Seven Days around you

von RomyFee
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Draco Malfoy Hermine Granger
03.07.2019
15.07.2019
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Es war sehr früh am Morgen, als Aberforth Dumbledore seine Haustür öffnete und mit einem Tablett, durch den kniehohen Schnee stapfte, um seine Scheune, in ca. 20 Metern Entfernung, zu erreichen. Er schob die Tür mit seinem Fuß auf und trat ein, als ihm sich ein eigenartiges Bild zeigte. Mehrere Heuballen waren neben dem kleinen Ofen zusammen gepfercht und seine alten Lacken, die er dort lagerte, waren darauf verteilt. Mittendrin machte er zwei eng umschlungene Personen aus, die tief und fest schliefen. Wenn er es nicht besser wüsste, hätte er gedacht, er wäre in gerade in Flitterwochen hereingeplatzt. Er räusperte sich lautstark und betrachtete die beiden, mit einer hochgezogenen Augenbraue.

Draco reagierte als erster und sah sich perplex in der Scheune um, als er Aberforth's Gestalt begegnete. Er rüttelte etwas unsanft an Hermione's Schulter, die mit ihrem durcheinander geratenen Lockenkopf hochfuhr, in dem vereinzelt einiges an Stroh steckte. Sie erfasste Aberforth und zog erschrocken eines der Lacken vor ihre Brust, da sie noch immer nur im BH da saß. Aberforth stellte das Tablett wortlos an das Fußende, des Strohbettes und wandt sich dann wieder zum gehen "Ihr solltet euch gleich auf den Weg machen. Ihr werdet bereits erwartet." meinte er und zog die Tür hinter sich zu, ohne eine Antwort abzuwarten.

Hermione schoss aus dem 'Bett' und fummelte hecktisch ihre Klamotten zurecht, um sie sich schnell über zu ziehen. Draco betrachtete sie leicht amüsiert und hatte sein Kinn auf seiner Hand abgestützt "Lass das" sagte sie und er schüttelte ratlos den Kopf "Ich mach doch gar nichts." "Dein Blick reicht schon. Zieh dich an und lass uns bitte endlich gehen. Es ist peinlich genug, dass Dumbledore's Bruder mich so gesehen hat." antwortete sie hektisch und deutete auf ihre Oberweite "Und um deine Haare machst du dir gar keine Sorgen?" fragte er und sie griff auf ihren Kopf, nur um direkt einen batzen Stroh aus ihren Locken zu ziehen "Oh verdammt." fluchte sie und schüttelte ihr Haar über Kopf aus. Draco hatte sich mittlerweile ebenfalls erhoben und sich angezogen, als er auf Hermione zuging und ihr half den Rest vom Stroh, aus ihrem Haar zu entfernen.

Sie richtete sich erschrocken zu ihm und sah ihn "Was?" fragte er lächelnd und sie war sich wirklich nicht sicher, was das alles nun für sie beide bedeutete "Ich... äh... Was bedeutet das alles? Wieso bist du wirklich so zu mir?" fragte sie und er runzelte die Stirn "Was meinst du? Wenn ich fies zu dir bin, ist es nicht richtig. Wenn ich neutral bin, auch nicht und wenn ich so zu dir bin, ist es dir auch nicht recht?" meinte er "Nein. So war das nicht gemeint. Ich verstehe das alles einfach nicht. In einer Woche ist so viel geschehen, dass ich das alles nicht ganz begreifen kann. Du kannst dich doch nicht, binnen dieser kurzen Zeit, ernsthaft für mich interessieren und dich so verändert haben. Ich meine, ich habe nicht mal deinen Blutstatus und wenn das alles nur ist, weil ich etwas neues aufregendes für dich bin, dann bist du bei mir wirklich an der falschen Adresse." sagte sie unsicher und Draco trat einige Schritte zurück "Du meinst das Ernst. Nicht wahr? Du denkst wirklich, dass ich versucht habe dich rumzubekommen."

