihren Ringfinger, dort wo sich seit ein paar Stunden ihr Ehering befand. Sie tat es ihm nach und ihr Herz quoll über vor Liebe zu diesem außergewöhnlichen Mann. Den Mann, den sie geheiratet hatte und dem sie jeden Tag ihr Leben anvertraute. Der sie stets beschützen würde und der der wichtigste Mensch in ihrem Leben war.

Ihre gegenseitigen Berührungen waren zart und voller Liebe. Sie konnten sich atmen hören. Ganz leise und doch laut, denn es war still um sie herum. Sie vermochten ihren Atem kaum zu kontrollieren, so viel Spannung lag in der Luft. Sie konnten sich riechen und dieser Duft war so vertraut, wie eh und je. Er machte sie süchtig. Süchtig nach mehr, nach Nähe, nach Harmonie und nach einander. Sie wollten sich niemals mehr loslassen, wollten einander spüren und heute das erste Mal als Mann und Frau. Ob es anders ein würde? Sie wussten es nicht, aber sie würden es herausfinden. Sie konnten es kaum erwarten. Ihre Herzen schlugen wie wild, hämmerten gegen ihre Brust. Sie hatten alles um sich herum vergessen, wollten nur sich selbst. Jetzt, in diesem Augenblick.

Er trat einen Schritt auf sie zu, hob seine Hand und legte sie ihr auf den Rücken. Dann zog er sie ein wenig näher zu sich heran, hob die andere Hand und platzierte sie neben seine erste. Die Stelle, an der er sie berührte, wurde warm. Ein wunderbares Gefühl. Sie verloren sich, aber nur für einen Augenblick. Nur so lange, bis sie ihre Hände nun auf seinen Rücken legte und sie sich wieder näher kamen. Sie half ihm dabei, das Jackett abzulegen, zog es ihm einfach über die Schultern nach unten. Als nächstes folgte sein Hemd. Sie knöpfte jeden einzelnen Knopf auf, ganz langsam und streifte es ihm dann über die Arme. Ihre Finger glitten weiter über seine Haut und er holte tief Luft, als sie ihm eine Gänsehaut bescherte. Seine Haut war heiß und als sie sich nun zu ihm herunter beugte, fühlten sich ihre Lippen kalt auf seiner Haut an. Seine Hände wanderten hinauf zu ihrem Hals, dort wo der Reißverschluss ihres Hochzeitskleides endete und langsam, ganz langsam zog er ihn nach unten. Sie merkte, wie das Korsett sich lockerte und wie das Kleid ihr langsam über die Brust und die Hüften rutschte, bis es nur noch ein Häufchen Stoff um ihre Knöchel war. Er schaute sie an, registrierte die Spitzenunterwäsche und lächelte. Sie konnte sein Lächeln nicht sehen in der Dunkelheit, aber sie konnte es ahnen. Ihr Atem wurde schneller und sie begann sich an seiner Hose zu schaffen zu machen. Der Knopf ging nicht auf und er musste ihr helfen. Sie waren nervös, obwohl sie sich kannten. Es war schön hier zu stehen und sich langsam auszuziehen. Sich zu enthüllen und neu kennenzulernen.

Sanft legte er eine Hand über ihre zitternden Hände, die soeben den Reißverschluss seiner Hose geöffnet hatten und bedeutete ihr damit, dass sie nicht nervös sein musste, dass er da war. Dass er sie immer begleiten und beschützen würde. Dass sie bei ihm ganz sicher war. Und sie spürte es, ohne Unterlass. Sie musste blinzeln, denn Tränen krochen in ihrem Hals empor, wanderten in ihre Augen und füllten diese aus. Er konnte es nicht sehen, aber er konnte es spüren. Sanft strich er sie von ihren Wangen und platzierte einige Küsse unter ihre Augenlider. Sie schluckte und er musste das melancholische Gefühl in sich hinunterwürgen. Er hatte Angst. In diesem intimen Moment hatte er tatsächlich Angst. Angst, dass es nicht so bleiben würde. Angst, sie zu verlieren. Doch das musste er nicht. Sie spürte seine Emotionen und küsste ihn nun auf den Mund. Teilte seine Lippen mit ihrer Zunge und zeigte ihm somit, dass er sich nicht fürchten musste. Nun konnten sie sich wieder an den Händen halten, konnten sicher sein, dass sie einander gehörten.

Sie legte ihren Kopf gegen seine Brust und er drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel, zog an ihrer Haarspange und ihre dunklen Locken ergossen sich über ihren Rücken. Er legte einen Arm um sie herum und hüllte sie ein. Mit seiner Wärme, mit seinem Duft und mit seiner Zärtlichkeit. Er schloss die Augen und drückte sie fest an sich heran. Vom Fenster her erreichte sie ein Luftzug. Er ließ sie erneut erschaudern. Sie schwangen leicht hin und her. Hielten sich fest und warteten einen Augenblick, bis sie ihre Gefühle wieder unter Kontrolle hatten und weiter machen konnten.

