Wetten?!

von Twister
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Anko Mitarashi Kakashi Hatake Kurenai Yuuhi Shizune Tsunade Yamato (Tenzo)
01.07.2019
17.09.2019
44
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Tsunade sah Shizune an. Das war die Idee. Kakashi nickte ebenfalls. Der Barbesitzer war verwirrt. Tsunade lächelte. „Keine Sorge. Wir können so Kakashi Gedanken sehen von gestern Abend. Dann wissen wir, was genau passiert ist“, erklärte Tsunade. Der Barbesitzer war verwirrt. „Warum nicht gleich?“, fragte er. Tsunade räusperte sich. „Weil es weh tut!“, stellte Kakashi. Der Barbesitzer wurde bleich. „Was soll das heißen?“, fragte er. „Naja, der Körper sperrt sich dagegen. Je mehr Kakashi trainiert ist, Geheimnisse zu behalten, desto tiefer muss Inoichi bohren. Kakashi wird mehr Schmerzen ertragen müssen!“, stellte Shizune fest.
Der Barbesitzer wurde nervös. So viel Aufwand wegen so einer Sache? „Wenn ich deine Bedienung wirklich belästigt habe, dann möchte ich es wissen. Im dem Falle werde ich mich entschuldigen und Alkohol meiden!“, versprach er. Der Barbesitzer sah ihn betroffen an. Er nahm sich das ja ganz schön zu Herzen. Tsunade selbst lächelte. Sie hatte den Blick gesehen und auch verstanden. Kakashi selbst hatte Zweifel an seinem Verhalten. Vermutlich hatte er schon erste Erinnerungsblitze? Aber er wollte scheinbar auch Gewissheit. Und es freute sie ebenfalls, dass der Barbesitzer so langsam seine Wut verlor und das Gefühl bekam, dass es Kakashi nicht egal war, wie er sich anderen Menschen gegenüber benahm.

Inoichi erschien nach einer halben Stunde. Er sah in die Runde. Er deutete auf den Barbesitzer. „Nein, ich“, meinte Kakashi. Inoichi runzelte die Stirn. „Was soll das?!“, fragte er an Tsunade gerichtet. Er verschränkte die Arme. „Kakashi ist einer unserer besten Ninja. Ich werde nicht in seinem Verstand wühlen!“, gab er kund. Kakashi legte seine Hände auf die Schultern von Inoichi und lächelte ihn an. „Ich bitte dich darum. Du musst mir helfen, Erinnerungen wieder aufzurufen!“, sagte er. Inoichi sah ihn grimmig an. „Das ist keine Technik, um mal eben zu erfahren, wo man seinen Schlüssel hingelegt hat!“, fauchte er aufgebracht. Kakashi lächelte und sah hilfesuchend zu Tsunade.
„Inoichi Yamanaka! Dies ist ein D-Klasse-Auftrag. Es geht um den Ruf der Ninja. Ich möchte, dass du Kakashis Abend rekonstruierst!“, erklärte sie. Er ließ die Arme hängen. „Wie bitte?“, sagte er. Tsunade verschränkte die Arme. „Keine weiteren Informationen. Mach es sichtbar für uns alle!“, sagte sie. Sie wandte sich an Kakashi. Er nickte. Es war okay. „Gut, nach welchen Erinnerungen suchen wir?“, fragte er. „Kakashi war gestern in einer Bar. Ich will wissen, was seit dem Besuch in der Bar passiert ist!“, erklärte sie. Inoichi nickte. „Alles klar. Kommt mit!“, sagte er.

