Auf Liebe, Freundschaft und Glück

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Alea der Bescheidene Jean Méchant der Tambour Luzi das L
29.06.2019
20.02.2020
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hr seht ganz richtig... Ink postet schon wieder eine Story, ohne eine andere zu beenden. Aber keine Sorge... die werden auch alle noch beendet irgendwann. Ich hatte nur in letzter Zeit sooo viele Ideen, die geschrieben werden wollen... und auf diese FF wird auch schon sehr lange gewartet... also hier ist sie endlich.

Der 5. und definitiv letzte UND längste Teil meiner Aluzi Reihe... und ich hoffe dieser Teil kommt genauso gut an, wie die vorherigen Teile. ^^

Ihr werdet feststellen, dass die Kapitel hier nun 2000+ Wörter haben, also doppelt so viele wie bei den vier Prequels... aus dem ganz einfachen Grund, diese Story wird seeeeeehr lang. Und ich meine wirklich SEHR lang... O.o
Aber umso besser für euch, dann könnt ihr nämlich umso mehr lesen, hihi.

In diesem Sinne will ich euch nicht noch länger vollquatschen. Habt Spaß beim Lesen und vergisst bitte, bitte nicht, eine Review da zu lassen, ja? Ich würde mich nämlich wirklich ganz doll darüber freuen. ^^

Eure Ink^^
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Es waren dreißig Grad im Schatten, die Sonne brannte erbarmungslos auf die Erde und selbst die tapfersten und mutigsten Spielleute hatten unter diesen Umständen die weiße Fahne gehisst und kapituliert.
So saßen sie nun verstreut und aufgeteilt im Schatten, oder sie hatten das Haus, welches ihnen momentan als Songwriting Camp diente, erst gar nicht verlassen. So hatte es sich Elsi mit einem kühlen Fußbad nach draußen auf die Terrasse verschlagen. Jean und Falk saßen bei ihm, der Letztere hielt jedoch ein Nickerchen. Lasterbalk und Frank konnte man in der Küche wiederfinden. Sie hatten die Fenster weit aufgerissen, in der Hoffnung wenigstens eine kleine Brise hinein zu locken und der Ventilator lief ebenfalls auf Hochtouren. Till war in seinem abgedunkelten Zimmer, mit ein oder zwei kalten Getränken, und spielte irgendein Spiel an seinem armen, ebenfalls warm werdenden, Laptop. Rundum, es war einfach kaum auszuhalten.
Es gab nur Einen, dem diese Affenhitze nichts auszumachen schien. Dieser Spielmann hörte auf den Namen, Luzi das L. Und Luzi das L lag, zum Leidwesen seines Liebsten und Ehemannes, auf dessen nackter Brust und spielte unbeirrt an seinem Handy ‚Clash of Clans‘. Aber der blonde Sänger, der schon vom Faulenzen im Schatten unter der Trauerweide schwitze und litt, geriet langsam aber sicher an seine Grenzen. Trotzdem wollte er Luzi nicht von sich stoßen, denn der Schwarzhaarige wollte kuscheln, also kuschelten sie.

„Du? Schatz?“, der Leidende entschied sich, sein Glück zu versuchen und Luzi dazu zu bekommen, sich freiwillig von ihm weg zu bewegen. Wie machte der Kleinere das denn auch, beziehungsweise, wie hielt er diese Hitze denn aus?
„Was denn?“, er war leicht abwesend. Konnte durchaus an den bunten Figuren liegen, die auf dem Bildschirm umherliefen und sich gegenseitig bekriegten und bekämpften.
„Ist dir nicht warm?“
Der Dudelsackspieler machte ein leises, nachdenkliches Geräusch. „Hm, geht. Wieso?“
„Ach, ich dachte ich spaziere mal gerade rein und hole uns was Kaltes zu trinken. Wie klingt das?“
Kurz blickten Luzis blaue Augen auf, doch schnell waren sie wieder auf den kleinen Bildschirm gerichtet. Er schien zu gewinnen, wenn Alea das richtig sah und verstand, er konnte sich aber auch irren. „Klingt gut“, und tatsächlich erhob er sich und Alea atmete erleichtert auf. Nur um dann feststellen zu müssen, dass er ja jetzt das schattige Plätzchen verlassen musste, um ins Haus zu kommen. Und dann würde er auch noch zweimal durch die brennende Sonne rennen müssen. Ob das nun wirklich eine Verbesserung zu seinem vorherigen Zustand war? Er war sich da nicht so ganz sicher.
„Dann bis gleich“, nuschelte Alea und begab sich dann doch auf seine Odyssee in die Küche, wo er von einem Lasterbalk begrüßt wurde, der seine Haare tatsächlich zurückgebunden hatte in einem  nicht sehr ansehnlichen Zopf, wie auch Bruder Frank, der in seine Arbeit vertieft war. Oder was auch immer es war, das er da tat.

