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But I'm A Creep

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Christoph Saalfeld OC (Own Character)
28.06.2019
04.10.2020
31
31.809
10
Alle Kapitel
69 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
08.09.2019 833
 
Neues Notebook, neues Glück. Nachdem mein altehrwürdiges Notebook letztes Wochenende seinen Geist aufgegeben hat, bin ich jetzt wieder zurück, und habe auch direkt das neue Kapitel dabei. Sollte eigentlich letztes Wochenende ein Dreierpack geben, leider ist aber alles weg, sodass ich erstmal wieder in die Tasten hauen musste.

Genug geschwafelt, habt viel Spaß mit diesem Kapitel und einen schönen Sonntagabend! :)

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Am Tag nach seiner Unterschrift war Felipe abgereist, um alle Formalitäten in Lübeck zu klären. Er hatte im „Stress“ gekündigt, seine Wohnung hatte er auch schnell los gehabt. In den ruhigen Momenten, die er zwischen all dem Zirkus hatte, hatte er darüber nachgedacht, wie es jetzt wohl werden würde. Robert Saalfeld hatte eingewilligt, dass Felipe nur ihm alleine unterstellt war, ohne weiter nachzufragen. Aber trotzdem mussten er und Christoph Saalfeld ja irgendwie zusammenarbeiten. Felipe nahm sich vor, das ganze ab sofort rein auf das nötigste, professionellste zu beschränken. Er würde nicht noch einmal sein Gesicht vor Christoph verlieren. Das konnte er nicht zulassen. Wahnsinn, das ein Mann so etwas in ihm auslösen konnte. Aber gut, seine Gefühle, und mittlerweile war er sich sicher, dass er Gefühle für Christoph hatte, die über das normale Maß hinausgingen, musste er eben im Zaum halten.

Er hatte mit Natascha Schweitzer und Michael Niederbühl telefoniert. Natascha hatte natürlich direkt von Robert Saalfeld erfahren, dass er, Felipe, ab sofort ihr Kollege werden würde, und hatte sich unglaublich darüber gefreut. Natascha und Michael hatten Felipe angeboten, für die erste Zeit, bis er sich im kleinen, beschaulichen BIchlheim eingelebt hatte, bei Ihnen zu wohnen, und Felipe war dankbar gewesen. So packte er seine Sachen in Kartons, mistete einiges aus, die Möbel verkaufte er über die sozialen Netzwerke, und somit war sein Leben im Norden Deutschlands fast schon Vergangenheit.

Natascha selbst war bereits auf dem Wege der Besserung, aber es war für sie schnell klar, dass sich nicht wieder in dem Umfang wie bisher arbeiten konnte und auch wollte. So war das die beste Lösung für alle beteiligten. Auch das Personal der Piano Bar freute sich auf Felipe, hatten sie doch unter ihm bestens funktioniert. Ein neues Kapitel konnte starten…

Vier Wochen später zog Felipe einmal durch ganz Deutschland in den Süden. Zwei Wochen hatte er noch Zeit, bis er seine Stelle am Fürstenhof antreten sollte, und so hatte er noch genug Zeit, sich einzuleben. Am ersten Abend hatte Michael Niederbühl zur Feier von Felipes Einzug gekocht, und auch Paul und Romy eingeladen. Nachdem sie alle satt waren, stießen Sie gemeinsam auf Felipes neues Leben an. Felipe merkte, dass er sich hier schnell wohlfühlen würde. Und dann wollte er einfach mal sehen, wohin sein Leben ihn führen würde. Was auch kommen würde, es konnte nur besser werden als das, was passierte.

Weitere zwei Wochen später stand Felipe vor dem großen Gebäudekomplex und sah sich aufgeregt um. Irgendwie fühle es sich schon wie ein Zuhause an, aber irgendwie fühlte er sich auch komplett fremd. Immerhin ging er gleich zum ersten Mal als Angestellter durch das Portal.

Währenddessen saßen drinnen Robert und Christoph am Frühstückstisch und aßen und tranken Kaffee. Schließlich durchbrach Robert die Stille.
„Herr de la Cruz tritt heute seine Stelle an.“
Christophs Herz sank ihm in die Hose.
„Hmm.“, brummte er nur beiläufig.
Robert beäugte ihn argwöhnisch.
„Ich weiß zwar nicht, was Sie mit diesen Mann für ein Problem haben, aber er ist der richtige für diese Stelle, und Sie werden sich zurückhalten, was diesen Mann betrifft. Habe ich mich deutlich ausgedrückt?“, drohte Robert.
Christoph nahm gelangweilt seine Tasse und führte sie zum Mund.
„Aber natürlich!“, meinte er betont lässig.
Felipe stand immer noch vor dem Gebäude, als Romy in sah. Sie kam zu ihm.
„Aufgeregt?“, fragte sie.
Felipe lächelte.
„Ja, schon. Wahnsinn, ich dachte nicht, dass ich in meinem Alter nochmal so aufgeregt sein würde. Aber das…habe ich einfach schon ewig nicht mehr gemacht. Auf diesem Level…“
Romy nickte und drückte Felipes Schulter.
„Das packst du schon, du weißt doch schon, wie es geht. Einfach so weitermachen, dann kann nichts schief gehen.“
Felipe lächelte.
„Danke, Romy.“, flüsterte er.

Als er fünf Minuten später in die Lobby des Hotels kam, war der erste, dem er begegnete…Christoph Saalfeld, ausgerechnet. Christoph baute sich vor ihm auf, und sah ihn ein paar Momente an. Dann reichte er ihm die Hand.
„Herr de la Cruz, auf gute Zusammenarbeit.“
Felipe zögerte einen Moment. Dann erwiderte er den Handschlag.
„Auf gute Zusammenarbeit!“, antwortete er.
Christoph zog Felipe zu sich her, einen Moment sah es so aus, als würde er ihn küssen wollen, doch dann flüsterte er:
„Ich werde Sie im Auge behalten, de la Cruz!“
Einen Moment lief es Felipe eiskalt den Rücken runter. Doch er ließ es sich nicht anmerken, sondern lächelte.
„Wenn Ihnen das Spaß macht, gerne doch. Zurücklehnen und genießen, Herr Saalfeld.“
Christoph ließ Felipes Hand schlagartig los und ging an ihm vorbei. Einen Moment sah Felipe über die Schulter. Er musste aufpassen, das wusste er. Aber Christoph den großen Platzhirsch markieren lassen, nein, das konnte er sich nicht gefallen lassen.
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