Des Teufels Geliebte

von 080692
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Sebastian Michaelis Undertaker
23.06.2019
19.09.2019
36
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Dieses Kapitel
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Hallo alle zusammen,
ich hoffe, ihr habt Interesse an meiner Geschichte. Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen.

Sebastian x OC
Warnung: Die Geschichte wird einige P18-Szenen enthalten.

So, jetzt geht es aber auch direkt los.

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Diana, eine junge blonde Frau, ging gerade im Park spazieren, als sie auf einmal ein schmerzerfülltes Stöhnen hörte. „Was war das nur?“, fragte sie sich leise. Hatte sich jemand verletzt? Mit zügigen Schritten ging sie auf die Quelle des Geräusches zu. Je näher sie der Stelle kam, desto mehr verlangsamten sich ihre Schritte. Alles in ihr schrie, sich dieser Person nicht zu nähern. Sie sah so viel Blut. Blut und schwarze Federn. Zittrig trat sie ein wenig näher heran. Sie erkannte eine männliche Gestalt mit Federflügeln. Irgendworan erinnerte sie das, doch das war gerade nebensächlich. Sie versuchte ihren Atem zu kontrollieren, damit ihr nicht schlecht wurde. Sie hatte noch nie so viel Blut gesehen.

Die Person hatte schwarze Haare und trotz der Vielzahl an Verletzungen sah er gut aus. Sehr gut und doch schien er pure Gefahr auszustrahlen. Diana kaute unsicher auf ihrer Unterlippe. Egal wie sehr ihr Verstand sie zu warnen schien, sie wollte ihm helfen. Doch wie? Ihr Handy hatte sie nicht dabei. Wie so oft lag es unbeachtet zuhause. Einen Krankenwagen konnte sie also nicht rufen und sie fragte sich auch ernsthaft, ob das helfen würde. Natürlich schien es nur ein Kostüm zu sein, aber irgendwie glaubte sie tief in ihrem Inneren nicht. Dieses Wesen war echt.

Schnell riss sie sich von ihren Gedanken los. Sie sollte nicht herumstehen und träumen, sondern ihm helfen. Diana kniete sich vor Aufregung zitternd neben den Mann und strich ihm eine Strähne seines Haares aus dem Gesicht, während sie sich daran erinnerte, welche Sachen aus dem Erste Hilfe Kurs ihr jetzt helfen könnten. Sie hatte schließlich keinerlei Materialien da um seine Wunden zu verbinden. Unsicher, nervös und von der ganzen Situation einfach nur unendlich überfordert begann sie ihre dünne Jacke zu zerreißen um daraus provisorische Verbände zu machen. Jetzt war sie froh, dass sie sie übergezogen hatte. Normalerweise lief sie nur in Top und Leggings rum. Da war kein zusätzlicher Stoff, den sie hätte nehmen können. Sorgfältig verband sie zunächst die größten Wunden, aber es schien nicht enden zu wollen. Es waren so viele Wunden und es schien einfach nicht zu helfen. Langsam kamen Tränen in Diana hoch. Sie fühlte sich so überfordert und wollte ihm nur helfen. Sie konnte den Mann oder das Wesen doch nicht einfach sterben lassen. Das könnte sie sich nicht verzeihen, dachte sie, während die Tränen unaufhaltsam über ihre Wangen rollten. Dann wurde es plötzlich schwarz um sie.

Unbewusst hatte die junge Frau einen kleinen Teil ihrer Seele abgespalten und dem am Boden liegenden Dämon geschenkt. Der bewusstlose Dämon nahm das Seelenfragment sofort wahr und verspeiste es. Schnell war sein Energielevel wieder erhöht und die Verletzungen begannen zu heilen. Noch etwas desorientiert stöhnte er vor Schmerz und schlug die Augen auf. Er wusste nicht, wie er es geschafft hatte, diese schweren Verletzungen zu überleben. Dieser verdammte Engel, mit dem er diesmal aneinandergeraten war, war deutlich stärker gewesen als Angela/Ash. Zum Glück hatte er fliehen können, auch wenn das sonst überhaupt nicht seine Art war. Er verzog leicht das Gesicht, als er an sich herunterguckte. Sofort fielen ihm die provisorischen Verbände auf und sah eine Frau neben mir am Boden liegen. Er leckte sich über die Lippen. Sie war also der köstliche Geschmack, der dafür gesorgt hatte, dass er so schnell wieder regenerieren konnte. Aber warum hatte sie es getan? Nachdenklich betrachtete er sie. Das Seelenstück hatte ihm deutlich besser geholfen, als ihre armseligen Versuche die Wunden zu verbinden. Er schmunzelte leicht, dann wechselte er aus seiner dämonischen Form wieder in seinen menschlich aussehenden Körper. Noch immer fühlte er sich ein wenig schwach, doch er wusste, dass es dank ihrer Hilfe nicht mehr lange dauern würde, bis er vollständig regeneriert war. Und das, obwohl solch schwere Wunden auch bei einem Dämon schwer heilten.

Das Seelenstück der Frau war sehr lecker gewesen und der Dämon wusste, dass er nach dieser kleinen Kostprobe auch den Rest der Seele verschlingen wollte. Er lächelte leicht. Er wollte sich diese Seele einverleiben. Um ganz perfekt zu sein müsste er sie zwar noch etwas bearbeiten, aber auch jetzt versprach sie schon eine sehr köstliche Mahlzeit zu werden.
Der Dämon setzte sich auf und besah sich die Frau. Sie war äußerlich nicht übermäßig hübsch, dafür gefiel ihm ihre Seele. Hoffentlich würde sie bald wieder wach werden. Er wusste nicht, wie genau es sich verhielt, wenn ein Mensch einem Dämon einen Teil seiner Seele ohne Gegenleistung schenkte. Dies war etwas, was normalerweise nicht passierte.

Da er sich schon besser fühlte, beseitigte er die Blutspuren, die er hinterlassen hatte und reparierte auch Dianas Jacke wieder, ehe er sie ihr überzog. Sie schien in seinen Augen dennoch zu dünn angezogen und die Kleidung an sich ziemte sich nicht gerade für eine junge Frau. Sie sollte lieber ein schönes Kleid tragen. Tze. Scheinbar war er bei seiner Flucht in einer Dimension gelandet, die ihm nicht besonders zusagte.

