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Mit dir an meiner Seite

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Andrea Herrera Lucas Ripley Maya Bishop Pruitt Herrera Robert Sullivan Ryan Tanner
25.06.2019
05.11.2019
7
24.487
5
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.10.2019 3.610
 
Hallo ihr Lieben :)
Dann will ich euch mal von eurem Leid erlösen und hoffe das ihr Spaß beim Lesen dieses Kapitels habt :)




Im Wartebereich angekommen traf Robert auf seine Kollegen .
Er hatte zwar gewusst das sie da waren, war dennoch nicht wirklich auf sie vorbereitet gewesen.
Immerhin hatte er sie schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen.
Irgendwie überkam ihn ein unangenehmes Gefühl, immerhin wussten seine Kollegen nicht wie nahe der Captain und Andy sich wirklich standen und genau so sahen sie ihn auch an, als hätten sie einen Geist gesehen oder eine vergessene Person, dessen Existenz sie sich gerade erst wieder bewusst wurden.
Keiner der Menschen in dem Wartebereich hatte sich auch nur einmal bei ihm blicken lassen oder sich nach ihm erkundigt, außer Pruitt natürlich und ein paar mal Luke, aber dennoch kratzte es an ihm, das er seiner Crew so egal erschien.
Sie waren doch ein Team,oder?
Er wusste nicht was er davon halten sollte, aber ihm war bewusst, das er mit seinem Verhalten in der Wache sich nicht unbedingt Freunde gemacht hatte.
Dennoch war Andy auf ihn zu gegangen, mehrfach sogar und hatte es dann schließlich geschafft das er seine Mauern Stück für Stück abbaute.
Aber er wusste auch das er das nicht von allen verlangen konnte,immerhin hatte er seinen Kollegen keinen Anlass dazu gegeben ihn auch nur in irgendeiner weise zu mögen.
Er war nun mal Captain Grinch und das wusste er auch, auch wenn er diesen Umstand gerade zu ändern versuchte.
Aber das war jetzt egal, es ging schließlich um Andy und nicht um seine Kollegen oder ihn.
„Captain Sullivan.“ rief Maya überrascht aus, sie schien beinahe wirklich vergessen zu haben das auch er in diesem Krankenhaus lag und das bereits seit Monaten.
Ihre Überraschung bestürzte ihn ein wenig, das wirklich so niemand von ihnen an ihn gedacht hatte, tat wirklich weh, aber er ließ es sich nach einem kleinem verwirrten Blick, nicht weiter anmerken.
Er straffte seine Haltung soweit es ging , schwäche seinerseits war jetzt fehl am platz.
„Bishop.“ grüßte er mit einem kurzem nicken und setzte sich weiter abseits von ihnen auf einen der Stühle.

Dieses warten und Bangen rief einige Gefühle in ihm hoch.
Claire.
Er erinnerte sich noch ganz genau wie das bei ihr damals gewesen war und auch wenn es weh tat noch immer daran zu denken, so war der Schmerz jetzt ein anderer.
Es ging um Andy und auch wenn er das nie hatte zu lassen wollen, so war sie zu dem wichtigsten Menschen in seinem Leben geworden, den er drohte zu verlieren.
Die Stühle in den Wartebereichen hatten sich verändert, waren weicher geworden, sollten wohl die Wartezeiten angenehmer gestalten.
Nichts desto trotz nahmen sie nicht die Last die auf den Angehörigen lag.


Die Angst, die Hoffnung, die Beklemmung die er nun fühlte, hatte er schon einmal gespürt.
Claire war ihm genommen wurden, man hatte einfach nichts mehr für sie tun können und nun war er erneut in solch einer Situation, in dem der wichtigste Mensch an seiner Seite in Lebensgefahr schwebte.
Er betete zu allen Göttern dieser Welt, hoffte das sie ihm nicht auch noch genommen wurde.
Sie gehörte auf diese Erde, sie machte diese Welt doch so viel Reicher nur weil sie auf ihr verweilte.
Andy jetzt auch noch zu verlieren, würde bedeuten sich selbst zu verlieren, noch einmal.
Das durfte einfach nicht passieren.


