Das Leben und Leiden einer Adligen (eine kurze Vorgeschichte der Belena Di Bellafoldi bevor sie zur Heldin wurde)

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
OC (Own Character)
24.06.2019
26.09.2019
5
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Hallo ihr Lieben.
Schön, dass ihr hierher gefunden habt~
Lange lange spiele ich schon DSA und jetzt endlich war ich mal unglaublich motiviert etwas zu schreiben.
Wie in der Kurzbeschreibung erwähnt geht es hierbei um einen meiner Charaktere und was passiert ist ein paar Monate bevor das Abentuer innerhalb der Spielgruppe beginnt.
Ich freue mich natürlich über jegliche Rückmeldung. Auch Kritik zum Schreibstil etc wird nicht verschmäht ;)

Titel: Das Leben und Leiden einer Adligen (eine kurze Vorgeschichte der Belena Di Bellafoldi bevor sie zur „Heldin“ wurde)
Autor: creativeMess alias Lau
Fandom: Das schwarze Auge (DSA) ergo die wundervolle Welt Aventuriens
Spielort: Havena, ich versuche nach bestem (Ge-)Wissen existierende Schauplätze zu benutzen
Genre: Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Familiendrama, eventuell etwas Humor~
Rating: seite ich erst einmal bei P16 an, ihr kennt mich ja :D
Inhalt: Wenn man mich fragen würde "Wann fing denn alles an?" müsste ich wirklich lange überlegen. Ich war in eine Adelsfamilie hinein geboren worden. Ich hatte liebevolle Eltern, einen älteren Bruder, der wohl oft genug den Kopf für mich hingehalten hatte und Freunde mit denen man Unglaubliches anstellen konnte. Was konnte ein junges Mädchen sonst wollen? Den Großteil meines Lebens hatte ich also nie Probleme. Wann begann das alles also? Wenn ich es an einem Tag festmachen müsste, würde ich mich für den Beginn dieses Götterlaufes entscheiden... Am 1. Praios 1040 BF beginnt also die Vorgeschichte einer jungen Abenteurerin, die plötzlich mit neuen Lebenslagen konfrontiert wird. Ihr Bruder muss verreisen, ein Freund zieht aus in die Welt und in ihrer Familie passieren Schicksalsschläge. Dies ist die kurze Vorgeschichte einer Heldin bevor ihre "Abenteuerreise" beginnt.
Disclaimer: Die wundervolle Welt Aventuriens gehört natürlich dem Ullises Verlag, die ich mir nur ein wenig ausleihe und versuche so heile wie möglich zurück zu geben. (Fast) alle Personen, die vorkommen, sind von mir ausgedacht, einige Adlige gehören natürlich offiziell in die Spielwelt.
Anmerkungen: falls ihr schon einen kleinen Einblick in ihre Zukunft wollt, schaut gerne bei der Geschichte "Der innere Kampf einer Kriegerin" vorbei~ und achja "kurze Vorgeschichte" ist Ansichtssache, ich weiß noch nicht genau wie viel es wird, aber die Gecshichte wird ungefähr dreieinhalb Monate umfassen

Sooo genug geschwafelt~
Viel Spaß beim Lesen ;)


Das Leben und Leiden einer Adligen
(eine kurze Vorgeschichte der Belena Di Bellafoldi bevor sie zur „Heldin“ wurde)


Der Beginn

Wenn man mich fragen würde "Wann fing denn alles an?" müsste ich wirklich lange überlegen. Ich war in eine Adelsfamilie hinein geboren worden. Ich hatte liebevolle Eltern, einen älteren Bruder, der wohl oft genug den Kopf für mich hingehalten hatte und Freunde mit denen man Unglaubliches anstellen konnte. Was konnte ein junges Mädchen sonst wollen?
Den Großteil meines Lebens hatte ich also nie Probleme. Wann begann das alles also?

Wenn ich es an einem Tag festmachen müsste, würde ich mich für den Beginn dieses Götterlaufes entscheiden. Es war der 1.Praios und wie auch schon ein Jahr zuvor wollten mein älterer Bruder Danilo und ich mit ein paar Freunden in unsere Stammtaverne und anstoßen und einen gemütlichen Abend haben.
Wir wussten alle, dass es das letzte Mal vor Danilos Abreise sein würde. Mein Bruder würde nämlich seine erste große Schiffsreise antreten und sogar bis nach Uthuria übersetzen. Wir rechneten damit, dass er dementsprechend sehr lange unterwegs sein würde.

Seit ein paar Stunden waren also die Namenlosen Tage vorbei und genau seit dem verhielt Danilo sich seltsam. Irgendwie wirkte er sehr angespannt, was ich allerdings bloß auf die Nervosität schob nach Uthuria zu reisen.
„Ich beneide dich richtig.“ Seufzte ich als wir in der Taverne mit unseren Freunden saßen. Die Gruppe bestand außer mir nur aus jungen Männern. Shien war der Älteste in der Runde er war 19 und Sohn einer Patrizierfamilie, die schon seit längerem seine Verlobung geplant hatte. Shien war allerdings nicht wirklich bereit dafür, was wir alle nachvollziehen konnten.

