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Shadow // X-Men Story

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Magneto / Eric "Magnus" Lehnsherr OC (Own Character) Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Quicksilver / Pietro Django Maximoff
28.06.2019
30.09.2019
4
4.313
2
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28.06.2019 1.604
 
Beginn: Oktober 1962

''Was will die Regierung mit einem wie Alex Summers? Ich hoffe, es soll nicht zu den anderen. Der Einzige, den ich kenne, der Einzelhaft bevorzugt,'' erzählte der Gefängnisdirektor den beiden Besuchern Charles Xavier und Erik Lehnsherr, als er die Zelle von Alex aufschloss, der mit gefalteten Händen auf seinem Bett saß und erstaunt die Neuankömmlinge ansah. ''Was wollt ihr von mir?,'' wollte der 18-jährige Alex wissen und musterte die beiden Herren vor sich. ''Mein Name ist Charles Xavier und das neben mir ist Erik Lehnsherr. Wir wollen dich hier rausholen und dich für unser Team rekrutieren,'' sagte Charles zu ihm. ''Für was braucht ihr dieses Team?,'' hakte Alex nach und diesmal antwortete ihm Erik: ''Um für Gerechtigkeit zu sorgen.'' Daraufhin, nickte der 18-Jährige und verließ mit einem Grinsen seine Zelle, ehe er meinte: ''Wenn ihr Leute wie mich für euer Team sucht, sollten wir vielleicht noch kurz bei einer alten Freundin von mir vorbei schauen. Sie würde sich so was auf gar keinen Fall entgehen lassen.''

Und so kam es, dass die drei Männer nun vor einer großen, verschlossen Lagerhallentür in der direkten Nähe des Hafens von New York standen. ''Da drin soll sie sein?,'' fragte Erik skeptisch und sah zu Charles, der wie so oft, zwei Finger an seiner Schläfe hatte und sich versuchte zu konzentrieren, doch er schüttelte verständnislos den Kopf und sah erwartungsvoll zu Alex, der aus irgendeinem Grund seitdem sie ins Auto gestiegen und hierher gefahren waren, dieses Grinsen im Gesicht hatte, was nun noch ein Stück breiter wurde. ''Ich muss euch warnen, sie hat ein ziemlich schräge Eigenart und ihre Fähigkeiten sind mehr als nur krass,'' mit diesen Worte berührte er eine unscheinbare Stelle an einer Seite des Tores, woraufhin das Tor ein leises Klicken von sich gab und teilweise in den Seitenwände verschwand, bis ein etwa 2 Meter breiter Durchgang entstand. Alex war der erste, der einen Fuß in die Dunkelheit, die ihnen entgegen schien, setzte und nachdem sich die beiden anderen Mutanten nochmal angesehen hatten, vermutlich um sich zu vergewissern, ob sie ihm trauen sollten , folgten sie ihm.

Bevor die drei Männer überhaupt die Möglichkeit hatten, sich in der Dunkelheit um zusehen, schlugen 3 türkis leuchtenden Energiebälle nur knapp ihnen ein und sowohl Erik, als auch Charles gingen sofort in eine Verteidigungsposition über und versuchten etwas in dieser tiefschwarzen Dunkelheit zu erkennen, aber da war einfach nichts. Alex hingegen war nach dem kurzen Schock die Ruhe selbst und sah in einem etwa 70° Winkel zur Decke und hatte immer noch dieses Lächeln auf den Lippen, als er plötzlich seine Stimme erhob: ''Begrüßt man so etwa einen alten Freund, Shadow?'' Ein paar Sekunden passierte nichts und dann leuchteten auf einmal ein paar türkisblaue Augen in der Dunkelheit auf und und ließen ihren Blick einzeln über die Eindringlinge gleiten.

Als sich ihr Blick sich mit dem des Telepathen traf, konnte diese zum ersten Mal, seit er hier bei der Lagerhalle angekommen war, so etwas wie einen Hauch ihres Bewusstseins spüren und er war sich sicher, dass sie Person etwas ganz besonders seien musste, wenn er nicht so einfach ihre Gedanken lesen konnte. ''Was wollt ihr von mir, Alex?'', erklang eine weibliche Stimme, die gleichzeitig so zart, wie auch kalt  und schneidend war. ''Die beiden da,'' er zeigte auf Charles und Erik, die leicht schräg hinter ihm standen, ''suchen Kämpfer für ihr Team. Als Revolutionsanführerin und erfahrene Kämpferin würdest dir so etwas doch nicht entgehen lassen, oder?'', köderte er sie. Als er ihr Stimme nun von links neben sich hörte, wusste er, dass sie angebissen hatte. ''Da ich stark davon ausgehe, dass eine Regierungsbehörde mitmischt, werdet ihr mich wohl wirklich brauchen, außer ihr wollt alle in diesem Kampf sterben,'' meinte sie und nun konnten alle Anwesenden sie sehen, den sie hatte ein kleines türkisfarbenes Licht über sich erscheinen lassen.

Shadow entpuppte sich als ein Mädchen, mit haselnussbrauen, welligen Haaren, die ihr bis über ihre Brüste reichten und ihre türkisfarbenen Augen leuchteten nicht mehr ganz so hell, wie davor in der absoluten Dunkelheit. Charles schätzte sie auf maximal 17 Jahre, was wohl nicht zuletzt ihrer zierlichen Figur und ihrer Größe von nur 1.65m zu verschulden war.

