Tägliches Training mit Folgen

OneshotAllgemein / P18 Slash
Enki Gokuu Samon Gokuu Sugoroku Hajime
23.06.2019
23.06.2019
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"Die exakte Lage dieses Ortes darf ich nicht enthüllen. Denn diese Information unterliegt der höchsten staatlichen Geheimhaltungsstufe. Strafanstalt Nanba. Ein ausbruchssicheres Gefängnis auf einer einsamen Insel im Meer. Auf dem neusten Stand der Technik, besetzt mit aus der ganzen Welt handverlesenen Wärter, ist es das größte Sicherheits-Netzwerk Japans, auf weltweit unübertroffenem Niveau. Selbst Alcatraz war im Vergleich dazu wie ein schweizer Käse, voller Schlupflöcher. Niemals wird die Öffentlichkeit ganz über diesen Ort unterrichtet werden. Denn das hier ist die Strafanstalt Nanba. Niemand ist jemals aus diesem Gefängnis ausgebrochen."

Die vergangene Nacht war noch recht frisch in den Erinnerungen des jungen Gokuu. Als er die Liste weggeräumt hatte, war ihm aufgefallen, dass dabei noch ein Zettel war. Ohne ihn zu lesen hatte er ihn eingesteckt, damit er noch rechtzeitig zu den Trainingseinheiten kam. Es war immerhin mehr passiert als nur der, ausgesprochen gute, Sex mit seinem großen Bruder. Qi hatte Upas geliebten Kaktus beschädigt. Absichtlich oder unbeabsichtigt, Upa war sehr sauer gewesen. Da die meisten schon geschlafen hatten, hat Samon vorgeschlagen es heute in einer Trainingseinheit zu klären. Upa war einverstanden gewesen, Qi hatte nicht reagiert. Nicht wirklich zumindest. Er war so blass wie Upa geworden und ist dann umgekippt.

Der Chefwärter kam bei Zelle 8 an und schloss sie auf. Upa und Liang waren bereit und freuten sich schon. Qi schlotterten eher die Knie. Gnadenlos schliff Upa den Apotheker mühelos mit. Schnell kamen sie bei der Fläche an, wo sie regelmäßig zusammen trainierten. Alle wärmten sich auf und begannen dann mit zwei 1 vs 1 Kämpfe. Upa vs Qi und Liang vs Samon. Wer bei Upa und Qi gewann, muss wohl nicht gesagt werden, oder? Upa machte Qi gnadenlos fertig, ohne sein Chi zu verwenden. Da war er wohl noch gnädig mit ihm. Samons Kampf zog sich eher in die Länge. Liang wurde immer besser und entwickelte immer wieder neue Techniken nachdem er die vorherige perfektioniert hatte und diese nicht viel bei Samon ausrichteten.

Heute hatte sich auch Yamato Godai, Vizechefwärter von Trakt 13 angekündigt. Er wollte mit einem der Insassen zum Training kommen. Allerdings würde es noch etwas dauern, bis zur angekündigten Zeit. Gerade wehrte er einen Tritt von oben ab, den Liang auf ihn gestartet hatte. "Cooool!" kam es auf einmal vom Feldrand. Dort war bereits der Insasse aus dem anderen Trakt, Nummer 69, Rock, wenn er sich richtig erinnerte. Begleitet wurde er allerdings nicht von Yamato sondern von Hajime Sugoroku, dem Chefwärter von Trakt 13 und sowas wie sein Erzfeind und Rivale. Soviel zum Thema 'Es dauert noch bis zur angekündigten Zeit'! "Oi, Gorilla! Was machst du denn hier?!" rief Samon dem eher unerwünschten Gast zu. Dieser wirkte auch mehr als nur genervt.

Er unterbrach die Kampfeinheit mit Liang und beide gingen auf die Neuankömmling zu. Dieser Rock war von Liangs Kampfstil so begeistert, dass die zwei jetzt weiter trainierten. "Klappe, Affe!" zischte der Glatzkopf zurück. "Ich wäre auch lieber nicht hier! Yamato liegt auf der Krankenstation und Seitarou konnte ich auch nicht hier her schicken....." grummelte er. Beide warfen sich Blitze geladenene Blicke zu. Ohne weitere Worte fingen die beiden Chefwärter an zu kämpfen. Für andere und offiziell würde es wohl als eine Trainingseinheit abgestempelt werden, aber in Wirklichkeit war es beiden sehr ernst. Bis jetzt konnte der grünäugige seinen schmerzenden Hintern gut verbergen, Liang war aber auch kein wirklicher Gegner für ihn gewesen. Hajime dagegen war ein ganz anderes Kaliber.