Das war wohl das größte Problem unseres Standes: Der arrangierte Traviabund, bei dem es darum ging in möglichst gute Familien zu heiraten. Das stand uns wahrscheinlich allen bevor.

Danilo zählte 19 Götterläufe würde aber bald 20 werden, nur ein paar Monate nach Shien (um genau zu sein sechs).
Die letzten in der Runde waren ebenfalls Geschwister: Yann und Moran. Die beiden stammten aus einer sehr reichen Handelsfamilie, die bestimmt 80% der Anteile an Handelsgütern besaßen. Sie hatten also recht viel Geld, aber nur einen niedrigen Adelstitel, den sich der Vater der Beiden auch mehr angeheiratet hatte. Yann war der Ältere und war ebenfalls 19, während Moran 16 war und wir wohl damit die Jüngsten in der Runde waren. Wir drei wussten, dass unsere Familien unsere Freundschaft für gut hießen, weil unsere Eltern schon fleißig miteinander redeten, was eventuelle Verlobungen anging. Momentan war es tatsächlich so, dass ich eine kleine Schwärmerei für den Älteren von beiden, also Yann, hatte und dementsprechend diesen Plänen nicht allzu sehr entgegen wirkte. Wir fünf waren jedenfalls ganz schöne Chaoten, die sich meist ein wenig mehr raus nahmen, als wir eigentlich durften.

„Wenn du wüsstest, was auf mich zukommt, würdest du mich nicht beneiden.“ Danilo verzog sein Gesicht und nippte an seinem Bier. „Unsinn. Du ziehst aus in die Welt und erlebst Abenteuer. Das ist das war wir alle unbedingt wollen.“ Die anderen stimmten mir mit einem Murmeln zu. Woraufhin Danilo bloß den Kopf schüttelte, mir durch die Haare wuschelte und ich einen Schmollmund zog. „Lasst uns lieber über etwas anderes reden und den Abend genießen. Es wird schließlich der letzte vor meiner Abreise sein.“ Lenkte er also vom Thema ab, was natürlich sofort funktionierte.

Wir saßen also noch eine Weile zusammen, tranken und hatten Spaß.
„Was habt ihr die Namenlosen Tage so gemacht?“ wollte irgendwann Shien wissen. Wir zuckten mit den Schultern. „Unsere Eltern kamen auf die unglaublich gute Idee, dass wenn wir das Haus sowieso nicht verlassen können, wir ja einfach jede Menge Zeit für Unterricht haben.“ Moran wirkte etwas verzweifelt. „Ähnlich sah es bei uns auch aus. Nur dass wir uns auf den Fechtunterricht konzentrierten.“ Ich grinste Moran an und streckte ihm die Zunge raus. Das war wenigstens nicht allzu langweiliger Unterricht. „Und du Shien?“ hakte Danilo nach. Wir konnten alle sehen wie sein Gesicht sich verdüsterte. „Mir wurden ein Stapel Papiere hingelegt aus dem ich mir eine Verlobte suchen sollte.“ Wir verzogen alle das Gesicht. „Und? War eine dabei, die dir gefallen hat?“ wollte Yann von ihm wissen. Shien warf ihm bloß einen bösen Blick zu. „Na ja, ich finde solange du noch wählen kannst geht es. Wir wissen alle, dass es bei uns ähnlich aussehen wird.“ Kommentierte ich. Bei Danilo und mir war es sogar so, dass wir den Adelstitel unseres Vaters nicht erben konnten, hieß wir waren zwar in der adligen Gesellschaft groß geworden mussten aber trotzdem sehen wie wir unseren Stand hielten.

„Du warst auch dabei.“ Entgegnete Shien trocken. Die anderen lachten, während mir kurz das Gesicht entglitt. „Für mich wäre es in Ordnung dich zu heiraten.“ Gab ich nach einer kurzen Pause von mir und warf einen sehr kurzen verstohlenen Blick zu Yann, der auf den Satz aber gar nicht reagierte. Ich verkniff mir das Schmollen. „Damit meine ich, dass es doch angenehm ist, wenn man denjenigen mit dem man den Traviabund eingeht wenigstens gut leiden kann.“ Setzte ich trotzdem zur Erklärung nach. Daraufhin zuckten alle mit den Schultern als stumme Zustimmung. Ich wusste dass Shien, genau wie ich, darauf hoffte trotz allem aus Zuneigung zu heiraten und nicht weil der Stand es von ihm verlangte. Auch wusste ich, dass er schon eine grobe Vorstellung davon hatte wie sie ungefähr sein sollte. Dementsprechend machte ich mir keine Sorgen, dass er auf die Idee kam tatsächlich zu sagen, dass er mich heiraten wollte. Allerdings tat er mir deswegen auch sehr Leid was die familiäre Situation anging und den Druck den er verspüren musste konnte ich mir nur vorstellen. Ich wusste, dass er mit Danilo oft über das Thema sprach und mein Bruder ihm immer wieder gut zuredete, deswegen machte ich mir Sorgen wie es werden sollte, wenn er weg war. Ob sich Shien dann jemand anderem anvertrauen konnte?


