Die Nacht, in der die Notre Dame brannte...

von Yumestar
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Frankreich
23.06.2019
23.06.2019
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„Bonjour, Notre Dame.“

Frankreich blieb vor der französischen Kathedrale stehen und betrachtete sie für einen kurzen Moment. Das gotische Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten stand wie ein strahlender Leuchtturm auf der kleinen Insel. Selbst aus der Ferne konnte man die kleinen, aber bedeutsamen Details des Weltkulturerbes erkennen. Die beiden Westtürme aus Naturgestein standen wie tapfere Soldaten vor dem Gebäude und beschützten dieses. Der schlanke, hölzernere Viererturm ragte wie eine magische Bohnenranke in den Himmel und zog jeden mit nur einem Blick in den Bann.
Auch Frankreich war von diesem Anblick fasziniert, obwohl er jeden Tag daran vorbeizog. Niemals würde er eine Gelegenheit missen, sie sich anzuschauen. Selbst wenn er für diese eine Gelegenheit fast zu spät zur Weltkonferenz in Amerika kam.

„Á bientôt, Notre Dame!“, sprach er zum Abschied, „Ich freue mich, dich später wiederzusehen.“
Die Notre Dame – ‚Unsere liebe Dame‘. Sie war Frankreichs große Liebe, seine Dame. Es schmerzte in seinem Herz schon ein bisschen, wenn er sie hinter sich lassen musste.
Gleichzeitig freute er sich darauf, wenn er sie bei seiner Rückkehr wieder in dieser strahlenden Schönheit erblicken konnte.

Die Nacht, in der die Notre Dame brannte


Frankreich warf einen Blick auf sein Smartphone. 17.58 Uhr. Ein flüchtiger kurzer Blick aufs heutige Datum. Es war Montag, der 15. April. Kopfschüttelnd wunderte er sich, warum Amerika ausgerechnet heute eine Weltkonferenz einberufen hatte.
Frankreich saß schon auf seinem üblichen Platz im Konferenzsaal und blickte sich gelangweilt um. An den Wänden hingen selbstgestalteten Plakate zum Klimaschutz, welche noch aus der letzten Konferenz waren. Irgendwo zwischen all den bunten Papieren hing ein Banner von „Friday for Future“, einer Protestbewegung von Jugendlichen, die für eine bessere Zukunft kämpften.
Frankreich lächelte müde. Auch in seinen Städten hatte es Protestbewegungen gegeben und er hatte mit Freude vom Eiffelturm aus zugesehen, wie sich Kinder und Jugendliche für eine bessere Welt einsetzten. Das Engagement der Jüngsten begeisterte ihn. Er stellte sich selbst noch einmal vor so jung zu sein.
Damals gab es all diese Probleme noch nicht, dachte er mit einem guten Seufzen, das ihn an vergangenen Jahrhunderten erinnerte.

„Ich heiße euch herzlich willkommen zur kurzfristig angekündigten Weltkonferenz!“ Amerika begrüßte die zahlreich erschienen Länder.
Einige Nationen huschten bei seiner Ansprache noch schnell auf ihre Plätze. Manche Länder fehlten gänzlich; ein paar Plätze am langen Konferenztisch blieben leer. Auch der Platz neben Frankreich, üblicherweise belegt von England, blieb eine ganze Zeit lang leer.
Deutschland ging die Anwesenheit durch und setzte Häkchen neben den Namen. Neben ihm saß Italien, der eigentlich Protokoll schreiben sollte, aber lieber den Stift auf seiner Nase balancierte. Deswegen übernahm Japan schließlich das Schreiben des Protokolls.
Die Konferenz begann wie jede gewöhnliche Konferenz. Amerika redete pausenlos darüber, wie sie die Welt retten könnten, wenn sie doch nur Superhelden hätten. Kurz schnitt er den Klimawandel an, den er für nichtig erklärte. Dann wurde eigentlich nur noch für eine halbe Stunde über die Produktion von Hamburgern geredet.
Manche fragten sich schon, wofür die Weltkonferenz eigentlich gut war.

Plötzlich sprang die Tür zum Konferenzsaal auf und das Gerede im Inneren verstummte.
„I’m sorry.“ England betrat beschämt den Raum. Obwohl ihm das Zuspätkommen peinlich war, blieb er kühl und nüchtern. Er beeilte sich zu seinem Platz und setzte sich dort hin.
„Ts, ts, ts, zu spät kommen geht ja wohl gar nicht“, merkte Frankreich abwertend an.
„Hey!“ England erhob sich sogleich wieder von seinem Platz und sah den Franzosen verärgert an, „Darf ich dich daran erinnern, dass du letztens viel zu spät kamst und ich das Plakat ganz alleine machen musste!?“
Frankreich lachte nur, „Was daran ist meine Schuld, wenn du niemanden findest, der mit dir zusammen arbeiten möchte?“
Der Brite verzog geknirscht das Gesicht. „Wenn du nicht gestreikt hättest!“
Er packte Frankreich am Kragen und zog ihn vom Stuhl hoch. „Warum kannst du nicht einfach mal Benehmen zeigen?“
„Im Gegensatz zu dir, der jeden mit Sarkasmus und Flüchen nervt, habe ich noch Anstand und Eleganz. Selbst beim Zuspätkommen schreite ich noch in den Raum als käme Gott persönlich vom Himmel herab!“
Alle Länder erinnerten sich an Frankreichs letzten Auftritt und schauderten.
Deutschland seufzte nur, Es war vor ein paar Minuten noch so ruhig hier gewesen.
Er sah nur zu wie sich die beiden verfeindeten Nationen lautstark stritten.

