Wetten?!

von Twister
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Anko Mitarashi Kakashi Hatake Kurenai Yuuhi Shizune Tsunade Yamato (Tenzo)
01.07.2019
13.10.2019
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Sie waren wieder unterwegs. Diesmal trug Yamato sie. Er trug sie auf dem Rücken. Temari wollte zwar laufen, aber die beiden bestanden darauf, sie zu tragen. Schließlich war dies ihr Auftrag. Sie waren nun fast einen ganzen Tag unterwegs und Yamato war echt müde geworden, trotz der Tatsache, dass Kakashi und er sich abgewechselt hatten. Temari war zwar nicht schwer, doch es war Ballast. Temari bemerkte es ebenfalls. „Ich kann auch laufen, Leute!“, meinte sie. Kakashi lächelte sie an. „Nein, es ist unser Auftrag, dich zu tragen!“, erklärte Kakashi. Temari sah ihn eingeschnappt an. „Mein Bruder übertreibt! Das ist demütigend. Ich tret ihn in den Arsch!“, meinte sie nur und sah eingeschnappt weg. Kakashi lachte nervös. Ob es so einfach war, dem Kazekage in den Arsch zu treten? Vielleicht konnte es Temari sogar.

Kakashi hielt Ausschau. Diesmal brauchten sie ein Schlafplatz. Das war nicht so einfach. „Ich baue uns eine Hütte!“, schlug Yamato vor. Kakashi sah ihn entgeistert an. „Geht es noch auffälliger?“, fragte er. Yamato verengte die Augen. „Wir sollten nicht auffallen!“, sagte Kakashi schlichtend. „Glaubt mein Bruder, dass ich überfallen werden könnte?“, fragte Temari neugierig. „Er fürchtet es. Wir sind nur Sicherheit. Wir sollen dich tragen, damit du fit bist, falls es wirklich ein Angriff geben sollte“, stellte Yamato klar. Sie nickte. Ihr Bruder war übervorsichtig. Aber ihr war es auch lieber, wenn sie zwei erfahrende Jonin an ihrer Seite hatte, sollte es einen Überfall geben.
„Hat er denn Drohungen bekommen?“, fragte sie. Kakashi schüttelte den Kopf. „Nein, nichts der Gleichen. Es ist eine C-Rang-Mission. Nicht Großes!“, erklärte Kakashi. Temari verengte die Augen. Dann lachte sie. „Sicher, zwei der besten Jonin machen eine C-Rang-Mission! Wollt ihr mich verarschen. Was ist wirklich los?“, fragte sie. „Wir laufen gerade nur unter Chunin!“, stellte Kakashi klar. Temari riss die Augen auf. „Du verarscht mich!“, meinte sie nur. Sie sah zu Yamato, der verlegen lächelte. „Es ist wahr! Wir wurden bestraft und müssen unsere Strafe absitzen. In der Zeit laufen wir als Chunin!“, meinte er leicht beschämt. Peinlich war das schon, da hatte Temari durchaus recht. Man konnte es in ihrem Gesicht ablesen.

„Warum werdet ihr bestraft?“, fragte Temari. Kakashi kratzte sich verlegen am Kopf. „Weißt du, es ist passiert, kurz nachdem Yamato und ich zusammen gekommen sind. Wir wurden im Wald dabei erwischt, wie wir….“, begann er zu erzählen. Temari krallte ihre Hände in Yamato Schulter, so dass er aufschrie und Kakashi stoppte. Entsetzt sah er seinen Freund an, der Schmerzen hatte. „Ihr wurdet bestraft, weil ihr zusammen seid! Lass uns umkehren! Die bekommt was zu hören!“, meinte Temari. Kakashi winkte ab. „Nein, nicht weil wir zusammen sind, sondern weil wir uns geprügelt haben!“, sagte er. Temari sah ihn an und musste dann lachen.
„Also wisst ihr. Gaara regelt das anders. Wenn sich zwei Shinobi prügeln, dann müssen sie richtig gegeneinander kämpfen!“, erklärte sie amüsiert. „Das haben wir getan!“, meinte Yamato und lachte verlegen. Temari hörte aber nicht richtig zu. „Wenn sie das nicht machen, müssen sie gegen Gaara kämpfen. Das ist immer sehr übel, denn Gaara schont die nie“, erklärte sie amüsiert. Die beiden Männer sagten nichts dazu, ehe Temari reagierte. „Eh?“, schrie sie mehr. Kakashi erschrak richtig. Yamato lachte. Er wurde durch ihr Fingerkrallen in seiner Schulter von vorgewarnt.

