Simple Math

von Lisatsch2
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
01.07.2019
24.08.2019
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Jetzt gehts nach Italien für die 2 ^^
Viel Spaß beim Lesen!
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Klaas ging mit seinem Rollkoffer und seinem Rucksack etwas die Straße herunter, wartete dort auf Joko, weil er darauf bestand, zusammen mit Klaas zu gehen, da es mitten in der Nacht war und war einfach gerade sehr glücklich.

Sie hatten jetzt ihre Abschlussfahrt und es ging nach Italien.
Venedig, um genau zu sein und Klaas liebte jetzt schon den Gedanken, mit Joko auf einem Zimmer zu sein, am Strand zu liegen, schwimmen zu gehen und sich die Stadt anzuschauen.

Es gab 4er Zimmer und er würde mit Mark, Jan und Joko auf ein Zimmer gehen.
Das hatte er extra vorher mit Jan und Mark besprochen, weil er unbedingt Joko bei sich haben wollte.
Immerhin waren sie 6 Tage auf Klassenfahrt und 6 Tage mit Joko zusammen sein zu können, in einem Bett zu schlafen, dass würde ihn einfach glücklich machen.

Klaas wollte gerade sein Handy zücken und Joko anrufen, wo er bleiben würde, weil sie wirklich schon spät dran waren, aber da kam er schnellen Schrittes den Fußweg gelaufen und Klaas grinste.

„Hey, da bist du ja.“, grinste Klaas und ließ sich von Joko einen Kuss geben.

„Sorry, ich bin spät, lass lieber direkt weiter, sonst schaffen wir es nicht mehr.“

Er gab Klaas noch einen Kuss auf die Wange und griff dann nach dessen freier Hand, um Händchen zu halten.

Sie hatten jetzt Anfang Mai und Schule war schon fast fertig.
Lediglich die Prüfungen fehlten, aber die würden sie die Woche nach der Fahrt erst haben, deswegen genoss Klaas einfach gerade die entspannte Zeit mit Joko.

„Und? Kommst du mit dem Lernen voran?“, fragte Klaas beiläufig, als sie den Weg weiter gingen.

„Ja geht…“

Er wusste, Joko hatte etwas Probleme mit Biologie.
Ausgerechnet das Fach, welches Klaas liebte und in welches er glatt 1 stand.

„Wie gesagt, wir können das gerne zusammen machen. Ich helfe dir dann. Du weißt, du musst in der Prüfung mindestens ne 4 machen, Maus.“

„Ich schaff das schon.“, sagte er trocken und gab Klaas noch einen Kuss auf die Wange.

Joko brauchte eine 4 um zu bestehen und genau deshalb machte sich Klaas etwas Sorgen.
Joko war kein dummer Kerl, nur etwas faul und wenn er sich dahinter klemmte, dann konnte er auch wirklich gut lernen, dass wusste Klaas.

Als sie an der Schule ankamen, stand der Reisebus schon da und Frau Löbel zählte bereits die Schüler durch.
Sie liefen schnell dazu und verstauten ihre Koffer, stiegen dann in den Bus.

Es war gerade mal kurz nach Mitternacht, aber sie mussten so früh los, weil sie mindestens 14 Stunden unterwegs sein würden, weil der Busfahrer auch Pausen machen wollte, was natürlich verständlich war.

Joko ging durch die Reihen, hatte Klaas an der Hand und sie setzten sich eine Reihe hinter Mark und Jan.
Joko rutschte durch und Klaas setzte sich neben ihn.
Er war einfach verdammt müde, aber auch verdammt aufgeregt, weshalb er wirklich nicht wusste, ob er noch schlafen oder doch lieber wach bleiben sollte.

„Freust du dich schon?“, fragte Klaas aufgeregt Joko und dieser lachte kurz leise und legte Klaas einen Arm um, um ihn näher zu ziehen.

„Ich freu mich. Aber du anscheinend auch, du machst mich wahnsinnig, so hibbelig bist du.“, lachte er und gab Klaas einen Kuss auf die Wange.