Roberts innere Unruhe verlagerte sich so langsam nach außen, er lief wie ein Tiger hin und her, versuchte ruhig zu bleiben und doch gingen die verschiedensten Szenarien durch seinen Kopf.
Was wäre wenn sie es wirklich nicht schaffte?
Pruitt hatte doch gesagt das es ziemlich schlecht aussah.
Was wäre wenn er sie nicht noch zu dem Essen einladen konnte, welches er ihr versprochen hatte?
Was wäre wenn....
Sollte der Schlimmste aller Fälle eintreten, dann würde er sie nie wieder lachen sehen, er würde ihr nicht mehr in ihre wunderschönen Augen blicken können und sie würde ihn mit ihrer frechen Art nicht mehr zu Weißglut treiben können.
Nein.
Daran durfte er nicht denken, Andy würde das schaffen, sie musste es einfach.
Sie wurde doch geliebt, sie durfte nicht so einfach gehen, das würde ein großes Loch in aller Herzen schlagen.

Erschlagen und völlig aufgebracht setzte er sich wieder nach einer gefühlten Ewigkeit, während in Wirklichkeit nur wenige Sekunden verstrichen waren.
Pruitt setzte sich neben Sullivan und reichte ihm lächelnd einen Kaffee, während seine Kollegen ihn ungläubig dabei ansahen.
Es sah beinah so aus, als verstünden sie nicht, warum der ehemalige Captain sich ausgerechnet zu Captain Grinch setzt.
Aber das war inzwischen Normalität, denn Pruitt war ebenfalls zu einer Konstante in seinem Leben geworden.
In Roberts Leben hatte sich seit der Verbindung die er mit Andy hatte, eben einiges geändert und nun waren beide Herreras für ihn da, obwohl sie selbst zu Kämpfen hatten.

Jeder betete darum das Andy das überstand, sie war allen wichtig und keiner von ihnen wollte sie verlieren.
Ihre beste Freundin Maya liebte sie abgöttisch und auch wenn sie sich mal stritten so konnten sie definitiv nicht ohneeinander  , Gibson der noch immer ein guter Freund war, selbst nach seiner Selbstaufgabe in dem Hochhausbrand und dem Kampf um den Captain Posten.
Er würde noch immer viel für Andy geben, das wusste Sullivan genau.
Miller der Andy wie einen großen Bruder beschützte und seine Privatsphäre gerne für sich behielt, dennoch bereit war alles und jeden bei sich auf zu nehmen.
Vic die sie auf ihre eigene Weise liebte, die man nicht unbedingt immer verstand, aber wusste das auch dieses Band der Freundschaft, ein starkes war.
Warren der selbst noch nicht all zu lange dabei war und trotzdem schnell ein gutes und Freundschaftliches Verhältnis zu ihr aufgebaut hatte.
Luke, der selbst überhaupt kein Persönliches Verhältnis zu der jüngeren Herrera hatte und gerade zu verstehen schien, das sie sich willentlich in den Lauf einer Waffe gestellt hatte, damit er sicher war und das Überleben ihrer Patientin sichern konnte.
Pruitt der große Angst um seine Tochter hatte, die manchmal noch die kleine Andy für ihn war, die er in Erinnerung hatte.
Die es geliebt hatte mit ihrem Vater auf der Wache zu sein, die ihre Mutter viel zu früh verloren hatte und dementsprechend stark an ihrem Vater hing.
Pruitt wäre am Boden zerstört wenn er jetzt auch noch seine Tochter verlieren würde und er würde sich wohl kaum noch davon erholen, sie war das wichtigste in seinem Leben.

Und dann war da auch noch er selbst.
Robert Sullivan dessen Herz sich bei der Vorstellung sie nun auch noch zu verlieren, schmerzhaft zusammen zog.
Sie konnte ihn nicht auch noch verlassen, das ging einfach nicht, das ertrug er einfach nicht.

