bitter sweet truth (Kontra K)

GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character)
25.06.2019
13.10.2019
20
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Langsam löste Max seine Lippen wieder von Laurens Stirn; als sie ihre Augen blinzelnd öffnete, sah sie ein breites Grinsen, welches seine schmalen Lippen zögerlich formten. Sachte strich er nun mit seinem Daumen über genau die Stelle, an der soeben noch seine Lippen waren. Als ihr Blick dann wieder auf seinen blutenden Cutt an seiner Unterlippe fiel, lachte sie leicht auf.
„Hab' ich jetzt etwa Blut an der Stirn?"
„Dezent...ja.", stimmte Max in ihr Lachen ein und rieb mit seinem Daumen und etwas mehr Nachdruck über ihre Haut. „Hm...ich glaub', da hilft leider nur eins..." Und mit diesen Worten betätigte er auch sogleich den Wasserhahn, welcher sich links neben Lauren an der Wand befand.
„N-Nein! Dein Ernst?!", stieß sie kreischend auf, als das eiskalte Wasser umgehend von oben herab auf sie niederprasselte.
Max wich dem kalten Wasser im selben Moment noch geschickt aus, sodass Lauren schließlich ganz allein unter dem prasselnden Wasserstrahl stand. „Oh - warte ab!", folgte ihre knurrende Warnung, als Max sich schnell und schelmisch lachend, seine Boxershorts anzog und im selben Atemzug vor Lauren flüchtend davon rannte.
„Ey, das ist unfair!", hörte diese ihn protestierend in den Umkleideraum rennen.
Mit hastigen Schritten versuchte Lauren ihn einzuholen - rannte über den gefliesten Boden des Duschraumes, sowie über das Linoleum des Umkleideraumes. Lachend lief Max hier mit flinken Schritten um die etlichen Bänke herum, welche aneinandergereiht in der Mitte der Umkleide standen. Ebenfalls lachend folgte Lauren ihm, jagte ihn zwei Mal um die Bänke herum, bis er schließlich wieder in den Duschraum rannte. Ehrgeizig war sie ihm jedoch dicht auf den Fersen und fiel schlussendlich kichernd in seine starken Arme, als Max sich in der Ecke des gekachelten Raumes endlich geschlagen gab.

„Extrem unfair sogar.", stieß er die Worte unter einer schnellen Atmung flüsternd aus.
Zärtlich umschlang er Laurens nassen Oberkörper mit seinen warmen, tätowierten Armen.
„Unfair?" Grinsend sah diese ihm in seine runden, grünbraunen Augen, welche wieder dieses ganz besondere Funkeln widerspiegelten.
„Wie soll ich mich denn konzentrieren, wenn du mir nackt hinterherrennst.", raunte Max, drehte sich samt Lauren um, und lehnte sie erneut an die kühle Fliesenwand.
Seine Lippen fanden abermals hungrig ihren Mund und sie konnte deutlich spüren, dass seine linke Hand erneut nach dem Wasserhahn an der Wand tastete. Während ihre Zungen sich nun sinnlich berührten und umkreisten, prasselte langsam das warme Wasser auf sie nieder. Laurens Lippen formten ein breites Lächeln, während Max' Lippen immer noch auf die ihren lagen. Genussvoll lehnte er seine Stirn an ihre - beide schenkten sich zeitgleich ein herzliches Lächeln, welchem ein Lachen folgte.
Ihr wurde in genau diesem Moment wieder einmal bewusst, dass sie in Max einen Mann gefunden hatte, der mit ihr auf der komplett selben Wellenlänge war. So sehr mochte sie es, sich mit ihrem Partner necken zu können, zusammen zu lachen und einfach den Augenblick zu genießen. Und obwohl sie sich noch nicht lange kannten, hatte Max ihr schon jetzt viele solcher kleinen Momente geschenkt - Momente, die Lauren nie wieder vergessen würde.
„Ich liebe dich auch.", hauchte sie endlich lächelnd.

Nach der warmen Dusche zogen sie sich beide wieder an, Max musste leider ohne Boxershorts in seine Jeans schlüpfen, da diese nun klitschnass war. Lauren gefiel diese Tatsache jedoch sehr, denn nur sie wusste, dass dieser heiße Mann unter der Jeans nichts drunter trug. Grinsend haute Lauren ihm mit ihrer flachen Hand auf seinen knackigen Hintern, welcher extrem sexy in der hellen Jeans geformt war. Ein leichtes Lachen entwich ihm und er blieb kurz stehen, um Lauren ebenfalls auf ihren Hintern zu hauen.
Kichernd verließen die Beiden schließlich die Umkleide, neckten sich, schenkten sich schnelle und heiße Blicke, sowie kleine Küsse. Doch als sie plötzlich ein Räuspern wahrnahmen, welches in der Trainingshalle laut widerhallte, blickten Beide fast zeitgleich hinauf.
„Sorry - ich wollte nicht stören." Die blauen Augen sahen ausdruckslos zu Lauren und Max und er hatte wirklich nicht untertrieben - Marten sah tatsächlich übler aus als er.