Schließlich schob er sie wieder ein klein wenig von sich, drehte sie herum und öffnete ihren BH. Er schwebte zu Boden und er umfasste sie von hinten, strich mit den Fingerkuppen über ihre Brust und sie merkte, wie sich ihre Brustwarzen aufzustellen begannen. Dieses prickelnde Gefühl kroch in ihren Schoß und sie stöhnte leise auf. Er legte seine Hände über ihre Brüste, streichelte sie sanft und bog sie dabei ein wenig nach hinten. Sie legte ihren Kopf gegen seine Schulter und er küsste ihren Nacken. Sie drückte ihren Po gegen sein Becken und spürte seine körperliche Reaktion deutlich und hart. Er küsste sie weiter. Er streichelte sie eine gefühlte Ewigkeit und sie rieb sich an ihm, bis sie es nicht mehr aushalten konnten. Sie drehte sich in seinem Armen und schaute ihn wieder an. Dann zog sie ihn weiter aus und strich ihm sanft über die Hüften und die Brust.

Da war immer noch kein Licht. Doch sie brauchten es nicht. Sie leuchteten von innen. Langsam begannen sie sich zu küssen. Seine Lippen auf den Ihren. Ihre Lippen auf den Seinen. Und um sie herum drehte sich die Welt, ließ sie beben und erschaudern. Nun schob er sie in Richtung Bett und sie zog ihn mit sich. Sie waren eine Einheit, ein Wesen, ein Leben, ein Herz. Sie legte sich auf den Rücken und er folgte ihr, beugte sich über sie und ließ seine Lippen nun von ihrem Hals abwärts wandern. Ganz langsam begann er an ihren Brüsten zu saugen, leckte über ihre heiße Haut. Sie strich ihm über den Rücken und ihre Berührungen waren sanft wie Federn. Schließlich zog er ihr das Höschen aus, ließ es einfach auf den Boden fallen. Sie half ihm mit seinen Boxershorts. Auf einmal waren sie beide nackt und konnten sich spüren. Haut an Haut, ein Gefühl für die Ewigkeit. Ihre Ewigkeit, die sie sich vor einigen Stunden besiegelt hatten. Mit einem Ja. Seine Hände fanden den Weg zu ihrer empfindlichsten Stelle, berührten sie, rieben an ihr, brachten sie um den Verstand. Und ihre Finger umschlossen ihn, waren sanft und stark zugleich. Ließen ihn verrückt werden vor Verlangen und brachten ihn dazu, nicht mehr zu denken. Sie wussten nicht, wie ihnen geschah, sie wussten nur, dass sie sich liebten. Sie wussten, dass sie das schon lange taten und dass dies hier die Krönung ihrer Liebe war. Und nun waren sie bereit. Bereit füreinander. Bereit sich zu vereinigen.

Sie zog ihn auf sich, wies ihm den Weg und langsam glitt er in sie hinein, begann sich zu bewegen, sie zu fühlen, sie zu schmecken und sie zu lieben. Sie krallte ihre Finger ins Bettlaken, ihre Beine zitterten und er küsste ihre Lippen. Sie wusste nicht, was sie alles zu ihm sagte, aber als sie sich dem Höhepunkt näherte, konnte sie nur noch schreien. Er fühlte, wie ihm warm wurde, wie der Druck in ihm immer größer wurde, wie er sie am liebsten immer weiter an sich herangezogen hätte und wie seine Liebe zu ihr immer weiter wuchs. Er glitt noch einmal aus ihr heraus und dann wieder in sie hinein und im nächsten Augenblick explodierten sie beide. Ein letzter Schrei, ein Zucken, ein sich zusammenziehen an Muskeln. Eine Welle an Emotionen kroch durch ihren Körper, kam aus ihrer Mitte und verteilte sich durch ihrer Nervenbahnen bis hinunter in ihre Füße. Sie stöhnten und klammerten sich aneinander. Es war wie beim ersten Mal und doch war es neu. Es war nicht wie immer, es war etwas Besonderes. Etwas, woran sie sich immer erinnern würden. Leidenschaft, Liebe, Verlangen und eine tiefe Befriedigung erfasste sie beide, als sie sich nun nebeneinander legten, um wieder zu Atem zu kommen. Es war ihre Nacht – die Nacht. Es war dunkel und dennoch war es hell. Ihre Herzen leuchteten und hüllten sie ein. Und während sie sich festhielten, eng umschlungen, ganz allein, miteinander, in ihrer Nacht, wussten sie, dass dies nun für immer war.

ENDE
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