Es vergingen  drei Stunden ehe Maggie Pierce und Meredith Grey aus dem OP kamen und sich beinahe wie in Zeitlupe die Masken vom Gesicht zogen und diese samt ihren blutverschmierten Handschuhen in den Müll warfen.
Sie waren gute Ärzte, sehr gute sogar, das wusste jeder  und genau deshalb wussten sie als die beiden Frauen lächelten, das die OP gut verlaufen  und Andy außer Gefahr war.
Grey hatte damals einen besonders guten Draht zu Andy gehabt und deshalb war sie auch sofort zur Stelle, als sie eingeliefert wurde und das obwohl sie bereits ihre Schicht hinter sich hatte.
Aber das war ihr egal gewesen.
Sie hatte ihre „Schwester“ gebeten länger zu bleiben und sich um die Kinder zu kümmern und war dann direkt zu Maggie in den OP geeilt.

Robert atmete erleichtert aus, er hatte nicht einmal gemerkt das er den Atem angehalten hatte, doch so wie die beiden Frauen lächelten, konnten sie keine schlechten Nachrichten haben.
„Wie geht’s ihr ?“ trat Pruitt hervor und sah die beiden Frauen erwartend an.
„Könnten wir irgendwo ungestört reden?“ wollte Pierce wissen, auch wenn sie bereits wusste das die Station Andy´s Familie war, aber sie musste es wenigstens versuchen.
Immerhin waren sie dazu angehalten nur einem Familienmitglied Auskunft über den Zustand der Patienten zu verraten.
„Wir alle sind ihre Familie, was Sie mir als ihrem Vater sagen können, können Sie auch ihren Schwestern und Brüdern der Station sagen, sie werden es ohne hin sofort von mir erfahren.“ Maggie lächelte, diese Station war schon etwas besonderes.
Sie waren wirklich eine Familie , genauso wie sie im Krankenhaus eine waren, oft ziemlich Chaotisch und es gab auch Streit, aber am Ende stand jeder für den anderen ein.
„Okay.“ nickte Pierce kurz und jeder hing gebannt an ihren Lippen.
„Es war wirklich verdammt knapp, nur ein paar Zentimeter weiter rechts und wir hätten nichts mehr für sie tun können.
Auch wenn die Kugel keine lebenswichtigen Organe oder Gefäße verletzt hat, hat sie viel Blut verloren und der Stress der OP und des Ereignisses selbst führte zu einem Herzstillstand.“ sagte sie so Einfühlsam wie möglich.
Meredith übernahm, denn sie mochte Andy und wollte die gute Nachricht selbst gern verkünden, so hatte sie es mit Maggie abgesprochen.
„Aber sie ist sehr stark und ihr Herz ist es auch, sie hat nicht aufgegeben und ich hätte sie auch nicht aufgeben lassen.
Wir konnten sie zurück holen und die Kugel sicher entfernen.
Sie alle wissen am besten das sie sich nicht an die Ruhe halten würde die wir ihr verordnet haben, daher bleibt sie hier wo ich sie überwachen kann und wird nach ihrer Entlassung vier weitere Wochen nicht in den Außendienst gehen.
Erst wenn sie unser Okay hat, wird sie wieder da raus gehen, nicht früher und nicht später.
Sie hat wirklich großes Glück gehabt, aber sie wird wieder vollkommen Gesund.“ Pruitt und all den anderen fiel ein großer Stein vom Herzen, sie würde es schaffen, wie immer.
„Dürfen wir sie denn Besuchen?“ wollte Jack wissen, der nun auch aufgestanden war .
„Natürlich, nur am besten nicht alle auf einmal.
Sie schläft noch und braucht die nächsten Tage erst einmal Ruhe.“ lächelte Maggie sanft und sah in die erleichterten Gesichter der Menschen vor ihr.
„Sullivan und ich gehen als erstes.“ bestimmte Pruitt, während das Team ihn geschockt ansah, einschließlich Sullivan selbst.
„Geh mit Bishop, sie ist ihre beste Freundin und sie sollte bei ihr sein.“ legte Sully dem älteren die Hand auf die Schulter, so wie er es für ihn getan hatte, er sah Bishop kurz an, nickte ihr zu und setzte sich selbst wieder hin.
Maggie und Meredith brachten die beiden zu ihrer Patientin und ließen sie dann allein.


Robert wartete schweigend mit dem Team, bis schließlich einer nach dem anderen  bei ihr gewesen war um selbst zusehen das es ihr den Umständen entsprechend gut ging.
Als  das Team dann schließlich davon überzeugt war, das sie in guten Händen war, hatte Pruitt sie weg gescheucht und gesagt sie konnten ohnehin nichts für Andy tun.
Außerdem musste die Wache besetzt bleiben, schließlich konnte eine gesamte Einheit nicht einfach so ersetzt werden.
Zurückgeblieben waren  also Robert und Pruitt.