Plötzlich begann sich die Frau zu regen und zog damit seine Aufmerksamkeit wieder auf sich. Diana stöhnte leise, als sie wieder zu Bewusstsein kam. Sie hatte so verdammte Kopfschmerzen. Was war denn passiert? Plötzlich kam ihr der verletzte Mann wieder in den Sinn und sie öffnete ruckartig die Augen. Das Sonnenlicht blendete sie, sodass sie erst einmal blinzelte, bis sie sich daran gewöhnt hatte.
Als sie wieder gucken konnte, blickte sie direkt in leuchtend rote Augen und erkannte das Gesicht sofort. Sebastian Michaelis. Aber das war doch nur ein Anime. Ein Schauer rann über ihren Rücken, doch die rotglühenden Augen waren eindeutig dämonisch und keinesfalls irgendwelche Kontaktlinsen. „Wie ist das möglich?“, stammelte sie leise, setzte sich ruckartig auf und rutschte ein Stück von ihm weg. Ihr Blick war verschüchtert, leicht ängstlich.

Sebastian hörte ihr Flüstern. Woher kannte sie ihn? Egal. Er würde erstmal darüber hinweggehen. Er wollte sie zu einem Vertrag bringen. Diese Seele wollte er nicht entkommen lassen. Sie war einerseits freundlich und hilfsbereit, andererseits depressiv und von Zerstörungswillen und Selbsthass zerfressen. Und in ihr war eine große Portion Lust vorhanden. Unwillkürlich leckte er sich über die Lippen. Auch ihr schüchterner und ängstlicher Blick gefiel ihm. Die meisten Menschen erschraken, wenn sie in die rotglühenden Augen eines Dämons sahen, doch bei ihr schien der Grund ein wenig anders zu sein.

„Danke für Eure Hilfe, my Lady.“, flüsterte der Dämon und lächelte sie an. Diana rutschte trotz der netten Worte noch ein wenig weiter weg und versuchte Abstand zwischen sich und den Mann zu bringen. Es war ihr unheimlich, dass er sie ansah, als wäre sie seine Beute. Dennoch kam sie nicht umhin, ihren Blick über seinen Körper wandern zu lassen. Die Federn, die Flügel und das Blut waren verschwunden. Stattdessen trug er die Butleruniform, die sie aus dem Anime kannte. Er war wirklich sehr attraktiv, wenn auch irgendwie bedrohlich.
Sebastian schmunzelte leicht. Dachte sie wirklich, so ein wenig Abstand würde ihr helfen und sie vor ihm schützen. Mit Mühe unterdrückte er ein Lachen. „Es ist schön, dass Ihr wieder aufgewacht seid, my Lady. Ich habe mir Sorgen gemacht, nachdem Ihr doch so bemüht wart, mir zu helfen.“, flüsterte er mit einem Lächeln. Elegant stand er auf und trat mit selbstsicheren Schritten näher an die Blondine heran um den Abstand zwischen ihr und ihm wieder zu verringern. Schmunzelnd betrachtete er, wie sie versuchte sich weiter zu entfernen, bis sie mit dem Rücken an einen Baumstamm stieß. Er hockte sich vor sie und legte seine Hand an ihre Wange. "Ihr seid ja ganz rot im Gesicht", flüsterte er sanft und unterdrückte ein Grinsen. Menschen waren so einfach gestrickt.
Diana schluckte schwer, als der Mann ihr so nahe kam. Zurückweichen ging nun nicht mehr. Hinter ihr stieß sie bereits an einen Baumstamm und direkt vor ihr war der Mann. Aber warum nannte er sie "my Lady"? Sie verstand nicht, was er von ihr wollte. Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt und sie spürte seine Hand an ihrer Wange. Wie benebelt fiel ihr auf, dass er weiße Handschuhe trug. Noch etwas mehr, was sie an Sebastian Michaelis denken ließ und sie fühlte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. "Mir geht es gut", flüsterte sie mit unsicherer Stimme.

"Nun, das freut mich, my Lady", meinte Sebastian, "schließlich habt Ihr mich gerettet. Ausgerechnet mich..." Er schmunzelte. "Einen Dämon!" Belustigt sah er, wie sich Dianas Augen vor Schreck weiteten. Trotz seiner Augen hatte sie es wohl für sehr unwahrscheinlich gehalten, dass er wirklich ein Dämon war.
„Du bist wirklich ein Dämon?“, flüsterte sie zitternd. Diana hatte zwar ihren Verdacht gehabt, aber sie fand keine Erklärung, wie das möglich war. Bisher hatte sie nicht so wirklich an Übernatürliches geglaubt, auch wenn sie es cool gefunden hätte, wenn es sowas gäbe. Doch jetzt konnte sie es kaum leugnen. Oder war das hier die versteckte Kamera? Wenn ja, dann war die Aktion mehr als nur gemein.

„Ja, my Lady. Mein letzter Name, den mir mein früherer Herr gegeben hatte, war Sebastian Michaelis. Bevor ich mich hier her retten konnte, wurde ich angegriffen. Ich konnte nicht wirklich entscheiden, wo ich lande, als ich durch das Dimensionsportal sprang.“, erklärte er ihr. Ihr Blick zeigte, dass sie nachdachte. Die Informationen, die er ihr gab, schienen sie aber ein wenig zu beruhigen. „Ein Dämon namens Sebastian Michaelis?“, fragte sie leise. „Das ist in dieser Welt Bestandteil eines Animes und eines Mangas. Eine ausgedachte Geschichte, die man überall nachlesen kann. Du willst mich doch nur reinlegen!“ So gerne sie ihm auch glauben wollte, irgendwie konnte sie nicht. Wenn das hier wirklich nur ein Trick war, wäre die Enttäuschung nur umso größer.

Sebastians Augen weiteten sich. Deshalb hatte sie ihn angesehen, als hätte sie ihn wirklich erkannt. „Ich wusste nicht, dass es solche Unterschiede geben würde. Ich ging davon aus, einfach in einer anderen Zeit gelandet zu sein, doch die Abweichungen scheinen größer, als gedacht. Wie kann ich Euch beweisen, dass ich ein echter Dämon bin? Meine Augenfarbe scheint Euch ja nicht völlig zu überzeugen…“ Überlegend legte er seinen Kopf schief, dann beschloss er einfach ein wenig seiner Kräfte zu offenbaren. Schwarze Federn tauchten wie aus dem Nichts auf und für einen kurzen Moment wechselte er in seine wahre Gestalt. Diana starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen an. „Na, seid Ihr nun überzeugt, my Lady?“, fragte er, als er wieder seine menschliche Gestalt hatte. Diana brachte nur ein kleines Nicken zu Stande, doch einen kurzen Moment später traute sie sich, ihn wieder anzusprechen. „Und was willst du jetzt von mir? Dir geht es doch besser. Du kannst also einfach zurückkehren oder hingehen, wo immer du willst.“

Sebastian lächelte. Natürlich könnte er gehen. Er schuldete ihr schließlich nichts, da sie ihm ihren Seelenteil freiwillig gab. Dennoch wollte er auch noch den Rest ihrer Seele, weshalb einfach gehen für ihn keine Option war. „Ich möchte, dass Ihr einen Vertrag mit mir abschließt, my Lady. Als Ihr mich gerettet habt, gabt Ihr mir eine kleine Kostprobe Eurer Seele. Das heilte meine Verletzungen, doch Eure Seele schmeckt köstlich und ich bin nicht gewillt, Euch gehen zu lassen.“ Diana hörte seine Worte, doch sie konnte es kaum glauben. So wirklich verstand sie es auch nicht. Sie hatte ihm scheinbar unbewusst einen Teil ihrer Seele gegeben. Soweit so gut. Damit konnte sie ja auch ohne Bedenken leben. Aber was sollte an ihrer Seele besonders sein? Sie verstand nicht, warum er so ein großes Interesse an ihr haben sollte.

„Warum sollte ich einen Vertrag wollen? Ich wollte dir helfen… mehr nicht.“, erwiderte sie mit leichtem Trotz. Natürlich könnte ein Vertrag ihr bei vielen Sachen helfen. Sie müsste sich definitiv weniger Sorgen machen, doch sie wusste auch, dass ein Vertrag wie er regulär geschlossen wurde, nichts für sie war.
„Warum? Normalerweise würden sich die Menschen freuen. Und Ihr habt mich doch erkannt. Ihr wisst doch, dass ich Euch alles bieten kann. Geld, Macht, was immer Ihr begehrt. Dafür müsst Ihr mir nur Eure Seele versprechen.“ Egal wie, aber er würde sie überzeugen, dem Vertrag zuzustimmen. Er wollte schließlich unter keinen Umständen auf ihre Seele verzichten.

„Warum lehnt Ihr ab, my Lady? Wollt Ihr es mir nicht erklären, damit ich Euch Eure Bedenken nehmen kann?“, fragte er sanft und nutzte bewusst einen sanfteren, beinahe verführerischen Ton. Der Effekt war sofort sichtbar, als sich Dianas Wangen stärker röteten. „Ich weiß, was du tun kannst… Selbst wenn du nur halb so gut wärst, wie im Anime gezeigt, wärst du immer noch mehr als perfekt… Aber…“ Diana zögerte, während ihre Wangen sich weiter röteten. Sie fühlte sich unsicher. Sollte sie ihm erklären, warum sie keinen Vertrag wollte? Wäre es nicht sinnvoller einen Weg zu suchen um zu fliehen? Sie seufzte. „…Es spricht für mich mehr dagegen. Ich will und brauche keinen Butler. Davon abgesehen wäre das heutzutage auch mehr als unüblich, selbst für Reiche. Und ich wüsste nicht, welche Position du sonst einnehmen würdest, bei der du mir irgendwie helfen könntest. Außerdem mag ich es nicht, Befehle zu geben.“, erklärte Diana ihm und wich seinem Blick aus.

„Meine mögliche Position und die Tatsache, dass Ihr keine Befehle geben möchtet, sind Eure Hauptkriterien, warum Ihr einen Vertrag ablehnt?“, fragte Sebastian mit einem leichten Schmunzeln nach und sah, wie die grünäugige Frau nickte. Er lächelte sanft, während er seine Hand an ihr Kinn legte und sie mit einem bestimmten Griff zwang, ihn anzusehen. „Aber my Lady, das sind doch keine Gründe. Dann wandeln wir den Vertrag eben ab… Ich muss nicht Euren Butler spielen. Ich kann genauso gut Euren Freund spielen. Das wäre dann gleichzeitig eine ebenbürtige Position, in der ich Euch unterstützen und beschützen kann, ohne dass Ihr mir Befehle geben müsst.“, schlug Sebastian vor und leckte sich über die Lippen. Davon abgesehen hätte diese Art Deal noch einen gewissen Vorteil mehr für ihn. Er würde nicht nur ihre Seele, sondern auch ihren Körper besitzen. Bei dem Vorschlag sah man sofort ihre Verlegenheit und egal wie sehr Diana es ihm gegenüber auch verstecken wollte, er wusste, dass sie ihn begehrte.

Dennoch schüttelte sie leicht den Kopf, was ihn dazu veranlasste, spöttisch eine Augenbraue zu heben. „Das geht doch nicht… ich kann das doch nicht von jemandem… von dir… verlangen. Ich will niemanden zwingen mit mir zusammen zu sein.“, murmelte sie und man spürte förmlich, wie ihr Selbsthass zum Vorschein kam.
Sebastian seufzte leise. Warum konnte diese Menschenfrau nicht einfach zustimmen, wenn er ihr schon so ein Angebot macht? Doch der in ihr lodernde Hass auf ihre Umwelt, aber auch auf sich selbst, war köstlich für ihn als Teufel. „Ihr zwingt mich nicht. Ich habe es Euch vorgeschlagen, my Lady. Und das hätte ich nicht, wenn ich diesen Gedanken ablehnen würde. Ihr mögt Euch nicht schön finden, aber ich bin ein Teufel… Ich sehe über Äußerlichkeiten hinweg. Mich interessieren andere Qualitäten.“ Mit deutlicher Lust in den Augen sah er Diana an. Vielleicht sollte er diese sture Frau ein wenig überzeugen. Er grinste, als er ein Stück näher an sie heranrückte. Sie konnte keinen Millimeter wegrücken mit dem Baumstamm, der direkt hinter ihr war. Mit einer schnellen Bewegung griff er ihre beiden Handgelenke und hielt sie sanft aber unerbittlich fest. „Ich werde nicht zulassen, dass Ihr ablehnt. Ihr wollt das hier genauso sehr, wie ich… Ihr müsst es nur noch zugeben, my Lady.“, hauchte er in ihr Ohr.

Eigentlich hatte er völlig recht, doch Diana wollte nicht so schnell nachgeben. „Lass mich los!“, forderte Diana halbherzig und versuchte sich loszureißen. Natürlich war ihr klar, dass es ein sinnloses Unterfangen war. Er war viel zu stark, als dass sie sich hätte befreien können. Ihm schien es keinerlei Mühe zu bereiten, sie festzuhalten. Im Gegenteil. Er schien von ihren Versuchen lediglich amüsiert zu sein.
Es belustigte Sebastian, wie sie sich versuchte zu wehren und weiterhin stur war. Als hätte ein Mensch eine Chance gegen einen Dämon. Aber ihr Verhalten zeigte immer mehr, dass ihre Ablehnung nicht so ernst war, wie sie es vorspielen wollte. Der trotzige, halbherzige Widerstand war zwar überraschend und mehr, als er erwartet hatte, aber das war nichts, was er nicht überwinden konnte.

