Die Frau im Pool

GeschichteKrimi, Romanze / P16
Kate Beckett OC (Own Character) Richard Castle
25.06.2019
03.08.2019
14
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7
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Hallo liebe Castle Fans, wir haben lange nichts voneinander gelesen - aber nun bin ich mit einer neuen Geschichte wieder hier in meinem Revier ;-)

Den Grundgedanken zu dieser FF hatte Elfie2503 - den könnt ihr im Titelkopf lesen.  Ich hoffe, dir gefällt, was ich daraus gemacht, liebe Elfie ;-)
Und natürlich gilt das auch für alle anderen Leser - keiner soll sich ausgeschlossen fühlen.

Wie immer gilt - ich poste alle drei Tage, meistens um 15 Uhr rum.

Yo, das war dann mal die lange Vorrede - nun habt viel Spaß.  

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing:  ab 16 Jahren / Kate & Rick
Kategorie:, Romanze, Krimi
Inhalt: Ricks Worte, er sei auf Alex Conrad eifersüchtig gewesen, geben Kate zu denken. War es wirklich nur, weil sie Zeit mit einem anderen Schriftsteller verbrachte - wie Rick sagte - oder steckte mehr dahinter? Das möchte Kate herausfinden und lernt dabei völlig neue Seiten an sich selbst kennen … sie kann lügen, ohne rot zu werden und weiß ihre weiblichen Reize gekonnt in Szene zu setzen.
Anmerkung 1: Angelehnt an die Folgen 3x21 und 5x04
Anmerkung 2: Kate benimmt sich in dieser Geschichte teilweise recht OOC, allerdings aus einem sehr guten Grund
Idee: Elfie2503 hatte mir folgenden Gedankengang gemailt: Meine Idee spielt 3x21 (Der Tote im Pool). Rick reagiert ja recht eifersüchtig auf Alex Conrad. Und am Ende des Falles gibt er das Kate gegenüber auch zu. Was ja einem kleinen Liebesgeständnis ähnelt. Und genau dort setzt meine Idee an. Was wenn Kate sich dazu mehr Gedanken macht und ihre Konsequenz daraus zieht?
Kapitel:  14   Seiten:  37  (Arial 10) – Veröffentlichung: 25.06. – 03.08.19
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts. Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu Lebenden und Toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Der letzte Fall war erfolgreich abgeschlossen worden, und bevor es nach einer langen Nachtschicht in das wohlverdiente Wochenende ging, brachte Kate die Sprache noch auf das Pokerspiel, an dem auch Alex Conrad teilgenommen hatte. Kate lehnte an ihrem Schreibtisch, Rick stand ein wenig seitlich von ihr. Die Jungs waren gerade gegangen.
„Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie ganz schön hart zu Alex gestern Abend waren“, begann Kate die Unterhaltung.
„Hart zu ihm? Aber nein, das war doch nur ein freundliches Schikanieren“, versicherte Rick, der sich wie immer erfolgreich vor der Nachtschicht gedrückt hatte und erst zur üblichen Bürozeit aufgetaucht war. Das Glück eines externen Beraters, der kommen und gehen konnte, wie er wollte. „Kaum der Rede wert.“
„Nach seiner Beschreibung klang es so, als wollte ihm jemand eine Lektion erteilen.“
„Blödsinn“, widersprach Rick, hörte sich allerdings wenig überzeugend dabei an. „Warum sollte ich denn so etwas tun?“
„Habe ich mich auch gefragt“, meinte Kate. „Bis mir der Grund klar wurde … Sie wollten einfach nicht, dass Alex Zeit mit mir verbringt.“
„Das ist doch vollkommen …“, fing Rick an, wurde aber sogleich von Kate unterbrochen.
„Wahr?“ Auffordernd schaute Kate ihn an, sodass Rick schließlich einsah, keine Chance zu haben.
„Ja, in Ordnung. Es ist wahr. Ich bin eifersüchtig. So, ich habe es zugegeben. Das wirft sicherlich kein besonders gutes Licht auf mich, aber so ist es halt. Ich will Sie ganz alleine für mich, Kate. Der Gedanke, dass Sie Zeit mit einem anderen Schriftsteller verbringen, ärgert mich.“
„Eigentlich geht es Sie ja absolut nichts an, mit wem ich mich treffe“, erwiderte Kate ernst, bevor sie lächelnd hinzufügte. „Aber irgendwie ist es auch sehr lieb.“
Nun war Rick richtig erstaunt. „Ach ja?“
„Ja. Und deswegen brauchen Sie sich keine Sorgen mehr machen, ich könnte Zeit mit Alex verbringen. Oder mit irgendeinem anderen. Von jetzt an bin ich nur noch für einen Schriftsteller da.“
Rick wäre gerne näher darauf eingegangen, traute sich aber nicht. „Danke“, sagte er stattdessen nur, suchte aber Kates Blick, dem sie nicht auswich.
„Immer gerne.“
Gott, wie gerne würde ich dich jetzt küssen, Kate
Wenn er mich jetzt küsst, würde ich mich nicht wehren. Egal wer es sieht
Doch der Augenblick verging und schließlich war es Kate, die sich aus diesem Bann löste, indem sie ihre Jacke nahm und Rick ein schönes Wochenende wünschte. Er konnte nur ein <gleichfalls> murmeln, da war sie schon weg.
„Tja, du Idiot, da hast du deine Chance vertan“, fluchte er leise vor sich hin, bevor er ebenfalls nach seiner Jacke griff und das Revier verließ.