Seine Schläge waren knallhart, aber auch Samon konnte ein paar Treffer mit seinem Stab landen. Mit der Zeit machten alle trainierenden Platz, damit keiner zwischen die Fronten kam. Inori, der faule Vize von Trakt 5, arbeitete tatsächlich mal und schickte alle in Zelle 8, solange der Kampf in vollem Gange war. Samon biss die Zähne zusammen. Sein Hintern tat immer mehr weh und die Treffer, die vermehrt in dessen Nähe landeten, machten es nicht besser. Der nächste Treffer traf den Gokuu bei seinem Affenschwanz. Es knackte laut hörbar und ein stechender Schmerz jagte ihm durch die Wirbelsäule. Mit einem Aufschrei landete er auf dem Boden. Seine untere Hälfte ließ sich kaum noch bewegen, immer wieder jagte ihm ein beißender Schmerz durch den Körper.

Samon konnte sich nicht mehr alleine aufrichten, ohne mit einem schmerzenslaut wieder zusammen zu klappen. Trotzdessen versuchte er sich jede Schwäche zu verkneifen. Gerade vor Hajime wollte er sich keine Blöße geben. Seinen Stab als Stütze missbrauchend humpelte er mit zusammen gebissenen Zähnen zu seinem Büro. Jeder normale Mensch wäre jetzt zur Krankenstation gegangen, aber Samon nicht. Er mied sowas lieber, aus persönlichen Gründen. Dass Hajime die ganze Zeit mit ihm redete oder gar den Zettel fand, blendete er vollkommen aus.

Als Hajime den Zettel auffaltete und ihn durchlas, kam er zu mehreren Schlüssen. Die Schrift kannte er, da musste er auch nicht unterschrieben sein. Sie war vom ehemaligen Chefwärter dieses Traktes, Enki Gokuu. Der Inhalt ließ darauf schließen, dass die beiden was miteinander hatten, oder sogar aktuell was haben. Und da Samon den Zettel noch bei sich hatte, vermutete er, dass es erst vor kurzem war. Auch hatte er bemerkt, dass sein Gegenüber zur Zeit sehr empfindlich an einer ganz bestimmten Stelle war. Die nächste Erkenntnis traf ihn selbst fast wie einen seiner Schläge, gnadenlos und schmerzhaft! Er hatte auf Samons Hintern geachtet, war eifersüchtig weil es so schien, dass Samon was mit jemand anderen hatte und jedesmal genoss er ihre Auseinandersetzungen in vollen Zügen.

Er war verliebt. Verliebt in Samon Gokuu. Er, Hajime Sugoroku, hatte sich in seinen Erzfeind/Rivalen, Samon Gokuu, verliebt. Und es störte ihn. Und zwar gewaltig! Aus früheren Erfahrungen wusste der Sugoroku, dass Samon defintiv NICHT auf der Krankenstation anzutreffen war. Allerdings wollte Hajime Antworten. Und die würde er sich holen. Notfalls eben auch mit Gewalt! Er zündete sich eine Zigarette an und versuchte sich etwas zu beruhigen. Das Brennen, was der Nikotin in seiner Lunge verursachte, tat gut, trotz der Gesundheitsgefahr. Der Zettel hatte sowieso schon genug knicke erlitten, also stopfte er ihn in seine Tasche. Nachdem er fertig war, trat er die Zigarette aus und machte sich auf dem Weg zu dem Büro von Trakt 5. Nicht bemerkend, dass ein gewisser Vizechefwärter alles beobachtet hatte.

Samon fluchte auf chinesisch, so stark waren die Schmerzen, während er zu seinem Büro humpelte. Er würde einen Teufel tun und zur Krankenstation gehen. Zu seinem Glück begegnete er keinem anderen Wärter. Sein Affenschwanz ließ sich kaum schmerzfrei bewegen. Wahrscheinlich war er angeknackst oder gar gebrochen. Er sollte ihn nicht mehr bewegen, bis es besser wurde. Höchstwahrscheinlich sollte er das Schienen lassen, aber dazu müsste er auf die Krankenstation, einen Arzt aufsuchen. Diese Option fiel also schon mal weg. Er schleifte sich förmlich durch sein Büro zu seinem Medizin-Vorrat-Schränkchen und suchte sich ein paar starke Schmerztabletten raus. Er nahm sie und hoffe, dass die Wirkung schnell eintrat.

