Auf Freunde kann man zählen

KurzgeschichteAllgemein / P6
Frankreich
27.06.2019
27.06.2019
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Hallo und herzlich willkommen.


Ich weiß eigentlich hatte ich bereits vor längerem eine neue und vor allem längere Geschichte versprochen. Diese Geschichte kommt auch noch irgendwann. Als kleine Entschädigung habe ich diese kleine Geschichte über den Brand der Kathedrale Notre Dame de Paris vom 15. und 16. April 2019 und wie Frankreich ihn erlebt haben könnte.


Gerne könnt ihr mir eure Gedanken und Kommentare zu meiner Geschichte mitteilen und denkt daran:


Wörter sind kleine Wesen, die auch erst das schreiben lernen müssen.


Eure Luna D. Angel



Auf Freunde kann man zählen


Wie versteinert starrte Francis auf die Szenerie vor ihm. Es war so unglaublich, dass es wirklich passierte. Und nun? Nun stand das Land der Liebe vor einem seiner schönsten Wahrzeichen und sah mit tränennassen Augen den vielen Rettungs- und Hilfskräften zu wie sie versuchten zu retten was zu retten war. Wie konnte das nur passieren? Das fragte sich Francis schon seit er am Ort des Schreckens angekommen war. Hinter sich hörte er wie viele Menschen raschen Schrittes näher kamen, doch erst als Francis seinen Namen hörte schaffte er es seine Augen von dem Flammenmeer zu lösen.

Eine kleine Träne rollte ihm über die Wange als er England, Deutschland, Kanada und viele andere Nationen mit besorgten Blicken auf ihn zu rennen sah. Gerade wollte er sich mit gebrochener Stimme für ihr Erscheinen bedanken, da ertönte ein unheilvolles Knacken über das Knistern des Feuers. Francis riss seine Augen vor Schock weit auf als sein Blick zurück zum Gebäude schnellte. Wie in Zeitlupe kippte der in Flamen stehende Dachreiter zu Seite. Frankreich merkte nicht einmal wie sich seine Füße langsam in Bewegung setzten und ihn langsam immer näher zur Kathedrale trugen. Erst als ihn Deutschlands starke Arme zurück hielten erwachte er aus seiner Trance.
"Lass es Francis. Du bringst dich nur selbst in Gefahr."

So sehr England es auch liebte Frankreich zu ärgern, so gab es auch Dinge, die selbst er ihm nicht wünschte und diese war eine von ihnen. Schließlich wusste er selbst wie schrecklich ein solcher Brand war. Mitfühlend legte er ihm eine Hand auf die Schulter. Unter Englands Berührung fing Frankreich an zu zittern. Trotz der Hitze, die das brennende Gebäude vor ihm ausstrahlte, war ihm plötzlich so kalt und seine Beine fühlten sich an wie Pudding. "Lass die Feuerwehr ihre Arbeit machen. Du wirst sehen, der Brand ist schnell gelöscht. Und dann helfen wir dir beim Wiederaufbau. Ich werde dir die besten Frauen und Männer meiner Dombauhütten zur Verfügung stellen." Alle Anwesenden nickten zustimmend bei Deutschlands Worten. Nun gaben Frankreichs Beine endgültig nach und er sank langsam von Deutschland gestützt zu Boden. Schluchzend sah er zu den anderen Nationen auf.

Womit hatte er nur solche tollen Freunde verdient?


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