Sie gingen in einen Raum. Kakashi setzte sich in eine Vorrichtung. Sie schloss sich um ihn und ließ nur seinen Kopf frei. Er atmete tief ein und aus. Dann schloss er sein Auge. Er war bereit. Inoichis Helfer machten sich bereit. Dann begann er. Er wühlte in der Erinnerung. Kakashis Kopf wehrte sich wie erwartet. Inoichi erhöhte den Druck. Auch die drei Helfer begangen zu schwitzen. Kakashi riss das Auge auf. Man konnte ihm die Schmerzen ansehen. „Ich bin drinnen!“, erklärte Inoichi und keuchte etwas. Er rief den gestrigen Tag auf. Die Erinnerungen liefen wie in einem Film vorbei. Inoichi schlug die Augen auf. Er sah Kakashi an. Eine Schweißperle lief ihm über das Gesicht. Das hätte er niemals vermutet. Ob es Kakashi selbst klar war? Er war sich nicht sicher.
Bemüht, sich kein Urteil zu erlauben, schloss Inoichi wieder die Augen. Dann sah er den Traum. Er öffnete wieder die Augen. „Du solltest dringend mal mit ihm reden, Lady Hokage!“, meinte er nur und schloss wieder die Augen. Dann sah er die Bar vor sich. Er spürte auch Kakashis Stimmung. Das war echt erdrückend. Er wird sich betrunken haben. „Okay, ich hab es!“, sagte er. Tsunade nickte. „Reicht mir eure Hände“, sagte er. Alle fassten nun Inoichis Hand an. Es tauchten Bilder auf. Kakashi war in der Bar. Er setzte sich in die hintere Ecke. Dann kam besagte Bedienung. „Das ist sie!“, stellte der Barbesitzer fest.

Der Abend ging weiter. Kakashi bekam Gesellschaft. Er genoss es sichtlich von den Damen belagert zu werden und schmiss eine Runde nach der anderen. Kakashi amüsierte sich mit den Damen, die sich nicht belästigt fühlten. Dann wurden die Damen aber von besagter Bedienung verjagt. Der Barbesitzer runzelte die Stirn. Das ergab keinen Sinn. Die Bar lebte von Männern, die über den Durst tranken und sich dann mit Frauen amüsierte. Kakashi hatte sie zudem höflich behandelt. Erst zu Okyou war er grob, als er sie zu sich zog. Zuerst verärgert, schien es ihr dann doch zu gefallen. „Warte, kannst du das anhalten?“, fragte Tsunade. Inoichi nickte. Er holte die Erinnerung wieder hoch.
„Achtet auf die Schale!“, sagte sie. Alle folgten der Anweisung. Der Barbesitzer riss sich los. Er ging ratlos im Raum auf und ab. „Aber… das gibt doch keinen Sinn…. ihr ist verboten, so etwas zu tun….!“, erklärte er. Tsunade kannte jedoch keine Gnade. Sie holte den Barbesitzer wieder ran und zwang ihn, wieder Inoichis Hand zu nehmen. „Der Abend ist noch nicht vorbei!“, stellte sie klar. Sie wollte genau wie Kakashi wissen, wie der Abend endete. Er nickte und schloss wieder die Augen. Okyou trug eine große Mitschuld, das war ihm nun klar. Sie hatte ihn belogen. Kakashi hatte sie nicht belästigt. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt nicht.  
Tsunade wurde schlecht. Kakashi hatte sie geküsst? Sie wollte die Bestätigung gar nicht. Es kam auch nicht so weit. Zwar war die Stimmung aufgeheizt und Okyou hatte Kakashi genau da, wo Tsunade ihn mal haben wollte, doch das Schicksal konnte grausam sein. Es passierte genau das, was der Barbesitzer beschrieben hatte. Kakashi übergab sich und kotze ihr fast in den Mund. Ebenso hielt er sich am Ausschnitt fest, so dass es aussah, als ob er ihr mit Absicht in den Ausschnitt kotzte. Man konnte die Hand noch auf ihn zubewegen sehen und dann war es erst einmal schwarz.

Inoichi unterbrach. Er wusste nicht, ob er angeekelt sein sollte und Mitleid haben. Kakashi hatte echt kein Händchen für Frauen! So viel stand fest. Alkohol sollte er besser auch nur in Maßen trinken. Das war Kakashi nun hoffentlich auch klar. Ein wenig tat Kakashi ihm schon leid. Man konnte sehen, dass er litt und er würde sich an alles genau erinnern können, als wäre es gerade erst passiert. Manche Dinge vergaß man halt doch gerne. „Wollt ihr noch weiter?“, fragte er. Tsunade nickte. Man konnte sehen, wie er auf die Straße befördert wurde und dann durch die Straße torkelte. Er war genau dort einschlafen, wo er gefunden worden war. Kakashi selbst hatte sich auch vollgekotzt. Es war wirklich ein dummer Unfall gewesen.

