Nur eine Nacht

GeschichteDrama, Fantasy / P16 Slash
Harry Potter Lucius Malfoy OC (Own Character) Remus "Moony" Lupin Severus Snape Sirius "Tatze" Black
22.06.2019
23.10.2019
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Huhu
So hab es heut Abend noch geschafft ein neues Kapitel zu schreiben und würde mich natürlich wahnsinnig freuen, wenn wir das 100. Review erreichen ;) Machbar, oder? :)
Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Lesen, für das Ende könntet ihr mich eventuell ein wenig hassen...

10

„Dad, wo sind Remus und Sirius?“, fragte Harry, als er am Frühstückstisch saß und seine Pfannkuchen verspeiste.
„Schlafen wohl noch“, sagte Severus, der selbst Toast und Ei aß. Wobei Sirius verhältnismäßig früh am Abend zurückgekommen war, wenn auch betrunken. Severus hatte sich gar keine Gedanken darum gemacht, wo Remus wohl war.
Wahrscheinlich hatte er sich aber noch in der Küche aufgehalten oder dergleichen. Eigentlich war es Severus auch egal.
Vorsorglich hatte er beiden einen Katertrank an ihre Plätze gestellt, denn an dem Sonntag sollten sie fit sein, um Zeit mit Harry zu verbringen, die der Kleine sich so wünschte.
Es dauerte auch nicht lange, da ging die Tür auf und ein grummelnder Sirius trat ein, die Haare wirr trug er eine Hose und ein schlecht geknöpftes Hemd.
Er funkelte zu Severus, als hätte dieser bereits einen Spruch gebracht, sah dann aber mit einem müden Lächeln zu Harry. „Morgen, Kleiner“, murmelte er und ließ sich neben Harry nieder.
Harry sah Sirius an und legte den Kopf schief.
„Geht es dir nicht gut, Sirius?“, wollte der Junge wissen.
„Doch, alles gut. Bin nur noch müde!“ Sirius erblickte die Phiole mit dem Katertrank auf dem Tisch und zögerte keine Sekunde, sie zu entkorken und in einem Zug seine Kehle hinabzustürzen. Danach atmete er einmal tief mit geschlossenen Augen durch und ein entspannteres Lächeln zierte sein Züge, als er sie schließlich wieder öffnete.
„Schläft Remus noch?“, wollte Harry wissen, während er etwas Pfannkuchen aufpiekte und in seinen Mund schob.
„Vermutlich!“ Etwas in Sirius' Stimme ließ Severus seine Augenbraue heben. Sirius sprach düster und grimmig und sein Blick verdunkelte sich. Ob das Traumduo Streit hatte? Etwas, was Severus in den drei Jahren noch nicht einmal erlebt hatte.
Harry schien von alledem nichts mitzubekommen, während er seinen Kakao trank. Sirius goss sich lediglich Kaffee ein und trank ihn schwarz. Sein Blick glitt zu Severus, der ihn noch immer musterte und schien sich einen Kommentar verbeißen zu müssen.
Severus lächelte nur kühl, ehe er nach dem Tagesprophet griff, den eine Eule schon vor einer Stunde vorbeigebracht hatte und ihn aufschlug.
Es stand nichts besonderes drin, dennoch überflog er die Seiten, ließ seinen Blick über die Zeilen huschen.
Da heute Sonntag war, würde er nicht ins Labor gehen um zu brauen. Der Tag gehörte schon seit drei Jahren voll und ganz Harry, auch wenn es Severus anfangs sehr schwer gefallen war, den ganzen Sonntag untätig zu bleiben.
Kurz huschte sein Blick über die Zeitung. Harry hatte sich an Sirius gelehnt, der einen Arm um ihn gelegt hatte und weiterhin nachdenklich in seine Kaffeetasse blickte.
Sie saßen alle schweigend am Tisch, bis die Tür aufging und sie alle aufblickten. Remus trat ein, seine Haare waren genauso wirr, wie die von Sirius, unter seinen Augen waren Ringe zu erkennen. Trotz allem war ein seliges Lächeln auf Remus' Lippen zu erkennen under trug Alltagskleidung. Um genau zu sein, Ausgehkleidung, die er schon den Tag zuvor angehabt hatte.