Wenn ich dabei war war Danilo immer etwas anständiger als sonst. Ich glaube er hatte das Bedürfnis auf mich aufzupassen und außerdem konnte ich mir vorstellen, dass es ihm von unseren Eltern auch sehr stark eingetrichtert wurde auf mich aufzupassen jedes Mal, wenn wir gemeinsam das Haus verließen.
„Ihr wisst wie es ist. Ich muss morgen früh raus.“ Das war seine Standard Ausrede und sagte er gefühlt wirklich jedes Mal, wenn ich dabei war. „Jaja, Belena die Spaßverderberin. Wenn du dabei bist ist er immer so langweilig“ Kam es direkt neckend von Yann. Ich verdrehte gespielt genervt die Augen, wusste aber selber, dass es genauso auch war. Es hatte mich immer ein wenig gestört, dass mir das angeheftet wurde, dass ich das einzige Mädchen in der Runde war machte meinen Standpunkt ebenfalls nicht leichter, was das anging. Ich galt gefühlt bei allen als „die Kleine auf die man aufpassen musste“, dass Moran sogar jünger war und sehr viel unreifer interessierte hierbei keinen. „Ich bin nicht diejenige, die in zwei Tagen eine große Seereise macht.“ Konterte ich also bloß und warf demonstrativ meine Haare nach hinten, dann grinste ich.
„Wir sehen uns die Tage.“ Kam direkt die Verabschiedung, die von allen erwidert wurde. Dann verließen wir zu zweit die Taverne.


Einige Momente herrschte schweigen zwischen uns. „Ich wünschte ich könnte dich begleiten.“ Er stöhnte genervt auf und als ich ihn ansah, war ich überrascht wie wütend er auf mich schien. „Hör endlich auf damit. Das ist keine lustige Abenteuer Reise. Ich nehme viel auf mich, um nach Uthuria zu kommen und dort Geschäfte für die Familie zu machen.“ Sein Tonfall war wirklich böse und ich sah ihn erstaunt an, weil er sonst niemals so mit mir redete. Ich antwortete dementsprechend auch nicht und wieder herrschte Stille zwischen uns. So seltsam war es nie gewesen mit ihm.

Irgendwann, kurz bevor wir zu Hause waren, seufzte ich auf. „Ich weiß gar nicht, was ich ohne meinen großen Bruder machen soll.“ Das war meine Art mich mit ihm zu versöhnen. Ich lächelte ihn an. „Was soll ich nur sagen. Ich habe ein unglaublich schlechtes Gewissen dich zurück zu lassen. Vor allem weil ich weiß in was für Schwierigkeiten du dich bringst, wenn ich nicht da bin.“ Mit diesem Satz sollte er so unglaublich recht behalten. Das konnte ich zu dem Zeitpunkt nur noch nicht ahnen. „Du kennst mich doch.“ Lachte ich und stupste ihm in die Seite. „Das macht mir ja so Sorgen.“ grinste er mich an. Wieder knuffte ich ihn in die Seite.
„Ich verspreche ich tue nichts, was du nicht auch machen würdest.“ Schelmisch grinste ich ihn an, woraufhin er nur sehr theatralisch aufseufzte. „Das ist genau das worüber ich mir Sorgen mache.“ Wiederholte er nur. Wir wussten beide, dass ich es kaum alleine aushielt ohne etwas zu tun zu haben. Wie ich vorhin schon gesagt hatte, alle aus unserer Runde wollten gerne auf eine Abenteuer Reise gehen, aber wenn wir ehrlich waren hatten wir auch alle großen Respekt davor. Keiner von uns hatte jemals unsere Heimatstadt, außer für Ausritte, verlassen.

Wir kamen zu Hause an. Wir klopften und die Magd Alena öffnete uns die Tür. „Es ist schön die jungen Herrschaften unbeschadet zu Hause zu wissen.“ Begrüßte sie uns freundlich. Unser Hund Alricio sprang uns munter entgegen und begrüßte uns mit einem Schlecken über die Hände. Wir blickten uns um, im Kaminzimmer brannte noch Licht, aber keiner von uns machte Anstalten noch einmal dort hineinzugehen und mit unseren Eltern zu reden. Stumm liefen wir die Treppe hoch und übersprangen in gewohnter Manier die knarzende Stufe. „Gute Nacht Danilo.“ Flüsterte ich ihm zu, was er mit einem Lächeln und dem gleichen Wunsch erwiderte.
Lautlos ging ich in mein Zimmer. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie es ohne ihn werden sollte.

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Soooo... ein eher melancholisches Ende in diesem Kapitel~
Ich muss gestehen, wahrscheinlich wird es die nächsten paar Kapitel so weitergehen.
Ich hoffe ihr hattet trotzdem Spaß. Wenn ja lasst mir ein Kommentar da, wenn nein auch xP
Ich hoffe man ließt sich bald wieder
Bis dahin~

P.S. falls ihr Interesse am Steckbrief oder genauem Aussehen oder Charakterzügen habt schreibt mir~
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