Wetten?!

von Twister
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Anko Mitarashi Kakashi Hatake Kurenai Yuuhi Shizune Tsunade Yamato (Tenzo)
01.07.2019
19.05.2020
130
158.920
13
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06.07.2019 1.260
 
Yurika hatte lange vor dem Spiegel geübt zu lächeln. Sie war nun 27 Jahre und war Single. Im Grunde war es ihr egal, wie sie auf Männer wirkte. Jedoch hatte sie von dieser Wette gehört und den 12500 Ryou, die ihr winken konnten. Sicher verdiente sie auch im Dekodier-Team reichlich, aber 12500 Ryou waren unglaublich viel Geld. Sie wollte es gerne. Und so schwer konnte es doch nicht sein, oder? Sie stand um die Ecke, um ihr Opfer zu beobachten. Er las dieses fürchterliche Buch. Am liebsten würde sie es verbrennen. Wie schamlos er war. War es das Geld überhaupt Wert? Probieren wollte sie es auf jeden Fall. Sie war hübsch und das wurde ihr immer wieder gesagt. Bestimmt brachte sie auch diesen perversen Kerl dazu, sie zu küssen. Der nahm doch jede Gelegenheit wahr, oder?
Sie warf noch mal einen Blick auf ihre Kleidung. Alles saß. Sie trug ein viel zu kurzes Kleid, hatte ihre Haare gestylt und sich geschminkt. Sie war bestens vorbereitet. Sogar ihre Halbstiefel trug sie, um etwas an Größe zu gewinnen. Der Kerl war groß, so viel stand fest. Sie hatte schon eine Idee, wie sie es machen wollte. Selbstsicher grinste sie. Die Kerle waren doch alle gleich! Sie würde ein leichtes Spiel haben!

Kaum ging er in ihre Richtung, rannte sie los. Sie rannte ihn regelrecht über den Haufen. Mit Absicht ließ sie sich auf ihn fallen. Er lag auf den Rücken und sie auf ihn drauf. Kakashi hatte sein Buch verloren, das er nun blind suchte. Es war aber nicht in Greifweite. „Das tut mir leid!“, versuchte Yurika die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Kakashi sah sie an. Er konnte ihr direkt in den Ausschnitt starren. Leicht gerötet sah er wieder weg. Eigentlich schade, dass ihr Ausschnitt war recht nett anzusehen. Jiraiya hatte das sicher ausgenutzt. Doch er war nicht so. Sicher las er gerne diese Bücher, aber er war nicht so schamlos Frauen gegenüber.
Sie lächelte verlegen. Dann stand sie auf und stand über seinem Becken. Sie streckte ihm die Hand entgegen. Er wollte eigentlich nur auf die Hand sehen, konnte aber unter ihren Rock schauen. Wieder sah er verlegen zur Seite. Er hatte keine Ahnung, dass sie das mit Absicht machte. Und mehr noch. Sie setzte einen drauf. Sie krallte sich an ihrem Rock fest und zog ihn vorne weiter nach unten. Sie quietschte auf. Kakashi sah sie geschockt an. Er wollte doch nicht glotzen. Er winkte mit den Armen ab und wurde rot. Er stotterte irgendeine Entschuldigung, die man nicht mal verstehen konnte.

Yurika hielt immer noch ihren Rock fest und sah ihn tonlos an. Sein Ernst?! Sie stöhnte. Das konnte ja was werden. Sie ging von ihm weg und drehte ihm den Rücken zu. Sie hockte sich hin und konnte sich das Lachen kaum verkneifen. Ihr kamen sogar die Tränen. Kakashi setzte sich auf. Er hielt sich den Kopf. Nun weinte sie auch noch! Er sollte sich entschuldigen. Sein Blick glitt zu seinem Buch, dass er zuerst aufhob. Eine Sache, die Yurika durchaus notierte. Sie war ihm total egal. Dann musste sie alles auf eine Karte setzen.
Kakashi hockte sich neben ihr. „Entschuldige. Das war keine Absicht gewesen. Ich mach es wieder gut, okay? Soll ich dich auf eine Nudelsuppe einladen?“, fragte er vorsichtig. Yurika sah ihre Hände an, auf die sie starrte. Es musste aussehen, als ob sie weinte. Perfekt! Nun hatte er ein schlechtes Gewissen. Wenn sie die Einladung annahm, kam sie ihm vielleicht näher. Aber dann war auch das schlechte Gewissen weg, mit dem sie ihn etwas aus der Reserve locken konnte.

Sie sah ihn an. Wunderbar Tränen hatte sie ja vor lauter lachen. Wie konnte man Lachen und Weinen verwechseln? Kakashi sah sie bedrückt an. Sein Buch hatte er weg gepackt. Nun war er es, der ihr die Hand reichte. Sie ließ sich aufhelfen. „Mein Name ist Yurika!“, stellte sie sich vor. „Kakashi“, sagte er verlegen. Wohl nicht die beste Art, jemanden kennen zu lernen. Noch ahnte er nicht, was Yurika hier trieb. Tatsächlich war sie die Erste, die es probierte. Sie sah verlegen zu Boden. „Du hast wirklich alles von mir gesehen, wie unfair!“, meinte sie bedrückt. Kakashi wurde rot.
Er hatte ihr unter den Rock gesehen. Und in den Ausschnitt, aber beides war ein Unfall gewesen. Ihm war aber auch klar, dass er eher eine Ohrfeige bekam, wenn er erzählte, dass er gar nicht schauen wollte. Sicher wollte Yurika das nicht, aber noch weniger wollte sie hören, dass sie uninteressant war. Nur wie sollte er ihr klar machen, dass es keine Absicht war, ohne dass sie es falsch verstand? Er suchte noch nach Worten.

Yurika sah ihn an. Sie zog ihn mit sich. „Es ist nur fair, wenn ich dich auch ohne Maske sehen darf!“, stellte sie klar. Kakashis Augen weiteten sich. Wie bitte?! „Als Entschuldigung möchte ich einen Kuss!“, stellte sie klar. Er wurde rot. Er sollte sie küssen? Sicher, er hatte geschaut, aber warum gleich küssen? Sie kannten sich doch gar nicht und überhaupt: Wollte sie mit ihm ausgehen? Er  wurde noch nie so direkt angebaggert. Das sorgte dafür, dass Kakashi wie eingefroren war.
Yurika winkte mit der Hand vor seinem Gesicht. Total weggetreten. War das sein Ernst? Verdammt, es war nur ein dummer Kuss! Er sollte sich nicht so anstellen. Sie wollte gerne das Geld. Sie wollte weder mit ihm zusammen sein, noch ihn gleich heiraten. Er tat ja gerade so, als hätte sie ihm einen Antrag gemacht. Sie wartete knapp 2 Minuten, in denen er sich nicht rührte. Genervt sah sie ihn an.

So langsam kroch die Wut in ihr hoch. „Vergiss es!“, meinte sie nur genervt. Der würde nie eine Frau küssen. Da war sie sich sicher. Niemand bekam das Geld. Er kam wieder zu sich und sah sie bedrückt an. „Es tut mir leid…. Ich wollte nicht…. ich meine….“, fing er wieder an. Sie sah ihn an und seufzte. Jetzt tat er ihr sogar etwas leid. Sie hatte nicht geahnt, dass er so schüchtern ist. Von einem Ninja erwartete man dies nicht. Er war doch sonst immer so taff und las sogar diese Bücher. Warum brauchte ihn eine Frau so aus dem Konzept?
Sie lächelte wieder. „Es tut mir furchtbar leid. Entschuldige“, sagte sie und beugte sich vor. Wieder sah er zur Seite. Diesmal war es keine Absicht von ihr gewesen und sie musste lächeln. Er war wirklich nett und nicht so pervers, wie man im ersten Augenblick dachte. Sie hatte fest geglaubt, dass er so eine Situation schamlos ausnutzen würde. Aber er war peinlich berührt und fast handlungsunfähig. Das mochten manche echt süß finde, sie fand es aber albern. Er war 30 Jahre alt! Wann wollte er denn mal heiraten und eine Familie haben? Er konnte ja nicht einmal richtig mit einer Frau sprechen. Unglaublich!

Sie wand sich ab und ging dann. Kakashi sah ihr nach und seufzte. Sie war wütend. Wohl zu Recht. Erst glotzte er sie an und dann ging er nicht mal auf ihre Forderung ein. Bestimmt hatte sie ihn nett gefunden und er hatte es vermasselt. Das Gefühl des Versagens machte sich in ihm breit. Er ließ den Kopf hängen. Vielleicht hätte er sie einfach küssen sollen. Aber er konnte doch nicht einfach so eine Frau küssen. Er kannte sie gar nicht richtig und er wusste auch nicht, was es ihr bedeutete. Er wollte ihr keine Hoffnungen machen. Doch nun fühlte er sich einfach nur mies. Grummelnd trat er einen Stein weg, der auf dem Weg lag und machte sich auf nach Hause. Von Menschen hatte er heute genug.
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