„Ich bin halt so aufgeregt. Es is quasi auch ein kleiner Urlaub, den wir beide zusammen machen, weißt du? Das macht mich glücklich.“

Joko grinste Klaas nach diesen Worten an und drückte ihm kurz die Lippen auf.

„So süß das auch is, du solltest wirklich versuchen, etwas zu schlafen. Es schlafen fast alle und ich wollte auch noch etwas. Also komm mal her…“

Joko zog Klaas etwas an sich, als er sich angelehnt hatte und dieser kuschelte sich an Joko an.

„Schlaf schön, Hase, okay?“

„Du auch…“, murmelte Klaas an Jokos Halsbeuge und driftete tatsächlich schnell in den Schlaf.

Kurze Zeit später schreckte er aber auf, als er eine Hand an seinem Arm merkte, riss die Augen auf und blickte in Marks Gesicht, der sich umgedreht hatte.
Klaas sah ihn irritiert an, sah kurz zu Joko, der noch friedlich schlief und sah dann wieder Mark an.

„Was ist?“, flüsterte Klaas und sah ihn fragend an.

„Ich…wir müssten da noch was besprechen. Wegen dem Zimmer.“

„Wieso? Wir haben doch schon alles geredet oder nicht?“

„Ja…also. Nein. Jan will mit dir reden. Nicht Ich. Mir is das ja egal. Aber.“

Mark hielt inne, als Joko seinen Kopf näher an Klaas seinen drückte, aber anscheinend weiter schlief.

„Aber er will was mit dir bereden.“, flüsterte er jetzt und Klaas sah ihn skeptisch an.

„Was will er denn? Du weißt doch bestimmt, um was es geht.“

„Nein.“

„Mark, man, sag einfach.“

„Klaas, ich weiß wirklich nicht, was.“

Joko grummelte kurz vor sich hin, ehe er seine Augen etwas öffnete und erst Klaas dann Mark ansah.

„Sag mal, seid ihr behindert? Es ist…alter. 2 Uhr. Seid einfach ruhig, okay? Ich will schlafen…“, murmelte er, rieb sich kurz über das Auge und Mark drehte sich wieder nach vorne, nachdem er Klaas noch einen kurzen Blick zugeworfen hatte.

„Wieso bist du wach…“, murmelte Joko, lehnte seinen Kopf nach hinten und sah Klaas seitlich an.

„Mark wollte was reden, aber…keine Ahnung. Tut mir leid, dass wir dich geweckt haben.“

„Alles gut…kommst du her?“, nuschelte Joko und breitete seinen Arm aus, weshalb Klaas schmunzeln musste und natürlich wieder an Joko heran rutschte.

Auch wenn er diese Nähe gerade sehr genoss, machte er sich dennoch Gedanken, über was Mark und Jan mit ihm reden wollten.
Dann schlief er wieder ein und wurde erst wieder durch Joko wach, der ihm einen Kuss an die Schläfe hauchte und ihm zuflüsterte.

„Klausi? Bist du wach?“

„Hm…“, murmelte er und vergrub seinen Kopf an Jokos Halsbeuge, der leise lachen musste.

„Hase, wir machen jetzt Pause. Wollen wir was essen gehen?“

„Wie spät ist es…“

„Kurz nach 8 Uhr.“

Klaas schreckte jetzt auf.
Hatte er ernsthaft 6 Stunden am Stück geschlafen?
Weil ihm selber kam das gerade nicht so vor.
Im Gegenteil, er fühlte sich wie gerädert.

„Das is jetzt schon die dritte Pause, Maus. Wollte dich nicht wecken, weil du echt tief geschlafen hast. Die sind hier durch gelaufen und du hast dich gar nicht gerührt…“, grinste Joko und fuhr Klaas über die Haare.