Sein rechtes Auge wurde ebenfalls von einem ordentlichen Veilchen umrahmt, die Haut drumherum war angeschwollen und knapp über seiner Augenbraue sogar aufgeplatzt. Martens Unterlippe sah noch schlimmer aus und Lauren durchzog bei diesem Anblick ein ziehender Schmerz, denn die Wunde war um einiges größer als der Cutt von Max'. Auch Martens Nase hatte augenscheinlich ordentlich geblutet, was man jedoch nur noch erahnen konnte, da er sich dies schon so gut es ging, entfernt hatte. Auf seinem linken Wangenknochen zeichnete sich ein beachtlicher, roter Fleck ab, welcher bestimmt in den nächsten Tagen tiefblau werden würde. Doch ehe Lauren weiterhin die Chance bekam, Martens Zustand ganz genau zu begutachten, ließ Max prompt ihre Hand los, die er gerade noch in die seiner hielt und lief auf Marten wütend zu.
„Am liebsten würde ich dir gleich nochmal meine Faust in die Fresse drücken!", stieß Max mit bedrohenden Worten aus und stellte sich ganz nahe Marten gegenüber.
Dieser sah ihn jedoch mit einem eher traurigen Blick an. „Tu, was du nicht lassen kannst.", sprach er resigniert mit leisen Worten.
„Oh glaub' mir Bro und wie ich am liebsten würde.", knurrte Max. „Ich geb' dir fünf Minuten.", zischte er außerdem, und schubste ihn mit seiner linken Schulter an, als er schließlich an Marten vorbei lief, geradewegs auf die eiserne Tür der Halle.
Kurz drehte Max sich noch ein Mal um und warf Lauren einen schnellen Blick zu, nickte dann auf ihren fragenden Gesichtsausdruck und ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen. Räuspernd sah sie nun zu Boden, denn der Anblick von Martens verwundetem Gesicht fiel ihr sichtlich schwer.
„K-Können wir kurz reden?", fragte dieser hörbar angeschlagen, mit belegter, rauer Stimme.
„Klar.", nickend sah Lauren ihm nun doch wieder in die trüben Augen.
Vorsichtig trat Marten näher an sie heran; zögernd und fast schüchtern, machte er die Andeutung, nach ihren Händen greifen zu wollen, stoppte jedoch kurz in seiner Bewegung und fragte mit seinen Augen wortlos um Erlaubnis. Abermals nickte Lauren zaghaft.
„E-Es...es tut mir wirklich leid Lauren.", sprach er nun und griff schließlich nach ihren Händen.
Sachte berührten seine Finger die ihren, nervös spielte er mit diesen und sah kurz hinab.
„Ich hab mich wie der größte Spast aufgeführt..." Seine Augen wanderten von ihren Händen nun wieder hinauf in Laurens Augen.
„Marten, ich will eigentlich nicht länger auf das herumhacken, was war."
„Doch, ich hab die Grenzen deutlich überschritten und hab's verdient...ich hätte mit Max genau das Gleiche gemacht, wenn er..." Er stoppte in seinem Satz, doch Lauren wusste ganz genau, was er sagen wollte.
„Trotzdem hätte es nicht so ausarten müssen." Seufzend blickte sie in die dunkelblauen Augen, welche ihr auf eine komische Art und Weise leider nicht mehr so vertraut schienen, wie es noch vor einigen Stunden der Fall gewesen war.
„So klären wir das aber nunmal und...ich bin Max dafür zutiefst dankbar, schließlich ist er ein jahrelanger, extrem guter Freund, ich würde es nicht verkraften, wenn diese Sache für immer zwischen uns stehen würde." Er machte eine kurze Pause, schluckte schwer und sprach weiter. „I-Ich weiß nur nicht...wie wir diese Sache klären können, ich mein..." Ein leichtes Lachen entwich ihm. „...von mir aus kannst du mir auch eine rein drücken, wenn...wenn wir dafür einfach irgendwann wieder normal miteinander umgehen können."
Über Laurens Gesicht huschte ebenfalls ein leichtes Lächeln. „Oh mein Lieber, meine Rechte würdest du niemals verkraften."
„Das glaub' ich dir sogar." Schmunzelnd nickte Marten.
„Ich hab' heute anscheinend wirklich einen Menschen verloren, der mir sehr wichtig war und immer wichtig sein wird." Diese Erkenntnis und dies auch genau so auszusprechen, tat Lauren in diesem Augenblick extrem weh.
Marten zog nervös seine Nase hoch und spielte weiterhin mit ihren Fingern; augenscheinlich wusste er nicht, was er darauf antworten sollte.
„Ich werde dir aber die Zeit geben, die du brauchst.", sprach sie mit leiser Stimme.
Marten sah tief in ihre dunkelbraunen Augen und nickte leicht. „Danke, dafür, dass du mich doch nicht so hasst."
„Marten - ich hasse dich doch nicht...ich habe dich für den Moment gehasst, als du mir diesen Satz..."