"Ich möchte nun einmal Eure Seele, my Lady. Und wenn Ihr so nicht zustimmt, muss ich wohl Überzeugungsarbeit leisten…“, murmelte der Dämon und näherte sich ihrem Hals mit seinem Gesicht. Fordernd fing er an Küsse auf ihre zarte Haut zu hauchen. Er knabberte an ihrem Ohrläppchen und schaffte es schnell mit seinen Küssen die Erregung in der jungen Frau aufsteigen zu lassen. Dass sie sich immer noch in seinem Griff wand, war für ihn sehr amüsant. Er würde definitiv noch seinen Spaß mit ihr haben.

Diana hörte seine Worte und musste schlucken. Schnell stellte sie fest, was er unter Überzeugungsarbeit verstand und zu ihrem Leidwesen musste sie sich eingestehen, dass sie dem wenig entgegen zu setzen hatte. Er war attraktiv und dominant und seine Lippen auf ihrem Hals schafften es schnell, dass sie sich wünschte er würde niemals aufhören. Dennoch war sie zu stolz um direkt aufzugeben und es einfach geschehen zu lassen. Mit einem kleinen Funken Trotz in den Augen wand sie sich in seinem Griff, doch er war unerbittlich. Sanft spürte sie das Knabbern an ihrem Ohrläppchen. Sein heißer Atem kitzelte ihre Haut und ihr entkam ein leises Stöhnen. Sofort biss sich die junge Frau auf die Unterlippe um weitere verräterische Töne zu unterdrücken.
Sebastian schmunzelte, als ihr ein Stöhnen entkam. Ihre Reaktion amüsierte ihn sichtlich. Sie war niedlich und unschuldig, dass sie von so wenig Berührungen schon so erregt war. Er griff nun ihre Handgelenke mit einer Hand. Mit der nun freien Hand, löste er seine Krawatte und band mit dieser die Handgelenke zusammen. Lächelnd betrachtete er Diana. Mit geschmeidigen Bewegungen stand er auf und zog Diana mit sich in die Höhe. Er griff die Enden der Krawatte und fesselte Dianas Arme über ihrem Kopf an einen Ast, sodass sie auf Zehenspitzen stand.

"So, my Lady... nun entkommt Ihr mir nicht mehr", flüsterte er lächelnd und ließ seine Hand über ihre Wange streicheln und wanderte dann immer weiter ihren Körper herab. Als Butler wäre es ihm niemals erlaubt, so mit seiner Herrin umzugehen. Doch sie wollte ihn ja auch nicht als Butler. Und angesichts der momentanen Situation genoss er es, dass er mit ihr deutlich mehr Freiheiten hätte.
Diana sah seine Hände zu seiner Krawatte gleiten und schluckte schwer, als er sie löste. Sie konnte sich denken, was er mit der Krawatte vorhatte, doch sie war eh nicht in der Lage sich zu wehren. Ihre Hände wurden ohne große Gegenwehr mit der Krawatte gefesselt und egal wie sie auch versuchte sich zu befreien, es klappte einfach nicht. Stattdessen merkte sie, wie sehr es sie erregte, ihm so ausgeliefert zu sein. Sie wusste ja schon, dass sie darauf stand, gefesselt zu werden, aber bei ihm war es nochmal was ganz anderes. Ihre Beine zitterten leicht, als er sie hochzog und ihre gefesselten Hände an den Baum band. Sie fühlte sich ziemlich ausgeliefert und hilflos. Andererseits genoss sie sehr, was er tat. Ihre Wangen röteten sich stark bei seinen Worten und sie hatte das Gefühl bereits unter diesen unschuldigen Berührungen zu verglühen.

"M-mach mich los...", forderte sie mit zittriger Stimme und deutlicher Verlegenheit. Es war ein Leichtes ihr anzumerken, dass das nicht wirklich ihr Wunsch war. Sebastian hörte, wie sie forderte losgemacht zu werden. Er lächelte sie nur an. "Aber warum denn? Es gefällt Euch doch, my Lady. Aber wie Ihr wollt… Geht den Vertrag mit mir ein und ich werde sofort aufhören", sagte er mit einem frechen Grinsen zu ihr. Sofort erhielt er einen trotzigen Blick. „Mistkerl!“ fauchte sie trotz ihrer deutlichen Erregung und biss sich danach wieder auf die Lippe um ihr Stöhnen zu unterdrücken. Ihre Worte brachten ihn dazu leicht aufzulachen, doch ansonsten ließ er sich nichts anmerken. Stattdessen widmete er sich weiter ihrem verräterischen Körper.

Seine Hände streichelten weiter sanft über ihren Körper, doch dann zog er sich die Handschuhe aus. Er steckte sie in seine Fracktasche, dann wanderte er beinahe quälend langsam unter ihr Oberteil um sie zu streicheln. Er fühlte ihre erhitzte Haut unter seinen Händen und genoss das Gefühl sie so zu berühren. Er hatte seinen Spaß daran, sie zu necken und ihr Töne der Lust zu entlocken, auch wenn es momentan eigentlich nur darum ging, sie zum Abschluss eines Vertrages zu bringen.
Als seine Hände wieder begannen über ihren Körper zu wandern, fiel es ihr immer schwerer ein Stöhnen zu unterdrücken. Es gefiel ihr sehr, wie ihr Körper auf seine zärtlichen Berührungen reagierte. Mit roten Wangen beobachtete Diana, wie er seine Handschuhe auszog. Sie spürte seine Finger auf ihrer Haut, als er unter ihr Shirt wanderte und keuchte auf. Ihre Brustwarzen richteten sich steil auf vor Erregung und sie wusste, sie war mehr als feucht.