''Na dann, lasst uns gehen und für ''Gerechtigkeit'' sorgen,'' meinte sie fröhlich grinsen, wobei sie das Wort Gerechtigkeit in Anführungszeichen setzte und aus welchem Grund auch immer, fand Erik sie dadurch seltsamerweise irgendwie sympathisch. Shadow schnappte sich ihre Tasche, auf der eine Art Militärlogo mit den Buchstaben ''N.E.S.T'' aufgenäht war, ehe sie sich eine Sonnenbrille aufsetzte, die Kapuze ihres dunkelgrauen Kauzenpullis tief ins Gesicht zog und aus der Halle heraus spazierte. Als Alex die erstaunten Blicke  von den Charles und Erik sah, meinte er grinsend: ''Ich habe es auch ja gesagt, sie ist ein bisschen schräg drauf, aber anscheinend genau, was ihr für euer Team braucht.''  


Während der Autofahrt zur Zentrale:

'' Woher kennt ihr euch eigentlich?'', wollte Erik nach ein paar Minuten Fahrt wissen, die bisher schweigend verbracht wurde. ''Das ist wirklich eine gute Frage, denn es ist eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, dass sich zwei Mutanten sich einfach so über den Weg laufen, ohne, dass es ein auslösendes Ereignis gab,'' mischte Charles ein und warf einen interessierten Blick durch den Rückspiegel zu Lilly, die die ganze fahrt über aus dem Seitenfenster geschaut hatte und nicht wirklich den Eindruck gemacht hatte, als wäre sie mit ihren Gedanken im Hier und Jetzt gewesen. Das bestätigte sich für den Telepathen, als sich Lilly's Blick von der vorbeihuschenden Landschaft löste und sich mit seinem Blick traf. Ein kurzes Aufblitzen einer Kindheitserinnerung kam bei Charles an, in der er eine deutlich jüngere Version von Lilly sah, die mit undefiniertem Gesichtsausdruck hinaus in eine triefend grauen Umgebung blickte.

Aber so schnell, wie diese Erinnerung da war, verschwand sie schon wieder, denn Lilly drehte sich zu Alex, der neben ihr auf der Rückbank saß und auf beiden Gesichtern erschien synchron ein breites Grinsen, was im Grunde eigentlich nie etwas Gutes bedeuten konnte, zumindest nicht, für alle Außenstehenden, die in diesem Fall Erik und Charles waren.

''Tja, es ist nicht das erste Mal, dass Agenten von der CIA mit Mutanten zu tun haben,'' begann Lilly damit, die Geschichte von ihrem ersten Zusammentreffen mit Alex zu erzählen. Bei der Erwähnung der CIA warf Erik einen musternden Blick durch den Rückspiegel zu der jungen Frau auf dem Rücksitz und sah dann mit einem Seitenblick auf Charles, dass auch dieser ein wenig darüber überrascht ist, das Lilly zum ersten wusste, dass sie mit der CIA zusammen arbeiteten, aber auch darüber, dass diese nichts von einem vorherigen Aufeinander treffen mit Mutanten erwähnt hatten. ''Es war im Sommer vor zwei Jahren, wo ich nachts in aller Früh noch draußen unterwegs war. Die Flammen, die von einer brennenden Lagerhalle kamen, konnte man überall in der Stadt sehen. Und jetzt könnt ihr gerne mal raten, wer für die Flammen verantwortlich war?,'' meinte Lilly grinsend und warf einen Seitenblick zu Alex, der aussah, als wünschte er sich, dass sich augenblicklich ein großes Loch unter ihm auf tat und er verschwinden könnte, aber es geschah natürlich nichts, wäre ja auch zu schön gewesen. ''Aber nicht nur ich bin auf die Flammen und somit auf Alex aufmerksam geworden, sondern auch die CIA, obwohl die erst am nächsten Tag in Rocksville Creed aufgetaucht sind. Diese gestriegelten Anzugträger mit Schlips waren natürlich nicht dafür gekommen, um für Recht und Ordnung zu sorgen und die Existenz von uns Mutanten zu verheimlichen, sondern sie wollen uns für ihre Zwecke nutzen und aus uns Kriegsmaschinen machen. Das haben wir zum Glück aber, ziemlich früh durchschaut und weigerten uns. Das wiederum passte dem Chef der CIA absolut nicht und so begann die große Jagd. Mit dem großen Lagerhallenbrand in San Diego vor knapp einem Jahr, war es dann zu Ende, denn der CIA-Chef und fünf seiner Männer verloren dabei ihr Leben. Alex und ich sind dann schließlich untergetaucht,'' erzählte Lilly und man konnte deutlich heraus hören, dass sie nicht gerade wirklich viel für die CIA übrig hatte und das auch offen zeigte.

''Ihr habt sie getötet?,'' wollte Charles schockiert wissen, als Lilly mit der Erzählung zu Ende war, aber diese schüttelte den Kopf: ''Nein, natürlich nicht. Den Brand haben die Agenten der CIA selbst verursacht. Wenn wir versucht gehabt hätten, ihnen zu helfen, hätten sie uns direkt getötet. Für die waren wir nichts weiter, als Monster oder Dämonen, die sie in ihrem Wahn töten müssten, damit die Sicherheit der Menschheit garantiert ist,'' erklärte Lilly den beiden Männer vor sich und dachte kurz an die Situation in der Lagerhalle zurück. Die drei Herren im Auto spürten augenblicklich eine leichten Temperaturanstieg, der aber direkt wieder verschwand, als Alex Lilly heimlich leicht am Arm berührte.

''Danke,'' sagte sie zu Alex gedanklich und er lächelte sie aufmunternd an. ''Kein Ding. Freunde sind schließlich dafür da, um aufeinander aufzupassen und sich zu helfen,'' dachte er und nun lächelte auch Lilly wieder. Das sowohl Erik, als auch Charles sie jedoch eindringlich beobachteten, merkte sie nicht wirklich.
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