Verbotene Sehnsüchte

von LuckyCat
KurzgeschichteRomanze / P18
Adrien Agreste / Chat Noir Marinette Dupain-Cheng / Ladybug
03.07.2019
15.08.2019
5
20415
26
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Diese OS, widme mich PlaggDerKnuffige. Pairing:MariChat
Sollte eine Fortsetzung erwünscht sein, lässt es mich einfach wissen.
Kann mir auch gut vorstellen, eine Kurzgeschichte entstehen zu lassen.
Je nachdem was euch lieber ist. :)
Betaleserin ist hierbei Puenktchen84 gewesen. :)
lg LuckyCat

Reizender Empfang


,,Vielen Dank, wir haben schon eine Weile versucht diese Gruppe zu schnappen, sie haben ihrer Stadt mal wieder einen großen Dienst erwiesen“, wurde der Held von dem Polizisten gelobt. Geschmeichelt gelang etwas Röte in Chat Noirs Gesicht.
,,Ich habe nur meine Heldenarbeit getan“, winkte er ab, während die Männer abgeführt wurden, die ihn noch ein paar hasserfüllte Blicke zuwarfen. ,,Wenn sie möchten, könnten wir sie ins Krankenhaus bringen, das scheint eine ziemliche Platzwunde zu sein. Nicht das sie eine Gehirnerschütterung haben.“ Verwundert griff Chat mit seiner behandschuhten Hand an seine Stirn und tatsächlich fand er Blut an seinen Fingern wieder. ,,Nein, schon okay. Ich habe meinen eigenen Arzt.“ Er verbeugte sich leicht, in üblicher Chat Noir Manier. ,,Schönen Abend noch die Herren.“
Der Held wandte sich ab und nutzte seinen Stab um sich in die Höhe zu katapultieren. Zügig machte er sich auf den Weg, um verarztet zu werden. Froh wieder einen Grund zu haben, bei dem süßesten Mädchen der Stadt vorbeizuschauen. Solche Verletzungen traten häufig auf, wenn er sich um normale Verbrechen kümmerte. Immer mehr liebte Adrien die Heldenarbeit, während er sich Nachts hinausschlich, um seine Freiheit etwas zu genießen. Es war nur von Vorteil, dabei die Stadt etwas sicherer zu machen. Nur tat er dies in den meisten Fällen ohne Ladybug, wodurch es natürlich dann auch keinen Miraculous Zauber gab, der all seine Verletzungen wieder heilte. Doch wie es der Zufall so wollte, gab es da ein Mädchen, dem er all sein Vertrauen schenkte, selbst zu solch später Stunde. Wann immer er sie brauchte, war Marinette da. Ob sie ihn nun zu essen gab, ihn verarztete oder die beiden einfach ihrem Liebeskummer Luft machten. Bei ihr fand er alles was er suchte und so viel mehr. Es gab niemanden auf dieser Welt, der ihn besser kannte als sie. Diese Freundschaft, die er als Held mit ihr führte, ging tiefer, als mit seinem zivilen Ich. Er wusste inzwischen woran es lag, doch als Adrien kam er weniger an sie heran. Zum Großteil lag es an den gemeinsamen Liebeskummer, der ihre Bindung inzwischen ausmachte. So einige einsame Küsse waren getauscht worden, über welche beide im Nachhinein nicht mehr sprachen. Ihre Liebe galt anderen Personen und doch suchten sie Trost und Wärme beieinander.
Eine Weile hatte sich Adrien eingeredet, er könnte jederzeit aufhören und das dies nun der letzte Kuss sei, doch am Ende zog es ihn doch wieder zu Marinette. Bei ihr fühlte er sich stets willkommen.
Gekonnt landete der Held auf der Dachterasse und richtete sich auf. Das Blut, welches begann über sein Gesicht zu laufen, ignorierte er. Ohne zu klopfen öffnete er die Dachluke und wie jedes Mal war sie nur seinetwegen nicht verschlossen. Noch immer brannte Licht in ihrem Zimmer, doch Chat kannte es kaum anders. Marinette war ziemlich nachtaktiv, was auch ihre täglichen Verspätungen in der Schule erklärte. Oft fand er sie beim Nähen vor, oder einer der vielen anderen Arbeiten, welche sie sich selbst aufhalste. An manchen Tagen kam ihr Zeitplan ihm stressiger vor, als sein eigener. Daher hatte er es sich zur Aufgabe gemacht sie, ab und an, zu einer Pause zu nötigen. Chat überlegte sich bereits einen coolen Spruch, als er am Bett vorbei schlich und den Absatz zum unteren Teil des Zimmers lautlos hinabsprang, doch alle Worte waren vergessen, denn scheinbar hatte sie heute nicht mit ihm gerechnet. Wie eine Göttin stand sie vor ihren Spiegel und betrachtete sich darin nachdenklich. Bisher hatte Marinette ihn nicht bemerkt und Chat war zu eingenommen von diesem Anblick, um auf sich aufmerksam zu machen. Zarter transparenter Stoff umhüllte ihren Körper und Chat bemerkte zum ersten Mal, dass Rot wohl nicht nur Ladybugs Farbe war. Im Moment schien Marinette die Heldin sogar in den Schatten zu stellen, in diesen verführerischen Kleidchen aus Chiffon. Die Hände des Mädchens glitten den Stoff entlang und sie schwang probeweise mit ihren Hüften. Chat schluckte bei dieser Bewegung und folgte mit den Augen ihren Händen hinab. Selbst das Höschen hatte den passenden Rotton, bemerkte er wohlwollend.