Sowohl Severus, als auch Sirius fiel es sofort auf und Sirius verengte misstrauisch und grimmig die Augen, während über Severus' Mund ein Grinsen huschte. Hatte Remus am Tag zuvor also was aufgerissen und Sirius alleine zurückgelassen? Das hatte sicher an dem viel zu großen Ego von Sirius gekratzt und ihn in seiner Ehre verletzt, einfach so sitzen gelassen zu werden und selbst nichts aufgerissen zu haben.
Mit einem fiesen Lächeln blickte Severus zu Sirius, der die Lippen geschürzt hatte und demonstrativ den Blick von Remus abwandte.
„Guten Morgen“, sprach Remus im normalen Ton und setzte sich an den Tisch. Er blickte kurz auf die Phiole mit dem Katertrank, doch er griff nicht danach und nahm sich stattdessen von dem Teller mit dem Rührei und Speck.
Severus faltete die Zeitung wieder zusammen und legte sie zurück auf den Tisch. Aus den Augenwinkeln erkannte er, dass Remus noch immer dümmlich grinste. Nun, die Nacht schien sehr erfolgreich gewesen zu sein. Nicht so wie Blacks, der grimmig die Zeitung an sich zog und sie nun selbst aufschlug um dahinter zu verschwinden.
Und auch erfolgreicher als Severus' eigene Nacht, erinnerte er sich und dachte mit einem unauffälligen Seufzen an Lucius.
Der Mann war Severus die ganze Nacht nicht aus dem Kopf gegangen. Er wusste nicht, weshalb Lucius sich so seltsam verhalten hatte, weshalb er einfach verschwunden war. Er hatte nicht einmal mehr Schlaftränke und Schmerztränke mitgenommen, um die er gebeten hatte.
Er hoffte sehr, dass er Lucius wann anders darauf ansprechen konnte, dass er bald wieder auftauchen würde und vielleicht einfach nur einen besonders schlechten Tag gehabt hatte. Dennoch wurde Severus das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmte und sein Magen zog sich zusammen.
Manchmal hasste er sich selbst dafür, sich ausgerechnet in Lucius verliebt zu haben. Damals, als sie kurz vor Lucius' Abschluss zusammengekommen waren, war alles noch so unbefangen und so fantastisch gewesen. Abenteuerlich aufgrund der Tatsache, dass sie es geheim halten mussten. Später war es dann zu einer mehr als lästigen Angelegenheit geworden.
Heut zu Tage war ihre Beziehung nur noch bedrückend. Sie sahen sich kaum noch. Eigentlich waren sie nur noch etwas wie entfernte Bekanntschaften. Und doch... hätte Lucius in letzter Zeit nicht gezeigt, dass irgendwas nicht stimmte, dass es ihm nicht gut ging, hätte Severus es wohl längst beendet, um sich selbst nicht in dieses tiefe Loch hineinzustürzen, in welchem er längst drin steckte.
Er hatte das Gefühl, dass Lucius diese wenigen Momente, die er bei Severus war, brauchte. Dass sie ihm Halt gaben und Kraft durchzustehen, was auch immer er zurzeit durchzustehen hatte.
Und jedes Mal, wenn Severus dachte, dass es reiche, waren da die Erinnerungen an die schönen Momente, an die traute Zweisamkeit und einen zuvorkommenden, liebevollen Lucius, den er zurzeit so vermisste.
Andererseits war diese Seite von Lucius schon sehr lange nicht mehr zum Vorschein getreten und langsam bezweifelte Severus, dass es sie tatsächlich noch gab.
Wenn er von Lucius los kam, konnte er vielleicht endlich frei sein, sich etwas anderem widmen, jemand anderen kennenlernen, der wirklich zu ihm stand. Wenn das überhaupt möglich war.
Und wenn nicht, dann würde er sich auf Harrys Älterwerden konzentrieren und sich in vollstem Umfang um seinen Sohn kümmern, wie er es jetzt auch schon tat.
Als Severus zu Harry blickte, der noch immer an Sirius lehnte, umspielte ein leichtes Lächeln seine Lippen. Er erinnerte sich an die erste Zeit zurück, als er Harry zu sich geholt hatte. An die Gerichtsverhandlung, wo er von seinen Taten als Todesser freigesprochen und Harry ihm zugesprochen worden war. Der Tag, wo Sirius ihm die Nase gebrochen hatte.