"Das ist nicht fair...", flüsterte Diana halbherzig. Viel zu sehr genoss sie, was er mit ihr tat. "Ich bin ein Teufel. Welchen Grund habe ich, fair zu spielen, my Lady?", fragte Sebastian spöttisch und ließ eine Hand zu ihrer Hose gleiten. Er zog sie ihr langsam runter und bemerkte sofort ihre Anspannung. Kein Wunder, waren sie doch mitten in einem öffentlichen Park, wenn auch an einer versteckteren Stelle. Seine Hand wanderte zu ihrem Slip. Er spürte wie nass sie war von den wenigen Liebkosungen. Seine Finger glitten unter den durchnässten Stoff und begannen sie immer mehr zu streicheln und zu necken. Sein Daumen fand seinen Weg zu ihrer Klitoris und massierte diese mit sanften Bewegungen. Diana konnte ihr Stöhnen nicht mehr unterdrücken und ihre lustverhangenen Augen verrieten nur zu deutlich, wie sehr ihr das gefiel. In ihr tobte ein Zwiespalt. Einerseits sollte er weitermachen, andererseits aufhören. Halbherzig befahl sie ihm zu stoppen, doch er hörte nicht darauf. Wie er ihr angekündigt hatte, wollte er erst aufhören, wenn sie zustimmte und den Vertrag besiegelte.
Sebastian genoss es Diana so zu sehen. Sie war einerseits stur und störrisch, andererseits versprach sie aber auch im Bett eine ganz interessante Beschäftigung zu werden. Eine köstliche Seele und ein interessantes Spielzeug im Bett… da sah er keinen Grund sich zu beschweren, wenn er ihren Freund spielen würde, selbst wenn sie nicht perfekt aussah.

Er fühlte, wie sie immer feuchter unter seinem Tun wurde. Ihr Slip war bereits völlig von ihrem Lustsaft durchtränkt. Er ließ erst einen Finger, dann zwei und schließlich drei in ihre Spalte gleiten. Sie war so unglaublich feucht, dass es ihm wirklich sehr gefiel mit ihr zu spielen. Nun stoppte er mit seinem Unterfangen, sie weiter zu erregen. Er wollte sie weiter reizen. "Oh oh, my Lady. Schaut Euch die Sauerei an...", flüsterte er ihr zu, ließ mit seiner Hand von ihrer Spalte ab und hoch sie vor ihr Gesicht. Die Feuchtigkeit war nur zu deutlich zu sehen. Er schmunzelte, als sie sofort sehr deutlich errötete. "Ihr seid wirklich eine ungezogene, versaute Dame... tze tze tze..." Seine tadelnden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und steigerten ihre Scham nur noch.
Sie war angespannt und besorgt, jemand könnte sie sehen. Es war ihr unglaublich peinlich und ihre Wangen liefen knallrot an vor Verlegenheit. Immer wieder entkam ihr ein Stöhnen und langsam nahm die Erregung Überhand über die Verlegenheit. Sie fühlte sich hilflos und ausgeliefert. Ganz auf seinen Willen angewiesen. Und dieses Gefühl machte sie nur noch geiler. Seine Worte trieben ihr die Röte zurück auf die Wangen. Er wusste genau, womit er ihre Verlegenheit wieder steigern konnte. Dann spürte sie, wie er mit seinen Fingern in ihre Spalte glitt. Sofort stöhnte sie laut. Sie wollte mehr. Frustriert stöhnte sie, als er plötzlich stoppte. Sie wollte, dass er weiter machte. Wollte ihn in sich spüren, doch er ließ ihr keine Möglichkeit zu kommen. Vollkommen erregt sah sie ihn an. Erregt wimmerte sie, doch seine nachfolgenden Worte führten ihr wieder vor Augen, dass sie sich gerade ihm gegenüber wie eine läufige Hündin verhielt. Beschämt senkte sie den Blick, als sie seine feucht glitzernden Finger vor ihrem Gesicht sah. Ihre Wangen brannten vor Scham. Einerseits erregte es sie, wie er mit ihr umging, andererseits war es ihr peinlich und sie schämte sich.

Sebastian beobachtete grinsend ihre Reaktionen. Die Kleine versprach eine amüsante Abwechslung für ihn zu werden. Sie würde sich wirklich zu einem netten Spielzeug entwickeln, bis er schließlich ihre Seele verschlingen würde. Er würde sie zwar noch ein wenig formen müssen, aber das wäre eher ein zusätzlicher Spaß. Schon jetzt wollte er sie nicht nur zu einem Vertrag bringen, sondern wollte ihren Körper ebenso besitzen wie ihre Seele.
Ihre Scham und Verlegenheit war beinahe süß und würde viele Gelegenheiten bieten, sie zu reizen. Er wollte sich diese Seele ganz und gar zu eigen machen. Dieser Blick in ihren Augen war einfach schön. Er genoss es, sie so zu sehen. Zwiegespalten. Beschämt, aber voller Lust. Er wollte sie nur zu gerne weiter reizen und mit ihr spielen. Er legte seine saubere Hand an ihr Kinn und zwang sie mit einem strengen Griff ihn anzuschauen. Gerade wollte er weiter mit ihr spielen, da sah er die Resignation in ihrem Blick. „Na gut… Ich geh den Vertrag mit dir ein…“, flüsterte sie und hoffte, dass er jetzt aufhören würde. Ein Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. „Ich freue mich sehr, über Euren Entschluss, my Lady.“, hauchte er. Während er weitersprach, zog er Diana wieder ordentlich an, befreite ihre Hände und band sich seine Krawatte wieder um. Trotzdem blieb er dicht vor ihr stehen und ließ sie nicht aus den Augen.