Inoichi ließ von ihm ab und öffnete dann die Vorrichtung. Kakashi sackte in sich zusammen. Shizune gab ihm etwas, damit er wieder fit wurde. Sie schlug ihm leicht gegen die Wange, so dass er wieder zu sich kam. Er stützte sich mit den Händen ab. Die Erinnerung war nun so präsent wie niemals zuvor. Kakashi bekam Tränen ins Auge. Das war so beschämend auf vieler Art und Weise. Er wäre am liebsten im Boden versunken, aber ihm war klar, dass er das nicht durfte. Er musste sich nun für sein Verhalten entschuldigen. Er hatte genau das getan, was man ihn vorwarf und er hasste sich dafür! Alkohol wollte er unbedingt meiden oder nur in kleinen Mengen genießen.
Tsunade sah ihn traurig an. Hätte sie ihn noch mehr abgefüllt, hatte er bei ihr auch gebrochen? Vermutlich. Kakashi war kein Trinker. Und nun sah er aus wie ein Haufen Elend. Der Barbesitzer ergriff zuerst das Wort. „Ich möchte mich für meine Angestellte entschuldigen. Ich habe die Situation falsch eingeschätzt. Das Hausverbot hebe ich natürlich auf. Zudem bist du unser Gast, wenn du uns nochmal besuchen möchtest!“, erklärte er. Kakashi konnte nicht aufsehen. Das war alles so demütigend.

Tsunade mischte sich nun ein. „Kakashi bitte steht auf und sieh uns an! Mir ist klar, dass dir das unangenehm ist. Aber geschehen ist geschehen!“, erklärte sie. Kakashi stand geschlagen auf. Als er aufsah, konnte man sehen, dass sein Auge wässrig war. Tsunade verstand nicht mal ansatzweise, wie unangenehm ihm das alles war. „Ich muss nicht erwähnen, dass ich erwartet, dass du dich bei der Dame entschuldigst!“, sagte sie. Er nickte wie ein begossener Pudel. Dem Barbesitzer tat es inzwischen leid. Kakashi hatte viel auf sich genommen und ertragen, um die Angelegenheit zu klären. Und nun wurde er auch noch gemaßregelt. Dabei war er eigentlich das Opfer der Geschichte. Er wurde abgefüllt und belästigt.
„Als Ninja genießt man das Vertrauen der Dorfbewohner. Das sollte man nicht disziplinlos beschmutzen!“, erklärte sie. Er presste die Lippen zusammen. Er ahnte, was kommen würde. „Erinnerst du dich an diese Mission, die bisher noch keiner übernehmen konnte?“, fragte sie. Kakashi sah sie bettelnd an. Er wollte nicht! Niemand wollte sie! Deswegen lag sie seit Tagen herum. Tsuande wusste nicht, wem sie das antun sollte. Doch nun schien sie ein Opfer gefunden zu haben. Das war eine echte Strafe. „Ich bin mir sicher, dass du sie gerne erledigst, um deinen Schaden wieder gut zu machen. Der Erlös geht dann direkt Okyou und der Bar. Hört sich das nicht wunderbar an?“, fragte sie. Er nickte. „Sicher!“, meinte er geknickt.

Tsunade lächelte. Sie drehte sich weg und sah den Barbesitzer an. „Ich möchte eine klare Auflistung der Schäden!“, erklärte sie. Dann wandte sie sich Kakashi zu. „Du hast noch etwas zu erledigen. Seh zu, dass es bis heute Abend erledigt ist!“, sagte sie streng. Er nickte. Damit entließ sie alle. Inoichi packte Tsunade am Arm. „Rede unbedingt mit Kakashi. Er fühlt sich von dir verraten! Du wirst wissen, was genau der Grund ist!“, erklärte er. Tsuande sah Kakashi nach, der mit hängendem Kopf und mit den Händen in den Taschen davon ging. Er wusste es! Wer auch immer ihm es gesagt hatte, er wusste es bereits. Aber ihr war nicht klar, wie sie es genau wieder gut machen sollte. Er stolperte von einer unangenehmen Situation in die Nächte. Sein gesamtes Leben geriet auseinander und er wusste, wem er das zu verdanken hatte. Da war sich Tsunade sicher.
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