„Ihr habt euch richtig bekämpft?“, fragte sie direkt. Kakashi blieb stehen und winkte mit den Händen ab. „Ein Missverständnis!“, meinte er. Yamato sah ihn mit einem kalten Blick an. War das sein Ernst? Am liebsten würde er ihm gleich wieder eine klatschen. Aber er hielt sich auch zurück, denn er wusste, dass Kakashi ihm das sehr übel nahm. „Missverständnis?“, fragte sie und stieg nun vom Rücken von Yamato runter. Sie konnte hier doch wunderbar ein paar Stunden schlafen.
Yamato machte eine Armbewegung und es entstand ein großer Baum. Er sah dabei Kakashi an und sagte nichts. Nachdem er fertig war, ging er zum Baum und schob einen Teil des Baumstammes zur Seite. Innerhalb des Stammes waren drei kleine Kammern, die durch einen Luftschacht nach oben belüftet wurde. „Rein mit euch!“, erklärte Yamato. Er wartete, bis Temari zum Baum kam und half ihr in die Mitte hoch. Sie musste sich rein setzen, da sonst kein Platz war. „Na los!“, meinte Yamato zu Kakashi. Der nahm über Temari Platz. Yamato lächelte. Eine gute Wahl, fürchtete Yamato doch, dass Kakashi immer noch den Frauen nachschaute und durch die untere Kammer vielleicht unter Temaris Rock sehen konnte.

Als Yamato in die untere Kammer ging, zog er den Stamm wieder zu sich und verschloss ihn. Es war nun stockduster. Temari war im Gegensatz zu den beiden Männern nicht müde. „Liebt ihr euch?“, fragte sie den Baum. Schweigen folgte. Was Temari nicht sehen konnte, war, dass beide Männer die Augen wieder geöffnet hatten. „Ihr seid ein Paar, dennoch wurdet ihr bestraft, weil ihr ernsthaft gegeneinander gekämpft habt. Das ist sehr gefährlich! Selbst Gaara kontrolliert die Kämpfe immer und greift im Notfall mit einer Sandbarriere ein. Habt ihr jemanden im Dorf, der andere derart stoppen kann?“, fragte sie.
„Nein“, kam es von Yamato. Sicher gab es Mittel zwei Ninja zu trennen, aber nicht im Stil von Gaara. „Es tut mir leid!“, hörte Temari dann. Sie sah nach oben. Über ihr saß Kakashi, oder? Wofür entschuldigte er sich? Temari sah nach unten, aber es kam nichts. „Wofür ist die Entschuldigung?“, fragte sie. Wieder kam keine Antwort. Das wüsste Yamato auch gerne. Dafür, dass er ihn angegriffen hatte? Oder dass er ihn misstraut hatte? Dafür, dass er ihn verletzen wollte? Verletzt hatte ihn das Misstrauen. Doch daran dachte Kakashi doch gar nicht.

„Es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe!“, hörte Temari. Sie sah gerade aus in die Dunkelheit. So eine billige Entschuldigung. Er konnte es ihm nicht mal ins Gesicht sagen? Sie hatte mehr von Kakashi erwartet. Aber wie gut kannte sie den Mann denn schon? Dass er sich in einen Mann verlieben würde, hätte sie auch nie geglaubt. Wie Temari richtig vermutete, hätte sich Kakashi die Entschuldigung sparen können, denn damit bestätigte er Yamato nur, dass er nicht daran dachte, wie Yamato sich fühlte.
„Ich hätte dir vertrauen sollen. Stattdessen haben ich dir nicht zugehört und einfach unterstellt, dass du mich verkauft hast!“, sagte Kakashi nachdenklich. Temari fragte sich, warum die das nun klären mussten. Aber offenbar hatte sie es los getreten. Sie konnte hören, dass Yamato leise weinte. Kakashi hingegen hatte keine Chance das zu hören. Kakashi hingegen konnte sie seufzen hören, was Yamato nicht hören konnte. Temari war sich nicht sicher, ob Yamato traurig war oder sich so sehr freute, dass sich Kakashi endlich entschuldigte. Kakashi blieb darüber ebenfalls im Unklaren.
Fakt war, dass Yamato getrennte Kammern für ihn und sich gebildet hatte und Temari eine Kammer zwischen den beiden gegeben hatte. Er wollt also so viel Abstand wie möglich. Etwas stimmte also nicht. Kakashi musste dringend mit ihm reden. Im Grunde war das hier alles seine Schuld und Yamato musste es mit ertragen. Hätte er niemals Streit angefangen, würden sie nicht in derart billige Aufträge gefangen sein. Frustriert von der Situation und wütend auf sich selbst, schloss er die Augen. Er musste schlafen, ob er wollte, oder nicht.
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