Quo vadis?

GeschichteFamilie / P12
Cynthia Jupiter Mars Saturn Siegfried Zyrus
05.07.2019
30.07.2019
8
28982
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Die nächsten zwei Tage waren wieder mehr mit theoretischem Wissen und seiner Vermittlung vollgestopft, dem sich Miharu aber auch hingab. Immerhin hatte sie sich bis jetzt hauptsächlich mit Johto und Kanto und deren Strukturen befasst, von Sinnoh hatte sie bis zu den Sommerferien nur über die Mythologie mehr gewusst. Nickolas hatte ihr aber netterweise ein paar Bücher mitgebracht, in denen die drei Regionen in wirtschaftlichen und politischen Aspekten verglichen wurden und diese halfen ihr sehr, Parallelen zu ziehen und mit dem Stoff mit zu kommen. Trotzdem meldete sie sich noch nicht, war sich oft noch zu unsicher, ob sie wirklich schon verstanden hatte, wie die Dinge in dieser Region liefen. Die Lehrer interessierten sich nicht wirklich weiter für sie, sodass sie das auch in Ruhe tun konnte. In den Pausen hielt sie sich weiterhin hauptsächlich an Liz, die sie mit vielen Schülern und Schülerinnen bekannt machte. Einige davon mehr, andere weniger begeistert.
„Ich muss ja dafür sorgen, dass du auf der Strandparty am Samstag nicht doof in der Gegend rumstehst, als Raumdeko“, sagte sie mit einem Lächeln, als sich Miharu bedankte.
„Samstag? Ich dachte, die wäre für Freitag angesetzt?“ Noch einmal biss sie von ihrem Wurstbrot ab.
„Naja, da konnten nicht so viele, deswegen sind wir auf Samstag umgestiegen. Ist das jetzt doof für dich? Hast du deinen Alten überhaupt schon gefragt?“, bestürmte sie das Mädchen, doch Miharu nickte.
„Ich hab mit ihm darüber schon geredet, er hat kein Problem damit, aber eigentlich hatten wir da schon geplant, etwas zusammen zu unternehmen“, erklärte Miharu ein wenig verstimmt, sie mochte nicht, wie Liz von ihrem Vater sprach, auch wenn das hier wohl zur Gewohnheit gehörte, seine Eltern so anzureden. Sie jedenfalls fand es ungewohnt, weil ihre Eltern für sie wichtige und vertraute Personen waren, aber wenn man seine Eltern nicht oft sah, versuchte man wohl mit der Bitterkeit eine Art Distanz herzustellen.
„Ach, ist dir das wirklich so wichtig? Du kennst den Kerl doch noch nicht mal wirklich und in drei Jahren kannst du sowieso dein eigenes Ding machen“, fragte Liz fast wie zur Bestätigung von Miharus Theorie im Kopf. Sie war ein wenig beleidigt, als sie sich an ihre neue Freundin wandte.
„Ja klar ist mir das wichtig. Er gibt sich so viel Mühe mit mir und schafft sich extra für mich Freiräume und nimmt mich in den Arm und drückt mich, wenn ich Probleme habe. Ich hab ihn lieb und will mit ihm Zeit verbringen“, sagte sie, wieder etwas leiser geworden, damit sie niemand von den anderen hörte. Ihre Freundin sah sie überrascht und auch ein bisschen neidisch an, seufzte dann.
„Das... freut mich für dich. Früher waren meine Eltern auch so, als ich noch ganz klein war. Aber dann wurden ihnen der Betrieb immer wichtiger und meine Brüder kamen auf die Welt. Heute krieg ich nur noch Lob zu hören, wenn ich besser bin als einer meiner Brüder und wenn ich nicht besser bin, überlegen sie immer ob nicht doch einer meiner Brüder die Firma übernimmt.“ Miharu hatte inzwischen die Arme um ihre Freundin geschlossen und drückte sie. Es tat ihr Leid, dass es Liz mit ihren Eltern so erging, aber was konnte sie tun? Auf ihre Frage, ob sie das schon einmal angesprochen hatte, antwortete Liz nur, dass ihr Vater gesagt hatte, sie solle sich nicht so haben.