Die Nase hatte er sich schnell magisch richten lassen können und dass sie heute hier so waren, auch wenn Sirius und Severus nie konnten, ohne sich gegenseitig zu ärgern, war schon ein kleines Wunder.
Dass Severus sich so sehr an seine Vaterrolle gewöhnt hatte und sie nicht mehr missen wollte, war ein noch viel größeres Wunder. Er konnte sich deutlich an seine Zweifel erinnern, als er Harry zu sich geholt hatte. An seine Zweifel, ob er das wirklich tun wollte, ob er Verantwortung für ein so kleines Wesen übernehmen konnte und ob er überhaupt ein guter Vater werden konnte.
Er hatte nur an Lilys Brief gedacht und ihre Bitte, dass er sich um Harry kümmern sollte und des öfteren hatte er sie dafür verflucht, wenn er wieder mal hatte feststellen müssen, dass ein kleines Kind viel Unsinn anstellen konnte.
Doch es war anders, einfacher geworden, als er hierhergezogen war, zu Sirius und Remus, die sie ebenfalls liebevoll um Harry kümmerten, während sie einen Plan erstellten, wie sie die Betreuung bewerkstelligen konnten, während sie alle mit ihren Ausbildungen beschäftigt waren.
Sie hatten sich gegen einen magischen Hort entschieden gehabt und die wenigen Momente, wo wirklich jeder von ihnen hatte arbeiten müssen und Harry nicht dabei haben konnte, war er auch mal bei Molly Weasley gewesen, die selbst mehrere Kinder, vier davon ähnlich alt wie Harry, hatte und den Jungen gern zu sich nahm.
Nun nach drei Jahren jedenfalls bereute Severus es nicht, Harry zu sich genommen zu haben. Es war die beste Entscheidung seines Lebens gewesen. Sie hatte sein Leben verändert und sie hatte ihn verändert. Und ein wenig erfüllte es ihn mit Stolz, dass Harry optisch nach ihm kam, lediglich Augen und Nase von Lily geerbt zu haben schien.
„Darf ich ein bisschen nach draußen?“, fragte Harry, der aufgegessen hatte und holte Severus somit aus seinen Gedanken.
„Natürlich. Ich komme gleich nach“, sprach Severus als erstes. „Ich komme gleich mit!“
Harry strahlte und war schon aufgesprungen. Severus goss sich einen Kaffee nach, um diesen draußen zu trinken. Er wollte der knisternden Luft in der Küche entkommen und hatte das Gefühl, dass Sirius und Remus sich noch zu unterhalten hatten.
Während Harry im Garten auf die Schaukel zulief, setzte Severus sich auf einen Stuhl auf der Terrasse, nippte an seinem Kaffee und beobachtete sein Kind. Er hatte nicht darüber nachgedacht, die Terrassentür zu schließen und so konnte er bald Stimmen von drinnen hören.
„Redest du nicht mehr mit mir, Sirius?“, ertönte Remus' Stimme fest und eindringlich.
„Ich lese, siehst du das nicht?“, fragte Sirius angriffslustig und schien noch immer hinter dem Tagespropheten verborgen.
„Du bist seit zehn Minuten auf einer Seite und deine Augen bewegen sich nicht“, konterte Remus.
Severus hörte es rascheln. Offenbar faltete Sirius gerade die Zeitung zusammen. „Und? Ich hab halt gerade keine Lust zu reden!“, brummte Sirius.
„Ist es, weil ich dich gestern alleine gelassen habe? Sirius, es tut mir leid, okay. Es war wirklich nicht meine Absicht. Wobei du zugeben musst, dass du das früher ständig gemacht hast, wenn wir mal unterwegs waren“, sagte Remus unzufrieden.
„Hm, da waren wir auch alle noch jünger. Ich habe kein Interesse mehr, jeden beliebigen Menschen abzuschleppen!“
„Das habe ich auch nicht...“
„Nicht?“ Sirius legte eine Pause ein. „Du warst heute nach bei ihr...“ Das war definitiv eine Feststellung, keine Frage.