Sie zögerte ihm zu antworten, denn sie wusste einfach nicht, was sie glauben konnte und sollte. Doch ihr Zögern war genug Antwort für ihn, um sich seine Jacke und seinen Schal zu greifen und sie in der Scheune stehen zu lassen. Wütend über sich selber, schlug sie gegen einen Pfeiler, der die Empore stabil hielt und bereute es sogleich, da sie sich einen Splitter in den Finger gerammt hatte "Scheisse verdammt." spie sie aus und ließ sich sitzend auf dem Strohbett nieder. Sie sah den dampfenden Tee und beschloss wenigstens etwas davon zu trinken, da sich Aberforth extra die Mühe gemacht hatte. Der Tee war mehr heißes Wasser, als Tee und sie verzog etwas das Gesicht, als sie das Gebräu ihren Hals herunterkippte. Sie horchte in sich hinein und konnte ihre innere Stimme nur kopfschüttelnd da sitzen sehen "Na vielen Dank. Du bist mir ja eine Hilfe." sagte sie zu sich selber und trank noch einen Schluck, bevor sie sich ebenfalls auf den Weg machte. Er würde sich bestimmt wieder einkriegen.

"Merlin sei Dank. Da bist du ja." kam Ginny keuchend auf sie zu und riss sie an ihre Brust. Glücklich ihre Freundin wieder in die Arme schließen zu können, erwiderte sie die Umarmung. Auch Harry, Ron und Pansy kamen auf sie zu und fragten sie, ob alles okay sei und sie nickte es gerührt ab. "Wo ist Draco? Wart ihr nicht zusammen?" fragte Pansy und prompt schlich ihr wieder diese Unruhe in die Knochen, wenn sie an die Nacht zuvor dachte "Er ist vor mir losgegangen. Ist er noch nicht da?" fragte sie und spürte noch immer seine heißen Berührungen, überall an ihrem Körper. Auch ihr Unterleib erinnerte sie an diese unfassbare Nacht, in dem er sich wieder schmerzlich zusammenzog, bei dem Gedanken daran, wie und was er sich genommen hatte. Sie schluckte hart und merkte gar nicht, wie ihr die Hitze in die Wangen gestiegen war, als Pansy's Ausruf sie wieder in die Wirklichkeit zurückholte "DRACO."

Sie sah Pansy nach, die auf Draco zustürmte, der gerade ebenfalls in der Eingangshalle erschien war. Sie sprang ihn um den Hals, was er überrumpelt geschehen ließ, aber nicht erwiderte. "Ich hatte ja so Angst um dich." sagte sie theatralisch und Draco zog die Augenbrauen skeptisch zusammen "Ich war eine Nacht weg und mir geht es gut." meinte er und sah wie gelenkt zu Hermione, die umringt von ihren Freunden da stand und die Szenerie beobachtete. Sein Ausdruck wurde wieder hart und er sah augenscheinlich stur an ihr vorbei. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen und sie konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden. Sie ertrug die plötzliche Distanz zwischen ihnen nicht.

Harry und Ron schien das alles herzlich wenig zu interessieren und sahen einfach nur zu, wie die Slytherin an Draco herumzupfte, um festzustellen dass ihm auch nichts fehlte. Nur Ginny bemerkte, dass es ihrer Freundin gerade überhaupt nicht gutging und zog unmerklich an ihrem Ärmel. Hermione fuhr herum und Ginny sah, den tränenverschleierten Blick der Gryffindor. Hermione zwinkerte ein paar Mal, um wieder zur Vernunft zu kommen, doch Ginny hielt es nicht mehr aus und zerrte Hermione die Treppen hinauf "Wo wollt ihr hin?" rief Harry "Frauenkram. Geht dich nichts an." rief sie zurück, womit sich Ron und Harry wohl zufrieden gaben, denn sie blieben bei Pansy und Draco stehen, der mittlerweile wie ein Eisblock wirkte "Bist du jetzt fertig, man?" blaffte er Pansy an und sie wich verdutzt zurück. Er rauschte an den dreien vorbei und schlug den Weg in die Kerker ein. "Ganz der Alte, oder?" fragte Ron zu Pansy, die Draco nachdenklich nachsah "Nicht wirklich." murmelte sie nachdenklich für sich und folgte anschließend den beiden Gryffindors, die gerade in die große Halle gehen wollten.

"Okay. Es reicht mir jetzt wirklich, Hermione. Du sagst mir jetzt sofort was los ist. Du bist so komisch wie nie, seit ihr diese Partnerarbeit habt und zwischen euch ist doch irgendwas. Das erkennt doch ein Blinder. Ich habe die ganze Zeit meine Klappe gehalten, aber jetzt reicht es wirklich. Was ist passiert? Hat er dich beleidigt oder verletzt?" brach es aus Ginny heraus, als sie die Tür zu ihrem Schlafsaal verriegelt hatte. Hermione ließ sich sitzend auf ihr Bett fallen und wirkte so entkräftet wie schon lang nicht mehr "Ich hab Mist gebaut, Ginny. Riesigen. Verdammten. Mist." sprach sie jedes Wort einzelnd und Ginny wurde hellhöriger als eh schon. Sie setzte sich, ohne Hermione aus den Augen zu lassen und folgte ihrer Erzählung aufmerksam.