„Warum gehst du nicht zu ihr?“ Pruitt setzte sich neben ihn und sah ihn leicht von der Seite an, während Robert den Kopf hängen ließ.
Andy war außer Gefahr und das wusste er auch, aber seine Brust schmerzte und er fühlte sich wie betäubt.
Er versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, denn er wollte zu Andy, aber die Angst sie zu verlieren war einfach so übermächtig gewesen und sie war es noch immer.
Sie lähmte ihn geradezu.
„Weil ich Angst habe und es dann nur noch realer wird.
Sie wäre um ein Haar gestorben, Pruitt.
Ich kann das nicht noch einmal.“ gab er schließlich zu und es war ihm das erste mal seit langer Zeit egal das er seine Gefühle zeigte, er war schließlich auch nur ein Mensch und Andy war etwas besonderes für ihn.
Sie zu verlieren, bedeutete sein Leben zu verlieren, sein Lachen, seine Vertraute.
Sie bedeutete ihm so viel und ohne sie wüsste er nicht einfach mehr wo er noch stand.
„Du kannst das Robert und sie braucht dich, genauso wie du sie gebraucht hast und es noch immer tust.
Ja es war verdammt knapp und sie hat wirklich Glück gehabt, aber sie ist bei uns geblieben und ich danke Gott dafür, das er mir nicht auch noch meine kleine genommen hat.
Sie ist eine Kämpferin und viel zu Stur um aufzugeben, das weißt du doch.
Sie schafft das...ihr schafft das.“ lächelte Pruitt und stand wieder auf.
„Du hast recht.“ lächelte Robert etwas zurückhaltend und wollte gerade los gehen, als er sah das Pruitt in die andere Richtung ging.
„Du kommst nicht mit?“ Pruitt schüttelte den Kopf, er konnte einfach nicht noch einmal da rein, es war einfach zu knapp gewesen und er ertrug es nicht sein kleines Mädchen so zu sehen.
Auch wenn er ziemlich stark wirkte, so war in ihm etwas zerbrochen und er hoffte inständig solch eine Situation nicht noch einmal miterleben zu müssen.
„Diesmal nicht, ich brauche einen Kaffee und ich dachte du willst lieber mit ihr allein sein.“ der ältere Herrera lächelte noch einmal ehe er ging .
Robert atmete tief durch und ging dann zu Andy.