„Das tut mir wirklich leid, ich hätte das niemals so sagen dürfen, zumal ich nicht mal das Recht hab', mich da einzumischen.", unterbrach er Lauren.
„Ich weiß, dass du verletzt warst, da sagt man eben solche dummen Dinge."
„Meine Absicht war es aber nie, dir wehzutun Lauren...wirklich nicht."
„Tatsächlich hast du das aber." Lauren schluckte bei ihren Worten schwer.
„Und dabei wollte ich doch derjenige sein, der dich vor genau solchen Idioten wie mich beschützt.", flüsterte er kaum hörbar, doch Lauren verstand ganz genau, was er sagte.
„Marten...", seufzte sie leise.
„Schon okay - Gefühle kann man nicht erzwingen und scheiße..." Ein leichtes Lachen, gefolgt von seinem schönen Lächeln huschten über seine Lippen. „Ich weiß, dass du bei Konni in verdammt guten Händen bist, vielleicht hat mich auch genau das so scheiße wütend gemacht."
„Dass er mich glücklich macht?" Blinzelte Lauren ihren Gegenüber, welcher in Rätseln zusprechen schien, fragend an.
Marten schüttelte jedoch langsam den Kopf. „Nicht nur deswegen..ich weiß, dass er dich wirklich liebt und dich genau so behandeln wird, wie du es verdient hast - aufrichtig, ehrlich, respektvoll...liebevoll."
Immer noch sah Lauren fragend in Martens Augen und abermals schüttelte dieser langsam seinen Kopf und lachte diesmal ausdruckslos auf. „All das, hätte ich dir so und in diesem Ausmaß wahrscheinlich niemals geben können."
„Wow." Diese Aussage schlug gewaltig ein und Lauren war im selben Moment total geflasht von diesen Grund auf ehrlichen Worten.
„Ich..." Nun zog er sie in eine feste Umarmung. „...weiß also, dass du glücklich werden wirst - er kümmert sich gut um dich und wird dich beschützten."
Lauren ließ die Umarmung zu und versuchte Martens Worte irgendwie zu realisieren. „Danke.", war jedoch das Einzige, was sie in diesem Moment rausbekam.
„Ich werde die Zeit nutzen, wenn ihr in Norwegen seid..."
Langsam nickte Lauren. „Es wäre schön, wenn ich diesen wichtigen Menschen doch nicht verlieren würde..."
„Wirst du nicht.", raunte Marten und hauchte Lauren mit diesen Worten einen Kuss auf ihren Scheitel. „Er wird nur ne kurze Zeit für sich brauchen, um die Sache zu verdauen.", sprach er in ihr Haar.

Mit einem viel besseren Gefühl, löste Lauren sich schließlich aus der Umarmung mit Marten. Während sie sich dann einige Sticheleien über seinen deutlich übleren Zustand nicht verkneifen konnte, liefen beide hinaus zu Max. Dieser hatte sich völlig lässig und extrem sexy an seinen tiefschwarzen Mercedes GLS gelehnt. Mit seiner Louis Vuitton Sonnenbrille auf der Nase, versuchte er wohl seine Blessuren zu verstecken, lediglich der kleine Cutt an seiner Unterlippe erinnerte noch an diese. Seine verschränkten Arme ließen das dunkelgraue Shirt, welches er sich vorhin noch so verführerisch über den Kopf gezogen hatte, beachtlich um seinen Bizeps spannen. Es verdrehte Lauren sofort den Kopf, als Max seinen Bizeps, sowie seine breiten Brustmuskeln merklich anspannte, als sie mit Marten zusammen aus der Halle trat.
„Du weißt, welchen Weg du fahren musst?", fragte Max mit scharfen Worten an Marten gewandt und streckte gleichzeitig seine Hand nach Lauren aus, um diese schnell wieder in seine Obhut ziehen zu können.
Natürlich ließ sie dies zu, wurde somit sachte in Max' Arme gezogen und sah sich noch einmal unsicher um.
„Alles gut Babe, hier ist niemand.", flüsterte er beruhigend.
„Ja, ich kenne den Weg.", antwortete Marten nun auf Max' Frage und verschwand nickend aus Laurens Blickfeld.
„Was machen wir?" Sie hob fragend ihren Kopf; nur schemenhaft konnte sie Max' Augen durch seine Sonnenbrille erkennen.
„Marten fährt meine S-Klasse, mit der ich gestern zu dir gefahren bin, wieder zu mir."
„E-Er war bei meiner Wohnung?" Schlagartig wurde Lauren ganz anders zumute, abermals sah sie sich hektisch um.
„Mein Wagen stand doch Meter entfernt von deiner Wohnungstür.", versuchte Max ihr gut zuzusprechen.
„Aber - aber, wenn sie ihn trotzdem gesehen haben und uns jetzt verfolgen.", stotternd sah Lauren mit einem panischem Blick in Max' große Sonnenbrille.