Die Wartezeit wollte er nutzen und den Zettel durchlesen, der vermutlich von Enki war. Er griff in seine Tasche und ertastete nur gähnende Leere. Verwundert guckte er auch in der anderen Tasche nach und hatte das gleiche Ergebnis wie in der ersten Tasche: Sie war leer! Er begann sich Sorgen zu machen. Was wenn er wirklich von Enki war und dort noch was zu letzter Nacht stand?? Wenn den jemand fand war er geliefert! Es könnte zwar auch nur eine harmlose Notiz von einem der Wärter sein, aber er wollte kein Risiko eingehen. Oh man, hätte er Sie sich nur vorher durchgelesen! Aber er wollte nicht zu spät kommen und sein grummelnder Magen erinnerte ihn zusätzlich daran, heute noch nichts gefrühstückt zu haben.

Samon würde allerdings nicht jetzt extra aufstehen und sich was zu Essen zu holen. Nein, lieber wartete er erstmal bis die Schmerzen nachließen. Dafür legte er sich mit dem Bauch auf die Couch, damit sein Hintern, oder allgemein die hintere Region, etwas zur Ruhe kam und entlastet wurde. Jetzt wo sein Körper und Geist etwas abschalten konnten, merkte er die letzte Nacht mehr als deutlich in seinen Knochen. Schließlich konnte er vergangene Nacht nicht schlafen, zumindest nicht viel! Da würde wohl keiner Meckern, wenn er sich etwas ausruhen würde. Die Tabletten entfalteten langsam ihre Wirkung und der Schmerz klang ab. Das Einschlafen fiel ihm auf einmal viel leichter.

So bemerkte er auch nicht den Besucher in seinen Büro. Obwohl Hajime mehrmals geklopft, und sogar gerufen hatte!, hatte keiner geantwortet oder gar anders reagiert. Also betrat Hajime einfach das Büro. Die Wahrscheinlichkeit, dass sein Kollege doch zur Krankenstation gegangen war, war sehr gering. Selbst wenn er sich gar nicht mehr bewegen könnte und sämtliche seiner Knochen gebrochen wären, würde er nicht gehen. Auf jeden Fall nicht freiwillig.

Samons Körper hob und senkte sich leicht im Schlaf. Trotz der Entlastung und der Medizin krallte er sich unbewusst mit Schmerzverzerrten Gesicht etwas an dem Polster der Couch fest. Sein Atem ging schwer und er schwitzte etwas, obwohl sein Körper zitterte wie Espenlaub. Samon schien tatsächlich krank zu werden, wie auch Hajime bemerkte. Und da sein 'Opfer' gerade nichts mitbekam würde er ihn erstmal in Ruhe verhören. Auf seine Weise! Er verriegelte das Büro und nahm sich die Bannzettel aus der Schreibtischschublade.

Der Chefwärter von Trakt 13 fixierte den von Trakt 5 mit den Zetteln, um ihn bewegungsunfähig zu machen. Davon plötzlich aus dem Schlaf gerissen wurde dieser langsam wach. Allerdings reichte es gerade so für den Halbschlaf aus. Mit halbgeöffneten Augen hob er nur träge den Kopf. Vor ihm hockte Hajime und hielt ihm einen Zettel hin. Noch nicht ganz registrierend, dass der Sugoroku hier in seinem Büro war, ihm ganz nah war und ihm die Handschrift seines Bruders vor Augen hielt, aber nicht wahrnahm, fragte er: "Hajime....? Ist was passiert...?"

"Wann hast du das letzte Mal deinen Bruder gesehen?" fragte der Größere nach. "Wie...? Vergangene Nacht.... Ich war auf Patrouille und........" ging der Rest in unverständlichen Genuschel unter. "Hattest du jemals ein Verhältnis zu ihm?" befragte Hajime den Kranken gnadenlos weiter. "Natürlich...! Er ist mein Bruder....." schlief er fast ein. Dass Samon gefesselt war, bemerkte er nicht einmal. Dafür war er einfach zu KO. "Ich meine damit, ob ihr jemals Sex oder dergleichen hattet!" wurde der Glatzkopf langsam sauer. Langsam etwas wacher, richtete sich der orange-grünhaarige schockiert auf, so weit es eben die Fesseln zu ließen.

