Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

But I'm A Creep

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Christoph Saalfeld OC (Own Character)
28.06.2019
04.10.2020
31
31.809
10
Alle Kapitel
69 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
25.08.2019 762
 
Wie ein Fisch im Wasser hatte sich Felipe sofort in der Piano Bar zurechtgefunden, er hatte hinter der Theke geschaut, wo was stand, hatte sich von Robert Saalfeld bei den Angestellten vorstellen lassen, und sich dann an die Arbeit gemacht. Robert beobachtete Felipe für ein paar Moment, aber er war sich schnell sicher, dass alles passte, und so ließ er Felipe alleine. Der hatte endlich wieder etwas zu tun und konnte so nicht seinen Gedanken hinterherhängen. Er nahm Bestellung um Bestellung entgegen, setzte sie um und stellte sie bereit. Zwischendurch ließ er seinen Blick durch den Gastraum gleiten, und die Gäste schienen trotz des Gewitters bei guter Laune zu sein. Und letztendlich war das die Hauptsache. So vergaß Felipe ganz die Zeit, bis…
„Was machen Sie denn hier?“
Christoph Saalfeld sah Felipe überrascht hinter der Theke stehen. Felipe, der gerade Zitronen geschnitten hatte, sah auf.
„Das sehen Sie doch, ich arbeite!“, gab er zurück.
„Das sehe ich, aber…“
Felipe verdrehte ungeduldig die Augen.
„Herr Robert Saalfeld hat mich gebeten, auszuhelfen, da ihre Leute hier den Ansturm nicht alleine bewältigen konnten, und ich habe eingewilligt.“
„Achso…“, meinte Christoph langsam, ohne zu wissen, was er dazu sagen sollte.
„Dann..will ich Sie mal nicht länger aufhalten…vielen Dank, Herr…“
„Nichts zu danken…“, fuhr Felipe gleichgültig dazwischen.
„Ich tue das wie gesagt als Gefallen für Herrn Saalfeld.“
Christoph nickte, und drehte sich um. Für einen Moment sah Felipe Christoph hinterher. Vielleicht hätte er nicht so schroff sein sollen, aber Christophs Art provozierte ihn aktuell einfach zu sehr.

Das Gewitter hielt weiter an, anscheinend hatte es sich richtig schön eingeregnet, und so ebbte der Ansturm den ganzen Abend über nicht ab. Erst gegen 22:30 schienen die Gäste langsam ruhiger zu werden, die Gespräche wurden immer gedämpfter. So machte sich Felipe langsam daran, die Theke aufzuräumen. Er platzierte langsam die Flaschen alle an ihrem angestammten Platz zurück, als sich jemand auf den Hocker setzte. Felipe drehte sich herum. Robert Saalfeld sah ihn zufrieden lächelnd an.
„Und Sie wollen mir also wirklich sagen, dass unsere Bar nichts für Sie ist und Sie lieber in einer Bar in der Stadt arbeiten wollen?“
„Nun ja…“
Wie sollte Felipe nur sagen, dass er lieber nicht mit Christoph unter einem Dach arbeiten wollte, zumindest nicht unter diesen Umständen?
„Zumindest haben Sie unseren Gästen und damit auch uns heute den Abend gerettet, Herr de la Cruz, und dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.“
„Ich habe es gerne gemacht, Herr Saalfeld, wirklich.“
Robert sah Felipe einen Moment lang an.
„Wenn Sie wollen, das Angebot steht immer noch. Sie müssen nur einwilligen.“
Felipe dachte nach. Es hatte ihm so sehr Spaß gemacht. Und was wartete ihn Lübeck schon auf ihn? Und was wartete hier? In dem Moment traf er eine schicksalhafte Entscheidung.
„Okay, ich nehme Ihr Angebot an. Aber ich habe eine Bedingung, Herr Saalfeld.“
Robert sah ihn an.
„Welche?“
„Ich bin Ihnen unterstellt, Herr Saalfeld, und nur Ihnen…“, meinte Felipe mit Nachdruck.
Robert dachte nach. Irgendetwas war da zwischen Christoph und Felipe vorgefallen, dass spürte Robert. Aber wenn dieser Mann Christoph nicht mochte…umso besser. Robert hatte die Geschichte mit Eva nicht vergessen und auch so war er immer dafür zu haben, Christoph eins auszuwischen.
„In Ordnung. Kommen Sie morgen um 11 Uhr einfach ins Büro, dann besprechen wir Ihnen Vertrag!“
Er hielt die Hand hin. Felipe schüttelte Sie. Hatte er damit die richtige Entscheidung getroffen?

Am nächsten Tag um kurz vor elf klopfte Felipe an die Tür zum Büro. Angespannt horchte er. Was, wenn Christoph antwortete? Aber erleichtert hörte er Robert Saalfelds Stimme, die ihn hereinbat.
„Herr de la Cruz, setzen Sie sich doch.“
Robert bot Felipe den Platz auf der anderen Seite des Schreibtischs an. Robert legte Felipe einen Vertrag vor.
„Das hier ist unser Standard Vertrag für unser Personal. Wir können allerdings über alles sprechen. Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben, können wir die gerne besprechen. Die Zeit nehmen wir uns einfach.“
Felipe nickte.
„Und ich soll Ihnen einen schönen Gruß von Frau Schweitzer ausrichten!“, fiel Robert ein.
„Ich habe vorhin mit ihr gesprochen, und sie freut sich, mit Ihnen zusammenarbeiten zu können.“
In einem langen Gespräch klärten die beiden Männer alle offenen Fragen und letztendlich blieb nur noch eines. Robert legte Felipe einen Stift hin.
„Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bleibt nur noch Ihre Unterschrift, und Sie können sobald Sie es einrichten können, anfangen.“
Felipe schaute einen Moment auf die Linie, auf die er seine Unterschrift unter den Vertrag setzen musste. Dann nahm er den Stift in die Hand, setzte an, und unterschrieb seinen Vertrag am Fürstenhof.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast