Land of the Broken

von Aristea
GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Kylo Ren Rey
24.06.2019
13.07.2019
4
20317
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Seid gegrüßt Sterbliche!
Ich war doch einigermaßen überrascht, wie wenig Reylo Geschichten es im deutschen Fandom gibt, wo das Englische praktisch überquillt damit. Da ich das Pair total mag, versuche ich mich mal selbst an einer Geschichte über die beiden. Die grobe Handlung existiert bereits, aber ich habe noch nicht viel dran geschrieben. Ich hoffe ich kann die Kapis wöchentlich bringen, aber versprechen kann ich euch nichts, es kommt darauf an, wie viel Freizeit ich dafür habe.


Ich versuche mich so realistisch wie möglich zu halten, was die Charaktere angeht. Dennoch gibts hier viel Fantasy. Die meisten Orte oder Kreaturen, Raumschiffe und auch einige Nebencharas sind frei erfunden. Der Rest gehört zu Star Wars und damit Disney.
Die Geschichte ist P16, da es eventuelle Gewalt- oder Explizit-Szenen geben könnte. Die Betonung auf EVENTUELL.
Oh, und es könnte Drachenreiterelemente enthalten. Eine Fanfiction von mir ohne Drachen wird es niemals geben. Aber hey, hab schon Geschichten gelesen, wo Kylo ne Katze war.




Kapitel 1 - Schiffe


Ihre Schritte verursachten klackernde Geräusche, auf dem polierten Metallboden des Schiffes. Der matt beleuchtete Gang wirkte endlos lang. Auf der rechten Seite verliefen in regelmäßigen Abständen viereckige Fenster, sodass man einen wunderbaren Ausblick auf die schwarze Schönheit des Weltalls hatte. Links führten Türen in verschiedene Abteile des gewaltigen Schlachtschiffes. Mit grade mal dreißig Widerstandskämpfern als Besatzung wirkte die "Apparition" noch größer als sie ohnehin schon war. Das Schiff war über drei Kilometer lang und gebaut wie ein riesiger Raubvogel. Vollausgerüstet mit Waffen, Hangars, Hyperantrieb und Schildgeneratoren. Eine mobile Basis, zumindest für die nächste Zeit, bis sie einen geeigneten Planeten für den Neuaufbau des Widerstandes gefunden hätten.
Wie sie an dieses Prachtstück von Schiff gekommen waren, war eine andere Geschichte.

Rey freute sich über den Tapetenwechsel. Nicht, dass ihr der Falke missfiel, doch auf Dauer mit so vielen Leuten darin eingesperrt zu sein, war unangenehm gewesen. Die "Apparition" war eine ganz andere Klasse von Schiff. Größer, besser gepanzert und schlicht fortschrittlicher.
Auf der Suche nach Finn, Poe und BB-8 wanderte sie durch den leeren, tunnelartigen Gang. Die Kommandozentrale, wo sie hoffte ihre Freunde zu finden, lag weiter vorne. Sie hatte es nicht eilig und genoss die Aussicht nach draußen.
Seit Crait war gut ein Monat vergangen. Die erste Ordnung hatte sich kaum vom Fleck gerührt. Sie waren damit beschäftigt ihre eigenen Verluste zu ersetzen. Die Supremacy lag noch immer zweigespalten im Orbit des Salzplaneten, zumindest waren das die letzten Informationen gewesen. Doch Rey wusste, dass sie diese Metallbestie reparieren ließen. Ein Grund zur Besorgnis. Vollfunktionstüchtig konnte man das Flaggschiff nur beschädigen, wenn man einen Hyperraumsprung hindurch wagte.

Etwas streifte ihr Bewusstsein. Ein leichter Windzug, der an ihren Gedanken vorbei wehte. Fast gleichgültig nahm Rey es hin. Sowas passierte oft. Ihre Verbindung zu Kylo Ren war nicht verschwunden und loderte gelegentlich auf. Allerdings hatten sie es bis zu einem gewissen Grad unter Kontrolle gebracht. Die Kontakte zwischen ihnen passierten kaum mehr zufällig. Sie schlossen sich voneinander ab, hauptsächlich um dem anderen nicht die Pläne der jeweiligen Verbündeten preiszugeben. Trotzdem, wenn sie an ihn dachte, konnte sie seine Gedanken sehen. Spüren wie er sich fühlte. Oder sie hörte ihn mit seinen Offizieren und Rittern sprechen.
"Rey, komm zu mir."
Seine Stimme echote in ihrem Kopf wieder. Zunächst ignorierte Rey ihn einfach. Sie ignorierte ihn immer, wenn er mit ihr sprach. Ihre Aufmerksamkeit hatte er nicht verdient. Krampfhaft versuchte sie sich auf die Sterne, die draußen am Fenster vorbeizogen, zu konzentrieren, als sie merkte, wie seine Präsenz in ihrem Bewusstsein zu zupfen begann. Ein eindeutiges Zeichen für Spionageversuche. Sowas war nicht nur unhöflich, sondern auch hinterhältig. Mit einem nachdrücklichen geistigen Schubser warf sie ihn aus ihren Gedanken und spürte mit Befriedigung wie er auf der anderen Seite der Verbindung einen Schritt zurück stolperte. Sehen konnte sie ihn nicht, aber sie fühlte es und verkniff sich ein Grinsen. Er kappte die Verbindung so abrupt, dass es fast wehtat. Und sie war wieder allein in dem Gang.
"Typisch...", murmelte sie.
Rey hasste ihn nicht. Aber sie empfand auch kein Mitgefühl mehr. Auf der Supremacy hatte er davon gesprochen alles loszulassen. Am Ende war er es gewesen, der nicht loslassen konnte. Ihr Vertrauen in ihn hätte sie beinahe das Leben gekostet. Sowas würde nicht noch einmal passieren. Doch sie wusste auch nicht, wie es weitergehen sollte.

Die Brücke der Apparition wäre groß genug gewesen, um darin mehrere X-Flügler zu parken. Der Raum besaß ein kreisförmiges Aussehen mit meterhohen Frontscheiben, durch die man ungehindert nach draußen schauen konnte. An einigen der verschiedenen Schaltpulte saßen Besatzungsmitglieder und bemühten sich um die Navigation und Steuerung des Schiffes. Poe thronte auf dem überdimensionalen Pilotensitz, der seinen Platz mittig im Raum hatte. Er betrachtete mehrere blauleuchtende Hologramme und schien sich mit den Kontrollen vertraut zu machen. Hinter ihm ragte die pelzige Gestalt von Chewbacca auf. Der Wookie interessierte sich ebenfalls für die Steuerung Er sah Poe neugierig über die Schulter.

Finn saß auf einem Drehstuhl, neben ihm eine Steuerkonsole, die er jedoch außer Acht ließ. Seine ganze Aufmerksamkeit galt einem quakenden Porg-Küken, was auf seinem Schoß hockte und nicht aufhörte zu wimmern. BB-8 rollte um ihn herum und stieß anhaltende Pieptöne aus, in dem Versuch Finn Tipps zu seinem Pflegefall zu geben.
"Versuch es mit streicheln.", schlug Rey vor, als sie an die beiden herantrat und sich damit bemerkbar machte. Finn sah kurz auf, hob eine Braue und strich dem Porg mit ausgestrecktem Zeigefinger durch die Federn. Keine Sekunde später war das Tier ruhig.
"Die Dinger sind nervig. Aber irgendwie kann sich keiner dazu überwinden sie rauszuschmeißen. Wir sollten die Türen zum Hangar verschließen, sonst haben wir sie bald auf dem ganzen Schiff."
Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Schlimm genug, dass diese Vögel bereits den Falken als Lebensraum missbrauchten.

Da kein weiterer Sitzplatz in der näheren Reichweite war, lehnte sich Rey gegen die Konsole neben Finn und ließ ihren Blick über die Brücke schweifen. Leia war auch anwesend und unterhielt sich weiter hinten mit Connix und anderen Mitgliedern des Widerstandes. Worüber sie sprachen war aus der Entfernung nicht zu verstehen und so richtete sie ihren Blick wieder auf Finn.
"Wie sieht es aus?", fragte sie und deutete damit auf die allgemeine Situation hin. Einmal mehr fühlte sie eine flüchtige Berührung in ihrem Bewusstsein, aber sie schob Kylos Präsenz zurück, bevor er irgendetwas sehen konnte.
Finn setzte den Porg auf das Schaltpult, woraufhin das Tier sich sofort beschwerte, vermutlich, weil das Metall zu kalt war. Doch Finn ignorierte das flehende Quaken und deutete stattdessen auf Poe, der sichtlich Spaß an den Funktionen des Pilotensitzes hatte.
"Poe meint, er würde ein paar Tage brauchen, bis er die Apparition vollständig unter Kontrolle hat. Erstaunlich aber wahr, dieses Schiff ist für einen einzigen Piloten ausgelegt. Eine anständige Crew bringt trotzdem Vorteile."
Er pausierte kurz, um anschließend fortzufahren:
"Vorhin war die Finalizer in der Nähe, aber keine Sorge. Ich glaube nicht, dass sie uns gesehen haben. Die Sensoren unseres Schiffes haben eine größere Reichweite als die der Sternenzerstörer. Sie sind weitergeflogen ohne beizudrehen. Hätten die uns bemerkt, dann hätten sie auch angegriffen."
"Wie kommt es, dass WIR nicht angegriffen haben?", fragte Rey. Nicht, dass sie es darauf anlegte, obwohl sie bezweifelte, dass Kylo auf der Finalizer gewesen war. Wenn dem so wäre, dann hätten sie beigedreht, Sensoren hin oder her. Auf kurze Distanz konnten sie einander spüren und sowas wie Sensoren spielten keine Rolle mehr. Wahrscheinlich war er auf der Supremacy.

"Gute Frage, immerhin haben wir ein Schlachtschiff. Ein sehr gut bewaffnetes Schlachtschiff. Sie anzugreifen war auch Poes Vorschlag gewesen, aber Leia war dagegen. Die Apparition ist neu für uns alle und bisher kann Poe sie nur mäßig bedienen. Nicht gut genug um gegen einen Sternenzerstörer zu kämpfen.", erklärte Finn.
Nach den jüngsten Ereignissen war ihr auch lieber, neueren Gefechten zunächst aus dem Weg zu gehen. Auf Jakku hatte ihr Leben aus dem reinen Überleben bestanden. Schießereien und Weltraumschlachten waren kein Bestandteil davon gewesen. Wäre Finn nicht bei ihr aufgetaucht, dann würde sie vermutlich noch heute durch alte Raumschiffe krabbeln. Diese ganze Wendung war etwas zu schnell gegangen und sie wollte mehr Zeit um sich daran zu gewöhnen.

"Und was ist mit dir? Hast du Ersatzteile für dein Schwert gefunden?"
Finns Stimme lenkte ihre Gedanken in Richtung des zerbrochenen Laserschwertes, was sie in zwei Einzelteilen in ihrer Tasche herumtrug. Dann dachte sie an die kleine Schatulle mit Kyber-Kristallen, die im Maschinenraum der Apparition lag. Sie verstand nichts vom Bau eines Lichtschwertes, ebenso wenig von Kyber. Das Einzige was Leia ihr dazu sagen konnte war, dass der Kristall das Herz der Klinge darstellte. Sozusagen die Quelle der Energie. Rey vermutete, dass in den Waffensystemen der Apparition diese Kristalle eingebaut wurden um eine höhere Feuerkraft zu erzielen. Ansonsten konnte sie sich nicht erklären, weshalb solch überaus seltene Kristalle sich hier auf dem Schiff befanden. Andererseits hatten sie das Schiff von einem Machtnutzer erhalten. Ein funktionsfähiges Lichtschwert war jedoch nirgendwo zu finden gewesen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Für gewöhnlich besaß jeder Machtnutzer nur eine Klinge, selten vielleicht zwei. Warum also, sollte eine hier herumliegen? Nur ein Idiot würde seine Waffe zurücklassen.
"Es gibt diese speziellen Kristalle hier an Bord. Aber ich weiß beim besten Willen nichts damit anzufangen.", antwortete sie Finn. Wie man ein Lichtschwert konstruierte lag weit außerhalb ihres Könnens. Und zu ihrem Bedauern wusste auch Leia nichts Genaueres darüber. Rey hatte in den alten Jedi Texten danach gesucht, doch leider waren die Schriften in einer Sprache niedergeschrieben, die sie nicht verstand, geschweige denn lesen konnte.

Natürlich kannte sie jemanden, der helfen könnte. Aber Kylo um Hilfe zu bitten, bei einer Waffe mit dem sie ihn am Ende umbringen würde... das war etwas viel verlangt.
"Vielleicht hilft es, wenn du, nun ja, meditierst? Lösen Jedis nicht ihre Probleme damit?", fragte Finn. Sein Blick lag auf BB-8. Der kleine kugelförmige Droide überprüfte seine Steuerungen, indem er probehalber sämtliche Werkzeuge ausklappte. Unwillkürlich zog Finn sein Bein weg, als BB-8 mit dem eingebauten Elektroschocker gefährlich nah an ihn herankam.
"Nicht alles lässt sich lösen indem man stundenlang darüber meditiert...", bemerkte Rey. Abgesehen davon konnte sie sich schönere Beschäftigungen vorstellen. Meditieren war erstaunlich eintönig, vor allem wenn man niemanden hatte der einen anwies.
"Was ist mit der Frau? Dieser Frau, die uns das Schiff gegeben hat. Sie hatte ein Lichtschwert." Finn schob BB-8 mit dem Fuß weg und richtete seine Aufmerksamkeit ganz auf Rey. Schulterzuckend sah sie aus einer der Frontscheiben in die schwarzen Tiefen des Alls hinein.
"Sie hatte ein Schwert und sie ist bei der ersten Ordnung. Wahrscheinlich ist sie einer dieser Ritter, die Kylo um sich geschart hat. Grund genug ihr nicht zu vertrauen. Außerdem, wie sollen wir sie kontaktieren? Einen Funkspruch an die Finalizer rausgeben?"
Die ganze Sache mit der Apparition war ihr immer noch nicht geheuer. Diese Frau die ihnen das Schiff gegeben hatte, war eine Machtnutzerin gewesen. Ein Mitglied der ersten Ordnung. Würde sie das Schiff orten können? Mit dem gesamten Widerstand an Bord. Doch Rey wusste, sie würde es nicht tun. Weil sie einen Deal hatten.
"War ja nur ein Vorschlag...", murmelte Finn, der sich wieder mit dem Porg-Küken beschäftigte.
Rey war in Gedanken bei dem Schiff und seiner ehemaligen Besitzerin und bekam die Worte kaum mit. Ihr war es neu, jemanden aus der ersten Ordnung so handeln zu sehen. Wusste Kylo davon? Sicher nicht, er hätte so einem Handel niemals zugestimmt, auch wenn es um das Überleben seiner eigenen Leute ging. Es gab eben solche, die das Leben schätzten und solche die es nicht taten. Sie wusste nur zu genau, zu welcher Kategorie Kylo Ren gehörte.



...


Zischend öffneten sich Aufzugstüren zur Kommandozentrale der Supremacy und gaben den Blick auf das gestresste Gesicht von Kylo Ren frei. Jeder anwesende Offizier schlug sofort die Augen nieder als der selbsternannte Oberste Anführer eintrat und ein einziges Wort von sich gab:
"Raus!"
Innerhalb von Sekunden war er alleine, mit Ausnahme einer einzigen anderen Person, die seinen Befehl schlicht ignoriert hatte und in einiger Entfernung von ihm durch eine gewaltige Frontscheibe nach draußen sah.
"Du solltest auf der Finalizer sein und Hux überwachen. Ich hoffe für dich, dass du eine Erklärung hast."
Grundlose Befehlsverweigerung würde er mit dem Tod bestrafen, ganz gleich wie sehr es ihm an gutem Personal mangelte. Ersatz ließ sich immer finden. Seit Phasmas Tod und dem Ableben von Snoke, klafften einige Lücken in den Führungspositionen. Wäre es nicht so, dann hätte er auf die Anheuerung seines Gegenüber verzichtet.
Die Person war schlicht und schwarz gekleidet. Ihre bleichgelben Haare bildeten einen heftigen Kontrast zu der dunklen Kleidung und waren zu zwei struppigen ungeflochtenen Zöpfen gebunden, die mit Metallringen zusammengehalten wurden. Zwei kürzere Zöpfe hielten den Pony in Schach, doch die Haare fielen ihr trotzdem ins Gesicht. Ein wildes Aussehen wie Kylo fand, aber deutlich besser als die merkwürdigen Frisuren, die seine Mutter vorzog.

Sie wande sich ihm zu und er hasste den gelassenen Ausdruck, obwohl er ihre Angst deutlich spüren konnte. Doch ihre Stimme war wie immer überraschend klar und verständlich.
"Hux hat im letzten Monat keinerlei Anzeichen gemacht aktiv gegen dich vorzugehen. Allein auf der Finalizer ist er abgeschnitten von allen möglichen Verbündeten in einem Kampf gegen dich. Er wird nicht voreilig handeln."
Ihre Erklärung beantwortete nicht seine Frage, was sie offenbar auch bemerkte, denn sie hängte an:
"Hux' Überwachung ist nicht meine einzige Aufgabe. Dein Befehl lautete ebenfalls die Reparatur der Supremacy zu leiten. Wie soll ich das tun, wenn ich nicht vor Ort bin? Erwartest du, dass ich mich zweiteile?"
Das mit dem Zweiteilen würde er persönlich übernehmen, wenn sie weiterhin so frech war. Allerdings gestand er sich, wenn auch ungern, die Wahrheit ihrer Worte ein. Genervt strich er sich durch seine schwarze Haarmähne.
"Ich erwarte, dass es mit den Reparaturen voran geht."
"Sicher, wir können in voraussichtlich achtundvierzig Stunden damit beginnen das Schiff auszurichten und die abgetrennte Tragfläche wieder neu zu montieren. Innerhalb von ein paar Wochen wird die Supremacy flugtüchtig sein. Doch Lichtgeschwindigkeit können wir vergessen solange, bis wir die beiden Teile vollständig miteinander verbunden haben."
Das waren immer noch bessere Neuigkeiten, als erwartet. Anfangs hatte er befürchtet, die Supremacy wäre ein absoluter Totalschaden. Was ein erheblicher Verlust gewesen wäre. Er hoffte nur, dass sich die aufwendigen Reparaturen an dem Flaggschiff auch lohnten. Sollten die Rebellen das Hyperraum-Manöver zu einer Waffe ausarbeiten, wäre die ganze Arbeit hinfällig.