„Gott hat dich und dein stinkendes Land doch schon längst verlassen!“
„Bei dir hat er Geschmacksvernichter ins Essen gemischt!“, konterte der Franzose.
„Ah ja? Und bei dir kochen wohl Ratten das Ratatouille!“
„Und bei dir-“ Frankreich spürte eine unglaubliche Trockenheit im Mund und begann zu husten.
„Friss Staub, Froschbeinfresser!“ England lachte nur siegreich.
„Dieser Krieg ist noch nicht vorbei“, meinte der Franzose und hustete noch einmal.
Sein Hals fühlte sich plötzlich heiß und brennend an, als würden dort Wüstenbedingungen herrschen. Er fasste sich an die Kehle, als könnte er so den Schmerz, den er empfand, unterdrücken.
„Frankreich, England! Hört auf wieder 100 Jahre auszurasten und setzt euch hin!“, rief Deutschland ihnen zu, „Ihr stört die Konferenz.“

„Sorry.“
„Pardon.“
England und Frankreich setzten sich wieder zurück auf ihre Plätze und vermieden einander anzusehen. Sie wussten, dass nur ein einziger gehässiger Blick zu einer erneuten Auseinandersetzung führen würde.
Außerdem hatte Frankreich andere Sorgen im Moment. Er hatte zwar direkt danach ein Glas Wasser getrunken, doch das Brennen in seinem Hals ließ nicht nach. Es fühlte sich an, als stände seine ganze Kehle in Flammen; als hätte er etwas viel zu Scharfes gegessen oder sich verbrannt.
Ich werde doch jetzt nicht krank, oder?, fragte er sich und stöhnte innerlich, Nicht in so einem Moment.
Zu diesem Zeitpunkt wusste der Franzose noch nicht, dass hinter dem brennenden Gefühl in seinem Hals mehr als nur sein eigenes Wohl stand.

19 Uhr. Eine Stunde war seit Konferenzbeginn verstrichen und langsam waren einige der Länder vor Langeweile eingedöst. Jedoch wurden sie immer wieder von Frankreichs starken Husten aufgeweckt. Er entschuldigte sich immer wieder für den unerklärlichen Husten, der seit zwanzig Minuten anhaltend schlimmer wurde. Das brennende Gefühl in seinem Hals zog sich immer tiefer bis in seine Lunge. Seine Luftröhre schien eine Feuerdrüse geworden zu sein, die seine Bronchienbäume in Flammen aufgingen ließ. Wann immer er husten musste, zog sich ein schrecklicher Schmerz durch seine Lungen und es fühlte sich an, als stände sein Inneres in Flammen. Genauso fühlte er sich auch. Ihm war unglaublich heiß geworden als würde die erbarmungslos heiße Mittagssonne auf ihn scheinen. Im Konferenzsaal liefen die Klimaanlagen auf Hochtouren, doch er hatte das Gefühl, von den glühenden Deckenlampen verbrannt zu werden. Er seufzte tief, nachdem eine erneute Hustenattacke ihn wie ein Erdbeben durchschüttert hatte.

„Frankreich, bist du okay?“ Deutschland war der Erste, der sich um den Franzosen sorgte.
Doch auch andere Nationen sahen mit besorgten Gesichtsausdrücken zu dem französischen Land, welches wieder zu husten begonnen hatte. Ein ausdauernder, hartnäckiger Husten, der heftiger als ein einfacherer Erkältungshusten klang. Es schmerzte ihnen fast schon, dabei zuzuhören.
„S-Sicher.“ Dem Franzosen blieb nicht viel Zeit zum Sprechen zwischen dem anhaltenden Husten.
Alle Länder betrachteten Frankreich voller Sorge und selbst Amerika hörte auf zu sprechen. Stattdessen füllte er ein Glas mit Wasser und reichte es dem Franzosen. Dieser trank es hastig und verschluckte sich dabei fast.
Kühles Wasser floss von seinen Lippen sein Kinn runter und fiel dann als kleine Tropfen auf seinen Schoss herab. Er stellte das leere Glas auf dem Tisch ab und atmete durch. Für einen kurzen Moment blieb er vom Husten verschont.