Remus atmete einmal tief durch. „Das war ich. Weil ich sie gerne habe. Wir werden uns wiedersehen, sie war kein One-Night-Stand.“
Severus konnte sich förmlich vorstellen, wie Sirius das Gesicht verzogen hatte, während er sarkastisch meinte: „Wie schön für dich!“
Remus lachte wütend auf. „Bei Merlin, Sirius. Was ist los mit dir? Du bist doch nicht nur so wütend, weil ich dich gestern alleine gelassen habe! Gönnst du es mir nicht, auch mal etwas Glück zu erfahren? Dass jemand auch mal an MIR Interesse zeigt? Jemand, der nicht einmal davor zurückschreckt, was ich bin?“ Remus Stimme war noch immer ruhig und leise. Doch etwas bitteres und ärgerliches schwang in seiner Stimme mit.
Eine Weile war es still in der Küche, bis Sirius ehrlich, jedoch mit einem genauso bitteren Unterton meinte: „Oh doch, Remus. Niemand hat es so sehr verdient wie du...“
„Und was ist dann dein verdammtes Problem?“, wollte Remus erfahren.
Sirius schien nicht antworten zu wollen, jedenfalls blieb es ruhig in der Küche.
„Schön...“, sagte Remus nach einer Weile grimmig.
Severus hörte Stühlerücken, Schritte und schließlich eine Tür, die zugeschlagen wurde. Er hob nachdenklich eine Augenbraue, war in tiefe Gedanken versunken.
Dann rückte ein zweiter Stuhl und Schritte kamen auf die Terrasse zu.
Severus blickte nur leicht auf, als Sirius in der Tür erschien, sich gegen den Rahmen lehnte, die Arme verschränkte und Harry beim Spielen beobachtete. Seine Lippen waren aufeinander gepresst, seine braunen Augen nahezu traurig und Severus hatte das seltsame Gefühl zu wissen, was Sirius daran störte, dass Remus offenbar eine Frau kennengelernt hatte, die er vorhatte, nun öfters zu treffen.
Und er hatte fast Mitleid für Sirius, wusste er doch selbst, wie es war, wenn eine Beziehung sich als so überaus schwierig gestaltete.
Langsam wandte Sirius seinen Blick zu Severus und seine Augen verengten sich. „Hast dir alles gut anhören können, Fledermaus?“, fragte er grimmig, „muss ja ein gefundenes Fressen für dich sein, dass ausgerechnet Remus und ich Streit haben.“
Da gerade Harry zu ihnen lief und Severus ein Schneckenhaus zeigen wollte, dass er gefunden hatte, wandte dieser seinen Blick ab und lächelte Harry zu. Im ruhigen, jedoch nachdrücklichem Ton sagte er lediglich: „Lass deinen Frust und deine Bitterkeit aufgrund unerwiderter Gefühle nicht an mir aus, Sirius!“
Als Harry wieder wegging und der Meister der Zaubertränke erneut zu Sirius aufblickte, sah er, wie dieser schluckte, Severus eine Weile schweigend anblickte und sich schließlich abwandte um Harry weiter schweigend zu beobachten.
Es überraschte Severus, denn meist lenkte Sirius nicht ein und hielt in einem Wortgefecht einfach mal sein übereiliges Mundwerk. Meist ging es soweit, dass Severus lediglich einlenken konnte, indem er ging oder Remus die Fronten klärte. War allerdings Harry in der Nähe, schafften sie es alle freundlich miteinander umzugehen.
Severus erwischte sich dabei, wie er sich selbst zusammenreißen musste, nicht ein „Braver Hund“, hintenan zu hängen. Es entlockte ihm ein leichtes Schmunzeln.
Sie blickten beide wieder zu Harry, der bis dahin fröhlich auf der Schaukel schwang. Mit einem Mal schrie Harry jedoch markerschütternd auf. Er ließ die Schaukel los und presste seine Hände gegen die Stirn. Wie in Zeitlupe und doch zu schnell, um mit einem Zauber zu reagieren, flog er von der noch schwingenden Schaukel und plump, ohne sich abzufangen, landete er auf der hügeligen Wiese und blieb dort liegen.
„HARRY!“, riefen Severus und Sirius synchron und liefen auf den Jungen zu, der noch immer die Hände auf die Stirn gelegt hatte, die Augen waren geschlossen.