„Ich werde Euch als Euer Freund und wenn Ihr es wünscht auch später als Ehemann mit allen Pflichten zur Seite stehen. Dafür bekomme ich Euren Körper und am Ende, wenn Ihr ein erfülltes Leben hattet, Eure Seele.“ Diana sah ihn überrascht an. „Wenn ich ein erfülltes Leben hatte?“ Sie hätte erwartet, dass er ihr eine bestimmte Zeitspanne oder zumindest etwas konkreteres vorgeben würde. Diese Aussage jedoch verwirrte sie. Sebastian bemerkte die Verwirrung und seufzte leise. „Normalerweise würde ich Euch nur eine bestimmte Zeit geben… Das stimmt schon… aber Ihr versprecht interessant zu werden, my Lady. Nicht nur Eure Seele, sondern auch Euer Körper. Und das will ich ein wenig länger genießen. Freut Euch einfach über die zusätzliche Zeit“, schmunzelte er. Diana nickte leicht. Das klang schon verständlicher für einen Dämon. Die Situation ausnutzen, wie es ihm am besten passte. Und wenn er sie loswerden wollte, könnte er ihr einfach genug Erfahrungen bieten, damit man ihr Leben als „erfüllt“ betrachten könnte und schon könnte er jederzeit den Vertrag beenden.
„Gut. Du wirst aber nicht von Anfang an meinen Freund spielen. Du wirst erstmal ein Kennenlernen inszenieren müssen. Meine Familie weiß, dass ich keinen Freund habe.“, erwiderte Diana noch. Sebastian nickte. Das war wirklich sinnvoll um unnötiges Misstrauen in ihrer Familie zu verhindern. „Wo soll das Vertragsmal hin? Je sichtbarer der Ort, desto mächtiger ist der Vertrag.“, kam es nun von Sebastian. Diana überlegte kurz. „Direkt über meinem Herzen.“, entschied sie schließlich. „Wie Ihr wünscht.“, flüsterte Sebastian und legte seine Hand auf die Stelle, die sofort zu brennen begann. Ein stechender Schmerz durchfuhr Diana, dann legte Sebastian seine Hand auf sein Herz. Verwirrt sah Diana ihn an. „Der Vertrag ist nicht, wie sonst zwischen Herr und Diener, sondern eher gleichberechtigt. Daher hielt ich es für sinnvoll, dass auch mein Zeichen dort sein wird.“ Dianas Wangen röteten sich leicht, was Sebastian erneut schmunzeln ließ. „Nun, my Lady, wollt Ihr mir einen neuen Namen geben oder soll ich meinen jetzigen Namen behalten?“, fragte Sebastian sie. „Ich mag deinen jetzigen Namen, Sebastian“, hauchte sie leise und das war alles, was er benötigte. Der Vertrag war besiegelt. „Nun, my Lady, dann werde ich bald Euer Freund sein. Wärt ihr nun so freundlich und würdet mir Euren Namen verraten?“, fragte er sie lächelnd. Diana war es unangenehm. Sie hatte die Anrede mit my Lady so genossen, dass sie so unhöflich war und vergessen hatte sich vorzustellen. „Tut mir leid, mein Name ist Diana. Diana Waldeck. Und besser du sprichst mich auch nicht mit Ihr und Euch an. Das wird heutzutage gar nicht mehr gemacht und würde nur auffallen. In der heutigen Zeit siezt man sich, wenn man sich gar nicht kennt meist und ansonsten duzt man sich.“, erklärte Diana ihm.

Sebastian nickte, auch wenn es für ihn ziemlich ungewohnt war, jemanden in seinen Augen so unhöflich anzusprechen. Er seufzte lautlos. Die früheren Zeiten gefielen ihm da doch besser. „In Ordnung, Diana.“, sagte er lächelnd und legte seine Hand an ihre Wange.
„Ich werde mir gleich ein wenig Zeit nehmen um mich in dieser Zeit und Dimension zurechtfinden und alles dafür vorbereiten, dass wir uns bald offiziell kennenlernen können. Hast du noch bestimmte Wünsche, denen ich als dein Freund nachkommen sollte?“, fragte er und seine samtene Stimme ließen ihr Schauer über den Rücken jagen. „Gut wäre es, wenn du als jemand mit viel Geld auftrittst.“, murmelte sie und dachte besorgt an ihre finanzielle Lage. Sie war selbstständig, doch es lief noch nicht besonders gut. Dazu kamen Schulden, sowohl von ihr, als auch von ihrer Mutter. Sebastian bemerkte den Umschwung in ihrer Laune und sah sie beruhigend an. „Keine Sorge… mit mir an deiner Seite wird es dir niemals an Geld oder dergleichen mangeln, Liebste.“
Dianas Wangen röteten sich bei dem Kosewort. Normalerweise mochte sie es nicht, wenn man ihr Spitznamen oder Kosenamen gab, aber Liebste – und das aus seinem Mund – wie sollte sie da widerstehen können? „Danke“, hauchte sie erleichtert. „Und ansonsten? Ich habe keine besonderen Wünsche. Ich möchte nicht, dass du irgendeine Rolle spielst, die dir nicht zusagt.“ Sie wollte nicht, dass er jemanden spielte, der er nicht sein wollte. Er sollte möglichst viele Freiheiten haben, wenn er schon bereit war ihr zu helfen und ihren Freund zu spielen. Dass er im Gegenzug ihre Seele und auch ihren Körper bekam, das war ihr völlig egal. „Keine Wünsche? Oder Regeln?“, fragte Sebastian überrascht nach. Normalerweise würden die Menschen es ausnutzen, wenn sie ihm vordiktieren könnten, wie weit seine Befugnisse reichen würden.
"Gibt es dann wenigstens Dinge, die ihr gerne mit mir unternehmen würdet?“, hakte er nach. Wenn sie ein wenig von sich aus verraten würde, würde es leichter sein, sie und ihre Verhaltensweisen besser zu verstehen. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf ihr Gesicht. „Ich würde gerne viel reisen.“, murmelte sie schüchtern. „Und… nein – egal.“ Sebastian hob skeptisch eine Augenbraue. Dieses egal kaufte er ihr nicht ab. „Sprich es ruhig aus. Du weißt doch, ich kann dir so ziemlich jeden Wunsch erfüllen.“, hauchte er in ihr Ohr. Er war neugierig, was sie sich nicht traute zu äußern. Sie seufzte. „Ich würde gerne ab und zu tanzen gehen oder einen Ball veranstalten.“ Sie kaute auf ihrer Unterlippe, dann seufzte sie erneut. „Allerdings – und da ist das Problem – kann ich nicht tanzen und mein Rhythmusgefühl ist mehr als schlecht. Verglichen mit mir würdest du wahrscheinlich sogar Ciel Phantomhive als guten Tänzer bezeichnen. Daher will ich niemandem zumuten, es mir beizubringen.“

Sebastian hörte ihr zu und konnte ein leises Lachen nicht unterdrücken. Wenn sein ehemaliger junger Herr ein guter Tänzer sein sollte, verglichen mit ihr, dann war sie wirklich eine Herausforderung. „Ich nehme die Herausforderung trotzdem an. Immerhin bist du scheinbar lernwilliger als mein damaliger Herr. Und wenn du dich brav anstrengst, werde ich dich auch belohnen.“, hauchte er verführerisch und erzielte genau die Reaktion, die er erhofft hatte. Verlegen senkte sie den Blick, während ihre Wangen knallig rot wurden. Sie war so leicht in Verlegenheit zu bringen.