„Ich denke, wir sollten die Konferenz kurz unterbrechen und uns um Frankreich kümmern“, schlug Russland mit einem Lächeln vor.
„Das sollten wir.“ Amerika nahm den Vorschlag mit einem Nicken an.
Dann ging er zurück zu seinem Platz, nahm von dort sein Handy und setzte sich hin.
„I-Ich bin okay.“ Frankreich lächelte verlegen. Er mochte es nicht wie sich die anderen Länder um etwas Husten sorgten.
„Lasst mich mal sehen, aru!“ China rannte zu Frankreich hin. In der Hand trug er eine Arzttasche.
„I-Ihr übertreibt!“ Der Franzose lachte verlegen. Sein Lachen wurde kurzerhand zu einer Hustenattacke, die seine Lungen stärker brennen ließ. Vor Schmerz verzog er das Gesicht. Sein ganzer Körper zitterte, während er hustete.
Dennoch lächelte er danach tapfer, damit sich die anderen Länder keine Sorgen um ihn machen würden.

„Atme tief ein und aus!“ China hielt ein Stethoskop an Frankreichs Rücken.
„Mir geht es wirklich gu-“ Frankreich brach erneut in eine fürchterliche Hustenattacke, die das Gesicht des Chinesen vor Sorge blass werden ließ.
„Das klingt nicht gut.“ Er steckte das Stethoskop wieder in die Tasche zurück und legte dann eine Hand auf die Stirn des Franzosen, „Und Fieber hast du auch, aru!“
Frankreich seufzte nur und stützte den Kopf in die Hände. „Das geht sicher vorüber.“
Er hustete wieder und das Lächeln in seinem Gesicht verschwand. Er fühlte sich eigentlich nicht so gut, wenn er so darüber nachdachte.
„Da bin ich mir nicht so sicher, aru.“ China wirkte recht besorgt und legte seine Hand an Frankreichs Nacken. Dieser war ebenfalls sehr heiß. „Du bist komplett überhitzt.“
„Liegt sicher am Klimawandel“, kommentierte Österreich.
„Wie steht es um ihn, China?“, wollte Deutschland beunruhigt wissen.
„Ich weiß nicht.“ Der Chinese biss sich nachdenklich auf die Unterlippe. „Es sieht nicht nach einer einfachen Erkältung aus.“

„I-Ich bin okay, wirklich.“ Frankreich schaffte es, müde zu lächeln. „Sicher nur zu wenig getrunken oder so.“
Sein Lächeln schwand, als er stark husten musste.
„France, es ist okay, wenn man sich auch nicht ganz so gut fühlt“, rief Amerika vom Tischende, „Du kannst dich ruhig von allen versorgen lassen. Ich bin dir auch nicht böse, wenn du alle Aufmerksamkeit beko-“
Plötzlich verstummte der Amerikaner und Überraschung stand auf seinem Gesicht geschrieben. Mit einem skeptischen, ernsten Blick, den man nur selten bei ihm sah, las er sich etwas auf seinem Handy durch. Je mehr Sekunden verstrichen, desto ernster wurde sein Gesicht. Bald war es so streng, dass er mit Deutschland hätte Konkurrenz aufnehmen können.
„America, was ist los?“, fragte England und ging zu ihm. Er schaute über dessen Schulter auf das Handy und auch er verstummte mit einem Mal. Er wollte am liebsten ‚Was!?‘ schreien, doch die Worte blieben ihm im Hals stecken. Er schluckte sie nur runter. Dann blieb er ungläubig. Er wollte nicht glauben, was er da las.

„Leute, klärt uns mal auf“, bat Deutschland, der die beiden englischsprachigen Länder streng musterte, „Was ist los?“
„Schalte mal Live ein!“, rief Amerika nur zu England, der zur Fernbedienung griff.
Im Konferenzsaal besaßen sie natürlich auch einen großen Fernseher, um Live-Ereignisse verfolgen zu können. Als England den großen Fernseher jedoch anschaltete und den Channel wählte, den Amerika ihn nannte, blieb allen der Atem weg.
Im Saal war es mucksmäuschenstill und alle Länder starrten gebannt auf den großen Monitor als wäre dort das Weltende eingeblendet.
„Oh scheiße…“, murmelte Deutschland nur. Ansonsten blieb es still.
Er schaute zu Frankreich, der so mit Husten beschäftigt war, dass er es noch nicht gesehen hatte.
Als er sich jedoch vom Husten beruhigt hatte, schaute er auf und sah etwas, das sein Herz zum Stillstand brachte.
Seine Notre Dame war gehüllt in züngelnden Flammen, die sich um das prächtige Gebäude windeten. Schwarze Wolken lagen über das Weltkulturerbe und ließen den Himmel über Paris trist wirken. Der Rauch färbte den Horizont grau wie das Gemälde einer trostlosen Nacht.