„Und deswegen bist du einfach sitzen geblieben?“

„Klar. Wir machen ja genug Pausen und müde war ich sowieso. Wollen wir einen Happen essen gehen? Weil hab Kohldampf…“

Klaas lachte kurz, streckte sich dann und stand dann langsam auf, hielt Joko dann die Hand hin und sie gingen zusammen raus in den Burger King.
Sie aßen dort etwas und weil Joko noch auf Toilette wollte, wartete Klaas draußen.
Es war ein Glück nicht extrem heiß und so ließ es sich wenigstens aushalten.

Die Tür ging auf und Jan und Mark verließen den Laden und stellten sich zu Klaas, der sie lächelnd ansah.

„Na, bist ja auch mal wach.“, lachte Mark und Klaas rieb sich immer noch müde über die Augen.

„Ja…Joko hat mich extra nicht geweckt.“, grinste er.

„Wissen wir. Er hat uns angekeift, als wir zu laut aufgestanden sind.“, motzte Jan.

„Naja nicht gemotzt. Er hat nur gesagt, wir sollen leise sein, weil du schläfst.“, ergänzte Mark und sah Jan genervt an.

„Oh okay? Naja…aber ich freu mich schon, wenn wir endlich da sind.  Ich will endlich unser Zimmer sehen.“, strahlte Klaas sie beide an, aber merkte sofort, dass etwas nicht stimmte, als Mark direkt auf den Boden sah.

„Stimmt was nicht?“, fragte Klaas irritiert Mark und der sah ihn wieder direkt an.

„Naja…frag lieber mal Jan. Ich hab damit nichts zu tun.“

Klaas sah sofort Jan an, der Mark kurz noch ansah, dann Klaas.

„Was ist?“

„Klaas, es geht um unser Zimmer. Und Joko.“, sprach Jan leise.

„Okay? Ich weiß aber nicht was.“

Klaas stoppte, als er langsam verstand und er glaubte, dass solle ein schlechter Scherz sein.

„Nein.“, sprach Klaas trocken und sah Jan an.

„Klaas…ich kann ihn nicht leiden. Er mich nicht, dass klappt im Leben nicht.“

„Du kannst nicht verlangen, dass er woanders schläft. Er is mein Freund, okay? Das is doch komplett bescheuert, wenn er nicht bei mir schläft.“, motzte Klaas.

„Ich will nicht, dass er bei uns ist. Tut mir leid. Ich ändere meine Meinung nicht.“

„Man Jan! Was soll das denn bitte? Und wieso jetzt, wo wir schon auf dem Weg sind? Hättest du sowas nicht mal früher ansprechen können? Als ich gefragt hatte, war noch alles in Ordnung!“

„Nein, du hast das entschieden, ich konnte da nichts zu sagen. Und jetzt bleib mal bitte ruhig, okay?“

„Ich soll ruhig bleiben? Ach klar und ich soll ihn das dann auch noch beichten, richtig? Toll. Vielen Dank. Du bist so egoistisch…“, sprach Klaas und war sichtlich traurig.

„Dann bin ich eben egoistisch. Warst du auch, als du das entschieden hast. Ich halte es halt leider nicht 6 Tage mit dem im Zimmer aus.“

„Ja toll, ich hab mich aber drauf gefreut! Und jetzt soll er.“

Klaas stoppte, als Joko ihn von hinten umarmte und einen Kuss auf den Hinterkopf gab.

„Na, was meckerst du hier so rum?“, grinste Joko und Klaas drehte sich zu ihm um.

„Ich…du wir…müssten kurz was klären…“, sprach er leise und verschränkte seine Finger mit Jokos.

„Und was?“, lächelte er irritiert.

„Es geht um das Zimmer…du…kannst leider nicht. Also bei mir schlafen. Im Zimmer. Bei uns halt.“

Jokos Blick wurde weich, dass sah Klaas und Joko sah dann kurz zu den anderen beiden, wo Mark unschuldig die Hände hob und augenblicklich sah Joko Jan an, der ihm kalt entgegen sah.