Er klopfte leise an ihre Tür, schob sie auf und trat ein.
Sie schlief noch immer und es war einfach nur ruhig in diesem kahlen sterilen Raum.
Zu ruhig, wie er fand, nur das stetige Piepen der Monitore war zu hören.
Er setzte sich nah an ihr Bett, nahm ihre Hand in seine und führte sie zu seinem Gesicht.
Vorsichtig küsste er ihren Handrücken, atmete ihren Geruch tief ein und schmiegte sein Gesicht an ihre Hand, fühlte die Wärme die ihren so leblos erscheinenden Körper durchströmte.
Tränen rannen über sein Gesicht, Tränen der Erleichterung.
Sie hatte ihn nicht verlassen, sie hatte gekämpft und würde wieder Gesund werden, er hatte sie nicht auch noch verloren.
Sie war geblieben und er würde an ihrer Seite bleiben, soviel war schon mal sicher.
„Du weißt schon das ich dich ab sofort nicht mehr aus den Augen lasse?“ flüsterte er, wischte sich die Tränen weg und strich ihr liebevoll die Haare aus dem Gesicht.
Er beugte sich leicht über sie und lächelte dann sanft.
Ihr blasses Gesicht nahm gerade erst wieder Farbe an .
„Mach das nie wieder Andy, ich kann dich nicht auch noch verlieren.“ flüsterte er gegen ihre Stirn und küsste diese bedächtig.
Als er sich wieder von ihr löste und sie ansah, flatterten ihre Augenlider und kaum darauf öffneten sich diese wunderschönen braunen Augen die er so sehr liebte und sahen ihn leicht verwirrt an.
„Was ..was ist passiert, wo bin ich?“ krächzte Andy und versuchte sich auf zu setzen, merkte jedoch schnell das ihre Brust weh tat und gab ihr vorhaben auf.
Robert war schnell so an ihre Seite getreten, das er ihr helfen konnte, sich in eine Halbwegs aufrechte Position zu begeben und setzte sich dann wieder neben sie.
„Ich bin im Krankenhaus, oder?“ dieser Geruch kam ihr einfach zu bekannt vor, als das sie sich täuschte, aber sie erinnerte sich einfach nicht daran was passiert war.
Sie wusste nur da sie aufgewacht war, weil sie seine Stimme gehört hatte und sie wollte ihn unbedingt sehen, also hatte sie ihre Augen geöffnet und da war er.
An ihrer Seite .
„Ja du bist im Krankenhaus, was ist das letzte an das du dich erinnern kannst?“ fragte er besorgt, denn offensichtlich schien ihr Unterbewusstsein die ganze Sache zu verdrängen.
Es wollte sie wahrscheinlich Schützen um sie nicht noch mehr Stress aussetzen.
„Ripley und ich waren bei einem Einsatz, eine junge Frau lag am Boden und hatte mehrere Schusswunden glaub ich, danach ist alles weg.“ Robert sah sie bedrückt an und als Andy das sah, wusste sie das da mehr sein musste.
„Robert, was ist passiert?
Warum bin ich hier?“ er wich ihrem Blick aus, er wollte nicht das sie sich dem Stress aussetzte, er wollte auch nicht das sie mit solch einer schrecklichen Erinnerung leben musste, aber auf kurz oder lang käme die Erinnerung zurück.
„Robert.“sagte sie noch einmal mit Nachdruck und genau in diesem Moment brachen seine Schutzmauern zusammen.
„Du wurdest angeschossen okay?“ brüllte er beinahe, stand schwungvoll von seinem Stuhl auf und schob diesen dabei gewaltsam gegen die Wand.
„Du wurdest angeschossen weil der Typ nicht wollte das ihr seiner Frau helft.
Er wollte lieber das sie tot ist, als das sie ihn verlässt und du hast dich zwischen die Waffe, Ripley und der Frau gestellt.
Du hast dein Leben riskiert, du hast in Kauf genommen das wir dich verlieren.
Du hast in Kauf genommen das ich dich verliere und das kann und will ich einfach nicht akzeptieren.“ erneut lief er unruhig hin und her, solch einen Gefühlsausbruch hatte er seit Jahren nicht mehr gehabt, erst jetzt wo ihm klar wurde, wie knapp es wirklich gewesen war.
„Robert sieh mich an.“ noch immer lief er vor ihrem Bett auf und ab, konnte nicht ruhig stehen oder sitzen bleiben, nicht wenn die Frau die ihm so viel bedeutete in diesem Krankenhaus noch vor wenigen Stunden um ihr Leben gekämpft hatte.
„Robert bitte...“ erst jetzt sah er sie wieder an und stellte kopfschüttelnd fest, das sie lächelte und ihre Hand nach ihm ausstreckte.
Vorsichtig ergriff er sie und setzte sich wieder zu ihr, ihre Hand dabei bei sich behaltend .
Andy löste seinen Griff um ihre Hand und legte sie ihm in einer beruhigenden Geste in sein Gesicht, streichelte vorsichtig seine Wange und es wirkte wahre Wunder, denn kaum darauf saß er ruhig da und sah sie mit Tränen in den Augen an.
„Ich bin hier und ich gehe nirgendwo hin.
Ja ich habe mein Leben riskiert, aber das tun wir Tag für Tag da draußen.
Es tut mir leid wenn ich euch so erschreckt habe, wenn ich dich so erschreckt habe.
Aber ich gehe doch nicht einfach, wer soll dir denn in den Arsch treten, damit du wieder hier raus kommst.
Und was glaubst du wer sich dir in den Weg stellt, wenn du mal wieder einen aus dem Team zur Schnecke machst.“ lächelte sie weiter was auch  Robert zum Lachen brachte.
Sie war unglaublich, eben bangte er noch um ihr Leben und jetzt machte sie schon wieder scherze.
„So schnell werdet ihr mich nicht los, das könnte ich keinem von euch antun.“
„Dein Vater wird noch ein ernstes Wort mit dir reden, das weißt du hoffentlich und das werde ich auch, wenn es dir wieder besser geht.
Das Team wollte nicht mal gehen, dein Vater hat sie aber weg geschickt, immerhin wusste niemand wann du aufwachst .
Abgesehen davon sollst du dich ja auch noch ausruhen.“ Andy nickte nur, als Travis damals von Vic aus dem Hochhaus gezogen wurde und das Team im Krankenhaus erschienen war, da wollte auch keiner von ihnen gehen, doch sie wussten das sie nicht viel tun konnten, nachdem Travis ärztlich versorgt wurde und klar war, das er durchkam.