Für einen Moment wollte Frankreich glauben, dass dies nur einer von Amerikas Horrofilmen war. Innerlich lachte er darüber, dass er auf diesen billigen Trick reingefallen war. Seine Notre Dame würde doch nie im Leben brennen!
Als er jedoch in die entgeisterten Gesichter der anderen Nationen blickte, realisierte er erst, dass es echt war. Das Feuer war Wirklichkeit. Was sich dort im Fernsehen abspielte, war eine Live-Übertragung, kein Hollywood-Film.
Je mehr Zeit verging, desto mehr realisierte er, was da vor sich ging. Er bemerkte, was in seinem Land geschah. Gleichzeitig setzten die Schmerzen ein. Er spürte, wie das Feuer über seine Haut raste und diese verbrannte. Er fühlte wie er langsam innerlich zerbröselte wie die Eichenbalken, die im Feuer verbrannten. Er spürte wie die Hitze immer schlimmer wurde. Sie stieg ihm zu Kopf und er fühlte sich schwindelig. Ihm wurde schlecht und er presste seine zitternden Hände gegen den Mund, damit er nicht gleich brechen würde. Selbst seine Lippen begannen zu zittern und er hustete unbeholfen. Das Feuer in ihm war genauso heftig wie das Feuer in der Notre Dame.
Trotz allem wollte er einfach nicht wahrhaben, dass gerade ein wichtiger Teil von ihm brannte.

„France.“ Amerikas Augen leuchteten vor Mitleid. Sein Blick wirkte trübselig. Ohne ein weiteres Wort ging er zu Frankreich und schloss ihn in die Arme.
Frankreich konnte es immer noch nicht wahrhaben. Er konnte nicht glauben, was er dort sah. Er schaute geschockt weg. Gleichzeitig konnte er seinen Blick nicht davon abwenden, denn er wollte es sehen. Selbst wenn dabei ein gerader Pfeil durch sein Herz gestochen wurde. Es war wie Magie, dass er von so etwas Schrecklichen, Herzzerreißendem nicht weggucken konnte. Dabei ertrug er den Anblick nicht.
Eine einzelne Träne kullerte seine Wange runter. Er hustete wieder, doch kümmerte ihn das gerade am wenigsten.

„Frankreich.“ China legte mitleidig eine Hand auf Frankreichs Schulter, „Das ist wirklich schrecklich. Das tut mir so leid.“
„Oh ja, das Feuer sieht wirklich schrecklich aus“, meinte auch Italien voller Sorge. Dann versuchte er aber zu lächeln, „Doch bestimmt kriegt die Feuerwehr es bald gelöscht!“
„Genau.“ Deutschland ergriff Frankreichs Hand und hielt sie fest, „Es wird bald vorbei sein. Du wirst es sehen.“
Frankreich nickte nur und ließ sich von den Worten seiner Freunde beruhigen. Etwas ruhiger schaute er dem Feuer zu wie es sich durch das Dach fraß. Die Flammen sahen aus wie Dämonen, die die Notre Dame jagten. Sie peitschten wie Sklaventreiber auf das Holz ein und zerbröckelten es. Dann schlugen die Flammen höher als wollten sie auch den Himmel in Brand setzen.
Deutschland hielt noch immer Frankreichs Hand, um ihn zu beruhigen. Alle Länder schauten dem Feuer zu und fürchteten es. Vor allem die europäischen Länder fühlten einen leichten Schmerz; schließlich gehörte die Notre Dame auch zu Europa. Doch am meisten sorgten sie sich um Frankreich, der zwar mit ruhigen Blick zuschaute, aber aussah, als würde er jeden Moment einen Nervenzusammenbruch erleiden. Seine Wangen glühten rot und auch seine Augen waren leicht gerötet. Die einzelne Träne war getrocknet, ließ ihre Spur aber im Licht glitzern. Am Rande seiner Augen bildeten sich neue Tränen, welche aber zu beschämt waren, um zu fließen. Deswegen glitzerten sie nur wie wunderschöne Perlen.

19:50 Uhr. Die Zeit schien langsamer voranzuziehen. Schleppend. Es schien, als wäre sie gänzlich stehen geblieben. Auch nach all dieser vergangenen Zeit war das Feuer noch nicht gelöscht und Frankreichs Hände zitterten immer mehr. Deutschland streichelte beruhigend über diese zitternde Hand, doch konnte er den Franzosen nicht beruhigen. Selbst er verspürte Trauer über die Notre Dame. Deswegen konnte er verstehen, dass Frankreich aufgelöst war. Er war es auch.
In der ganzen Zeit schien sich nichts getan zu haben, außer, dass das Feuer sich ausgebreitet hatte. Der Dachstuhl brannte lichterloh und die Flammen leuchteten in der sich ausbreitenden Dunkelheit. Der Himmel sah aus wie ein schwarzes Meer aus Flammen, die Wellen schlugen.
Frankreich fühlte sich immer schwindeliger. Sein Kopf schmerzte vom Zusehen. Dennoch konnte er keine Sekunde lang wegsehen. Selbst wenn er husten musste, blieb sein Blick auf den Flammen stehen. Er wollte die Notre Dame für keine Sekunde aus den Augen lassen.