„Oh. Okay…ich. Alles gut. Versteh schon.“, lächelte er zaghaft Klaas an und dieser runzelte die Stirn.

„Wirklich?“

„Ja…is wahrscheinlich besser so.“, sagte er und sah wieder kurz zu Jan, dann Klaas ins Gesicht.

„Und…wo schläfst du dann?“

„Mal schauen. Ich frag Matthi später, der ändert bestimmt die Aufteilung noch mal.“

„Tut mir leid…ich will dich gerne bei mir haben, aber.“

„Alles gut. Ich versteh das. Ich geh schon mal in den Bus…“, flüsterte er und gab Klaas einen Kuss, ließ dann dessen Hand los und ging langsam zum Bus.

Klaas sah ihn traurig hinterher und schaute mit dem selben Gesichtsausdruck Mark an.

„Ich hab da nichts mit zu tun. Du weißt, ich hab nichts gegen Joko.“

Dann sah Klaas Jan an.

„Bist du jetzt zu Frieden?“, sprach er leise und war einfach traurig im Moment.

„Schon ja.“

„Du weißt, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, Zeit mit ihm zu verbringen, ihn bei mir zu haben Tag und Nacht und dann kommst du mit so einem Mist. Merkst du nicht, dass ihm das auch weh getan hat?“

„Ach jetzt hör aber auf. Als würde der jemals Trauer empfinden.“, lachte Jan kurz.

„Wenn du ihn kennen würdest, würdest du wissen, dass er gerade verletzt war. Ihm tat das weh. Genauso wie mir. Er zeigt das nur nicht offensichtlich, du verdammter Idiot…“, motzte Klaas und ging dann ohne ein weiteres Worte zu sagen, wieder in den Bus.

Am Platz angekommen, sah er, wie Joko aus dem Fenster sah und sah auf Anhieb, wie bedrückt er war.
Er setzt sich neben ihn und griff direkt nach Jokos Hand, lehnte sich an seine Schulter und merkte Jokos Kopf auf seinem.

„Geht’s dir nicht gut, Klausi?“, flüsterte Joko und hauchte ihm einen Kuss auf den Haarschopf.

„Mir geht’s beschissen…aber eher wegen der Situation…“

„Kann man jetzt nicht mehr ändern.“

„Das is aber scheiße. Er kann nicht einfach sagen, du darfst nicht bei uns sein.“

„Vielleicht ist es ja aber besser so, weißt du?“

„Ne, weißt du was? Du kommst einfach zu mir. Der hat mir nicht zu sagen, wo du schlafen sollst. Fertig is. Du bleibst bei mir.“

„Klaas…“

„Ne nicht Klaas.“

„Klausi bitte. Du weißt, Böhmermann und ich würden uns die Köpfe am ersten Abend einschlagen.“

„Das Risiko geh ich ein…“

Joko lachte kurz, und zog Klaas enger an sich.

„Das is süß von dir, aber lass das lieber. Sonst bekommst du wieder unnötig Stress mit deinen Freunden wegen mir. Wir haben doch immer den ganzen Tag zusammen, hm? Das is doch auch schön.“

„Ja…immerhin…“

Der Rest der Fahrt verging viel zu langsam.
Es wurde langsam echt warm im Bus, aber Joko und Klaas kuschelten trotzdem miteinander.

Gegen 15 Uhr kamen sie dann doch endlich an, sogar etwas früher als gedacht.
Ihr Hotel lag direkt am Meer und Klaas liebte jetzt schon die Aussicht.
Das Wasser war türkis und es war einfach ein himmlischer Strand.

„Wir müssen später unbedingt an den Strand gehen, okay?“, grinste Joko Klaas an, dessen Hand er festhielt und Klaas war immer noch deprimiert.

„Ja machen wir…

„Klausi. Hör auf zu schmollen, bitte. Schau dir doch mal diesen verdammten Strand an und vergiss das mit dem Zimmer.“

Klaas seufzte und drückte sich an Joko, der ihn liebevoll umarmte.