„Tut mir  echt Leid für dich“, meinte Miharu dann nur noch kopfschüttelnd und versprach, dass Liz sie immer erreichen konnte, um mit ihr über irgendwelche Probleme zu reden. Dann lächelte Liz wieder und das Gespräch mündete in eines, ob Miharu denn überhaupt ein Strandkleid und einen Bikini hatte, den sie präsentieren konnte. Miharu verdrehte genervt die Augen. Grinste jedoch ebenfalls.
„Ob du es glaubst oder nicht, das gewöhnliche Fußvolk geht auch gerne baden im Sommer“, entgegnete sie und Liz schüttelte gespielt ungläubig den Kopf. Sie wandten sich weiter etwas leichteren Themen zu  und genossen dabei ihre Mittagspause, bevor sie sich noch zwei Stunden mit dem politischen System in Sinnoh befassen mussten.

Zuhause angekommen bemerkte Miharu jedoch schnell, dass ihr Vater und auch Zyrus sich schon zuhause befanden, allerdings dabei waren, sich in etwas legerere Sachen zu kleiden. Folipurba entdeckte in der liegengebliebenen Krawatte eine Schlange und sprang um diese herum, holte mit dem Pfoten aus, als ob sie sie besiegen wollte, als Miharu die beiden in ihrem Schlafzimmer begrüßte und fragte, wo sie den hinwollten.
„Ah, gut, dass du schon da bist, wir hätten dich sonst abgeholt. Einer unserer Hauptgeschäftspartner, der mit dem wir die ganze Woche unsere Neuheiten besprochen haben, hat uns zum Abschluss zu einem Essen eingeladen und ich wollte fragen, ob du nicht mitkommen möchtest.“ Plötzlich stockte Saturn in seinen Bewegungen, drehte sich langsam zu Miharu um.
„Ach, heute war doch diese Strandparty von Liz, oder? Ich dachte mir, das wäre vielleicht auch irgendwie eine Beschäftigung zusammen, auch wenn es ein wenig ungewöhnlich ist, aber wenn du lieber auf die Party möchtest“, erklärte er sich, doch Miharu ließ ihn gar nicht erst ausreden. Auch wenn es ungewöhnlich war, wollte sie ja mit ihm Zeit verbringen.
„Nein, das ist absolut kein Problem, die Party ist erst morgen Abend, selbst da hätten wir also noch Zeit.“ Kurz zögerte sie, sprach dann ihren Zweifel aus.
„Aber darf ich denn da überhaupt mitkommen? Ich meine, ich hab damit doch nichts zu tun, oder?“ Vorsichtig hob sie ihr Pflanzenpokémon vom Boden auf und legte die gefangene Krawattenschlange auf die Kommode.
„Nein, zu so etwas ist immer die ganze Familie eingeladen, also mach dir darum keinen Kopf, zieh dir einfach etwas Schönes an und komm mit“, beruhigte sie ihr Vater wieder, sodass sie lächeln musste, dann meldete sich Zyrus zu Wort.
„Sie sind schon interessiert daran, diejenige kennen zu lernen, von der ihnen dein Vater erzählt hat“, fügte er an und es war nicht zu übersehen, dass er lächelte. Fragend wandte sich Miharu nun wieder ihrem Vater zu der entschuldigend mit den Schultern zuckte. Warum erzählte er von ihr? Aber ich blieb nicht lange Zeit, diese Frage zu stellen, immerhin würden sie in einer Stunde losgehen wollen, weshalb Miharu eiligst in ihr Zimmer ging und ihren Schrank nach etwas durchsuchte, dass sie tragen konnte. Glamuröse Kleider hingen nicht in ihrem Schrank, nur eines, das ein bisschen was her machte, sie hoffte, es wäre nicht zu fein. Es war schwarz , ging ihr bis zu den Knien und war leicht ausgestellt, in der Tailie war ein breites, dunkellilanes Band, das im Rücken in einer Schleife endete, die Träger waren ein wenig breiter. Es war ein Kleid, dass sie nach den Turnieren auf den Feiern getragen hatte, dazu hatte sie sich vor kurzem erst lilane, flache Sandaletten gekauft. Dazu legte sie noch das goldene, kleine Armband und die Kette an, die einen kleinen, weinroten Stein in ihrem Anhänger hatte. Dazu erneuerte sie sich noch ihren Ponitaschweif. Als sie aus dem Bad trat, stand dort schon ihr Vater und lächelte.