Plötzlich geschah etwas Grausames, was alle Nationen erschütterte. Sie hielten die Luft an als der Vierungsturm einstürzte und einen Teil des Gewölbes zerstörte. Der höchste Gebäudeteil wurde auf grässlichster Weise von den Flammen verschluckt und für immer vernichtet.
Frankreich stand so schnell auf, dass sie nicht gucken konnten. Sein ganzer Körper zitterte stark als stände er unter Strom. Er stürzte sich an der Tischplatte ab, da ihm so schwindelig war und sein Kopf unaufhörlich dröhnte. Dennoch hielt er sich auf den Beinen und starrte fast schon traumatisiert den sich wiederholenden Turmsturz an. Die englischen Worte der Reporterin kamen schon nicht mehr bei ihm an. Er verstand sie nicht. Sie klangen wie weit entfernt. Das Bild der brennenden Notre Dame verschwamm vor seinen Augen. Ein Tränenschleier lag in seinem Sichtfeld.
„Notre Dame…“ Er sprach die Worte bedeutungsvoll, aber leise aus. Er streckte verzweifelt seine Hand nach ihr aus. Ein verzweifeltes Lächeln formte sich auf seinen Lippen und zerbrach, als er zu Husten begann. Dieses Mal war der Husten noch heftiger und schmerzte in seiner Brust wie tausend Pfeilschüsse. Benommen hielt er sich die Brust und keuchte schwer. Er bekam kaum genügend Luft. Seine Atmung war panisch und hektisch; überschlug sich und klang wie Stolperschritte.

„Hey, ganz ruhig, France.“ Amerika hielt ihn fest und rieb beruhigend über den Rücken des Franzosen, „Kein Grund zum Hyperventilieren.“
„Ein Teil von ihm brennt gerade.“ Englands Blick war kühl, als er zu seinem alten Erzfeind schritt. Auch er legte beruhigend eine Hand auf Frankreichs Rücken, selbst wenn es ihm schmerzte. Denn auch er mochte die Notre Dame und konnte nicht ertragen, sie brennen zu sehen. Vor allen Dingen konnte er nicht ertragen, Frankreich so zerstört zu sehen. Der Franzose hatte immer großen Nationalstolz gehabt. Er war immer für sein Land da gewesen und hatte sich um alles dort gekümmert. Auch um die Notre Dame. Er hatte sie sogar restaurieren lassen. So viel bedeutete sie ihm.

Frankreich hielt den Schmerz in seinem Inneren nicht mehr aus. Er spürte die Trauer seiner Menschen. Sie weinten bitterlich wegen dem brennenden Gebäude. In schier unendlich großen Massen standen sie um das Gebäude, zündeten Kerzen an, beteten. Er wäre so gerne bei ihnen. Er wollte zu ihnen hingehen. Sie trösten. Sie beruhigen.
Doch er konnte ja nicht einmal sich selbst beruhigen.
Seine Kräfte verließen ihn und er stürzte zu Boden. Amerika und China konnten ihn nicht mehr halten und ließen ihn zu Boden sinken. Frankreich ließ seine Hände ins Gesicht fallen und verschleierte die Tränen, die aus seinen Augen fielen. Es waren die Tränen seiner Menschen, die Tränen der Notre Dame. So viele Tränen quellten aus seinen Augen, sodass im Nu seine Hände nass waren. Er schluchzte in tiefem Betrübnis und weinte so sehr wie er es noch nie getan hatte. All diese Trauer, all diese Ängste, all diese zerstörten Hoffnungen. Sie umschlungen und zerfetzten ihn wie das Feuer das Gebäude. Die Hitze schlug um ihn wie eine Peitsche, die nur dazu geschaffen war ihn zu quälen. Er fühlte sich wie an den Pranger gebunden. Unter ihm loderte das Höllenfeuer. Sein Kopf war gesenkt. Sein Gesicht in den Händen. Die flammenden Fesseln um seine Hände und Füße gebunden.
Die Tränen fielen wie Regentropfen auf seine blaue Kleidung. Sie fielen auf den Boden. Sie flossen seinen Arm runter und machten seine Ärmel nass. Doch das war ihm egal. Auch war es ihm egal, wie erbärmlich er gerade aussah. Sein Aussehen, um das er sich eigentlich immer sorgte, spielte in diesem bedeutsamen Moment keine Rolle mehr. Er war am Boden zerstört. Er war verletzt. Zutiefst verletzt. So unendlich verwundet durch das Feuer, das nicht nur in der Notre Dame, sondern auch in seiner Seele brannte. Ein unaufhaltsames Feuer, welches immer mehr die Kontrolle über ihn gewann. Er war bestürzt. Gefangen. Hoffnungslos. Noch nie war er so traurig und zerstört wie jetzt gewesen.