„Ich schwöre, ich bin da nur zum Pennen…die restliche Zeit wirst du mich nicht los.“, murmelte Joko und Klaas lachte nun kurz.

Sie nahmen ihr Gepäck an sich und Frau Löbel teilte die Zimmerschlüssel aus. Jedes Zimmer bekam 2 Schlüssel, weil man mindestens zu 2. unterwegs sein sollte.
Mark, Jan und Klaas standen zusammen und Klaas war wenigstens darüber froh, dass sie ein Zimmer im Erdgeschoss hatten.
Kaum hatte Klaas den Schlüssel in der Hand, kam Joko mit einem auf sie zu.

„Wo is deins?“, fragte Klaas direkt nach und Joko seufzte.

„203.“

„Aber das is 2 Etagen über mir…“, entgegnete er traurig.

„Wird schon, okay?“

Klaas seufzte erneut und ließ sich küssen.

„Dann…sehen wir uns später, okay?“, flüsterte Joko und Klaas nickte traurig.

„Ich vermiss dich jetzt schon…“, nuschelte er und drückte sich wieder an Joko, der ihn fest umarmte.

„Ich dich auch…ich beeil mich.“, flüsterte er und gab ihm einen Kuss.

Klaas ließ Joko nicht sofort los, sondern erst, als Joko sich noch mal umgedreht hatte, weil Klaas ihn festhielt.
Er sah ihn traurig hinter her und hörte Jan hinter sich seufzen.

„Sei ja ruhig, verstanden? Nur wegen dir schläft er jetzt woanders. Es is einfach verdammt unfair, wieso muss er.“

„Hol ihn her…“, nuschelte Jan und verdrehte die Augen.

Klaas sah ihn verwirrt an.

„Was?“

„Hol deinen Lover zurück, okay? Das hält ja keiner aus, man…“

Klaas hielt kurz inne, weil er dachte, er würde das nur träumen, aber fing dann an zu grinsen und lief los.

„Joko!“, rief er strahlend und angesprochener blieb direkt stehen und drehte sich verwirrt um, gerade noch rechtzeitig, um Klaas aufzufangen, der einfach in ihn rein lief und ihn umarmte.

„Wow. Hase, ich beeil mich doch, hab ich gesagt.“, lachte Joko kurz und strich Klaas über den Rücken.

„Du kannst bei mir bleiben. In unserem Zimmer!“

„Ich hab dir doch gesagt, es is okay, wenn.“

„Jan hat gesagt, ich soll dich holen!“

Joko runzelte direkt die Stirn.

„Jan? Jan hat das gesagt?“

„Ja! Und jetzt komm!“, strahlte Klaas, griff nach Jokos Hand und zog ihn mit sich, bis sie wieder bei Mark und Jan ankamen.

„Na dann…“, lachte Mark kurz und ging dann mit Jan los.

Klaas lief mit Joko hinter ihnen her und als sie dann am Zimmer ankamen, bekam Klaas direkt große Augen.
Das Zimmer war einfach Klasse und eine Tür führte direkt nach hinten raus zum Strand.

„Oh mein Gott, wie geil!“, strahlte Klaas und warf sich auf eins der Betten.

Joko ging lachend in den Raum, stellte seinen Koffer ab und sah Klaas an.

„Also ich nehm das Bett…“, murmelte Klaas, verschränkte die Hände hinter seinem Kopf und schloss die Augen.

Kurz darauf lachte er auf, als Joko sich auf ihn warf, ließ sich küssen und umarmte Joko.

„Dann nehm ich auch das Bett…“, grinste Joko an seinen Lippen und drückte sie Klaas wieder auf.

„Boah könnt ihr mal aufhören, euch zu befummeln?“

Joko stoppte abrupt und sah zu Jan, der seine Tasche auf eins der Betten ablegte und seine Sachen auspackte.