Am Ende bließ die Rothaarige schwermütig die Luft aus ihren Lungen und fand im ersten Moment keine Worte dafür, was Hermione ihr gerade auf dem Präsentierteller abgeliefert hatte. "Du hast echt mit ihm geschlafen?" fragte sie nochmal, um sicher zu gehen. Hermione sah sie fassungslos an "Nein, Ginny. War einfach alles eine krankhafte Wahnvorstellung." blaffte sie ironisch und Ginny verzog verärgert das Gesicht "Du hast wohl zu viel Zeit mit Malfoy verbracht." zischte sie und Hermione legte das Gesicht in ihre Hände "Tut mir leid. Ich weiß einfach nicht mehr weiter." "Also. Wenn du sagst, dass du dich schon vor längerer Zeit in ihn verliebt hast, dann ist das doch eigentlich nicht schlecht, oder?" "Du verstehst mein Problem nicht. Ich weiß nicht mal, ob ich ihm vertrauen kann und habe ihn gleichzeitig mit meinem Verhalten verletzt. Mein Kopf raucht. Was soll ich jetzt denken oder tun?" sagte sie aufgebracht und Ginny legte ihr mitleidig eine Hand auf die Schulter.

Unsicher betrat sie mit Ginny die große Halle und hielt ihren Blick starr auf den Gryffindortisch gerichtet. Da sie einfach nicht wusste, wie sie sich in der gesamten Situation verhalten sollte, setzte sie sich einfach stumm an den Tisch, während Ginny von ihrem eigenartigen Verhalten ablenkte und die Aufmerksamkeit auf sich und das nächste Quidditchspiel lenkte. Gryffindor gegen Slytherin. Während Hermione mit halben Ohr zuhörte und augenscheinlich in ihrem Notizbuch vertieft war, sah sie erschrocken auf, als sie Pansy's Stimme am Gryffindortisch vernahm "Das wird mal wieder ein wirklich spannendes Match. Ich gönne euch den Sieg natürlich, doch ich gönne es meinem Haus ein bisschen mehr." warf sie ein und Hermione runzelte die Stirn. Sie saß dicht neben Ron, der grinsend seine Augenbrauen in die Höhe zog "Du wirst schon sehen, wie wir euch platt machen. Slytherin hat keine Chance." sagte er überheblich und Pansy stieß ihm lachend, dennoch sanft den Ellenbogen in die Seite. Wie surreal war das ganze geworden? Sie bemerkte gar nicht, wie sie Pansy anstarrte und Ginny schnippte mehrmals vor ihrem Gesicht, bis sie es realisierte.

Entgeistert sah sie Ginny an "Hab ich was verpasst?" flüsterte sie ihrer Freundin zu und deutete auf Pansy und Ron. Ginny sah sie überrascht an "Nein. Wieso? Ist heute nicht euer Teamgespräch, laut der Liste?" Ginny deutete auf den Plan, den Hermione geistesgegenwärtig aufgeschlagen hatte und sah das im Feld Sonntag 'Besprechung der Woche' rot eingekreist war. "Verdammt." zischte sie und sah vorsichtig zu Draco, der aber desinteressiert im Tagespropheten vertieft war. Die Situation war einfach zum Haare raufen. Sie fühlte sich schlecht, wegen ihrem Verhalten ihm gegenüber, hatte jedoch Angst, dass sie ihr Herz restlos verlieren könnte und schwer entäuscht wird. Sie hatte irgendwo damit gerechnet, dass Draco sich damit brüsten würde, dass er sie ins Bett bekommen hatte, doch dem schien nicht so.

Nott saß, wie immer neuerdings, weit entfernt von seiner alten Clique, während Blaise neben Draco, sein Mittagessen gelangweilt herunterschlang. Keiner am Tisch schien sich wirklich zu unterhalten oder irgendwelche Gesten in ihre Richtung zu machen. Sie blieb wieder an Draco hängen, der so kühl wie sonst auch wirkte, doch es versetzte ihr einen Stich. Eine leise Stimme in ihr sprach 'Und du bist selber Schuld.' Sie war der Idiot, denn wenn ihr Herz nun brechen sollte, dann nur weil sie mal wieder übervorsichtig handeln musste. Ihr kamen die Bilder, der gesamtes Woche hoch und immer wieder sah sie seine milden Ausdrücke und auch seine verärgerten, wenn sie mal wieder besonders patzig zu ihm war. Während der gesamten Zeit, hatte er nicht ein Wort über ihren Blutstatus verloren und hatte ihr gestern sogar noch auf mildeste Art und Weise vermittelt, dass er sie nicht hassen würde. Doch was war nun?