Auch die anderen Länder erhoben sich von ihren Plätzen. Deutschland rannte sofort zu dem Franzosen hin und legte tröstend einen Arm um ihn. Italien stand daneben und weinte mit. Österreich spielte eine beruhigende Melodie auf seiner mitgebrachten Geige. Amerika rieb Frankreich beruhigend über den Rücken und China streichelte dessen Schulter. Sie waren alle da, um Frankreich zu trösten.
England blieb abseits stehen. Er beobachtete die brennende Notre Dame für eine Weile. Dann schaute er zurück auf Frankreich, der noch immer bestürzt weinte. Es tat England im Herzen weh, ihn so zu sehen. So verletzt, so traurig, so todbetrübt. Er dachte daran, dass Frankreich immer fröhlich war; dass er immer lächelte. Selbst ihn den kühlsten Situationen war er lustig gewesen. Wenn jemand in Not war, war Frankreich der Erste, der half. Auch für all die Menschen, denen es nicht gut ging, zeigte Frankreich ein Herz. Sein Herz war vielleicht das Größte von allen. Jeder hatte Platz darin.
England ging auf den Franzosen zu und umarmte ihn von hinten. Seinen Kopf legte er beschützend auf Frankreichs Rücken, um zu zeigen, dass er für ihn da war. Er konnte Frankreichs stolpernde, schwerfällige Atmung hören. Jeder Atemzug klang, als würden seine Rippen schmerzvoll aneinander reiben. Er hörte, wie schwer es dem Franzosen fiel, richtig zu atmen oder zu husten. Der Husten erstickte an seinen Tränen, wollte unbeholfen raus, aber verfing sich auf den Weg nach draußen und ließ seine Atmung rasseln.
England hob seinen Kopf an und legte stattdessen seine Hand auf Frankreichs Rücken. In seinen Augen standen ebenfalls Tränen, welche er verbittert zurückhielt. Er wollte nicht, dass die anderen Nationen ihn weinen sahen. Als er sich jedoch umblickte, sah er auch, dass in den Augen vieler europäischer Länder Tränen standen. Selbst im Augenwinkel von Deutschland glitzerten Tränen. Dabei weinte Deutschland so gut wie nie.

„France“, flüsterte England leise und nahm seine Hand runter. Dann wischte er sich die Tränen aus den Augen und schniefte, „Es tut mir leid, dass ich immer so gemeine Sachen über die Notre Dame gesagt habe.“
Jedoch hörte Frankreich diese Worte nicht. Hätte er sie gehört, hätte er sich vermutlich an diese Zeiten zurückerinnert und noch mehr geweint. England hatte sich damals oft über die Notre Dame lustig gemacht. Jetzt bereute er die fiesen Worte zutiefst. Doch was geschehen war, konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden. Er konnte nur noch Reue fühlen und zog Frankreich in eine reuevolle Umarmung.
Frankreich tat an sich nichts mehr. Irgendwann hatte er zu weinen aufgehört und war still geworden. Tränen flossen unwillkürlich seinen Wangen runter, da er die Kontrolle über diese verloren hatte. Mit einem ruhigen, fast schon ausdrucklos apathischen Blick starrte er auf den Fernseher und schaute dem Feuer zu. Sein Kopf war wie leer gefegt und er dachte an nichts. Sein Inneres war so dunkel wie der Nachthimmel. In seinem Inneren brannte das Feuer genau wie an diesem Horizont. Es schmerzte tief, doch selbst diesem Schmerz gegenüber war er taub geworden. Er fühlte nichts. Überhaupt gar nichts.
Sein Kopf versuchte ihn nur vor den gefährlichen Emotionen zu schützen. Seine Gefühle waren zu unkontrolliert. Ungezügelt wie das Feuer in der Notre Dame. Man konnte das Feuer in ihm gerade nicht löschen. Man könnte es allerhöchstens versuchen, zu begrenzen.

„Wir sollten vielleicht den Fernseher ausmachen“, schlug Liechtenstein vor.
Deutschland nickte und griff zur Fernbedienung, doch Japan hielt seine Hand fest.
„Glaub mir, das Schlimmste ist, wenn man nicht weiß, wie die Lage im Land gerade aussieht“, sagte der Japaner kühl.
In seinen Augen spiegelten sich die Erinnerungen an den elften März 2011. Damals hatte er voller Schmerz zugesehen, wie das Erdbeben und der Tsunami sein Land vernichtet hatten. Dann kam die nukleare Katastrophe und er war zu starr zum Handeln geworden. Dennoch fühlte er eine gewisse Ruhe, während er die Nachrichten dazu geschaut hatte. Es hatte ihm das Gefühl gegeben, ein Stück Kontrolle über die Lage zu gewinnen.
Unwissenheit war der beste Freund der Angst. Unwissenheit konnte einem die Kehle zuschnüren und den Atem rauben.
Selbst wenn es den Nationen schmerzte, wollten sie Frankreich nicht unwissend sein lassen.
Deutschland senkte die Hand und legte die Fernbedienung auf den Tisch.
„Ist gut. Ich habe verstanden.“