Vorsichtig drehte Severus Harry um und bettete dessen Kopf in seinen Schoss, während Sirius nach dessen Händen griff und aufkeuchte, als er sie vorsichtig von der Stirn nahm.
„Was ist geschehen?“, ertönte Remus' Stimme, der Harrys Schrei gehört haben musste und trat ebenfalls eilig in Garten. Auch er blieb erschrocken stehen, als er zu Harry hinabblickte.
Severus schluckte hart und zog seinen Zauberstab. Dennoch sprach er mit bemüht fester Stimme: „Remus, meine Tasche mit Phiolen!“
Der Werwolf zögerte nicht lange, ehe er sich abwandte und losrannte.
Severus ließ seinen Zauberstab über Harry wandern, der in seiner Bewusstlosigkeit unruhig den Kopf hin und her warf, stöhnte und wimmerte.
„Der Fuß ist gebrochen, sonst kann ich nichts feststellen. Auch nicht, was das hier auslöst“, wisperte Severus leise, ohne den Blick von Harry zu nehmen.
Remus kam schon wieder mit Severus' Tasche, in der die wichtigsten Tränke waren und stellte sie neben Severus ab.
„Severus, die Narbe“, wisperte Sirius besorgt.
Severus antwortete nicht. Er tupfte das Blut ab, welches unaufhörlich aus Harrys blitzförmiger Narbe zu sickern schien und legte schließlich seine Hand auf dessen Stirn.
Er schloss die Augen und wie in der Nacht zuvor benutzte er Legilimentik, um in Harrys Kopf zu schauen.
Er erkannte einen Kamin, in dem ein Feuer prasselte, ein weißer Zauberstab schob sich vor Harrys eigenen Blickfeld. Er schien in einem dunkelgrünen Sessel zu sitzen, der viel zu groß für ihn war und vor ihm hockte ein kleiner Mann, der unter den Qualen des Cruciatusfluchs schrie.
Und Severus wurde es schlagartig klar. Das hier war nicht Harrys Traum. Es waren andere Augen, durch die Harry soeben blickte. Er steckte in einem anderen Geist, was ihm nur durch die Verbindung seiner Narbe möglich war.
Severus schluckte hart, als ihm diese Tatsache bewusst wurde, als ihm klar war, durch wessen Augen Harry dort blickte und trotz all seiner Mühen konnte er Harry da nicht herausholen, ihn zurückholen und davor schützen.
Er konnte nur bei Harry bleiben, ihm das Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Sicherheit übertragen, damit der Kleine der Vision vielleicht alleine wieder entkam.
„Erhebe dich, Wurmschwanz“, erklang eine eiskalte Stimme, die Severus durch Mark und Bein ging und tatsächlich rappelte sich der kleine Mann, der bis eben gefoltert worden war, eiligst auf, nur um sich gleich wieder tief zu verneigen.
„Du kannst gehen. Und nächstes Mal wirst du mir keine schlechten Nachrichten überbringen, dass wir uns verstanden haben.“
„Ja, Herr. Sehr wohl, Herr...“
Wurmschwanz, besser bekannt als Peter Pettigrew, verschwand aus dem Blickfeld und eine Tür fiel ins Schloss. Andere Schritte ertönten...
Doch bevor Severus weiter in Harrys Geist bleiben konnte, verschwand das Bild und es wurde schwarz, bis der Schrei von Harry Severus zurück in den Garten holte und er die Augen aufriss.
Harry wimmerte und schrie in seinem Arm und Tränen liefen über seine Wangen.
Während Sirius Harry nun festhielt und beruhigend im Arm wiegte, holte Severus Tränke hervor, die eventuelle Kopfschmerzen beheben sollten, einen Trank, der den Bruch im Fuß kurierte und einen Beruhigungstrank, den er Harry als erstes einflößte.
Es stellte sich als schwierig raus, da Harry kaum bewusst schien, wo er war und sich gegen jegliche Berührungen wehrte, doch als Severus ihm den Trank eingeflößt hatte, erschlaffte der Junge in Sirius' Armen und schlief kurz nach den anderen Tränken einfach ein.
Severus erhob sich langsam und die drei Erwachsenen sahen sich allesamt erschüttert an.
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