Er richtete seine Aufmerksamkeit zurück auf seine Gesprächspartnerin, die mit einigem Abstand zu ihm an den Fenstern entlang lief. An ihrem Gürtel ruhte der schlanke silberne Griff eines Lichtschwertes. Doch sie war keiner seiner Ritter. Lukes letzte Schülerin, Ravis. Die einzige die ihm damals entkommen konnte. Sie war keine herausragende Schülerin gewesen. Nicht besser oder schlechter als die anderen. Ravis war die stille Beobachterin, die nur zum Lichtschwert griff, wenn es keine andere Wahl gab. Und sie war absolut aufrichtig. Weshalb er sie auf Hux angesetzt hatte.
Es war ihm zuwider mit seiner Vergangenheit konfrontiert zu werden, doch solange er seine Vorteile daraus ziehen konnte, würde er es akzeptieren. Ravis würde ihn nicht hintergehen, ihn nicht verraten und immer ehrlich sein. Nicht weil sie ihn in irgendeiner Weise mochte, sondern einfach weil das ihre Art war.
"Was ist mit dem Rest der Flotte?", fragte er, um das Gespräch wieder aufzunehmen. Ein Moment verstrich, in dem sie zu überlegen schien, bevor sie antwortete:
"Die Schiffe, die sich in der Einflugschneise befanden, sind Schrott. Andere wurden durch Trümmer beschädigt oder zerstört. Die Übrigen lassen wir reparieren und durchchecken. Hux hat neue Sternenzerstörer in Auftrag gegeben. Aber es wird lange dauern, bis diese fertig gestellt sind. Es gibt noch einzelne Schiffe, die durch verschiedene Quadranten der Galaxis patrouillieren. Ich kann sie zurückbeordern, wenn du es wünschst."
Dieser Vorschlag war reine Höflichkeit, was ihm klar war. Die Schiffe abzuziehen wäre ebenso dumm wie töricht. Dadurch würden die Chancen den Widerstand zu finden Richtung Nullpunkt sinken, abgesehen davon, dass sie sich viel freier bewegen könnten.
"Die Patrouillen bleiben wo sie sind. Ich will sie nicht abziehen nur um unsere Flotte aufzustocken. Jedes verfügbare Schiff soll Ausschau nach dem Millennium Falken halten."

"Du solltest in Betracht ziehen, dass sie mittlerweile ein anderes Schiff haben könnten.", warf Ravis fast beiläufig ein. Im nächsten Moment spürte Kylo einen Hauch von Reue, der über die Macht zu ihm wehte, als hätte sie diese Information lieber nicht preisgegeben. Was ihn stutzig machte. Sofort harkte er nach:
"Gibt es etwas, was du verschweigst?"
"Jeder von uns hat Geheimnisse, das ist ein Teil des menschlichen Daseins."
Mit der Antwort gab er sich nicht zufrieden. Ruckartig streckte er eine Hand in ihre Richtung und schickte sich an ihr die Geheimnisse auf unangenehme Weise aus dem Kopf zu entlocken. Blitzschnell zuckten ihre Finger zu dem Lichtschwert an ihrer Hüfte und mit einem Zischen aktivierte sich eine strahlend gelbe Klinge. Kylo machte sich nicht die Mühe sein eigenes Schwert zu benutzen, sondern drückte ihr mit Macht die Kehle zusammen, sodass sie nicht in der Lage war ihn anzugreifen. Er verstärkte den Druck, woraufhin sie zu grollen, aber nicht zu japsen begann. Nach ein paar Sekunden nahm ihr Gesicht jedoch einen eindeutig gequälten Ausdruck an.
"Schön, töte mich wenn du magst!", brachte sie heraus.
"Das wird dir nicht helfen diesen Krieg zu gewinnen."
Darin lag die Wahrheit und es war der einzige Grund weshalb er ihr Leben verschonte und sie los ließ. Wenn er den Krieg gewinnen wollte, dann durfte er nicht seine Offiziere und Generäle töten. Gleichgültig sah er zu wie sie auf die Knie sank und ihr Schwert deaktivierte.
"Ich werde keine Paktierung mit unseren Feinden dulden.", bemerkte er gelassen, als hätte er nicht grade versucht sie umzubringen. Ravis war gegen ihren Willen hier. Er erpresste sie mit dem Leben ihres Neffen, des letzten lebenden Verwandten den sie hatte. Und er würde ihr zutrauen, dass sie auf irgendeine Art und Weise den Widerstand unterstützte. Andererseits war da wieder die Sache mit der Treue, die seine Befürchtungen deutlich abschwächte.

Manchmal fragte er sich, warum Frauen so kompliziert waren. Ravis, seine Mutter und Rey. Was gab es an seiner allumfassenden Macht nicht zu akzeptieren? Eigentlich müssten sie ihm zu Füßen liegen, aber die Realität sah anders aus. Rey hatte ihn abgewiesen. Um ihre sogenannten Freunde zu retten. Was konnte ihr der Widerstand bieten, was er nicht hatte?
Verstohlen zog er sich an einer Haarsträhne, ungeachtet der Tatsache, dass Ravis ihm einen verblüfften Blick zuwarf, während sie versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Lag es an seiner Frisur? Möglicherweise waren seine Haare zu ungepflegt. Oder die Narbe im Gesicht machte ihn abstoßend. Vielleicht sollte er wieder eine Maske tragen.
"Ravis, was findest du bei Männern attraktiv?", fragte er grade heraus, ohne sich dafür zu schämen. Er war der Oberste Anführer. Er konnte fragen was er wollte.
"Ernsthaft? Du hast grade versucht mich umzubringen!", rief sie, ihre Stimme heißer von der vorherigen Würgefolter. Kylo verkniff sich zu sagen, dass sie es verdient hatte und befahl schlicht:
"Antworte!"
Er spürte ihren Ärger über diese Frage, aber sie sagte gehorsam:
"Du bist nicht mein Typ. Zu viele Muskeln und zu groß. Außerdem mag ich Rothaarige."
Bei der indirekten Beschreibung von Hux, hätte er beinahe vor Anwiderung das Gesicht verzogen. Ihm wurde fast schlecht. Wie konnte man den Kerl attraktiv finden? Er hätte Ravis einen besseren Geschmack zugetraut.
Diese "Beziehung" die sich zwischen den beiden anbahnte gefiel ihm nicht. Noch vor einem Monat, hatte er Hux' Abscheu und Verachtung gegenüber seiner Bewachung beinahe greifen können. Es war nicht zu übersehen gewesen, dass der General keinesfalls begeistert von seiner Aufpasserin gewesen war. Und was sie anging, so hatte Ravis sich stets schweigend im Hintergrund gehalten und sich mit Beobachtung und Zuhören begnügt.
Diese Distanzierung hatte sich mit der Zeit mehr und mehr verflüchtigt. Seit einem Außeneinsatz auf Yavin IV war sie gänzlich verschwunden. Was auch immer zwischen den beiden auf diesem Planeten vorgefallen war, es hatte sie näher zusammengebracht. Ihre Gespräche waren ruhig und respektvoll geworden. Da war eine Vertrautheit zwischen den beiden, die Kylo Ren sich nicht erklären konnte. Noch hatte er das beabsichtigt.


Er hätte Hux diese Art von Gefühlen niemals zugestanden. Früher oder später musste er dagegen vorgehen. Er wusste zu gut, was Gefühle bei einer Person anrichten konnten. Sie waren der erste Schritt zur Untreue. Zwar glaubte er nicht daran, aber Hux könnte seine neugewonnene Freundschaft zu Ravis ausnutzen, um sie auf seine Seite zu ziehen. Was er ihm durchaus zutrauen würde. Nur wusste er, dass Ravis zu ihrem Wort stand. Und sie hatte versprochen ihm zu dienen und nicht Hux.


Die Schaltkonsole vor ihm begann zu leuchten, stieß ein eifriges Piepen aus und riss ihn damit aus seinen Gedanken. Bevor er die Gelegenheit hatte auf den Kommunikationsknopf neben dem Alarmlicht zu drücken, hatte Ravis den Schalter auf ihrer Seite des Pultes betätigt und fragte:
"Was gibt es?"
Zunächst erklang knirschendes Rauschen, dann die undeutliche Stimme eines Mannes auf der anderen Leitung.
"Wir haben Probleme bei der Ausrichtung der Tragfläche. Ein Trümmerteil hat das Unterdeck getroffen und jetzt sind einige Arbeiter und Sturmtruppen dort eingeschlossen. Wir können sie nicht rausholen ohne ein Loch in die Außenhülle zu reißen."
Kylo erkannte die Stimme. Kane, einer seiner Ritter. Neben ihm der Älteste und beste Machtnutzer. Er fragte sich warum Kane bei den Reparaturen half. Als Unterstützung der Mechaniker zu dienen war... unwürdig für einen Ritter von Ren.
"Ich sagte doch, wir richten nicht die Tragfläche aus, sondern die Supremacy. Brecht den Vorgang sofort ab, bevor noch jemand verletzt wird! Ich bin unterwegs, sorgt dafür, dass die Lebenserhaltung zum Deck erhalten bleibt."
Ravis schickte sich an ihren Worten Taten folgen zu lassen und stürmte, ohne Kylo zu beachten, an ihm vorbei in Richtung Aufzug. Er wollte irgendetwas tun, ihr sagen, dass sie ihm gegenüber nicht so verflucht unhöflich sein sollte. Aber er tat überhaupt nichts, sondern sah nur starr aus einem der Fenster, wo er den abgetrennten und schwerelos treibenden Flügel seines Schiffes sehen konnte. Kurze Zeit später schob sich ein Sternenzerstörer in sein Blickfeld. Die Erupden, wenn er sich recht erinnerte. Niemand konnte sich die Namen aller Schiffe merken. Nur so Leute wie Hux, die sonst nichts Besseres zu tun hatten.

Der Sternenzerstörer schien auf eine komplizierte Weise an dem treibenden Flügel anzudocken, vermutlich um die eingeschlossenen Leute zu befreien. Kylo wande sich ab. Soviel Aufwand nur um ein paarhundert Leute zu retten. Als würde es bei den erheblichen Verlusten, die sie zu verkraften hatten, darauf ankommen. Er verstand nicht, was Ravis und auch Rey immer daran fanden. Leben retten. Ein Leben war wertlos. Selbst hunderte. Im Krieg wurden die Leben davongeweht, niedergemäht wie Korn. Und es hörte nie auf. Wozu sich also damit abquälen?

Kopfschmerzen pochten hinter seinen Schläfen. Ein Zeichen von Schlafmangel, genauso wie das ständige Frieren was ihn fast dauerhaft plagte. Es gab Gründe, warum er immer in dichter schwarzer Kleidung herumlief. Diese Art von Outfit hatte mehr Vorzüge als man glaubte. Er hatte kein Interesse an zusätzlichem Schlaf. Wann immer er wegdämmerte, verfolgten ihn Albträume, weshalb er seine Ruhezeiten auf höchstens vier Stunden pro Tag beschränkte. Natürlich war das keinesfalls gesundheitsfördernd, soviel war ihm klar. Aber besser als in Träumen seinem toten Vater gegenüber zu treten.

Er wande sich vom Fenster und dem Blick auf die Erupden ab. Mit geschlossenen Augen suchte er in der Macht nach Rey, tastete sich an dem Bund den sie sich teilten entlang, bis er ihre Gegenwart spürte. Doch sie schob ihn sofort zurück, sodass er nicht einmal im Ansatz erkennen konnte wo sie sich aufhielt. Dumpfe Geräusche erklangen im Hintergrund, die er als Sprache identifizierte. Rey unterhielt sich mit jemandem. Er konnte sie nicht sehen und auch nicht deutlich hören. Zu seinem Leidwesen wusste sie mittlerweile sehr genau wie sie ihn abblocken konnte. Er könnte gewaltsam vorgehen und sich alle erforderlichen Informationen holen. Ihren Aufenthaltsort und den des Widerstandes. Aber er empfand es auf merkwürdige Weise als ein Verrat ihr gegenüber, sollte er noch einmal so harsch in ihren Gedanken wühlen. Zumal sie ihrerseits keinerlei Anzeichen versuchte die Machtverbindung zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Mit einer gewissen Verärgerung über seine eigene Zurückhaltung, trat er zu dem Aufzug und ließ sich nach unten befördern. Er war alles andere als eine anständige Person und doch brachte er es nicht über sich Rey auch nur einen Gedanken mit Gewalt zu entreißen. Es war nahezu lächerlich. Früher oder später würden sie aufeinander treffen und dann würde er sie umbringen. Dabei durfte er nicht versagen.

Die Aufzugtüren schnappten zischend auseinander und gaben den Blick auf einen Hangar frei. TIE-Jäger ruhten perfekt aufgereiht in ihren Docks. Einige waren abgekoppelt und zur Reparatur auf Plattformen platziert worden. Sturmtruppler und Techniker eilten umher und gingen geschäftig ihren Tätigkeiten nach. Im ganzen Hangar herrschte eine angenehme Atmosphäre von plaudernden Leuten, die sich sofort in bedrücktes Schweigen verwandelte als Kylo Ren über den polierten Boden stampfte. Er brauchte nicht einmal hinzusehen, um die Furcht in den Gesichtern der Menschen erkennen zu können. Gekonnt ignorierte er die niedere Gefolgschaft und ging zielstrebig auf eine abgelegene Rampe zu, dort wo er seinen Silencer abgestellt hatte. Ein identisches Schiff hockte neben seinem, daneben ein schwarzgekleideter junger Mann, der einen Treibstoffschlauch am Rumpf befestigte. Der Mann drehte sich zu ihm um, noch bevor Kylo angekommen war. Wie er selbst, verfügte diese Person über weitaus höhere Sinne als nur die des eigenen Körpers.
"Oberster Anführer.", sagte er und kniete auf ein Bein, wobei ihm struppige dunkelrote Haare ins Gesicht fielen.
"Bleiben wir bei Meister. Die offizielle Ansprache passt nur für das allgemeine Fußvolk, zu dem du nicht gehörst. Steh auf Irazu."
Der Angesprochene gehorchte und richtete sich auf. Kylo musterte ihn kurz, konnte aber nichts Ungewöhnliches erkennen und fragte:
"Lief deine Mission wie geplant?"
"Besser als deine, wie es scheint. Wie habt ihr es geschafft das Schiff zweizuteilen?"
Die gelassene und unverblümte Stimme war typisch für Irazu. Als Ritter von Ren, sprachen sie auf gleicher Stufe miteinander, weshalb Kylo nicht protestierte, sondern schlicht antwortete:
"Frauen am Steuer. Jemand hat uns mit Lichtgeschwindigkeit gerammt."
Sein Gegenüber lachte, obwohl die Situation alles andere als witzig war. Einige Sturmtruppler sahen herüber, mit der Frage, wie jemand es wagten konnte in Kylo Rens Gegenwart zu lachen. Doch dem allgemeinen Irrglauben entgegen, seine Ritter wären gehorsame Schachfiguren, herrschte eher eine freundschaftliche Beziehung zwischen ihnen. Immerhin kannten sie sich seit vielen Jahren und sicher unterstanden sie seinem Befehl, was nicht bedeutete, dass er sie wie Diener behandelte.
"Wo ist Vales?", fragte er und sprach damit auf den Verbleib seines letzten Ritters an. Ursprünglich waren es sechs gewesen. Nur drei von ihnen hatten den Krieg bis jetzt überlebt.
"Er ist unten geblieben. Ich erlaube mir zu berichten, dass wir eine Sauerei hinterlassen haben. Er wollte noch Spuren beseitigen."
Kylo zog die Brauen zusammen. Spurenbeseitigung gehörte nicht wirklich zum Aufgabenbereich eines Ritters. Aber sein Interesse daran genügte nicht für eine Nachfrage. Schweigend ging er zu seinem Silencer ohne Irazu weiter zu beachten.