„Was machen wir jetzt mit France?“, fragte Amerika, „Er ist voll apathisch!“
Er stupste den Franzosen an, doch dieser zuckte nicht einmal. Es wäre lustig gewesen, weiter zu stupsen, wenn die Lage nicht so verdammt traurig gewesen wäre. Deswegen ließ Amerika es sein.
„Wir sollten aufpassen, dass er ruhig bleibt“, meinte Österreich, „Wenn die Situation eskaliert, ist niemanden geholfen.“
„Ja, genau.“ Ungarn nickte voller Sorge, „Wenn Frankreich nicht ruhig bleibt, dann…“
Sie wollte es sich gar nicht einmal ausmalen, was dann geschehen würde.
England seufzte nur. Er wusste genau, wie schlimm es war, wenn Frankreich ausrastete. Wütend war er schon unerträglich, aber wenn er verzweifelt war, wurde es zehnfach schlimmer. Vor allem wenn es um den Schutz anderer ging, konnte Frankreich aufbrausend sein. Sein Beschützerinstinkt konnte ihn wahnsinnig werden lassen.
England wusste das nur zu gut. Schließlich bekam er die Wut meistens ab.

„Notre Dame…“ Frankreichs Wimmern zog alle Aufmerksamkeit auf sich.
Seine Stimme klang erbärmlich und brechend. Man hörte, wie gebrochen er innerlich war.
„Ah, das Fieber wird schlimmer, aru!“, rief China besorgt und nahm seine Hand von der brennend heißen Stirn des Franzosen. Sie war noch heißer gewesen als beim letzten Fühlen.
„So traurig… Die Menschen…“ Frankreich redete weiter fiebrig vor sich hin, „Das Feuer… Die Angst… Unruhe.“
Er hustete unbeholfen. Das Fieber trübte sein Bewusstsein. Seine Wahrnehmung. „So heiß…“
Er fühlte sich in der Hitze des Feuers gefangen. Er schien selbst zu brennen. Seine Seele brannte. Sein Kopf glühte. Sein Körper stand in Flammen. Er wimmerte vor Hitze.
„Hier.“ Ungarn reichte den Ländern nahe Frankreichs einen kalten Umschlag.
„Arigato.“ Japan nahm diesen an und hielt ihn an Frankreichs Stirn, „Wir sollten es gleich aber lieber mit einem Kühlpflaster probieren.“
„Hauptsache wir kriegen erstmal das Fieber runter“, meinte China und seufzte, „Sonst verbrennt uns Frankreich noch.“
„Wie steht es um die Notre Dame?“, erkundigte sich Deutschland, der seinen Blick nicht von Frankreich nehmen wollte.
„Brennt immer noch“, informierte England. Sein Gesicht war ernst. „Aber die Türme brennen nicht.“
„Das ist gut.“ Deutschland strich Frankreich ein paar wirbelnde Haarsträhnen von den Schultern, „Vielleicht kann man das Gebäude noch retten.“
„Und Frankreich wird es auch schaffen“, meinte Japan mit entschlossen ernsten Gesicht.
„Hoffen wir es…“ Der Deutsche schaute den Fiebernden besorgt an.

Plötzlich zuckte Frankreich zusammen und die Länder waren erschrocken.
„Was hat er?“, wollte Amerika besorgt wissen.
„Es könnte ein Fieberkrampf sein.“ China huschte alarmiert an Frankreichs Seite, „So hoch wie sein Fieber gerade ist.“
„Verdammtes Fieber“, murmelte England nur unter seiner angespannten Atmung.
„Bleibt lieber etwas weg von ihm“, wies China an und die Länder nahmen Abstand.
Frankreich zitterte stark und wirkte elektrisiert. Seine Adern pulsierten, seine Lungen brannten. Durch seinen Kopf schrillten die Feuerwehrsirenen. Durch seinen leeren Kopf schossen plötzlich Gedanken, die wie ein Pfeilregen auf ihn niederprasselten. Beängstigende, schreckliche Gedanken, die sein Herz rasend machten und seine Atmung beschleunigten. Sein Puls stieg höher. Seine Adern pochten als würden sie jeden Moment platzen. Das Adrenalin schoss ungehalten durch seinen Körper wie eine berauschende Droge.
Er versuchte aufzustehen, selbst wenn er nicht die Kraft dazu hatte. Selbst wenn sein Körper taub vor Schmerzen war, versuchte er alles um aufzustehen. Das Adrenalin machte es ihm möglich.