Diese nahm er nun langsam ab, um ihr tief in die Augen sehen zu können. „Baby - es ist niemand hier und Marten weiß bescheid, er wird einen riesigen Umweg fahren." Schützend legte er seine starken Hände an ihre Wangen. „Keine Panik, okay? Vertrau mir und vertrau vor allem...ihm." Bei den letzten Worten stockte Max kurz, und doch sprach er sie aus.
Schwer schluckend nickte Lauren letztlich. „Ja...okay."
Schützend hauchte Max ihr also einen Kuss auf die Stirn und öffnete ihr dann die Beifahrertür. Als er den Wagen umrundete und einstieg, warf er währenddessen noch einen prüfenden Blick über die Straße und dessen parkende Autos. Dennoch sollte er aber Recht behalten - niemand hatte sie verfolgt. Erst, als Max sich dieser Tatsache auch wirklich sicher war, steuerte er nach einem gewaltigen Umweg, endlich den Weg zu seinem Haus an.
Nervös sah er auf seine Armbanduhr, als er den schwarzen SUV gekonnt unter seinem Carport eingeparkt hatte und den Motor zum Stillstand brachte.
„Was?", hakte Lauren sofort nach, denn ihr blieb es nicht verborgen, dass Max seine Lippen angespannt aufeinander presste und schwer schluckte.
„Ich ruf ihn mal an.", nuschelte er besorgt und kaum hörbar.
Laurens Herz beschleunigte unmittelbar seine Schläge unangenehm in ihrem Brustkorb und ließ ihren Puls in die Höhe schnellen - sie spürte, dass irgendetwas nicht stimmte. Als Max sein iPhone aus der Tasche seiner Jeans fingerte, setzte er seine Sonnenbrille ab und runzelte die Stirn. Beunruhigend beobachtete Lauren seine nachdenklichen Gesichtszüge, welche ihr mulmiges Gefühl ebenfalls bestätigten. Nervös krallte sie sich mit ihrer rechten Hand in das Leder des Beifahrersitzes.
„Okay - steig aus, wir buchen sofort diesen beschissenen Flug und hauen endlich von hier ab." Max' bestimmende Worte drangen zwar in Laurens Ohr, hallten dort jedoch eher dumpf wieder, denn das Rauschen in ihren Ohren hatte sie wie in Watte gepackt.
„W-Was ist denn los?" Wollte sie zunächst wissen, als Max die Fahrertür öffnete und aussteigen wollte.
„Die Pisser sind tatsächlich aufgetaucht - Marten konnte sie aber abschütteln und fährt jetzt zu Andi."
Sprachlos über diese Tatsache, stieg Lauren ebenfalls aus dem Wagen und folgte seinen hastigen Schritten hinein in das Haus.
„Siehst du! Ich wusste es!", stieß sie panisch aus. „Und wo sind die Hunde?" Lauren sah nun fragend zu Max, welcher seinen Schlüssel wortlos in die Schale auf der Kommode warf und auf die Milchglastür zum Wohnbereich zulief.
„Die hab' ich vorhin schon zu Philipp gebracht...höchstwahrscheinlich geht unser Flieger morgen extrem früh." Mit diesen Worten öffnete er den hellen Raum und lief auf den Esstisch zu, auf welchem sein MacBook lag.
„M-Morgen früh schon?", hakte Lauren stotternd nach.
Gerne hätte sie sich doch noch von Mason verabschiedet und mit diesem unsicheren Gefühl im Bauch, dass Marten in Max' S-Klasse verfolgt wurde, viel es ihr nun noch schwerer, einfach von hier abzuhauen. Nickend setzte Max sich an den Tisch und öffnete seinen Laptop. Lauren blieb jedoch stehen und suchte nach seinem Blickkontakt.
„Ich dachte, ich seh' Mason nochmal und was ist jetzt mit...Marten?" Sie formulierte ihre Frage vorsichtig, da sie vermeiden wollte, dass er ihre Bedenken falsch verstehen könnte.
„Was soll mit ihm sein?" Ohne ihr auch nur einen Blick zu schenken, klebten seine Augen sofort an dem Bildschirm seines MacBooks.
„Was mit ihm sein soll? Max, er wurde gerade von diesen Typen verfolgt und das meinetwegen!", etwas aufgebracht versuchte Lauren ihm zu vermitteln, was tief in ihrem Inneren vor sich ging.
Nun sahen seine Augen doch über den Bildschirmrand des Laptops hinweg - direkt in die ihren. „Diese ‚Typen', wie du sie liebevoll nennst, sind davon ausgegangen, dass ich in meinem Wage sitze, Marten hat mit der Sache überhaupt nichts zutun."
„Richtig, er hat mit der Sache überhaupt nichts zutun und doch wurde er gerade komplett mit reingezogen!"
„Okay!", seufzte Max leicht genervt und klappte den Laptop mit etwas zu viel Schwung wieder zu. „Was verlangst du jetzt von mir?!"
Diese schroffen Worte ließen Lauren schwer schlucken. „Ich verlange gar nichts von dir, ich will einfach niemandem mehr schaden.", flüsterte sie mit zitternder Stimme.
Max verschränkte seine Finger über dem Laptop ineinander und sah weiterhin mit einem fragenden Blick zu Lauren hinauf. „Baby, genau deswegen buche ich jetzt diesen Flug, damit wir erstmal vom Radar verschwinden...okay?"
Ihre ängstlich, weit geöffneten Pupillen sprangen abwechselnd in Max' rechtes und linkes Auge; wieder einmal wirkten diese so dunkel und für manch einer vielleicht sogar düster, doch Lauren vertraute diesen Augen und dass, zu tausend Prozent.
Also nickte sie leicht. „Okay."
„Mir geht es hier nur um dich, nicht um Marten, Mason oder mich - nur um dich, dass du in Sicherheit bist."
„Und ich will nur, dass du in Sicherheit bist." Als Lauren diesen tiefen Wunsch aussprach, musste sie innerlich mit ihren Tränen kämpfen.
„Komm her, wir machen das gemeinsam." Max schien ihr Gefühlschaos wieder einmal zu spüren, denn er streckte einfühlsam seine rechte, tätowierte Hand nach ihr aus.
Liebevoll zog er sie auf seinen Schoß, als sie nach dieser griff und um den Tisch herumlief. Sogleich umschlang Lauren seinen Hals mit ihren Armen und vergrub ihr Gesicht in seine Halsbeuge. Dieses süßliche, jedoch gleichzeitig frische Parfüm, gepaart mit seinem herben Duschgel und Deo, stiegen ihr sofort in die Nase und waren mittlerweile der Geruch nach Sicherheit und zuhause für sie geworden. Mit diesem Duft in der Nase und den Gedanken an ihren Bruder und an Marten, verlor Lauren letztlich den Kampf gegen ihre Tränen.
„Ich werde dich von hier wegbringen und beschützen...wir schaffen das zusammen.", flüsterte Max und schlang nun schützend seine starken Arme um Laurens zierlichen Körper, welcher in diesem Moment wie ein Häufchen Elend auf ihm saß. „Und mach' dir um die anderen kein' Kopf, die können sehr gut selbst auf sich aufpassen und sind nicht allein."
Etwas schwach nickte Lauren, ihr Gesicht hielt sie jedoch weiterhin an Max' Halsbeuge versteckt.
„Und Baby...", flüsterte er und legte zärtlich seine rechte Hand an ihren Hinterkopf. „Hör' bitte auf zu weinen." Seine sanften, kratzigen Worte ließen Lauren langsam aufschauen.
Schniefend sah sie ihn blinzelnd an.
„Das zerreißt mich jedes Mal, ich fühl mich so verdammt machtlos.", sprach er leise.
„Okay...ich versuch's." Laurens zitternder Stimme folgte ein tiefer Atemzug - sie versuchte sich zusammen zu reißen.
Max schenkte ihr sogleich sein umwerfendes Lächeln und somit auch seine Grübchen, welche es so verdammt besonders machten. Nun zuckte ihr Mundwinkel ebenfalls zu einem zaghaften Lächeln.
„Geht doch." Triumphierend grinsend, klappte Max den Laptop wieder auf.
Die Webseite, über welche er den Flug buchen wollte, war immer noch geöffnet. Zusammen suchten sie schließlich einen Flug heraus, der sie morgen früh um Punkt 6 Uhr nach Oslo fliegen würde und von dort aus weiter nach Bergen.

Die Tatsache, dass Lauren schon wieder eine Stadt fluchtartig verlassen musste, hätte sie eigentlich trauriger stimmen sollen, als sie es doch tatsächlich tat. Mit Max an ihrer Seite, viel ihr dies nunmal um einiges leichter, trotz dessen sie ihren Bruder, sowie ihre Freunde definitiv vermissen würde. Leider konnte Lauren weder Mason, Marten, oder Rico noch ein Mal sehen. Max wollte auf keinen Fall riskieren, dass irgendeiner von ihnen verfolgt werden würde und somit auch sein Haus als sicheres Versteck aufgeflogen wäre.
Lauren verstand und akzeptierte diese Entscheidung natürlich, ihr blieb also nichts anderes übrig, als mit allen dreien noch einmal zu telefonieren. Mason diese ganze Situation zu erklären gestaltete sich am schwierigsten; erst nach langer Diskussion und mit dem Kompromiss, dass er in wenigen Tagen nachgeflogen kam, konnte sie ihn schließlich beschwichtigen. Max nickte all dies neben bei nur halbherzig ab, da auch er einige Telefonate führen musste; schließlich hatte er nicht nur einen Job, um welchen er sich trotz allem auch weiterhin kümmern musste. Die Firma befand sich zwar in guten Händen bei Rico und Marten, doch war er seinem Management, dem Label, sowie dem Büro, welches für sein Merchendise zuständig war, eine Erklärung schuldig. Das er sich allerdings eine kreative Auszeit nahm, stellte keinerlei Probleme dar; dennoch hoffte Lauren, dass Max in Norwegen auch endlich wieder dem nachgehen konnte, was ihm so sehr am Herzen lag - Musik.

Die Nacht war verdammt kurz und von Schlaf konnte wirklich nicht die Rede gewesen sein, denn Max' Handy, welches als Wecker fungierte, klingelte pünktlich um 3 Uhr früh. Total verschlafen und neben sich stehend, schlug er seine Bettdecke auf und zog Lauren liebevoll an sich - genussvoll schmiegte sie sich an seine weiche Haut.
„Guten Morgen.", murmelte er mit einer tief kratzigen Stimme.
Lauren hauchte ihm einen liebevollen Kuss auf seine starke Brust. „Morgen."
„Bock nach Norwegen zu fliegen?"
Als Max dies fragte, hob Lauren ihren Kopf und nickte grinsend. „Total...und du?"
„Bisschen mehr Schlaf wäre schön gewesen aber...ja - ich hab voll Bock." Lächelte er breit.
„Schlafen können wir dort noch genug." Mit einem schnellen Kuss, welchen sie Max auf den Mund hauchte, befreite Lauren sich schließlich aus seiner warmen Umarmung und stand auf.
„Philipp ist in 'ner halben Stunde da, wir sollten uns beeilen." Mit diesen Worten stand Max ebenfalls auf, streckte sich und schlürfte ins Badezimmer.
Müde schlüpfte Lauren zu ihm unter die heiße Dusche, unter der sie sogleich zärtlich von ihm eingeseift wurde. Dem Zeitdruck geschuldet und der ziemlich unchristlichen, frühen Uhrzeit, bekamen beide weder einen Kaffee, noch etwas Essbares hinunter. Allerdings dauerte es auch nicht lange, bis Max die Nachricht von Philipp erhielt, dass er da war.
Mit einem ebenso müden Lächeln empfing der großgewachsene, tätowierte Mann Lauren sogleich mit einer kurzen Umarmung.
„Wie geht's den beiden Räubern?", war ihre erste Frage, während Philipp von ihr abließ und Max brüderlich begrüßte.
„Der Kleine Wirbelwind hat mich ordentlich beschäftigt und Ice pennt ja die ganze Zeit nur.", sprach Philipp mit seiner ruhigen Stimme und verstaute nebenbei den großen Koffer im Kofferraum.
Er entlockte Lauren mit dieser Aussage ein leichtes Lachen.
„Und keine Angst - meine Freundin ist bei ihnen, sie sind also nicht allein.", fügte er noch hinzu, so, als hätte er Laurens Gedanken sofort lesen können.
„Siehst du Babe, mach dir kein' Kopf, den beiden geht's gut und in ein paar Tagen sind wir wieder alle zusammen." Max hauchte ihr mit diesem Satz einen Kuss auf die Schläfe und stieg hinten in dem Wagen ein.

So früh am Morgen, ja, fast mitten in der Nacht, waren die Straßen Berlins eigentlich einfacher und schneller zu durchfahren. Die eingeplanten zwanzig Minuten hatten sie jedoch, dank der etlichen roten Ampeln, trotzdem vollends ausgeschöpft. In Tegel endlich angekommen, bedankten die Beiden sich bei Philipp und verabschiedeten sich von ihm, ehe sie das, wie Lauren fand, ziemlich unübersichtliche Flughafengebäude betraten. Zu ihrem Glück hatte Max jedoch den totalen Überblick - Flughäfen waren bei weitem nicht ihr Lieblingsort, trotz der vielen Reisen, welche sie schon hinter sich hatte, könnte sie sich dennoch niemals an die Hektik und diese langen Wartezeiten gewöhnen.
Der Check-In ihres Koffers ging glücklicherweise ohne langes Anstehen glatt über die Bühne, somit konnten sie sich entspannt auf dem Weg zu ihrem Gate machen, um dort erst einmal in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Die Anzahl der Menschen, auf ihrem Weg zum Gate, waren sehr überschaubar; es waren bei weitem nicht so viele Leute unterwegs, wie es in L.A. der Fall gewesen war. Lauren viel es deswegen auch nicht schwer, sich mit Max an ihrer Hand, sicher und wohl zu fühlen; schließlich sollte diese Reise vielleicht der Grundstein für neue, gemeinsame, wunderschöne Momente und Erinnerungen sein.

„Wusstest du eigentlich, dass man für Norwegen gar kein Visum brauch?", fragte Max Lauren so ganz nebenbei, als sie sich in dem kleinen Café, in der Nähe ihres Gates, gegenüber saßen; jeder mit einem Kaffe-To-Go-Becher vor der Nase.
Prompt verschluckte sich Lauren an dem heißen Getränk, während Max sie mit seinen großen, runden, grünbraunen Augen erwartungsvoll ansah. „Ahem...nein?!", gab sie hustend wieder.
„Krass oder? Man muss sich nur nach drei Monaten polizeilich melden - mehr nicht."
„W-Wow.", räusperte Lauren sich erneut und sah Max argwöhnisch an.
„Was ist?", lachte dieser leicht, als er Laurens Blick kurz einfing.