"Wie kommst du darauf?!" schlagartig hellwach, riss der Gokuu schockiert die Augen auf. Wie kam dieser Gorilla da überhaupt drauf? Es gab doch gar keinen Anhaltspunkt! Oder.... Nein. Das konnte nicht sein. Das wäre viel zu absurd. Der Zettel war bestimmt nicht von seinem Aniki! Andererseits wäre es die einzige sinnvolle Erklärung.... Und wie zur Bestätigung wedelte Hajime mit dem Zettel vor Samons Nase, bis dieser ihn endlich bemerkte. Mit großen Augen las der Kranke die Schrift seines Bruders auf dem kleinen Zettel in den Händen des Sugorokus.

"W-Woher hast du....?" musste der Kleinere schwer schlucken. Er steckte gerade in ernsthaften Schwierigkeiten. "Er ist dir vermutlich vorhin aus der Tasche gefallen, als wir gekämpft haben..... Und eigentlich solltest du damit auf die Krankenstation gehen...." drückte der augenscheinlich leicht sadistisch veranlagte Chefwärter dem Verletzten auf die Stelle wo es vorhin geknackst hatte. Samon schrie leicht vor Schmerz auf. Nur weil die Tabletten den größten Teil des Schmerzes betäubten, hieß das noch lange nicht, dass sie weniger geworden sind oder gar ganz weg. Tränen des Schmerzens schimmerten in den Augenwinkeln. Aus Reflex wollte er seine Hand weg schlagen, kam aber nicht weit. Jetzt bemerkte auch der Befragte, dass seine Bewegungen stark eingeschränkt waren. "Was soll das?!" presste er verunsichert und unter Schmerzen raus.

"Wonach sieht es denn aus? Ich verhöre dich! Für jede falsche oder unzureichende bzw unzufriedene Antwort werde ich dich bestrafen!" kalt sahen ihn die Augen des glatzköpfigen an. Samon hatte keine Wahl. Er würde wohl mitmachen müssen. "1. Frage: Welches Verhältnis hast du zu Enki Gokuu?" - "Er..." zögerte Samon sichtlich. "Er ist mein Bruder. Ich liebe ihn." gestand er schließlich, in der Hoffnung Hajime würde es als Bruder-Liebe auffassen. "Brüderlich oder mehr?" fragte der Wärter von Trakt 13 scharf nach. "........Beides...." nuschelte er. Diese Situation war ihm mehr als unangenehm. Sichtlich unzufrieden mit dieser Antwort gab es die erste Strafe die Samon wiederholt zu einem Schmerzensschrei verleitete. Hajimes Faust verweilte an der gerade getroffenen Stelle.

Dieses 'Spiel' ging eine Weile so weiter, bis die Strafen unangemessen wurden. Der grünäugige war fast nackt und mit blauen bis schwarzen Flecken übersät. Hajime war auch drauf und dran Samon mit Gewalt zu nehmen. Er hatte sich schon hinter den gefesselten positioniert."Nächste Frage: Wirst du diese Art von Beziehung mit Enki Gokuu beenden und nie wieder eingehen?" Erschrocken und mit Schmerz in den Augen blickten grüne Augen nach hinten in schwarze. Dann schüttelte er entschlossen den Kopf. "Nein. Niemals." schloss er ergeben die Augen, den Schmerz erwartend.

Doch dazu sollte es gar nicht mehr kommen. Die Tür krachte auf und Enki stand darin. Samon traute sich nicht die Augen aufzumachen und wartete einfach ab. Sein Bewusstsein verabschiedete sich langsam und er driftete in eine angenehme Schwärze ab. Hajime dagegen kassierte eine ordentliche Tracht Prügel vom großen Bruder.

"Jetzt wird alles wieder gut...." hauchte Enki und gab seinem kleinen Bruder einen sanften Kuss auf die Stirn.

Stunden später erwachte Samon im Büro verbunden und versorgt auf der Couch und zugedeckt. Er setzte sich auf und ein kühler feuchter Lappen fiel von der Stirn. Irritiert blickte er sich um. Alles war wie vorher. Hatte er das nur geträumt? Seine Hand wanderte zu seiner Stirn. Der junge Gokuu hatte das Gefühl dort Enkis Lippen zu spühren, was ihn ein angenehmes Kribbeln bereitete. Ein Lächeln zauberte sich auf Samons Lippen. Voller Tatendrang schwang er sich auf die Beine. Kurz erfasste ihn ein Schwindel, der sich schnell wieder legte. "Auf geht's!" spornte er sich selber an und ging wieder an die Arbeit.
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