„Na, zu warm geworden?“, grüßte Lasterbalk. Auch auf seiner Stirn standen die Schweißtropfen und er war gerade dabei Karten zu mischen. „Magst du vielleicht mitspielen?“
„Am liebsten schon“, hier drin ging es durch den Ventilator. Zumindest war es nicht so warm, wie in der puren Sonne oder wenn Luzi auf Einem drauf lag.
„Aber?“, nun sah Frank auf. Sein Laptop fuhr gerade runter und nachdem er diesen ausgestellt und auf Seite gestellt hatte, teilte der Lästerliche die Karten aus. Drei Haufen mit je fünf Karten gab er aus, den Rest legte er in die Mitte, mit einer aufgedeckten Karte und zwar ein Kreuz König.
„Luzi wartet auf mich. Ich hab gesagt, ich hole uns was zu trinken.“ Dennoch setzte er sich dazu. Eine Runde Mau-Mau würde schon nicht zu lange dauern. Frank haute direkt eine Sieben heraus, typisch die gelbe Gefahr. Doch er hatte zum Glück auch Eine.
„Ihr verdammten…“, fluchte Lasterbalk, der vier Karten ziehen durfte. „Aber dein Schatzi wird doch wohl ein paar Minuten ohne dich auskommen.“
„Das ist es auch nicht.“ Der Asiate hatte einen Buben gesetzt und sich Pik gewünscht und es tat dem Sänger in keinster Weise leid, dass Lasterbalk wegen seiner Acht nun aussetzen musste. Dafür durfte er selbst in der nächsten Runde dann ebenfalls ziehen.
„Und was ist jetzt das Problem?“, wollte Frank wissen. Der verdammte Schuft hatte nur noch eine Karte auf der Hand. „Letzte Karte!“
„Luzi will kuscheln und es ist zu warm“, maulte der Blonde.
„Dann sag ihm das doch einfach!“, Unverständnis machte sich in Lasterbalks Stimme breit.
„Aber er schaut immer so süß und dann kann ich nicht ‚nein‘ sagen…“
„Oh Gott“, von Lasterbalk kamen Würge-Geräusche.
Der Bassist sagte jedoch in einem ganz neutralen Ton: „Mau-Mau“, und legte seine letzte Karte. Passenderweise war es das Herz-Ass. Dann drehte er sich zu Alea um und fixierte ihn mit einem durchdringenden Blick. „Wo wir gerade beim Thema sind… Erstens, ihr seid eklig. Zweitens, stell dich nicht so an, dass ist peinlich. Drittens, das bezieht sich auf Punkt eins, wenn ich noch einmal diverse… Geräusche aus eurem Zimmer höre, komme ich mit der Kamera rein und veröffentliche das Material! Und viertens, sieh zu, dass du dir jetzt eure Getränke schnappst, hier herauskommst und Luzi sagst, dass dir das zu warm ist. Und vergiss nicht, ihm meine Warnung mitzuteilen!“
Alea blinzelte ein paar Mal überrascht über das aufgekommene Temperament seines Bandkollegen, während der große Trommler die Spielkarten wieder eingesammelt hatte und nun erneut mischte.
„Wo er Recht hat…“, sagte der Lästerliche und befreite den Blonden damit aus seiner Trance.
Blitzschnell sprang Alea von dem Hocker auf, eilte zum Kühlschrank und joggte dann schon zurück zu der Trauerweide, wo immer noch sein L auf ihn wartete.