„Vielleicht findest du hier in Venedig irgendwo ein nettes Mädel, mit dem du das auch machen kannst, Böhmermann.“

„Alter, halt dein Maul…“

„Sorry, lieber nen Kerl?“

Jan warf sein Shirt wieder in die Tasche und drehte sich zu Joko um, der noch auf Klaas lag und der versuchte, Joko ruhig zu bekommen.

„Für wen hältst du dich eigentlich?! Geht dich doch einen Scheiß an, auf was ich stehe, verdammt.“

Joko schnaufte belustigt und stand unter Protest von Klaas auf.

„Hab ich da etwa einen wunden Punkt getroffen?“, sprach er leise und stand direkt vor ihm.

„Nein. Was auch immer du dir da einbildest.“

„Könnt ihr nicht aufhören, euch anzukeifen? Ich zieh mich jetzt um und geh jetzt an den Strand.“

Mark war mittlerweile zum Zimmer nebenan gegangen, um sich da umzuschauen.
Joko sah kurz zu Klaas, der sich einfach das Shirt auszog und dann seine Hose samt Shorts, um sich eine Badehose anzuziehen.
Er stand mit dem Rücken zu ihnen und Joko sah dann wieder zu Jan, runzelte die Stirn und verstand auf Anhieb, wieso dieser ihn nicht leiden konnte, grinste nun wissend und sah dann wieder zu Klaas, der nun fertig umgezogen war und auf Joko zuging.

„Kommst du mit?“

„Ich komm gleich nach.“, sagte er und gab Klaas einen kurzen Kuss, ehe Klaas durch die Tür ging und zum Strand lief.

„So so, mein lieber Jan…“, sagte Joko leise und verschränkte die Arme vor sich.

„Was willst du?“

„Wieso darf ich plötzlich hier schlafen?“

„Weil es mich genervt hat, dass Klaas sauer war. Und eure Schnulze hat keiner ausgehalten da draußen.“

„Aha…du wolltest nicht, dass Klaas sauer ist?“

„Ja, wir sind halt Freunde. Und jetzt geh mir aus die Sonne.“

„Und seit wann stehst du auf ihn?“

Jan sah ihn mit großen Augen an.

„Bist du bescheuert?! Stimmt doch gar nicht!“

„Ach, dann hab ich mir deine Blicke eben nur eingebildet, als er sich hier ausgezogen hat? Dir sind deine Augen fast raus gefallen, alter.“, lachte Joko bitter.

„Keine Ahnung, was du dir da einbildest!“

„Hey, jetzt versteh ich auch, wieso du mich nicht leiden kannst. Immerhin bin ich mit Klausi zusammen. Aber is echt süß von dir, dass du auf ihn stehst.“

„Verpiss dich doch einfach…“

Jan setzte sich auf sein Bett und sah auf den Boden.
Kurz grinste Joko noch, aber wurde dann doch weich, als er sah, wie getroffen Jan war.
Zögerlich setzt er sich neben ihn und merkte, wie Jan sich etwas wegsetzte.

„Hey…ehm…halb so wild…“, nuschelte Joko etwas und klopfte Jan auf die Schulter, der ihn deswegen irritiert ansah.

„Willst du mich verarschen?“, sprach er leise und wischte sich über die glasigen Augen.

„Nein ich…versteh dich. Mir ging das mal ähnlich wie dir. Aber glaub mir, es gibt auch noch andere Typen, nicht nur Klaas. Der gehört leider mir. Aber wenn du dir etwas Zeit gibst, wirst du merken, da gibt es andere, die du vielleicht noch besser findest als ihn. Verstehst du?“

„Daran glaub ich nicht…“

„Seit wann…magst du ihn denn?“

„Schon damals, als er dich im Unterricht geküsst hat…“

„Oh okay. Das is ja echt schon ne Weile.“

„Hm…“

„Aber wie gesagt. Du bist noch echt jung, so scheiße siehst du nicht mal aus und da findest du mit Sicherheit einen Typen. Okay?“

Jan nickte zaghaft und sah Joko dann kurz in die Augen.