„Du siehst echt hübsch aus“, sagte er schließlich und Miharu wurde augenblicklich rot.Ihr Vater selbst sah auch nicht unbedingt schlecht aus. Er trug ein kurzärmeliges, blaues Hemd und eine schwarze Hose, die etwas enger anlag, als seine sonstigen Anzughosen. Zyrus im Hintergrund trug ein weißes Hemd mit langen Ärmeln. Hoffentlich hatten sie nicht allzulange warten müssen, überlegte Miharu und harkte sich bei ihrem Vater scherzhaft unter, bevor sie zusammen aus dem Haus gingen. In einer kleinen Handtasche hatte Miharu ihre Pokébälle versteckt in der Hoffnung, sie wären dort erlaubt, wo die feine Gesellschaft essen ging. Sie würden zu dem Restaurant laufen, es lag irgendwo auf der Straße, in der auch schon die Eisdiele lag, nur weiter hinten und war wohl ein Standartlokal.
„Da gehen wir meistens hin, um die neuen Vertragsabschlüsse zu feiern. Und keine Sorge, da gibt es auch Synthetikversionen des Menüs“, erklärte Saturn ihr bereitwillig, was Miharu erleichtert zur Kenntnis nahm.Trotzdem war sie ein kleines bisschen aufgeregt, immerhin kannte sie die Leute gar nicht, mit denen sie gleich essen würden. Und was, wenn sie sich blamiere würde? Arceus, bitte nicht. Kein Verschütten von irgendwelchen Speisen und kein Fettnäpfchen in dieser teuren Welt. Sie hatte zwar schon die Bekanntschaft mit reichen Familien gemacht, aber das war meistens bei denen zuhause abgelaufen und fast immer waren auch die Eltern nicht da gewesen, vor denen sie sich hätte blamieren können. Doch bevor sie darüber noch weiter nachdenken konnte, betraten sie schon das Gebäude und standen vor einem Angestellten, der wahrscheinlich die Tische zuteilte.
„Guten Abend, wir hatten einen Tisch für sieben Personen bestellt auf den Namen Tanaka“, stellte ihr Vater sich vor und der Kellner nickte.
„Die anderen Gäste sind bereits eingetroffen“, erklärte er und deutete ihnen, ihm zu folgen. Tisch um Tisch und Separee um Separee wurde Miharu nervöser, was, wenn etwas schlimmes passierte? Doch als sie unterbewusst begann, mit den Zähnen zu knirschen, sorgte etwas für Ablenkung.
„Hey Miharu, hier sind wir“, erklang plötzlich vor ihr die Stimme von Ludwig, der bereits die Hand ausgestreckt hatte, um zu winken. Miharu war so perplex, dass sie gar nicht reagieren konnte, sodass die kleine, zierliche Frau neben Ludwig als erstes zu Wort kam.
„Ludwig Niroota, seit wann begrüßen wir unsere Gastgeber so informell?“ Ihre strenge Stimme ließ den Junge kurz zusammenzucken, dann wurde sie wieder sanft.
