Seven Days around you

von RomyFee
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Draco Malfoy Hermine Granger
03.07.2019
15.07.2019
14
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Und passend zum Abschluss meines Geburtstags, bekommt ihr ein weiteres Kapitel als kleines Geschenk ;) ♡

Ganz liebe Grüße ♡♡
Romy
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Nervös schritt sie durch den Korridor und sah sich um, ob sie Draco irgendwo ausmachen konnte, doch von ihm fehlte jede Spur. Er war also nicht da. Resigniert ließ sie sich gegen die Wand fallen und legte den Kopf in den Nacken, doch das Geräusch von einer sich öffnenden Tür, ließ sie wieder hochfahren und da stand er und sah sie einfach nur an. Er war bereits im Raum der Wünsche gewesen und wieß sie nun mit einer Hand an einzutreten. Langsam lief sie an ihm vorbei, darauf bedacht ihm nicht zu nahe zu kommen. Sie erkannte dass der Raum abgedunkelt war und einige Reflexionen an den Wänden und an der Decke spiegelten. Mitten im Raum schwebte eine runde Platte, die ihr nur allzu bekannt vorkam. Ein Denkarium. Noch bevor sie sich herumdrehen konnte, lief er an ihr vorbei und beachtete sie nicht. Er stellte sich vor das Denkarium und legte seinen Zauberstab an seiner Schläfe und wartete, bis sie an ihn heran getreten war. Sie wollte gerade ihre Bedenken einwerfen, als er den silberschimmernden Gedankenfaden auch schon aus seiner Schläfe löste und ihn hineinfallen ließ. Er deutete ihr einzutauchen, was sie skeptisch tat und sich auf etwas gefasst machte.

"Es ist okay, Draco. Du musst niemanden heiraten, den du nicht liebst. Dein Vater und ich haben lange gesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass du selbst am besten weißt, was dich glücklich macht." hörte sie die Stimme von Narzissa Malfoy in ihrem Kopf, bevor sich das Bild materialisierte.

"Draco? Kommst du endlich?" rief Pansy und er schlenderte ihr lässig über den Bahnsteig hinterher, als ihn plötzlich ein melodisches Lachen herumfahren ließ. Hermione stand mit Ginny nicht unweit von ihm und strahlte diese Unbeschwertheit aus. Sein Herz machte einen Satz und ein seichtes Lächeln huschte über seine Lippen, welches die echte Hermione natürlich wahrnahm, denn sie wich ihm während der gesamten Erinnerung, nicht von der Seite. Pansy's erneutes Rufen wieß ihn wieder zurecht und er stieg zu ihr in den Zug, doch nicht ohne einen letzten Blick auf Hermione zu werfen.

Es verschwamm alles um sie herum und sie befand sich einen Moment später auch schon in Hogwarts. Doch sie war in einem Raum, der sich ganz klar als Gemeinschaftsraum der Slytherins herausstellte und die übliche Clique am Kamin sitzen sah. Draco saß in einem Sessel zurückgelehnt da, während Pansy vor seinen Füßen lehnte "Es war doch so klar, dass Granger der Posten bekommt und ihren Schosshund Weasley hat sie sich auch gleich mitgebracht." spottete sie und alle schienen belustigt über ihre Lästereien, nur Draco wirkte kühl wie immer "Mal ernsthaft. Wer würde sie denn schon anfassen, außer er." "Ich würde es. Ich meine, hast mal ihren Arsch angesehen?" meinte Nott und Hermione beobachtete, wie sich Draco's Faust leicht zusammenzog. Blanke Wut machte sich in ihm breit, als Pansy's Stimme wieder erklang "Pah. Theo. Du bist so widerlich. Wenn du das machst, kannst du in Zukunft im Flur, vor dem Gemeinschaftsraum schlafen." meinte sie und heimste erneut falsche Lacher ein "Bei Salazar, Pansy. Werd erwachsen." warf Draco nur ein und nahm sich ein Buch, in dem er zu lesen begann und Pansy nicht weiter beachtete, doch nur Hermione erkannte, dass Draco nicht laß, sondern starr auf die Seitenzahl blickte, denn seine Augen bewegten sich kein Stück. Wollte Draco ihr das wirklich so zeigen?