Sie bemerkte nicht, wie Ginny, Pansy, Ron und Harry sie beobachteten, wie sie ganz ohne Scheu schmachtend zu Draco hinüber sah "Kann mir einer sagen, was das soll?" flüsterte Harry, als ganz unerwartet Luna zu sprechen begann, die neben Neville saß und verträumt ihrer Kichererbsen auf dem Teller sortierte "Ist das nicht offensichtlich? Sie spüren eine gewisse Zuneigung zueinander und das schon seit das Jahr begonnen hat." erklärte sie mit ihrer verträumten Art und Pansy zog eine Augenbraue in die Höhe "Schon klar. Wie kommst du denn auf diesen Stuss. Als ob Draco sich für so ein.... ich meine, für sie interessieren würde." korrigierte sie sich schnell, als sie die Blicke der drei Gryffindors auf sich lasten spürte. "Du meinst wegen ihrem Blutstatus? Ist dir denn gar nicht aufgefallen, dass ihn das gar nicht mehr interessiert? Du solltest manchmal deine Oberflächlichkeit stummschalten und deinen Geist für das wesentliche öffnen. Kaum einer deiner Hauskameraden interessiert es mittlerweile, ob jemand rein, halb oder muggelstämmig ist. Es war immer, mehr oder weniger, deine Gehässigkeit, die andere angestachelt haben." erklärte Luna und Pansy schien tatsächlich sprachlos.

"Aber was meinst du damit, dass sie sich zugeneigt sind?" sprach Harry wieder das wesentliche an "Man hat es doch schon zu Beginn gemerkt. Sie ist ganz hin und weg von ihm und auch er schien nicht abgeneigt, hat sich aber wegen irgendwas zurückgehalten. Wenn ihr mich fragt, dann ist gestern etwas Entscheidendes passiert, aber irgendwas blockiert sie beide." erklärte sie und Ginny verschluckte sich heftig an ihrem Kürbissaft, sodass beinahe die gesamte Halle zu ihr sah. Selbst Hermione erwachte aus ihrem Tagtraum und sah zu ihrer Freundin, die unter Harry's leichten Schlägen, auf ihren Rücken, noch immer hustete. Keiner sprach mehr über das Thema, seit Hermione mental wieder bei ihnen war und wichen ihrem Blick aus.

Etwas war komisch, das merkte sie nun, als sie sah, wie ihr alle auswichen und sie sah wieder zu Draco, der sie plötzlich ausdruckslos ansah. Ob er ihnen doch etwas erzählt hatte? Wie lange wussten sie wohl schon davon? Kurzerhand riss sie ein Stück Pergament aus ihrem Buch und kritzelte eine kleine Notiz drauf, die sie dann zusammenfaltete und Draco hinüber schweben ließ. Sie landete genau vor ihm und laß sie höchst widerwillig, um sie dann einfach in seiner Tasche verschwinden zu lassen.

'In 15 Minuten. Raum der Wünsche.'

Er stand wortlos auf und begab sich ohne zurückzusehen hinaus. Was sollte das jetzt bedeuten? Würde er da sein oder nicht? Sie stand ebenfalls auf und folgte ihm, ohne nochmal zum Tisch zurückzusehen.

Alle vier sahen ihr nach und als sie aus der Halle verschwunden war, gesellte sich Blaise sofort zu ihnen "Hey. Habt ihr das gesehen?" fragte er "Jup. Luna sagt da läuft was." meinte Ron stumpf und er setzte sich auf den frei gewordenen Platz neben Ginny "Ja. Das könnte gut sein. Ich meine, nachdem er Nott so fertig gemacht hat, war ich mir fast sicher." meinte er und alle Blicke lagen nun vorwurfsvoll auf ihm "Was denn?" "Du weißt das schon seit Freitag und erwähnst es mit keinem Wort?" fragte Pansy empört und er zuckte entschuldigend seine Schultern in die Höhe. Nun war es an Blaise, mit der Sprache herauszurücken.