„Es freut mich zwar ungemein, dass du dich auf diese Unterhaltung freust, jedoch geziemt es sich nicht“, erklärte sie und strich ihm durch die glatt gebürsteten Haare, die wohl eh nicht dazu bestimmt waren, den ganzen Abend in dieser Form zu verharren. Miharu bekam davon jedoch erst einmal nichts mit. Niroota? Luca? Alles verschwamm irgendwie in ihrem Kopf, warum war er nicht dabei? Und warum war das ausgerechnet der Partner, mit dem ihr Vater die ganze Woche verhandelt hatte? Was würde seine Familie Luca raten, wenn sie sich hier blamieren würde? Doch um viel nachzudenken blieb ihr keine Zeit.
„Entschuldige bitte dieses aufgeregte Verhalten unseres Sohnes, auch wenn wir uns natürlich freuen, dich heute begrüßen zu dürfen, dein Vater hat schon einiges über dich erzählt. Unser Beileid für den Tod deiner Mutter“, erklang nun die strengere, ältere Stimme des hochgewachsenen Mannes, der Miharu mit seinen scharfen, grauen Augen musterte und ihr die Hand hinstreckte, die sie automatisch kurz nahm und drückte, bevor sie antwortete.
„Kein Problem, wir durften schon Bekanntschaft in der Schule schließen... und äh, Dankeschön“, fügte sie an, auch in Richtung der Frau, die sie mit einem Lächeln begrüßte. Auch ihr gab sie die Hand, also Saturn an den Herr die Frage stellte, ob ihr älterer Sohn nicht ebenfalls mit ihnen essen würde. Kurz wirkte der Mann genervt, doch dann setzte er ein Lächeln auf.
„Das hätten wir auch um Miharus Willen gerne gesehen, doch er zog das Pokémontraining vor“, entschuldigte er seinen Sohn und Miharu musste leicht kichern, entschuldigte sich jedoch schnell, als drei fremde Blicke sich an sie hafteten, auch wenn Ludwig ebenfalls amüsiert grinste.
„Verzeihung, aber es passt so gut zu meinem ersten, bescheidenen Eindruck von ihm, dass er die Gesellschaft von Pokémon denen der Menschen vorzieht“, erklärte sie und bemerkte, wie Ludwig weiter grinste und seinne Eltern beschämt die Köpfe senkten. Na super, schon einmal mit Anlauf in das erste Fettnäpfchen geflogen, schallte sich Miharu selbst, bevor sie sich an den Tisch setzte, zwischen Ludwig und ihrem Vater, ihr gegenüber saß Frau Niroota, nunn wieder mit einem versöhnlichem Lächeln auf dem Gesicht.
„Ja, wir verstehen nicht wirklich, woran das liegt, aber es macht ihn glücklich und solange er seine Pflichten erledigt und uns zu den wichtigsten Veranstaltungen begleitet, soll er das tun, was ihn glücklich macht“, entgegnete sie Miharu schließlich, sodass sie wieder ein wenig lächelte. Scheinbar war sie noch einmal davon gekommen.
„Auch wenn ich mir wünschte, er hätte es heute dir zuliebe vorgezogen, mitzukommen“, fügte Logan an. „Es schien mir einfacher für dich, wenn jemand deines Alters dir hilft, dich hier in dieser Welt einzufinden.“ Miharu lächelte ein wenig, vermutlich stand Logan Niroota nicht ganz so sehr hinter seinem Sohn, wie seine Frau. Sie antwortete, dass sie sich in der Schule schon mit Ludwig unterhalten hatte  und erklärte, dass sie auch schon in ihrer alten Schule Erfahrungen in den höheren Kreisen gesammelt hatte, gab dann aber mit einem Lächeln zu, die feineren Regeln noch nicht zu kennen. Sie unterhielten sich noch eine Weile über ihr Leben, obwohl es Miharu eher vorkam, als würde sie ausgefragt werden und auch ihr Vater stieg manchmal ein, in der Hoffnung, das Gespräch von ihr weg lenken zu können, doch es blieb eine angenehmere Unterhaltung, als Miharu es gedacht hätte. Danach fing sie ein Gespräch mit Ludwig an, der halb ungeduldig auf seinem Stuhl hin und her gerutscht war, als er erwähnt wurde und nur darauf wartete, sich mit ihr zu unterhalten. Er hatte sie damals auf dem Turnier in Johto selbst gesehen, seine Eltern hatten dort einen Termin gehabt und er den Tag über sozusagen frei bekommen. Er ließ es gar nicht so recht zu, dass Miharu ihn über seine Pokémon ausfragte, von denen sein erstes, ein Bisasam, ein Geschenk zu seinem sechsten Geburtstag von seinem Bruder war. Es hatte sich inzwischen weiterentwickelt und stand kurz vor seiner nächsten Weiterentwicklung, erzählte er schließlich doch begeistert und erklärte, dass sein Bruder ihm beim Training half, weil er selbst zwar Pokémon genau so liebte, ihm aber das Gespür fehlte, um mit ihnen gut zu kämpfen.