„Und du hast tolle Augen. Also immer einem Typen in die Augen schauen, dann wird das.“, sagte Joko, wuschelte Jan durch die Haare und dieser schnaufte kurz belustigt, ehe Joko räuspernd aufstand und sich umzog.

„Ich versteh, wieso er dich liebt. Du bist eigentlich voll in Ordnung…“

Joko drehte sich beim umziehen und sah ihn dann an.

„Und gut bestückt, wie ich sehe.“, sagte Jan und sah dann beschämt weg, als Joko lachen musste.

„Ja. Ehm. Danke? Denk ich mal?“, lachte Joko und zog seine Badehose an.

„Willst du mit zum Strand?“, fragte er, als er sich sein Handtuch schnappte und es sich über die Schulter warf.

„Ne, lass mal. Ich muss das nicht unbedingt sehen…“, sagte Jan etwas zaghaft und Joko nickte nur.

Dann ging er raus an den Strand und sah Klaas auf einer der Liegen mit geschlossenen Augen.
Joko schlich sich grinsend an und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, weswegen er erschrocken die Augen aufriss und dann aber Joko grinsend ansah.

„Hast du mich erschreckt.“, lachte Klaas und rutschte ein Stück, damit Joko neben ihm Platz hatte.

„War auch Sinn der Sache.“, lachte er und legte sich neben ihn, drückt ihm einen Kuss auf die Lippen und legte einen Arm um ihn.

„Das is wahnsinnig schön hier oder?“, flüsterte Klaas und legte seinen Kopf auf Jokos erhitzte Brust.

„Verdammt schön.“, grinste er und musste wieder an Jan denken.

Dieser hatte sich tatsächlich in Klaas verknallt.

„Worüber denkst du nach?“, fragte Klaas aus dem Nichts und sah Joko dabei an.

„Ich hab nur…wusstest du, dass dein kleiner Freund, Jan Böhmermann, auf dich steht?“, grinste er leicht und stupste Klaas gegen den Bauch.

„Hä was? Jan? Jan is nicht schwul. Wer sagt denn sowas?“

„Vorhin, als du dich im Zimmer umgezogen hast, da hat er dich beobachtet. Ich hab das gesehen.“, lachte er kurz.

„Er hat was?“

„Du weißt schon. Er hat dich abgecheckt.“

„Jan?“

„Jaha. Und ich hab ihn gefragt und er hat es zugegeben. Der steht schon ewig auf dich.“

„Fuck…ich wusste das nicht. Deswegen will er dich nicht bei uns haben oder? Oh man ey…ich bin so blöd. Und damals hat er mich gemieden, weil er verletzt war.“

„Genau so ist es.  Er mag mich nicht, weil ich mit dir zusammen bin.“

Klaas wurde es ganz schlecht und er hatte verdammte Schuldgefühle.

„Ich muss mit ihm reden…“

Klaas wollte gerade aufstehen, als Joko ihn am Arm festhielt.

„Klausi, nein. Lass das. Ich hab ihm gesagt, ich erzähl dir nichts.“

„Ja und jetzt? Soll ich so tun, als wäre nichts?“

„Ja.“

„Joko, dass geht nicht. Ich kann nicht so tun, als wüsste ich davon nichts.“

„Hase, es macht es nur schlimmer. Glaub mir. Jetzt auf keinen Fall.“

„Das is doch scheiße…“, sprach er leise und seufzte.

„Tröstet es dich, wenn ich dir sage, dass wir uns besser verstehen seit dem Gespräch?“

„Wirklich?“

„Ja. Er hat gesagt, er weiß, wieso du mich liebst und das war echt…nett von ihm. Ich hab ihn auch etwas getröstet, was das Thema Klaas betrifft. Glaub mir, dass wird schon wieder alles.“

„Wenn du das sagst. Aber schön, dass ihr euch langsam versteht.“, lächelte er und küsste Joko auf die Wange.

„Wollen wir schwimmen gehen?“

„Weiß nicht, ich will eigentlich nur liegen bleiben.“

„Es is ultra heiß, komm schon.“, bettelte Joko und stand auf.