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Es war Freitagmittag und nur Schritttempo möglich, weil die Straßen voll mit Arbeitnehmern waren, die sich glücklich auf den Weg ins Wochenende machten. Deswegen musste Kate sich auf den Verkehr konzentrieren und hatte keine Gedanken für irgendwas anderes.

Aber als sie schließlich, nach einer erfrischenden Dusche, auf ihrer Couch saß, mit seinem Buch auf dem Schoss und einem Glas Wasser auf dem Tisch stehend, kamen die Gedanken von ganz alleine.
Er hatte zugegeben, auf Alex eifersüchtig gewesen zu sein, weil dieser ein Schriftsteller war. Es leuchtete schon ein, dass Rick sie nicht mit anderen Männern seiner Zunft teilen wollte. Allerdings hatte Kate das Gefühl, das war nicht der einzige Grund.
Nachdenklich starrte die junge Frau auf das Buch. Ging es Rick wirklich nur darum, seine Muse für sich alleine zu haben. Oder ging es ihm auch um sie als Frau? War er vielleicht auf jeden Mann eifersüchtig? Egal, welchen Beruf dieser ausübte?

Kate hatte ihr Glas Wasser genommen, um einen Schluck zu trinken, stellte es aber ungenutzt wieder hin, als in ihr die Erkenntnis wuchs, dass es ihr gefallen würde. Und noch etwas erkannte Kate und das raubte ihr für einen kurzen Moment glatt den Atem – sie war selbst eifersüchtig. Auf jede Frau, die Rick auch nur einen Meter zu nahe kam. Dieses Gefühl war beileibe nicht neu, sie hatte es nur immer sehr erfolgreich ignorieren können. Und musste sich somit damit auch nicht auseinandersetzen. Bis jetzt. Was Kate dabei klar wurde, ließ ihr Herz schneller schlagen.
„Grundgütiger“, murmelte sie. „Und was soll ich mit diesem Wissen jetzt anfangen?“
Am Besten gar nichts entschied sie nach kurzer Überlegung. Einfach weitermachen wie bisher. Zusammenarbeiten, Kollegen, richtig gute Freunde sein und nicht darüber nachdenken, was sich gefühlsmäßig in ihrem Inneren verändert hatte.

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Drei Stunden später, kurz nach halb vier, wusste Kate, dass ihr Vorsatz, einfach so weiterzumachen wie bisher, sich nicht würde umsetzen lassen. Zu sehr setzten ihr diese neu entdeckten Gefühle zu … und die Frage, wie Rick wirklich zu ihr stand.