„Aber du und Luca, da kann ich nur immer wieder staunen. Willst du später eigentlich auch was mit Pokémon machen?“, fragte er sie dann, wurde jedoch von seiner Mutter unterbrochen.
„Ach, mein kleines Dartiri. Ich glaube nicht, dass sie das noch tun wird, immerhin ist sie jetzt Erbin eines der reichsten Unternehmen von Sinnoh, nicht wahr?“ Erstaunt sah Miharu die lächelnde Frau an, auch der restliche Tisch wurde still und sah zu Miharu, dann zu Lucia.
„Immerhin bist du doch klug genug dafür“, versuchte sie sich dafür zu rechtfertigen und Miharu lächelte unsicher, bis sie die Hand ihres Vaters auf ihrer Schulter spürte, deshalb beschloss sie, einfach ehrlich zu antworten.
„Darüber haben wir ehrlich gesagt noch nie gesprochen und ich glaube nicht, dass mir diese Arbeit gefallen könnte. Vielleicht gibt es ja in der Firma jemanden, der dem gewachsen ist und das gerne macht“, antwortete sie entschuldigend und sah sich unverständnisvollen Blicken gegenüber, allerdings nicht von ihrem Vater oder Zyrus, auch Ludwig schien das eher zu freuen, Zyrus sah sogar sehr erleichtert aus, bevor Saturn weiter erklärte, das sie viel lieber mit ihren Pokémon zusammenarbeiten und Champ oder Top Vier Mitglied werden wollte. Stille legte sich ein wenig über den Raum, dann grinste Ludwig und sagte, dass er sich vorstellen könnte, sie gäbe einen guten Champ ab, seine Mutter stimmte ihm nach kurzem zögern zu und Saturn erklärte, dass sie zwar gerne in seine Firma kommen könnte, Logan aber auch, wenn sie nicht die Leitung übernehmen würde, seinen Geschäftspartner nicht verlieren würde. Das schien ihn milder zu stimmen, denn nun lächelte auch der strenge Mann ein wenig und strich seinem Fillius durch die Haare, zerstrubelte sie nur noch mehr.