„Dir ist hoffentlich bewusst das du widersprüchlich handelst....“ fing Robert an, setzte sich auf ihr Bett und zog sie vorsichtig an seine Brust, an die sie sich sofort anlehnte, ehe er fort fuhr.
„...du sagst du hasst diese Ehrenmedaille, das du das gar nicht brauchst und trotzdem spielst du erneut die Heldin.“ Andy verdrehte die Augen und lachte leise, sie genoss gerade einfach seine Wärme und seine Berührungen.
Zaghaft streichelte er einen ihrer Arme entlang und kam so langsam selbst erst wieder zur Ruhe.
„Hat sie es geschafft?“ Robert bejahte es leise, denn er wusste genau wovon sie Sprach und vorsorglich hatte er sich Informiert, die junge Frau hatte es geschafft und lag nun auf der Intensivstation, während ihr Mann in der Leichenhalle lag.
„Dank dir wird auch sie wieder Gesund, sie liegt auf der Intensivstation.“ Andy war froh das sie es geschafft hatte, sie wollte nicht das ihr Einschreiten umsonst gewesen war.
Sie hatte einen Menschen retten können.
„Und...und er ?“
„Tot.“ Andy fühlte sich schlecht als sie erleichtert aufatmete, aber sie konnte ihre Reaktionen nicht steuern.
Ihre Körperhaltung versteifte sich etwas und Robert spürte was in seinem Lieutenant vor ging.
„Du brauchst dich nicht Schuldig fühlen, weil du froh bist das er nicht mehr da ist.
Er war kein guter Mensch und auch wenn tot keine Antwort auf seine Taten waren, so blieb den Officers nichts anderes übrig als ihn zu erschießen.
Er hat sein Schicksal in dem Moment besiegelt, in dem er die Waffe auf dich richtete.
Er war nur eben etwas schneller und hat dich auch noch erwischt.
Aber du wirst wieder und wenn wir hier raus sind, gehen wir Essen.
Ich hab schließlich noch ein versprechen einzuhalten.“ lachte er auf und strich ihr weiterhin über ihren Arm.
Erließ sie nicht wieder los, auf gar keinen Fall.
„Wann darfst du gehen?
Wann darf ich gehen?“ sie war kurz verwirrt, seine Berührungen taten einfach nur gut und sie verlor sich immer wieder darin.
„Wir werden beide in zwei Wochen entlassen.
Du wirst vier Wochen nicht in den Außendienst können, bis Dr. Grey und Dr. Pierce etwas anderes sagen und ich werde ebenfalls nur Schreibtischdienst absolvieren dürfen, das heißt wir sitzen im selben Bot.“
„Also haben wir in zwei Wochen ein Date?“ lachte nun sie und erkannte erst da das sie es ein Date genannt hatte.
Natürlich war das kein Date, sie waren Freunde und er wollte sich nur für ihre Hilfe bedanken.
Sie gingen auf gar keinen Fall auf ein Date.
„Nenn es wie du willst, ob Essen gehen oder Date.
Du und ich werden uns einen schönen Abend machen.“ vielleicht gingen sie ja doch auf ein Date, wer wusste das schon.
Alles was zählte war einfach nur noch das sie überlebt hatte, das sie wieder Gesund wurde und die Ruhe in den Armen von Robert genießen konnte.
Alles weitere würde sich zeigen.



So an dieser Stelle  mache ich für diese Woche Schluss und hoffe dass euch das Kapitel gefallen hat.

Wir lesen uns nächste Woche wieder :)
Bis dahin :)
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