„Geh ruhig. Ich warte hier…“, sagte Klaas und hatte die Augen geschlossen.

Kurz sagte Joko nichts und Klaas dachte, er wäre schon auf dem Weg ins Wasser, als er 2 Hände merkte, die ihn hoch hoben und er schrie kurz auf, als Joko mit ihm los lief.

„Joko! Hör auf!“, lachte Klaas, aber Joko legte sich Klaas über die Schulter und lief einfach direkt ins Wasser.
Im Wasser ließ er Klaas fallen, der kurz unter tauchte und dann wieder nach oben tauchte.

„Du bist unmöglich!“, lachte er und spritzte Joko etwas Wasser ins Gesicht.

Joko lachte auch und drückte Klaas dann die Lippen auf.
Nach ein paar Stunden gingen sie für das Abendbrot zurück ins Hotel und gegen 21 Uhr auf das Zimmer, weil ab 21:30 Uhr Nachtruhe herrschte.
Joko warf sich geschafft vom Tag direkt aufs Bett und stöhnte kurz atemlos auf, als Klaas sich auf ihn warf.

„Fuck, also eigentlich wiegst du ja nicht so viel ne, aber du bist ne echte Tonne.“

„Sag mal.“, lachte Klaas und drückte Joko, der ebenfalls lachte, die Lippen auf.

Als er merkte, dass die Tür aufging, rollte er sich direkt von Joko herunter und stoppte das Küssen, weil er wusste, dass es Mark und Jan waren.
Jan sah sie direkt an und ging schnurstracks auf sein Bett zu.

„Und? Schönen Tag gehabt?“, fragte Klaas und Jan nickte.

„Ja, haben uns die Stadt angeschaut…“

Klaas nickte nur und wollte schon etwas sagen, als er Jokos Arm merkte, welcher ihn an sich zog und er legte sich einfach hin.
Vielleicht war es doch besser, einfach nicht das Thema anzusprechen.
Klaas kuschelte sich an Joko, der ihn von hinten umarmte, aber sah trotzdem immer wieder zu Jan.

„Klausi…lass ihn bitte.“, flüsterte Joko ihm ins Ohr und gab ihm einen Kuss in den Nacken.

Klaas seufzte und drückte sich enger an Joko und schloss dann einfach die Augen.

Die nächsten Tag vergingen fast wie im Flug.
Leider.
Klaas liebte die Zeit, die er mit Joko verbringen konnte.
Sie gingen jeden Tag für ein paar Stunden an den Strand.
Vormittags unternahmen sie meist was als Klasse, sahen sich etwas an oder hatten eine Stadtrundfahrt, was auch Spaß machte.

Am schönsten fand Klaas den Freitagabend, als Joko ihn mit einer Gondelfahrt überraschte.
Das war einfach verdammt romantisch und diese Zeit brannte sich auch in seinem Gedächtnis ein.
Wie der Gondoliere etwas sang und sie einfach kuschelnd da saßen.

Es war jetzt Samstagabend und sie packten gerade ihre Koffer wieder in den Bus.
Klaas vermisste diese Fahrt jetzt schon.
Er setzte sich wieder neben Joko, der ihn sofort in seine Arme schloss und an sich zog.

„Joko?“

„Ja?“

„Können wir irgendwann mal wieder her kommen? Oder einfach zusammen in den Urlaub fahren?“

„Definitiv. So schnell wir möglich.“, sagte Joko und gab Klaas einen Kuss.

Klaas lehnte sich an ihn und schloss die Augen.
Er liebte Joko einfach und der Gedanke, bald mit der Schule fertig zu sein, machte ihn glücklich.  

Er freute sich auf die Zukunft, weil er wusste, er würde mit Joko zusammen bleiben.
Aber am meisten freute er sich gerade auf die Abschlussfeier, die in 2 Wochen stattfinden würde, wo sie zusammen als Paar erscheinen würden….
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