Die Länder schauten in Schock zu, wie Frankreich sich wie ein kaputter Roboter aufrichtete. Manche Nationen waren vor Sorge und Angst paralysiert, andere reagierten schnell.
China hielt Frankreich fest, genauso tat es Deutschland.
„Frankreich, setz dich bitte wieder“, bat Japan leise, doch seine Stimme wurde kaum gehört.
„Notre Dame.“ Frankreichs Stimme war zuerst leise, fast unhörbar. Dann wurde sie jedoch mit einem Mal so laut, dass die Länder zusammenzuckten, „Notre Dame!! Je te sauve! Ich rette dich!“
Deutschland spürte einen elektrisierenden Schlag durch seinen Körper. Den Franzosen so verzweifelt schreien zu hören, war grausam. Es schmerzte in seinen Ohren und das Schreien hörte nicht auf.
„Ich werde nicht zulassen, dass du verbrennst! Du bist meine Dame! Meine Liebe! Je t’aime! Ich liebe dich!“
Tränen fielen seinem Gesicht herunter. Er atmete hektisch, da ihm durch das Schreien die Luft wegblieb. Seine Schreie waren von Tränen erstickt. Dann schrie er schließlich, weil der Schmerz in seinem Herz unaushaltbar war. Es waren ohrenbetäubende Schreie, die einem direkt ins Herz stachen.

Alle Nationen spürten die Trauer, die in Frankreichs Schreien steckten. Sie waren zutiefst berührt von dem Schmerz, den er empfand. Wann immer ein Schrei durch ihre Ohren fuhr, waren sie zu verletzt, um etwas zu tun. Sie waren paralysiert und starr vor Schrecken. Es war so furchtbar zu sehen wie Frankreich unter dem Feuer litt. Sie spürten seine Angst. Sie fühlten mit ihm. Sie konnten aber nichts tun.
„Frankreich, beruhige dich.“ Deutschland hielt Frankreich an der Schulter fest. Seine Stimme war zittrig, nicht so stark wie sie sonst gewesen war. Es brauchte viel, um den Deutschen außer Ruhe zu bringen. Frankreichs Schreie hatten ihn zutiefst berührt und auch seinem Herz einen Stich verpasst.
„Ich muss zu ihr!!“, schrie Frankreich verzweifelt mit Tränen in den Augen, die ungehalten hinabflossen, „Ich muss die Menschen beruhigen! Ich muss das Feuer löschen. Die Türme dürfen nicht auch noch brennen!!“
„Ich bin mir sicher, die Feuerwehrleute tun alles, um das Gebäude zu retten“, sprach Japan tröstend und strich beruhigend über den Arm des Franzosen.
„Non!!“ Frankreich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch, wenn er nicht gerade schon einen hatte, „Mein Land braucht mich! Die Menschen brauchen mich… Die Notre Dame braucht mi-“ Der Husten übernahm die Kontrolle und ließ ihn nach vorne taumeln.
Amerika konnte ihn gerade noch rechtzeitig festhalten. „France, du kannst gerade sowieso nichts für die Menschen tun.“
„Es ist erstmal wichtig, dass du zur Ruhe kommst, Frankreich.“ Deutschland streichelte Frankreich beruhigend.
„Aber…“ Frankreich wollte protestieren, doch sein Körper gab nach. Das Adrenalin war aufgebraucht und er hatte nicht mehr die Kraft, sich auf den Beinen zu halten.
„Kein aber. Jetzt müssen wir uns erstmal um dich kümmern“, sprach nun auch Italien, der sich Tränen aus den Augen wischte, „Dir muss es besser gehen!“
Frankreich schwieg. Auch, weil er nicht mehr die Kraft hatte, zu protestieren. Stattdessen ließ er sich von den helfenden Ländern zu einem Stuhl bringen, auf welchen er sich setzen konnte. Sein ganzer Körper zitterte vor Schwäche und er war dankbar, endlich sitzen zu können. Seine Glieder schmerzten. Sein Kopf fühlte sich so schwer an, dass er Probleme hatte, ihn gerade zu halten. Er hatte das Gefühl jeden Moment einzubrechen.

„France.“ Die britische Stimme erkannte er gerade noch. „Ruh dich aus. Wir sind alle für dich da.“
England nahm Frankreichs glühend heißen Kopf und ließ ihn an sich lehnen. Beruhigend streichelte er ihn über den Kopf, was den Franzosen etwas entspannte.
„Sì!“ Italien nahm die Hand des Franzosen und hielt diese beruhigend, „Wir werden dich alle unterstützen.“
Deutschland stellte sich daneben und legte eine Hand auf Frankreichs Schulter, „Im Herzen sind wir alle bei der brennenden Notre Dame.“
„Merci.“ Frankreich schloss kurz die Augen und atmete durch.
Vielleicht war doch alles gar nicht so schlimm, wie es schien.
Seine Freunde waren bei ihm und kümmerten sich um ihn.
Jedoch konnte er noch nicht beruhigt aufatmend. Nicht so lange die Notre Dame noch brannte.

Fortsetzung folgt…
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