Sanft streichelte er über ihre Wange. „Nun interessiert mich vorerst nur noch eines…“, flüsterte er in ihr zu und sein Atem streifte ihr Ohr und ließ sie erzittern. „Ja?“, hauchte sie zittrig und sie hob ihren Blick unsicher. Die Lust in ihrem Blick war unverkennbar. „Bin ich vorhin zu weit gegangen? Als ich dich gefesselt und ein wenig mit dir gespielt habe?“, sagte er mit samtener Stimme. Sie schluckte schwer, doch sie wandte ihren Blick nicht ab. „I-ich…“, sie stammelte, dann versuchte sie sich zu fangen und schüttelte leicht den Kopf. „Ich finde den Ort etwas unpassend… zu öffentlich… aber was du getan hast, gefiel mir ansonsten.“ Sie schämte sich, doch Sebastian gefiel die Antwort. „Solange ich also einen privateren Rahmen wähle, darf ich also weiter mit dir spielen? Das gefällt mir…“, hauchte er und küsste zärtlich ihren Hals. „Sebastian…“, stammelte sie verlegen. Die Lippen auf ihrer Haut fühlten sich viel zu gut an. Sie legte ihre Hände auf seine Schultern und versuchte ihn ein wenig von sich wegzudrücken. Wenn er weitermachen würde, könnte sie ihm nicht mehr widerstehen. Sie hörte, wie er leise lachte, sich dann aber von ihr löste. „Ich denke, wir beide werden noch viel Spaß haben…“, schmunzelte er und drückte der jungen Frau einen zärtlichen Kuss auf die Stirn.

„Du solltest langsam zurückkehren. Deine Hilfe, die darauffolgende Bewusstlosigkeit und unser kleines Gespräch haben ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Und für eine junge Lady gehört es sich nicht, so spät noch allein unterwegs zu sein.“, sagte Sebastian zu ihr. Diana verdrehte die Augen. Was seine Ansichten anging, was sich gehört und was nicht, musste er sich dringend an die heutige Zeit anpassen. Dennoch hatte er recht. Sie hatte schließlich nur ein wenig spazieren gehen wollen und war nun schon deutlich länger weg, als beabsichtigt. Aufgrund ihrer finanziellen Lage wohnte sie noch mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zusammen, weshalb diese sich sicher schon wunderten. „Du hast Recht. Ich sollte wirklich los.“, murmelte sie, obwohl es ihr widerstrebte sich von ihm zu trennen. Sie genoss seine Nähe und das seltsame Gefühl der Zuneigung, auch wenn ihr bewusst war, dass er nur seine Rolle spielte.

„Bis bald, Liebste.“, sagte Sebastian zu ihr und lächelte sie an. „Bis bald“, erwiderte Diana und lief dann eilig zurück nach Hause, wo ihre Mutter sie verwundert ansah. „Wo warst du denn so lange?“, fragte sie. „Ach, ich habe nur eine größere Runde als sonst gedreht…“, behauptete Diana und verschwand schnell in ihr Zimmer. Eilig blickte sie an sich herab. Sie hatte überhaupt nicht mehr an das Blut von Sebastian gedacht, dass durch das Versorgen der Wunden an ihrem Körper kleben musste. Doch der Blick über ihren Körper zeigte ihr, dass dort nichts war. Und warum trug sie ihre Jacke wieder? Sie hatte diese doch zerrissen. Sie hatte überhaupt nicht mitbekommen, dass er die Blutspuren beseitigt hatte, als sie bewusstlos war. Genauso wenig, wie sie mitbekommen hatte, dass er ihre Jacke repariert und ihr wieder angezogen hatte. Ihr Blick glitt über das Zeichen, das Sebastian auf ihrer Brust hinterlassen hatte. Direkt über dem Herzen. Sie streichelte mit ihren Fingerspitzen darüber und konnte ein sanftes Lächeln nicht unterdrücken. So seltsam die Situation auch war, sie gefiel ihr.
Sie ließ sich auf ihr Bett fallen und rief sich den Tag nochmal in Erinnerung. Sie seufzte. Das Bild, wie Sebastian verletzt, blutend und bewusstlos auf dem Boden lag, hatte sich in ihr Gedächtnis gefressen und ließ noch immer Übelkeit in ihr aufsteigen. Sie wollte ihn nicht leiden sehen. Dass sie ihm nun unbewusst einen Teil ihrer Seele geschenkt hatte, störte sie nicht. Hauptsache, es ging im besser. Und der Pakt… auch wenn sie sich anfangs gesträubt hatte, sie bereute es keineswegs. Sie war sich nur noch nicht sicher, ob sie wusste, worauf sie sich einließ. Sebastian war in ihren Augen pure Verführung. Pure Sünde. Und sie war ihm jetzt schon verfallen. Diana hing noch einige Zeit ihren Gedanken nach, dann war sie auch schon eingeschlafen.

Sebastian derweil machte sich an die Arbeit. Mit seinen Fähigkeiten war es für ihn ein Leichtes, seine Identität zu fälschen und an Geld, sowie Immobilien zu kommen. Er würde offiziell als Geschäftsmann interagieren und wusste schon genau, wie er Diana offiziell kennenlernen würde. Er schaute sich zunächst das aktuell teuerste Haus an, das in dieser Kleinstadt verfügbar war. Missmutig verzog er sein Gesicht. Nein, dieses Haus war alles andere als geeignet. Auch die anderen Häuser entsprachen nicht wirklich seinem Stil. Sie waren entweder zu modern, zu ungepflegt oder zu klein. Oder gleich alles zusammen. Die Standards bei den Luxushäusern scheinen wirklich gesunken zu sein. Oder aber – und das glaubte er noch ein wenig mehr – es lag daran, dass sich richtige Luxusimmobilien in dieser verschlafenen, langweiligen Stadt keiner leisten könnte. Natürlich war es in der heutigen Zeit viel schwerer, seine teuflischen Fähigkeiten zu verstecken, dennoch würde er einfach ein neues Haus bauen. Sie hatte ihm – im Gegensatz zu seinem jungen Herrn damals – schließlich nicht untersagt, alles mit seinen Fähigkeiten zu machen. Die vielen Regeln und Vorschriften dieser Zeit störten ihn schon jetzt, doch er war nicht umsonst ein Teufel. Egal, was er vorhatte, er schaffte es immer die entsprechenden Genehmigungen zu erhalten oder die Leute davon abzuhalten zu misstrauisch zu werden.