„Da bist du ja wieder. Warum hat das denn so gedauert?“, wollte dieser dann auch sofort wissen, als Alea die Blätter und Äste auf Seite schob, zwischen diesen hindurch schritt und sich wieder auf der dort stehenden Bank niederließ.
„Hab mir noch ein paar… Drohungen… von Frank anhören dürfen“, murmelte er und reichte eine der Limo-Flaschen an seinen Liebsten. Er hatte einfach das Erstbeste gegriffen und nicht lange nachgedacht.
„Drohungen?“, Luzi runzelte die Stirn und legte sein Handy weg. Er nahm einen Schluck und kam dann wieder näher gerutscht.
„Er hat uns letzte Nacht wohl gehört… und will, wenn das nochmal vorkommt, mit seiner Kamera reinkommen und das veröffentlichen“, ihm war das mehr als peinlich.
Doch der Schwarzhaarige schnaubte nur. „Hätte ja mitmachen können… und ein Porno mit uns in den Hauptrollen? Warum nicht? Ich würde mir den anschauen!“
„Luzi! Das ist nicht witzig!“ Er war empfindlich in solchen Sachen. „Und würde es dir was ausmachen, wieder weg zu rutschen? Es ist zu warm zum kuscheln…“
Er schien zwar nicht glücklich darüber zu sein, wieder Abstand zu nehmen, aber er tat es ohne zu murren. Und Alea musste unweigerlich zugeben, dass er sich manchmal wirklich anstellte, wenn Luzi in irgendeiner Weise involviert war. So war das halt mit der Liebe und seinem Partner. Da wollte man diesem am liebsten Alles recht machen.
„Mach dir nicht so einen Kopf um den Asiaten“, einen kurzen Kuss stahl er sich dennoch. „Der traut sich das doch gar nicht. Der hat viel zu viel Angst, irgendetwas zu sehen.“
Nun musste Alea auch lachen. „Stimmt“, und er konnte sich wieder entspannt zurücklehnen. Auch wenn es immer noch viel zu warm war.

„Bist du eigentlich schon aufgeregt?“, fragte das kleine L dann irgendwann.
„Mhm? Wieso aufgeregt?“, er überlegte einen Moment. „Ach du meinst wegen der Arbeit? Weil ich die Gruppe wechsle?“
„Ja genau“, nickte er. „Ich habe im Übrigen immer noch nicht verstanden, warum du jetzt wechseln musstest. Ich meine, ihr habt euch doch jetzt organisiert und strukturiert und dann musst du woanders hin?“
„Weil bei der anderen Gruppe zwei Leute ausgefallen sind“, seufzte Alea. Er war auch nicht so sehr davon begeistert das Team zu wechseln. Denn wie sein Liebster schon gesagt hatte, man kannte sich bereits und gerade im Kampfsport war Vertrauen und das Kennen der jeweiligen Stärken und Schwächen von großer Bedeutung. Aber so war es nun mal beschlossen worden und dann musste er seine neuen Kollegen eben kennenlernen. „Aber wirklich aufgeregt bin ich jetzt nicht. Klar, neue Kollegen und neue Schüler und man muss sich dann erst einmal wieder einarbeiten, aber das klappt schon irgendwie, da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.“
„Ich glaube auch, dass du das schaffst und hinbekommst. Ich meine, du hast auch so keine Probleme dich mit Menschen anzufreunden und auf sie zu zugehen.“
„Eben“, nickte er zustimmend. „Das wird schon irgendwie.“ War zwar blöd, aber was sollte man dagegen machen? Also lehnte er sich wieder entspannt zurück und trotz Wärme, ließ er es sich dann doch nicht nehmen, zumindest einen Arm um seinen Liebsten zu legen, der ihm daraufhin ein strahlendes Lächeln präsentierte. Wenn es jetzt doch nur ein wenig kälter wäre…
Doch gegen spätem Abend hin… schienen die leisen Gebete der Spielleute erhört worden zu sein…

„Zum Glück ist es doch kälter geworden, als gedacht“, sprach Alea in die Stille hinein, während er sich fürs Bett umzog. Eigentlich hatte es auch jetzt noch um die dreißig Grad sein sollen, doch ein unangekündigter Regen hat es doch tatsächlich geschafft, die Luft ein wenig abzukühlen und angenehmer, beziehungsweise erträglicher zu machen. Tatsächlich meinte Luzi sich sogar ein Oberteil anziehen zu müssen. Ging, Aleas Meinung nach, gar nicht. Vor allem nicht zum Schlafen.
„Mhm“, stimmte das L seinem Mann zu. Er war gerade dabei ihr Nest vorzubereiten. Das hieß, dass er Decken und Kissen wieder an ihrem ursprünglichen Platz legte, wodurch der Sänger einen netten Blick auf seinen Allerwertesten werfen konnte, der zum Glück nur in seiner Shorts steckte.
Das war doch praktisch eine Einladung zum Spielen. Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht des Ziegenbärtigen und genau in dem Moment, in dem Luzi sich wieder gerade hinstellte und zu ihm umdrehte, hatte der Sänger ihn erreicht, in die Arme genommen und wortwörtlich aufs Bett geworfen.
Ein erschrockener Laut entwich dem Dudelsackspieler, der jedoch fast sofort von dem zügellosen Blonden durch einen wilden Kuss erstickt wurde.