Das Szenario löste sich erneut auf und sie befand sich in der großen Halle. Sie konnte sich, einen Tisch weiter, selber über ihr Buch gelehnt sehen, während sie direkt hinter ihm stand. Sie wusste was gleich passieren würde und sah geschockt zu sich herüber. Ihr vergangenes Ich sprach mit Ginny, als ihr Blick dann zu ihm glitt und erkannte, dass es alles andere als unauffällig war, wie sie ihn angesehen hatte 'Schon klar, Hermione. Eindeutiger geht's ja wohl kaum.' dachte sie und schlug sich mit der Hand an die Stirn."Ich glaube Granger steht auf dich. Sie mal wie sie dich anschmachtet." säuselte Pansy in sein Ohr. Selbst als Zuschauer stieg ihr die Röte ins Gesicht. Sie sah zu, wie sie hecktisch alles zusammenpackte und sich an Ginny wandt "Kommt mit. Die schnappen wir uns." hörte sie Pansy sagen und fast alle standen auf, bis auf Draco, der Pansy kopfschüttelnd nachsah. Er klatschte seine Serviette genervt auf den Tisch und folgte der Gruppe, doch sie sah nicht diesen Spott in seinem Gesicht, den seine Freunde in diesem Moment nach außen hin zeigten. Sie sah, wie er die Situation kurz erfasste und die unechte Hermione ansah, dann presste er seinen Kiefer zusammen und ging auf Pansy zu. Sie konnte fühlen, wie hilflos er sich fühlte und auch den Groll gegen Pansy vernahm sie. Sie hörte welchen Spruch Ginny über seine Zähne machte und natürlich reagierte er darauf. Er sah zu, wie Ginny sie aus der Halle zerrte und wie er sich wütend an Pansy wandte "Das ist es was ich meine. Du bist so ein Kind. Wenn du so weitermachst, war es das." zischte er nur für Pansy hörbar und die Slytherin grinste nur überheblich.

Die Szene baute sich erneut neu auf und sie fand sich bei der Auswahl, der Vertrauensschülerteams wieder. Sie sah wie erschrocken sie neben Draco saß und wie kühl er wirkte. Die Szene überschlug sich, als er plötzlich mit Pansy zusammen zurück in den Gemeinschaftsraum lief "Das ist doch unfassbar. Wie können die mich mit diesem Weasley Abschaum zusammen tun? Und wie lächerlich ist das eigentlich, dass du und Granger ein Team bilden sollen?" schnatterte Pansy und Hermione sah, wie Draco seine Augen verdrehte "Komm mal klar, Pans. Es ist eine Woche. Du wirst es schon überleben." "Wie kann es sein, dass du so ruhig bleibst? Verdammt, es ist Granger." Draco zuckte nur mit den Schultern, doch sie spürte seine innere Unruhe.

Als nächstes fand sie sich neben dem Schloss wieder und konnte auf sich und Cedric hinabsehen. Sie erkannte wie innig sie wirkten und sah dann zu Draco, neben dem sie wieder aufgetaucht war. Er hatte sie also beobachtet und sein Ausdruck war von Eifersucht zerfressen. Kein Wunder dass er glaubte, dass sie was mit Cedric anfangen würde.

Sie fand sich im Gemeinschaftsraum der Slytherins wieder, wo Draco aufgebracht auf und ab lief "Wirklich. Ich habe keine Ahnung wo sie sein könnten. Theo hat sich, glaube ich, gleich an ihre Fersen geheftet." sagte Blaise und wirkte wirklich besorgt. Draco knallte seine Fäuste gegen eine der Stuhllehnen "Verdammt. Warum hast du mir das nicht früher gesagt?" fauchte er seinen Freund an und stürmte aus dem Gemeinschaftsraum. Hermione hielt Schritt mit ihm und sah, dass er wirklich die Wahrheit gesagt hatte. Er lief wie ein Verrückter durch die Gänge Hogwarts und raufte sich sogar die Haare, da er nicht weiter wusste, bis er ein Gedankenblitz zu haben schien und die Bibliothek ansteuerte, doch als er die Tür aufschlug, war sie mit einem sehr wütenden Draco allein in der Bibliothek und sah auf Nott herunter, der noch immer da lag. Sie hatten wohl den Teil übersprungen und waren an den Punkt, als Hermione bereits ihren Schlafsaal zurückgekehrt war. Er beugte sich über Nott und ließ im nächsten Moment ein Glas Wasser erscheinen, welches er dem Slytherin ins Gesicht kippte und dieser japsend aus seiner Ohnmacht erwachte. Draco packte ihn am Kragen und riss ihn auf die Beine "Ich glaube wir zwei, haben jetzt etwas zu besprechen."

Sie überkam ein mulmiges Gefühl, als die Szene verschwamm. Warum zeigte er ihr das? Das erste was sie wahrnahm, war das Geräusch eines Schlages und sah wie jemand zu Boden ging. Sie keuchte erschrocken und wich zurück. Es war Nott und Draco schien außer sich. Blaise hielt Draco fest, als er sich wieder auf Nott stürzen wollte "Wenn du sie je wieder anfässt..." "Draco, mach mal halblang. Du bist ja völlig wahnsinnig. Es ist doch nur Granger, man. Als ob das jemand interessiert, außer der Weasley Sippschaft und Goldkind Potter." meinte Nott und lachte hämisch. Draco riss sich von Blaise los und rammte dem bereits wieder stehendem Nott seine Faust in den Magen "Ich verspreche dir eins. Wenn du ihr noch einmal zu nahe kommst, wirst du keine schöne Zukunft nach Hogwarts haben. Du weißt welchen Einfluss meine Familie hat und ich schwöre dir, ich breche dir sämtliche Knochen wieder und wieder, wenn es sein muss. Du wirst sie in Ruhe lassen und kein Wort darüber verlieren. Haben wir uns verstanden?" brach es aus ihm heraus und warf den nun eingeschüchterten Nott fest zu Boden, nur um nochmal zuzutreten, da dieser nicht antwortete. Blaise hielt ihn wieder zurück und versuchte ihn mit Worten zu beruhigen. Hermione war erschrocken und gleichzeitig ergriffen, was Draco für sie getan hatte. Eigentlich, war Nott sein langjähriger Freund und er brach tatsächlich mit ihm, weil Nott sich fast an ihr vergriffen hatte. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als die Szene sich erneut in Rauch auflöste.