Diana hatte keine Angaben gemacht, was sie sich vorstellte, doch durch das Seelenstück ahnte er in etwa, was sie sich vorstellen würde. Dennoch ließ er auch eigene Standards mit einfließen. Auch hatte sie ihm ja gesagt, dass sie gerne mal Bälle geben würde. Da wäre ein eigener Ballsaal sinnvoll und dementsprechend groß müsste auch ihr Haus werden. Er informierte sich nach den heutigen Standards, welche man für entsprechende Räumlichkeiten brauchen würde. Die heutige Zeit bot deutlich mehr Möglichkeiten, aber schon bei der Planung gab es mehr zu beachten als früher. Sebastian wollte, dass für seine neue Freundin alles perfekt werden würde. Freundin. Er grinste. Sie versprach ein amüsantes Spielzeug für ihn als Teufel zu werden. Obwohl sie wusste, dass er nichts für sie empfand, was über die Besitzgier wegen ihrer Seele hinausging, war sie ihm schon jetzt völlig verfallen.

Im Anwesen richtete er auch ein Büro für sich ein, sowie eines für Diana. Auch wenn sie mit ihm an ihrer Seite mit Sicherheit nicht mehr arbeiten würde. Das gehörte sich nicht für eine Lady, egal, wie sich die Ansichten der Menschen in ihrer Zeit gewandelt hatten. Er war schließlich in der Lage, sie mehr als genug zu versorgen. Sein Büro würde er nutzen um von dort aus, das neue Unternehmen zu leiten. Er hatte kein Interesse daran, wirklich in einem Büro zu arbeiten und ständig irgendwelchen nutzlosen Menschen zu begegnen oder sich um alles selbst zu kümmern.

Nach dem Haus waren die weiteren Vorbereitungen für sein Unternehmen dran. Ohne Probleme schaffte er es, an viel Geld zu kommen und eine Firma zu schaffen, die offiziell schon länger agierte. Im Fälschen von Informationen und dergleichen waren Teufel einfach unschlagbar.
Bei der Einrichtung des Hauses, ließ er einige Zimmer noch frei. Er wollte, dass auch Diana die Möglichkeit bekam, zumindest bei manchen Zimmern mitzuentscheiden, damit sie sich hier wohler fühlen würde. Dieses Haus dürfte ihr gefallen, so wie er sie einschätzte. Vieles war in einem älteren Stil, ähnlich wie das Anwesen der Phantomhives. Dennoch hatte er auch moderne Elemente wie Fahrstühle, Pools, Whirlpools, eine Sauna, ein Heimkino, eine luxuriöse private Küche, eine Gastroküche (für die Bewirtung von Gästen im Ballsaal) und weitere Kleinigkeiten eingebaut. Er musste zugeben, dass nicht alle technischen Errungenschaften der Menschen schlecht waren. Auch wenn ihm sonst der so moderne Stil nicht zusagen mochte. Auch für den Ballsaal waren sämtliche technische Geräte bereits vorhanden. Und angesichts dessen, wie er es gestern schon genossen hatte, Diana zu necken und zu reizen, hatte er noch ein paar Zimmer extra eingerichtet um mit ihr zu spielen. Er war sich sicher, dass sie es ebenso genießen würde, wie er.

Er hatte sich auch informiert, was der heutige Stil der Möbel war und eins war deutlich, es sagte ihm nicht zu. Das, was sich Möbelhäuser schimpfte, war nichts, was ansatzweise seinen Ansprüchen genügen würde. Von günstigen bis teuren Geschäften, nirgendwo war die Qualität so, wie er es sich wünschen würde. Er seufzte. Das würde bedeuten, er müsse es doch selbst machen. Nun musste er sich auch noch um die Möbel kümmern. Was für ein Ärgernis. Er wählte dunkle Möbel und behielt wie gewohnt einen sehr eleganten Stil bei. Alles war sehr edel und aus hochwertigsten Materialien.

Nun tippte er in einem großen, luxuriösen Büro seine Nachricht an Diana. Er hatte sich schnell alle notwendigen Informationen über sie geholt. Sie war selbstständig und er würde sie beauftragen. Er fragte, ob sie am nächsten Tag direkt einen Termin freihätte um einen Großauftrag über mehrere tausend Euro mit ihm zu besprechen. Er lud sie direkt in sein privates Büro ein und wusste, dass sie kommen würde. Offiziell würde Diana durch den Auftrag viel Zeit im Büro mit ihm verbringen, in Wahrheit jedoch, wüsste er diese Zeit viel besser zu füllen, als mit Arbeit. Er grinste. Das Geld war für sie ein guter Einstieg um ihre Probleme langsam aber sicher zu lösen und es würde nicht so wirken, als würde sie nur von ihm abhängig sein. Und schon bald würde es ihm möglich sein, offiziell als ihr Freund zu agieren. Aber auch bevor er offiziell ihr Freund war, würde er nicht die Finger von ihr lassen können.

Am nächsten Morgen erwachte Diana und kontrollierte wie immer zunächst ihre E-Mails. Bei ihren geschäftlichen Mails war eine Neue dabei, die sie sofort öffnete. Großauftrag, mehrere tausend Euro, persönlicher Termin erwünscht… und dann der Name: Sebastian Michaelis. Sie lächelte. Natürlich würde sie den Termin wahrnehmen. Sie stand auf, teilte ihrer Mutter mit, dass sie einen Auftrag hätte, zu dem sie persönlich hinmüsste und begann dann sich im Bad fertig zu machen. Als sie fertig war, ließ sie das Frühstück ausfallen und machte sich dann direkt auf den Weg zu der angegebenen Adresse. Sie brauchte zu Fuß etwa eine viertel Stunde, dann stand sie vor dem Tor, dass zu einem riesigen Anwesen führte. Sie schluckte. Das war beeindruckender und einschüchternder, als sie gedacht hätte. Zaghaft klingelte sie und das Tor öffnete automatisch. Diana lief den Weg entlang, bis sie vor der Haustür stand. Gerade als sie vor der Tür war, öffnete sich diese. „Guten Morgen, Diana. Wie gefällt dir mein Anwesen?“, begrüßte Sebastian sie schmunzelnd und amüsierte sich innerlich über ihr Staunen und ihre Verlegenheit. Sobald Dianas Blick auf Sebastian gefallen war, musste sie schlucken. Er war immer noch sehr gut gekleidet, wenn auch moderner. Ihr fiel es schwer, sich von seinem Anblick zu lösen. „Guten Morgen“, hauchte sie mit zittriger Stimme. Sie konnte immer noch nicht fassen, dass er Interesse an ihr hatte – und wenn es nur an ihrer Seele war. „Es gefällt mir sehr.“, fügte sie noch hinzu.
Sebastian fand es beinahe niedlich, wie überrascht sie von seinen Fähigkeiten war, obwohl sie diese doch so gut kannte. „Schön, dass es dir gefällt… Komm doch herein.“, bat er sie höflich. Mal sehen, wie der Tag heute werden würde.
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