Aleas Hände umrahmten das Gesicht seines Mannes, während dieser sich an seine Schultern klammerte. Dann wanderten die Hände des Sängers langsam hinab. Sie streichelten über den tätowierten Hals hinab zu Luzis Brust, über seinen Bauch und dann endlich unter das T-Shirt, welches er zum Schlafen angezogen hatte. Was nun aber überflüssig in den Augen des Sängers war, weswegen er es nun bestimmend hochschob.
„Gefällt dir das?“, die Frage war eigentlich überflüssig. So lange, wie sie bereits zusammen waren, wusste Alea genau, was sein Liebster wann und wo mochte. Und wann er es eben nicht mochte.
Zu mehr als einem Nicken war das L nicht im Stande. Denn er hatte die Augen fest zusammengekniffen und seinen Kopf in den Nacken gelegt, nachdem man ihn seines Oberteils entledigt hatte und nun genauestens seine entblößte Brust erforschte. Mit Zunge, Zähnen und talentierten Fingern. Da hätte er sich das Anziehen ja eigentlich auch sparen können…
Er selbst schaffte es nur, sich an Aleas ebenfalls nackten Schultern zu krallen, während dieser das Brustwarzenpiercing mit seiner Zunge umspielte.
„Alea“, stöhnte er, aber auch der Angesprochene war nicht unbeeindruckt. Die Beule in seiner Hose sprach sprichwörtlich Bände.
Weswegen er erneut seine Lippen auf Luzis legte – insgeheim fürchtete er sich doch ein wenig vor Frank und wollte so möglichst viel unterdrücken – und seine Hand fand ihren Weg unter den Bund von Luzis Shorts. Doch nun war auch der Kampfgeist des Kleineren geweckt worden und auch er machte sich an der Shorts seines Mannes zu schaffen. Nur, dass er nicht lang spielte, sondern er fing an, sie ihm langsam und Stück für Stück, auszuziehen und ihn somit zu entblößen.

„Hey, Alea… hast du…“, unterbrach die Stimme des Trommlers das Tun der Verheirateten. Jean hatte, ohne anzuklopfen oder sich anderweitig bemerkbar zu machen, die Tür zum Schlafzimmer einfach aufgerissen und war nun in der Bewegung erstarrt, mit der Hand immer noch an der Klinke.
„Jean!“, rief Alea und die beiden Liebenden stoben regelrecht auseinander. Luzi schnappte sich sogar ein Kissen, um seine Mitte zu bedecken, während Alea irgendwie die Decke drüber legte. „Du kannst doch nicht einfach so reinkommen!“
„Ja… eh… das… weiß ich jetzt… oh Gott… ihr habt doch nicht… ich meine… hier? Und jetzt? Und ich… OH GOTT!“ Egal was er eigentlich von dem Blonden gewollt hatte, es schien unwichtig zu sein. Denn der Halbfranzose drehte sich auf der Türschwelle um und floh regelrecht, wobei er die Tür laut zuknallte.