„Dann brauche ich mir ja doch keine Sorgen machen, dass meinn Sohn auf dem Trockenen bleibt“, meinte er schließlich versöhnlich und sie widmeten sich wieder dem Essen, das Miharu außerordentlich gut schmeckte. Miharu fragte nun auch nach, woran die beiden Firmen demnächst zusammen arbeiten würden und ihr Vater und Logan erklärten ihr dann bereitwillig und auch mit etwas Stolz, dass sie an dem Sicherheitssystem Dinge zum verbessern gefunden hatten und auch einige nützliche Apps programmiert hatten, die nun für die Massenproduktion noch verbessert werden und dann auf dem Markt erscheinen würden. Ihr Vater erklärte dann, dass sie schon die Testversionen auf ihrem Pokétch geladen bekommen hätte. Erstaunt sah sie dabei auf das Gerät an ihrem Arm und bedankte sich bei ihrem Vater mit einer Umarmung. Die Unterhaltung lockerte sich wieder ein wenig, wandte sich von ihr ab und Miharu war froh darüber, auch wenn sie jetzt schon etwas traurig war, dass Luca nicht dabei war. Immerhin hätten sie jetzt, wo das Essen beendet war, rausgehen können, sich über Pokémon unterhalten können und vielleicht irgendwo in einer kleinen Gasse einen Kampf austragen können. Darauf hatte sie nach der langen Zeit in der Schule und dem Essen wirklich Lust, sie wollte nicht mehr in diesem feinen Laden aus weinrot bleiben, aber sie hielt es noch eine Weile aus, bis sie das Lokal verließen. Zumindest hoffte sie auf einen Spaziergang, doch Logan bestand darauf, sie in seiner Limosine mitzunehmen und nach hause bringen zu lassen. Als sie sich endlich vor ihrem Haus verabschiedeten atmeten sie und Zyrus tief durch. Zyrus hatte sich zwar auch mit in die Unterhaltungen gemischt, sich aber dabei auf die technischen Details konzentriert und war damit wohl auch sehr glücklich gewesen.
„Morgen früh muss ich erst mal eine ordentliche Runde trainieren“, erklärte Miharu und auch ihr Vater nickte.
„ich binnn zwar kein Top Vier Trainer, aber hin und wieder freuen wir uns auch auf ein Kämpfchen“, erklärte er und Miharus Augen finden wahrscheinlich an zu leuchten.
„Du willst mit uns trainieren?“, fragte sie fröhlich und ihr Vater lachte.
„Wenn ich darf?“ Miharus begeistertes Nicken war ihm Antwort genug  und als sie ihn vor Freude umarmte, hob er sie ein wenig an und wirbelte sie herum.
„Und danach will ich aber mit dir mein Lieblingsspiel spielen, okay?“ Wieder lachte sie und stimmte zu, bis ihr Blick auf Zyrus fiel. Er schien etwas sagen zu wollen, sich aber aus irgendeinem Grund nicht zu trauen.
„Willst du mit uns spielen und trainieren?“, versuchte Miharu ihn einzubinden, was zumindest halb klappte.
„Nein. Also, ja, aber“, fing er an, stockte jedoch und ordnete sich erst, als sie den Weg zum Haus gingen, dann setzte er neu an.
„Ich empfinde Kämpfe nicht als sonderlich erquikend und bin durch diese... Gespräche ein wenig ermüdet, würde mich also morgen früh gerne ausruhen, aber meinen Pokémon gefällt es zu kämpfen unnd sie kämpfen auch gerne unter Saturns Anleitung. Und... Mitspielen würde ich danach auch gerne“, erklärte er seine Gedanken nachvollziehbar und Miharu lächelte, griff vorsichtig nach seiner Hand.
„Das ist absolut in Ordnung, wenn sie möchten, können sie gerne mitkämpfen und danach spielen wir das Spiel dann zusammen“, versuchte Miharu sich daran, ihn zu beruhigen, wollte ihnn jetzt auch noch umarmen, erinnerte sich aber an das, was ihr Vater anfangs über Zyrus gesagt hatte.
„Darf ich dich in den Arm nehmen?“ Zyrus sah sie erstaunt an, nachdem sie seine Hand genommen hatte, wirkte er ein wenig eingefroren, aber jetzt sah er sie überrascht an, dann faste er sich wieder.
„Ehm, ich glaube nicht, dass ich dies jetzt so gut vertragen würde. Entschuldige“, äußerte er sich schließlich, versuchte sich an einem Lächeln, doch Miharu winkte ab, ließ seine Hand dabei los.
„Ist schon in Ordnung, zwischen uns ist alles gut, es braucht wohl noch ein bisschen, bis sich das entwickelt“, meinte sie nur und zuckte mit den Schultern, ihr Vater lächelte ebenfalls und sie bisschen hoffte sie, den Stolz in seinen Augen erkannt zu haben, bevor sie schließlich gemeinsam ins Haus verschwanden.
Review schreiben