Er zeigte ihr, wie abweisend sie sich am gestrigen Tag verhalten hatte und wie er den Tag erlebt hatte, bis er sie fand. Sie sah, wie er mit ihren Freunden und den seinen, im drei Besen saßen. Es war auch für sie ein noch recht seltsames Bild, doch anscheinend schien das Konzept aufzugehen und die Feindlichkeiten zwischen den Häusern, nahm rapide ab. Sie stellte fest, wie innig Ron mit Pansy mittlerweile umging und hatte das Gefühl, dass die zwei im Grunde auch ein schönes Paar abgeben würden. Sie sah wie Blaise mehrmals mit Ginny anstieß und auch Harry hatte seinen Spaß, als sie zusammen über die letzten Quidditchspiele diskutierten. Draco erhob sich und sie folgte ihm erneut, nur um zu sehen, was er ihr bereits gestern verraten hatte. Er sah Cho und Cedric. Doch so abfällig wie er ihr gegenüber war, sah er in dieser Situation nicht aus. Er wirkte besorgt und sah sich suchend um, bevor er loslief.

Sie sah ihn mit ganz anderen Augen. Er hatte wirklich die Wahrheit gesagt und sie war so abweisend zu ihm, nachdem sie eine so wundervolle Nacht miteinander verbracht hatten. Genau in dem Moment, ging die Erinnerung weiter und sie hörte sich selber, ihre unsicheren Vorwürfe vorbringen. Er verließ die Hüte und sie folgte ihm. Er stapfte wütend durch den Schnee und sah stur auf den Boden, während er in Gedanken den Weg zum Schloss einschlug. Sie spürte, wie verletzt er war und hatte das Bedürfnis, sich ihm um den Hals zu werfen, als ihm Cedric und die Vertrauensschülerin Lauren aus Ravenclaw über den Weg lief "Hey. Geht es euch gut? Dumbledore schickt uns," fragte Cedric außer Atem. Draco nickte nur. "Granger kommt auch gleich." sagte Draco kühl und es schmerzte ihr, dass er plötzlich wieder so abweisend wirkte, doch dies war allein ihre Schuld. "Sehr gut. Dann können wir ja wieder gehen. Kommst du Lauren?" "Ja, einen Moment." sagte sie in Cedric's Richtung, der bereits ein paar Schritte gegangen war und wandt sich wieder an Draco "Hast du einen Moment?" Draco nickte "Also. Es geht um Maya. Sie bräuchte deine Hilfe. Könntest du ihr vielleicht unter die Arme greifen? Sie traut sich nicht, dich darum zu bitten" meinte Lauren und Draco zog skeptisch die Augenbrauen zusammen "Und wieso gerade ich?" fragte er nur trocken und Lauren verdrehte die Augen "Du meine Güte. Frag sie doch einfach. Sie hat wohl einen Narren an dir gefressen" meinte sie ungeduldig und Draco nickte ihr einfach zu "Ich werde drauf zurück kommen." meinte er und sie verabschiedeten sich. Er war wieder allein und sah einen Moment durch die Gegend, als er beschloss einen Umweg zu gehen. Es verschwamm wieder alles und damit war die Erinnerung vorbei.


Sie richtete sich keuchend auf und hielt sich an der Brust, während sie zurückstolperte und nach Luft rang. All die Dinge, die er ihr gezeigt hatte, ließen sie sich nun noch schlechter fühlen. Erst als sie bereit war, ihn in die Augen zu sehen, stellte sie fest, dass er sie allein mit seinen Erinnerungen gelassen hatte. Er hatte sie einfach bei ihr gelassen, so als wollte er sie nicht mehr haben. Sie zog eine Phiole aus ihrer Tasche, die sie immer mit sich trug und sog die Erinnerung dort hinein. Sie verkorkte sie gründlich und hielt sie an ihr Herz. "Ich lag so falsch." sagte sie zu sich selber und konnte die Tränen nicht unterdrücken. Sie sah ein Stück Pergament auf dem Boden liegen und beugte sich herunter, um es aufzuheben. Es war ihre Nachricht, die sie ihm vorhin hatte zukommen lassen, doch sie erkannte ein paar durchdrückende Buchstaben auf der Rückseite und drehte es herum 'Du entscheidest nicht.' stand dort draufgekritzelt und sie spürte, das dies sich so entgültig anfühlte. Ihr Herz schmerzte wie erwartet, doch daran trug sie allein die Schuld.