Peinlich berührt, verharrten die erwischten Spielmänner in ihrer jetzigen Position. Keiner von ihnen sagte ein Wort, oder machte eine großartige Bewegung. Doch die eben noch angefachte Lust, war ihnen Beiden gehörig vergangen. Zu groß war der Schreck- und Überraschungsmoment gewesen und zu groß die unangenehme Erkenntnis von einem ihrer engsten Freunde beim Vorspiel erwischt zu werden. Gut, es hätte sogar noch schlimmer kommen können, aber daran wollten sie jetzt auch nicht denken. Für sie, war das hier schon schlimm genug gewesen und Jean war auch nicht sehr begeistert gewesen. Das hatte man ganz einfach an seiner fluchtartigen Reaktion sehen können. Ganz zu schweigen von seinem geschockten Gesichtsausdruck.
„Und… jetzt?“, es war schließlich Luzi, der die unangenehme und angespannte Stille durchbrach.
„Willst… willst du noch?“, fragte Alea ein wenig unsicher.
Der Schwarzhaarige schüttelte den Kopf und weigerte sich immer noch, aufzusehen. „Eigentlich nicht… du?“
„Auch nicht.“
„Meinst du… meinst du wir, oder Einer von uns, sollte ihm hinterher und sich… du weißt schon… entschuldigen?“
Alea kratzte sich im Nacken und schob nun doch die Decke von seinem Schoß, damit er seine Shorts wieder ordentlich anziehen konnte. „Ich weiß nicht. Ich würde ihm, glaube ich, ein wenig Zeit zum Verdauen lassen.“
„Ist vielleicht besser…“, auch Luzi legte das Kissen wieder an seinen ursprünglichen Platz und legte sich dann selbst hin. Auf die Decke, da es sonst zu warm geworden wäre. Das Oberteil zog er sich jetzt aber nicht mehr an.
Alea legte sich, nachdem er das Licht gelöscht hatte, dann ebenfalls hin. Doch mit einem gewissen Abstand zu Luzi. Es war ja nicht so, dass er ihn nicht gerne in den Arm genommen hätte. Doch wusste er nicht, wie der Andere darauf reagieren würde nach der Pleite mit dem armen Jean, der jetzt vermutlich für immer traumatisiert war. Und nicht zu vergessen, Lasterbalk, der das mit großer Wahrscheinlichkeit in einer ihrer nächsten Bühnenshows mit einbringen würde.
Glücklicherweise nahm Luzi ihm – mehr oder weniger – die Entscheidung ab und robbte zu ihm, sodass er seinen Kopf auf Aleas Arm betten konnte. Auch verschränkte er ihre Finger auf Aleas Bauch miteinander. Ohne irgendeinen Kontakt ging es dann doch nicht. Egal, ob plus oder minus 30 Grad.

„Meinst du, er wird uns verzeihen?“, flüsterte der Dudelzwerg irgendwann in die Dunkelheit. Er wusste, dass sein Liebster noch nicht schlief. Das bemerkte er der Atmung, die dafür einfach noch zu schnell und stark war.
„Es war auch seine Schuld… er hätte Klopfen können. Ich meine, man klopft doch eigentlich IMMER, wenn man in das Zimmer eines Pärchens geht.“
„Er war aber auch ein wenig angetrunken“, gab der Schwarzhaarige zu bedenken.
„Ist mir egal“, er stellte sich gerade bockig, das wusste Alea selbst. Aber das war nun mal seine Art mit unangenehmen Situationen klar zu kommen. Es war eine Art Schutzmechanismus. Aber nichts, worauf er stolz war. Er wusste ja selber, dass diese Art das Zusammenleben mit ihm oft schwerer machte.
„Ach Liebling“, seufzte das L. Alea konnte nicht feststellen, ob er amüsiert oder enttäuscht war. Womöglich eine Mischung aus Beidem. „Lass uns… lass uns einfach… Wir sollten uns zurückhalten, solange wir hier sind. Lass uns das auf zu Hause beschränken, in Ordnung?“
Sein erster Instinkt wäre gewesen, lautstark gegen diesen Vorschlag zu protestieren. Immerhin waren sie Spielmänner, immer und allseits potent. Andererseits war er nicht scharf darauf, in nächster Zeit ein weiteres Mal erwischt zu werden, geschweige denn, dass Frank doch tatsächlich noch seine Kamera zückte.

Die Zuschauer und Fans, falls sie dieses Material je zu sehen bekommen würden, würden sich bestimmt freuen, aber er und Luzi ganz sicher nicht. Das Internet und die Fans wussten sowieso schon viel mehr, als am Anfang geplant war. Aber so war nun mal das Leben. Es folgte keinem Plan. Es war kein gerader Weg, sondern voller Kurven, Hügel und Täler. Aber genau das machte es erst spannend.
„Ist gut“, antwortete er schließlich.
„Ich liebe dich“, meinte das L einfach nur darauf und es tat jedes Mal aufs Neue gut, diese drei einfachen Worte von ihm zu holen. „Schlaf schön.“
Er genoss noch den Kuss, der an sein Kinn gedrückt wurde, wollte das aber nicht einfach so stehen lassen. Also drehte er den Kopf und klaute sich einen richtigen Kuss, voller Liebe und erst dann murmelte er ein schläfriges: „Träum was Schöne, mein Schatz“.
Er drückte das L noch ein wenig enger an sich, schloss schließlich die Augen und schlief dann auch bald schon ein.
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