Hinzu sah er Marinette zum ersten Mal mit offenem Haar und kam nicht umhin zu erkennen wie wunderschön, und vor allem sexy, sie sein konnte. Er besaß viele Wörter um seine beste Freundin zu beschreiben. Niedlich, süß, putzig, aber das erste Mal fand er sie auf körperliche Weise anziehend. Wahrscheinlich würde sich diese Erinnerung, für immer in seinem Kopf festsetzen und ihn in so einigen Träumen verfolgen. Blaue Augen blickten ihm aus dem Spiegel entgegen, als sich ihre Blicke trafen und ruckartig drehte sich Marinette zu ihm herum. ,,Chat!“, schrie sie ihm entsetzt entgegen.
Ihre Hände glitten zu ihrem Mund, als auch ihr bewusst wurde, dass sie ihre Eltern wecken könnte.
Etwas, dass wirklich unvorteilhaft wäre. Was würden sie denken, wenn sie den Pariser Helden und ihre Tochter so vorfinden würden? Röte durchzog ihr Gesicht und Chat bemerkte, dass sich diese bis zu ihren nackten Schultern ausbreitete. Vielleicht lag es an seiner Kopfverletzung, doch Chat fiel es schwer ihr direkt in die Augen zu sehen. Nun zumindestens redete er sich ein, dass dies der Grund war, weshalb er darüber nachdachte, dass sie nicht nur im Gesicht Sommersprossen hatte.
Ihn beiden war klar, dass er bereits länger dastand und sie bestaunte, ohne überhaupt einen Ton von sich gegeben zu haben. Marinette hätte also jedes Recht nun wütend auf ihn zu sein.
,,Oh nein, du bist verletzt.“
Trotz ihres gewagten Outfits eilte sie zu ihrem kleinen Sofa, um den dort darunter deponierten Verbandskasten hervorzuziehen. ,,Komm her, das muss gesäubert werden!“ Unsicher kam Chat ihren Worten nach und setzte sich auf die Couch. Versuchte überall hinzusehen, nur nicht zu ihr. Marinette setzte sich neben ihn und säuberte vorsichtig sein Gesicht, bevor sie das kleine Desinfektionsspray aus dem Köfferchen holte. Wie immer stellte sie keine Fragen, noch machte sie ihm Vorwürfe. Wenn er es recht bedachte, gab es vieles, was zwischen ihnen unausgesprochen blieb. Gerade das machte die Verbindung zwischen ihnen aus.
,,Das könnte kurz wehtun.“, warnte sie ihn vor, als das Spray auch schon auf seine Stirn traf und er kurz zusammen zuckte. ,,Hab schon schlimmeres erlebt.“, erwiderte Chat unter zusammen gebissenen Zähnen. Während er immer noch tunlichst versuchte an ihr vorbeizusehen.
,,Oh sieh an, der Kater hat seine Stimme wieder gefunden.“, schmunzelte Marinette nur gelassen.
Scheinbar hatte sie sich von dem Schock schneller erholt, als er selbst.
Trotzdem war Chat Noir noch immer sehr verwirrt darüber, wie er sie so eben vorgefunden hatte.
,,Wie kam es zu diesen reizenden Empfang?“, fragte er und versuchte dabei typisch frech zu klingen. Konzentriert klebte sie die Wunde, doch kurz wanderten ihre blauen Augen zu ihm.
,,Wieso? Gefalle ich dir?“, fragte sie unerwartet selbstbewusst.
Dieses Mal lag es an Chat rot anzulaufen. Ein süßes Kichern verließ ihre Lippen.
,,Das ist selbstgenäht.“, begann sie und packte wieder alles zusammen.
,,Ich wollte nur überprüfen, wie es an mir aussieht, da ich mich das erste Mal an ein Dessous gewagt habe. Nicht das ich jemanden hätte, der mich darin bewundern könnte.“
Bildete er es sich nur ein, oder lag etwas freches in ihren blauen Augen?
,,Ich bewundere dich.“, erwiderte er, ohne vorher darüber nachzudenken.
Doch es entsprach der Wahrheit. Marinette war erstaunlich.
Doch eine Beziehung zwischen ihnen wäre kompliziert, denn er liebte Ladybug. So anziehend er Marinette auch fand. Hinzu kam da ein noch viel größeres Problem. Seit drei Monaten war ihm bekannt, dass sie in seine zivile Seite verknallt war.
Bisher hatte er keine Lösung gefunden, aus diesen Schlamassel wieder raus zu kommen.
Sie hatten sich ihren Liebeskummer gegenseitig anvertraut und nun kam er sich wie ein Betrüger vor, da sie die ganze Zeit über ihn geredet hatte. Wegen ihm ging es ihr so schlecht und er hatte nichts besseres zu tun, als sie in seiner Heldenform zu trösten..und zu küssen.
Das war ein Teufelskreis, aus dem er wohl nicht mehr so schnell heraus käme.
,,Du hast Glück, die Wunde muss nicht genäht werden.“ Chat blinzelte als sie näher an ihn heran rutschte und seine Stirn begutachtete. Er spürte die Wärme ihres Körpers auf seinem Anzug und zog sie impulsiv näher an sich heran. ,,Böses Kätzchen.“, schmunzelte Marinette.
,,Ich bin schwach.“, gab er unverblümt zu. ,,Ich habe nie ein Mädchen gesehen, dass so anbetungswürdig ist, wie du gerade in diesem Moment.“, hauchte er an ihren Lippen.
Ihr Blick wurde glasig und ihre Lider senkten sich. ,,Nicht einmal Ladybug?“, fragte sie flüsternd.
,,Nicht einmal sie.“, gab er zu und zeitgleich überbrückten beide den letzten Abstand zu einen sehnsüchtigen Kuss.
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