Whiskyträume

GeschichteRomanze / P12
Isabelle
22.06.2019
22.06.2019
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Die kühle Nachtluft streifte über ihre Haut. Sie hatte ihre Night School Kleidung achtlos auf den Boden geworfen und sich ein seidenes Nachthemd übergestreift. Mit verschwommenen Blick schaute sie die halb leere Whisky Flasche an. Der Gedanke, dass Nathaniel Carter festhielt, ihn wie einen Gegenstand behandeln könnt, brach ihr das Herz. Ihr kleiner Carter. Ungehindert strömten warme Tränen über ihr Gesicht.
 Ein klopfen riss sie aus ihren Gedanken. "Izzy, bist du wach?", hörte sie Rajs gedämpfte Stimme. Sie wollte nicht mit ihm reden oder sonst jemanden sehen. Alleine da liegen, ein paar Gläser Whisky trinken und weinen. Schweigend lag sie auf ihrem Bett, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und hoffte er würde einfach gehen. Nach einer Weile hörte sie ihn seuftzen und er drückte die Klinke hinunter. "Ich weiss, dass du wach bist", sagte er, nachdem er bemerkte, dass die Türe abgeschlossen war. Sie nahm einen tiefen Atemzug und setzte sich mit letzten Kräften auf. Mit schweren Beinen stand sie auf, öffnete die Türe. Raj musterte sie mit besorgtem Blick. "Hast du getrunken?", wollte er wissen und sie schüttelte den Kopf. "Nur ein bisschen", murmelte sie mit zitternder Stimme, während sie sich wieder auf das Bett legte. Er seuftzte und schloss die Türe. "Wie gehts dir, Izzy?" Sie spürte wie die Matratze an ihrem Rücken nachgab, Raj hatte sich offensichtlich hingesetzt.
"Das von Allie vorhin war verdammt unfair", begann er und die Erinnerung daran versetzte ihr einen Stich ins Herz. "Das war nicht deine Schuld." Ihr Hals schnürte sich zu und ein zitternder Ozean sammelte sich an ihren Lidern. Sie wusste nicht mal mehr warum sie weinte. Es wurde alles zu viel. "Wir bekommen ihn zurück, Izzy", fuhr Raj entschlossen fort. Aufeinmal spürte wie er sich hinter sie legte, zögernd seinen Arm um ihre Hüfte schlang und ihr einen Kuss auf die nackte Schulter drückte. Als er weiter sprach war seine Stimme sanfter, fast ein flüstern. "Ich verspreche es dir."
"Raj-", setzte sie an. Stockte, jedoch als sie in seine braunen Augen blickte. Besorgnis und soviel Zärtlichkeit lag in seinem sonst kühlen Miene. Ihre Gesichter waren sich so nahe, dass sie seinen Atem auf ihren Lippen spürte. Sie konnte nicht erklären, was sie antrieb - ob es Müdigkeit oder Selbstmitleid war - und obwohl sie wusste, dass es falsch war küsste sie ihn. Ihre Lippen verschmolzen miteinander. Immerwieder trafen ihre Zungen leidenschaftlich aufeinander. Als sie sich wieder lösten, suchte sie nach Worten, doch da war nichts was sie sagen konnte. "Du solltest etwas schlafen", flüsterte Raj. Einige Momente tauschten sie noch einen intensiven Blick aus, ehe Isabelle sich wieder auf die Seite legte. Sein Körper schmieg sich von hinten an ihren. Müde fuhr sie mit einer Hand über einen muskulösen Unterarm. Raj hatte sein Gesicht in ihren Haaren vergraben und sein Atem kitzelte ihren Nacken. Nach einer Weile schloss sie ihre Augen, genoss Rajs Wärme. Verlor sich zum ersten mal seit Jahren im Moment und vergaß alles.


(( Ich denke hiermit ist der Ship #Rajabelle offiziell geboren - Zum erstenmal habe ich davon von Jack Jewers (C. J. Daugherty´s Ehemann) gehört. Vor kurzem hab ich C. J. danach gefragt & sie hat geschrieben, dass Isabelle und Raj mal was ma laufen hatten, als sie jung waren und sich immernoch zueinander hingezogen ("drawn together") fühlen. Mit dem was ich so schreibe bin ich immer relativ unzufrieden, aber das wollte ich trotzdem mal veröffentlichen, um den Ship in die Welt zu setzen ;)

lets ship it, guys ))
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