Sie hatte sich etwas zu Essen gemacht und ständig waren ihre Gedanken dabei um diese eine Frage gekreist. Nun war Kate soweit, sie klären zu wollen. Sonst würde sie noch verrückt werden. Nur wie vorgehen? Hinfahren, klingeln und sagen <Hey Rick, wie sehen eigentlich deine Gefühle für mich aus> war wohl etwas zu direkt. Andererseits fiel Kate kein Weg ein, der weniger direkt aber genauso effizient war. Ihr Blick landete auf einem dünnen Aktenordner, der auf dem Tisch lag und ihr kam eine Idee.

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Nach zwanzig Minuten hielt Kate vor Ricks Wohnhaus und fand ihre Idee gar nicht mehr so gut, aber nun war sie hier, also würde sie es auch durchziehen.

Wenig später wurde, nach kurzem Klopfen ihrerseits, die Tür geöffnet und Martha schaute sie überrascht, aber auch freudig an.
„Katherine, das ist eine Überraschung. Wie geht es Ihnen?“
„Danke gut, Martha. Ich hoffe, Ihnen auch?“
„Kann mich nicht beklagen“, erwiderte die Ältere. „Sie möchten vermutlich zu Richard?“
„Ja.“
„Sie haben ihn um gut zehn Minuten verpasst, Katherine. Er ist spontan in die Hamptons gefahren über das Wochenende. Er hatte Alexis und mich gefragt, ob wir mitkommen möchten, aber wir haben beide bereits etwas anderes vor.“
„Verstehe.“ Auf den Gedanken, dass Rick gar nicht zu Hause sein könnte, war Kate seltsamerweise nicht gekommen. Vermutlich hatte ihn irgendeine langbeinige und vollbusige Blondine begleitet.
„Soll ich ihm etwas ausrichten, sobald er sich meldet oder zurück ist?“
Kate schüttelte den Kopf. „Danke, das ist nicht nötig. Ich wollte ihm lediglich eine Akte bringen, um die er mich gebeten hatte. Irgendeine Recherche für sein nächstes Buch.“
„Aha.“ Bis jetzt war Martha nicht aufgefallen, dass Kate etwas in der Hand hielt, bemerkte nun aber den Ordner. Eigentlich hatte sie angenommen, Kate sei aus anderen Gründen hier und wurde diesen Verdacht, trotz der eigentlich plausiblen Erklärung, nicht los. „Soll ich sie ihm geben?“
Das hätte Kate gerade noch gefehlt, dann wäre ihr Lügengespinst sofort aufgefallen. Denn die vermeintliche Fallakte war leer. Sie hatte lediglich als Alibi dienen sollen. Zumal spürte Kate, dass Ricks Mutter ihr nicht wirklich glaubte. „Nein, ich darf sie nicht aus der Hand geben. Rick wollte sich einige Notizen machen und ich dachte, das könnte er gleich tun, dann hätte er das Wochenende Zeit gehabt, sich damit zu beschäftigen.“ Kate zuckte mit den Schultern. „Nun, dann wird er sie halt doch erst am Montag anschauen können.“ Sie lächelte der Schauspielerin zu. „Haben Sie ein schönes Wochenende, Martha.“
„Das wünsche ich Ihnen auch.“
„Danke.“
„Ach Katherine?“
Kate drehte sich noch einmal um. „Ja?“
„Richard ist alleine gefahren.“ Martha lächelte zwinkernd. „Ich dachte, das interessiert Sie vielleicht.“
Kate machte nicht den Versuch, zu leugnen, dass es sie in der Tat interessierte. „Was nicht heißt, dass er auch wirklich alleine ist oder bleiben wird, wie wir wissen“, entgegnete sie und hörte selbst eine gewisse Traurigkeit aus ihrer Stimme heraus. Die dürfte der älteren Frau kaum entgangen sein, Martha erwiderte aber nichts, sodass Kate ihr noch einmal kurz zunickte und ging. Sie bemerkte Marthas Blick, der ihr folgte, und unterdrückte das Gefühl, sich noch einmal umdrehen zu wollen.

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Hoffe, ich konnte euch alle neugierig machen (auch wenn das Kapitel nicht sehr lang war), sodass ihr euch schon auf das nächste Kapitel am Freitag freut. Und immer schön Reviews schreiben ;-)
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