„Willst du...auf irgendetwas hinaus?"
„Das kam nur dabei raus, als ich mich belesen hab', wie lange wir dort ohne große Umstände bleiben können." Max zuckte locker mit den Schultern und schwang den Pappbecher mit seiner rechten Hand elegant in kreisenden Bewegungen.
Noch einmal räusperte Lauren sich - ihr Blick fiel kurz auf die zwei Pärchen, welche an den Nachbartischen saßen. Ein zaghaftes, leises Lachen von der blonden, jungen Frau - welche ihr mit einem ebenso jungen Mann, schräg gegenüber saß - zog Laurens Aufmerksamkeit für einen kurzen Augenblick an. Für einen Wimpernschlag dachte sie darüber nach, ob die Beiden überhaupt ein Paar waren und wenn, wohin ihre Reise wohl gehen würde. Eine Sache wurde ihr jedoch sofort bewusst - diese beiden Menschen konnten mit Sicherheit eine stinknormale Beziehung führen und waren nicht auf der Flucht vor jemandem, der sie womöglich umbringen würde.
Schwer schluckend wanderten Laurens Augen wieder zu Max, als dieser sie mit einem leisen ‚Baby?' aus ihrer Gedankenschleife holte.
„Hm?", macht sie und trank den letzten, nun kalten Schluck ihres Kaffees aus.
Max drehte seinen Kopf kurz in die Richtung, in der Laurens Augen soeben noch geklebt hatten. Auch er vernahm die blonde Frau, welche abermals kicherte und den braunhaarigen Mann, der ihr gegenüber saß und sie verliebt angrinste. Seufzend drehte Max sich wieder zu Lauren. „Wie kann man mitten in der Nacht nur so scheiß gute Laune haben.", brubbelte er müde und trank seinen Kaffee ebenfalls aus.
„Die sind anscheinend verliebt...du Morgenmuffel.", sprach Lauren schmunzelnd.
„Dein Morgenmuffel ist auch verliebt." Grinste Max verschmitzt und stellte seinen leeren To-Go-Becher mit einem lauten Geräusch vor sich auf dem Tisch ab.
„Ach ja?", fragte Lauren mit einem breiten Grinsen und provokanten Unterton nach.
„Ja...ganz schön krass sogar." Max' kratzige Worte klangen ernst und ehrlich - mit einem ebenso ernsten Gesichtsausdruck sah er nun in Laurens Augen.
„Drei Monate sind aber ganz schön lang'.", sprach sie plötzlich ihre Bedenken vorsichtig aus.
„Baby...", leicht lachend schüttelte er schließlich seinen Kopf - die einzelnen Glieder des Armbandes seiner goldenen Rolex scharrten hörbar über den Tisch, als Max nach Laurens Hand griff, welche ihren Kaffeebecher eben noch umschlang. „Niemand hat gesagt, dass wir dort drei Monate bleiben müssen."
Mit dieser Aussage kitzelte er ihr ein schräges Lächeln auf die Lippen. „Sagt der, der eben noch davon sprach, dass man kein Visum für Norwegen braucht." Grinsend beugte sie sich leicht über den Tisch, zu ihm.
„Das war nur zur Info, falls...du doch bisschen länger da bleiben willst...", flüsterte Max fast, als er sich ebenfalls zu Lauren beugte.
„Aber...könntest du dir überhaupt so viel Zeit nehmen?"
„Klar." Zuckte Max lässig mit seinen Schultern - ihrem Gesicht dabei verboten nahe. „Wieso denn nicht?"
„Musst du nicht arbeiten? Dein Rap-Ding weiter machen?"
Wieder erklang dieses wunderschöne, knurrende Lachen aus seiner Brust. „Rap-Ding?", hakte er lachend nach.
„Na du weißt schon, Texte schreiben, Musik bauen...rappen...dieses Ding eben.", erklärte Lauren zögernd - sie kam sich in diesem Moment etwas doof vor, da sie augenscheinlich keine Ahnung von dem hatte, was Max wirklich tat.
„Musik bauen - auch ein schöner Begriff." Das breite Grinsen zauberte ihm abermals seine wunderschönen Grübchen auf die Wangen - dieser Anblick ließ Lauren auf der Stelle dahinschmelzen.
„Halt die Klappe.", flüsterte sie lächelnd und schenkte ihm einen schmatzenden Kuss.
Genüsslich fuhr Max sich mit seiner Zungenspitze schnell über seine Lippen, ehe er sie zu einer schmalen Linie aufeinander presste. „Leider kann ich wirklich nicht einfach so für Monate abhauen...", fing er seufzend an zu erklären. „Ich hab' ne Deadline, an die ich mich halten will - das bin ich schließlich einigen Leuten da draußen schuldig."