"Machst du einen Ausritt?", fragte der Rothaarige. Aus gutem Grund, denn Snoke hatte sein Flaggschiff sogut wie nie verlassen. Aber Kylo war nicht Snoke und ihm lag nichts daran jeden Tag nur auf seinem Thron zu sitzen und das Weltgeschehen zu betrachten. Er würde seine Angelegenheiten nach wie vor selbst in die Hand nehmen.
"Meine Mutter hatte eine Liste von ehemaligen Stützpunkten der Rebellen, aus der Zeit des Krieges gegen das Imperium. Der Widerstand hat nichts, sie können nur etwas übernehmen, was bereits existiert. Sie werden einen oder mehrere dieser Stützpunkte anfliegen. Wenn wir Aufzeichnungen darüber haben, bekommen wir auch den Widerstand."
"Und statt jemanden zu schicken, gehst du selbst? Wer übernimmt das Kommando, solange du weg bist?" Irazu drehte sich zu Kylo, der nur eine ausholende Handbewegung machte und antwortete:
"Wenn ich jemanden schicke, endet das wie die Sache mit der Karte zu Skywalker. Hux ist ein elendiger Versager, der nicht mal einen Droiden in den Griff bekommt."
Dabei verschwieg er dezent die Tatsache, dass ER es vermasselt hatte BB-8 zu fangen und Hux die wenigste Schuld daran traf.
"Ich habe Ravis zu uns beordert. Sie und Kane sind an den Reparaturen dran und Hux sucht den Widerstand. Die haben ihre Befehle auch ohne mich. Ob ich hier bin oder nicht macht keinen Unterschied. Außerdem werde ich nicht lange weg sein. Ich habe eine Vermutung, wo Leia ihre Aufzeichnungen versteckt hat."
Auf seine Worte runzelte Irazu die Stirn und knibbelte verwirrt an dem Griff seines Lichtschwertes, was standartmäßig an seinem Gürtel hing.
"Sicher, dass sie so eine Liste herumliegen lässt? Sag von ihr was du willst, aber der General ist nicht blöd. Sie hätte alles was ihrem Widerstand gefährlich werden könnte vernichtet."


Kylo ignorierte ihn und kletterte in seinen Silencer. Mit gekonnten Handgriffen fuhren die Triebwerke hoch. Innen war nur ein leises Surren zu hören, während draußen das typisch plärrende Geräusch einer TIE-Einheit ertönte. Irazu wich zurück, keine Sekunde bevor das kleine Schiff wie ein abgeschossener Pfeil aus dem Hangar hinaus ins All raste. Die im Vakuum treibenden Bruchstücke zwangen Kylo zum Ausweichen, aber bei seinen Fliegerqualitäten stellte dies kein Problem dar.

Natürlich hätte seine Mutter alle verräterischen Informationen verschwinden lassen. Es sei denn, sie befanden sich an einem Ort, den niemand freiwillig betreten würde. Abgesehen von Kylo wusste keiner davon. Das war der Vorteil mit dem Feind verwand zu sein. Diese Liste stammte aus einer Zeit, lange bevor er seiner Familie den Rücken zugekehrt hatte. Er hatte die politischen Angelegenheiten damals nur am Rande mitbekommen. Welches Kind interessierte sich schon für Politik? Aber er vergaß nie etwas.
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