Leicht nickend wanderten Laurens Augen über sein Gesicht, welches dem ihren immer noch so verdammt nahe war. Dass er seinen Bart sicherlich schon seit mindestens einer Woche nicht mehr gestutzt hatte, gefiel ihr irgendwie. Seine dunklen Augen verrieten ihr ganz deutlich, dass er noch einige Stunden Schlaf hätte gebrauchen können; trotz dessen, oder, genau deswegen, machte ihn sein Blick durch diese müden Augen hinweg, einfach nur umwerfend und anziehend. Unter dem hellgrauen Nike-Sweatshirt zeichnete sich seine starke Brustmuskulatur merklich ab, was Lauren vor heißem Verlangen kurz schlucken ließ. Auch an die Tattoos, welche bis zu seinem Hals und sogar bis unter sein Kinn reichten, könnte sie sich niemals satt sehen. Immer wieder entdeckte sie neue, kleine Symbole, die ihr vorher noch nie so aufgefallen waren. Lauren würde noch einige Zeit brauchen, bis sie wirklich jedes einzelne Motiv und Symbol auf seiner Haut tief verinnerlicht hatte, doch genau das, machte jeden genauen Blick so extrem besonders.
„Wenn wir aber wirklich länger bleiben wollen, dann könnte ich tatsächlich einfach dort an meinem ‚Rap-Ding' arbeiten." Max' Stimme zog Laurens Augen von dem Engel, seitlich an seinem Hals, wieder hinauf in seine Augen, welche von einem liebevollen Lächeln umspielt wurden.
„Okay.", hauchte Lauren.
„Dafür bräuchte ich dann allerdings meine beiden Produzenten..." Max' Lächeln verblasste - er sah Lauren nun erwartungsvoll an.
„Würden die etwa den weiten Weg auf sich nehmen?"
„Jeder andere Ort außerhalb von zu Hause ist der perfekte, um ein Album zu produzieren.", mit diesen Worten beugte er sich noch ein bisschen näher zu Lauren.
„Na dann sind das ja beste Vorraussetzungen.", sprach diese schmunzelnd.
„Wenn nicht sogar, die perfektesten." Grinsend besiegelte er seine Aussage mit einem liebevollen Kuss, welchen er ihr zärtlich auf die Lippen hauchte.

An ihrem Gate schließlich angekommen befanden sich dort genügend Sitzgelegenheiten samt Steckdosen, die das Warten komfortabler machen sollten. Lauren kuschelte sich in Max' Arme, als sie sich schließlich auf einen von diesen niederließen. Umhüllt von seinem wundervollen Duft, und somit gebettet in Geborgenheit und Sicherheit, versuchte sie noch ein wenig die Augen zu schließen. Während Max schützend seine Arme um Lauren legte, dachte dieser jedoch nicht mal dran, auch nur eine Sekunde seine Augen zu schließen; aufgewühlt fokussierte er jeden Menschen, der sich in ihre Nähe begab und ließ niemanden aus den Augen. Lauren spürte, dass Max nicht wirklich zur Ruhe kommen würde, bis sie endlich in diesem Flugzeug saßen und norwegischen Boden unter den Füßen hatten.

Nach drei Stunden und darunter einen kurzen Aufenthalt in Oslo, war es jedoch soweit - sie hatten endlich sicheren Boden unter den Füßen.
„Dir wird's gefallen, glaub' mir." Begeistert startete Max den Motor des gemieteten SUV's.
Lauren hatte schließlich keine Ahnung, wohin sie nun fuhren, Max hatte sich allein um ihre Unterkunft gekümmert und alles organisiert. Die Neugierde stieg und das Kribbeln in ihrem Bauch machte sich breit, als Max den schwarzen SUV gekonnt aus dem Parkhaus manövrierte und sich vor ihnen der beachtliche Nordatlantik mit seinen unzähligen, kleinen Inseln erstreckte. Das unendlich weitläufige Gewässer spiegelte die goldgelbe Sonne wieder und ließ ihre etlichen Sonnenstrahlen glitzernd auf diesem tanzen. Überwältigt von diesem atemberaubenden Anblick, schenkte Max Lauren einen schnellen Blick, welchem ein glückliches Lächeln folgte. Voller Erleichterung fiel umgehend eine tonnenschwere Last von ihr, denn hier, in diesem Land, hatten sie nichts mehr zu befürchten. Sprachlos von dieser Erkenntnis und dieser wunderschönen Aussicht, welche ihnen der Atlantik, gepaart mit der strahlenden Sonne schenkte, griff Lauren nach Max' Hand.
„Es ist noch schöner, als ich es mir vorgestellt hab'", sprach sie mit leisen Worten, während Max sich in dem Verkehr nahe der Küste einfädelte.
„Total.", nickte dieser und ließ seinen Blick ebenfalls noch einmal kurz über den Nordatlantik schweifen. „Warte ab, bis du das Haus gesehen hast."
Genussvoll lehnte Lauren sich in dem Beifahrersitz zurück - sie ließ den Anblick für diesen Moment auf sich wirken und zog ihn tief in sich, um ihn nie wieder vergessen zu können. Schließlich waren sie hier endlich in Sicherheit, nichts und niemand konnte ihnen hier auf die Schliche kommen. In diesem Land konnten sie Beide nun genug Kraft tanken und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießen.
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