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Veritaserum

von fangirl9
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Gaby Teller Illya Kuryakin Napoleon Solo
21.06.2019
21.06.2019
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Wie dumm konnte man sein?
Irgendwelche zu reichen Idioten versuchten ja ständig die Welt entweder zu übernehmen oder zu zerstören, doch normalerweise waren diese schlauer. Jeder der auch nur ein Fünkchen Verstand in sich hatte, wusste dass man Gefangene durchsucht!
Doch deren Dummheit war ihr Glück und so wussten sie nicht nur wo sich Gaby befand, sondern auch wie es ihr ging. Wahrscheinlich hatten sie ihr gesamtes Wissen aus schlechten Spionage-Filmen, denn Wahrheitsserum hatten sie schon mal.
Und Gaby konnte reden. Viel reden und doch sagte sie kaum etwas aus, zumindest nichts was mit ihren Missionen zu tun hatte. Grob zusammengefasst sprach sie hauptsächlich über Mode oder Autos. Seit einer halben Stunde.
Napoleon und Illya hatten es bereits in das Gebäude geschafft und die meisten Handlanger hatten sie auch schon unschädlich gemacht. In ein, zwei Minuten würden sie Gaby erreichen.
Der Bösewicht der Woche gab gerade einen äußerst frustrierten Laut von sich, mit seinen Nerven am Ende und Napoleon konnte ihn verstehen. Er würde von sich selbst behaupten einen nicht allzu kleinen Wissensschatz über Mode und die Funktionsweise von Fahrzeugen vorweisen zu können, doch selbst er war nach einigen Minuten komplett raus.
"Agierst du allein?", herrschte der Mann Gaby an. Für einige Momente trat Stille ein. Gaby's Redefluss erfolgreich unterbrochen, sogar mit einer vernünftigen Frage. "Nein.", gab Gaby leise zurück.
"Wer sind deine Komplizen?"
Nun verließ Gaby ein leiser gequälter Laut: "Illya und Solo."
Nach einem Moment der Stille war fluchen über die Kopfhörer zu vernehmen: "Erzähl mir über sie, was sonst keiner weiß!"
Illya und Napoleon warfen sich einen beunruhigten Blick zu. Nur noch ein zwei Gänge, dann würden sie bei ihr sein. Doch dies wusste sie nicht und so antwortete sie: "Illya will Napoleon einen Antrag machen."
Mit überrascht gewiteten Augen starrte der Amerikaner auf seinen russischen Partner welcher jedoch seinen Blick auswich. Mit einem verdächtigen Rotschimer auf den Wangen. Interessant.
Doch Gaby war noch nicht fertig und so fuhr sie mit einem leisen Kichern fort, welches immer mehr zu einem lauten Glucksen ausartete: "Er macht sich so viele Sorgen darüber, dass er nicht einmal bemerkt, dass Solo genau das Selbe vor hat!", ihr Lachen wurde wieder leiser, "Ich kann nicht verstehen, wie sie in unserem Job so gut sein können und es schaffen in ihrem Privatleben so offensichtliche Dinge zu übersehen."
Nun waren die Rollen getauscht, Illya starrte Napoleon an, während dieser rot anlaufend den Boden betrachtete.
Über die Kopfhörer vernahmen sie den fragenden Laut des größenwahnsinnigen der Woche und wie auf Kommando fingen sie gleichzeitig an ihre Weg leise aber schnell fortzusetzen.
"Aber die beiden sind schon süß.", redete Gaby weiter, "Habe sogar im selben Restaurant reserviert, dass wo sie ihr erstes Date hatten. Und Illya wollte Solo zuvor noch ins Louvre einladen, war sich aber nicht sicher, ob das eine gute Idee ist also hab ich Solo gefragt, als wir abends mal noch etwas getrunken haben. Er hat gesagt dass es jetzt in Ordnung ist. Er würde nicht mehr in alte Gewohnheiten zurück fallen weil er jetzt Illya liebt und ihm einen Antrag machen will. Er hätte sogar schon Waverly gebeten die beiden vollständig aus ihren alten Organisationen zu befreien und zu richtigen U.N.C.L.E-Agenten zu machen."
Während sie sprach bewegten die beiden Männer sich unbeirrt weiter auf ihrem Aufenthaltsort zu. Nur beim Klang des Kunstmuseums geriet Napoleon leicht ins Stocken. Illya wollte mit ihm das Louvre besuchen? Er wusste nicht, dass es ihm möglich war diesen Mann noch mehr zu lieben, doch in diesem Moment gelang es ihm.
An der Tür angekommen, welche sie noch von Gaby trennte, sank er in die Hocke um das Schloss zu knacken. Bei Stahltüren wirkte dies meist schneller als rohe Gewalt. Außerdem hatte er so einen guten Grund Illya's brennenden Blick auszuweichen.
"Was? Homosexuelle?", hörten sie einen angewiderten Schrei von der anderen Seite der Tür, "Wie kann man mit solch abstoßenden, unnatürlichen Wesen agieren?"
Mit einem leicht genervten Seufzen stieß der Amerikaner die schwere Tür auf. In der Mitte des Raumes saß Gaby an einen einfachen Stuhl gefesselt. Vor ihr stand ein dunkelhaariger Mann, welcher seine Hand zum Schlag erhoben hatte. Doch dazu sollte es nicht kommen.
Für einen kurzen Moment stand er noch unbeweglich da, bevor er in sich zusammen sackte und unbewegt vor Gaby's Füßen zum liegen kam.
Langsam beugte diese sich vor, soweit es ihre Fesseln zuließen und starrte auf den Mann hinab, ohne jegliche Notiz von den beiden Gestalten an der Tür zu nehmen: "Sie sind vielleicht verrückt und die meiste Zeit extrem umständlich, aber sie sind auch liebenswert. Die besten Partner und Freunde die man sich wünschen kann."
Und eigentlich wollten sie ihr böse sein, all ihre Vorbereitungen waren zu Nichte gemacht, doch sie konnten es einfach nicht. Warum musste sie auch so etwas rührendes von sich geben?
Langsam lösten sich die beiden Gestalten aus dem Türrahmen. Illya sank von Gaby nieder, untersuchte sie nach Verletzungen bevor er sie vorsichtig aus ihren Fesseln befreite. Napoleon durchsuchte währenddessen den Raum nach brauchbaren Informationen.
Gerade als Gaby auf Illya's Rücken kletterte, gesellte sich der schwarzhaarige wieder zu ihnen, ein leichtes Lächeln umspielte seinen Mund: "Keine bleibende Schäden. Wahrscheinlich Kopfschmerzen morgen früh und vielleicht eine Gedächtnislücke an das eben Geschehene aber ansonsten sollte es ihr gut gehen."
Napoleon vorneweg, Illya mit Gaby auf dem Rücken hinterher traten sie endlich den Rückweg an. Die Autofahrt war ruhig, denn kaum war des Gefährt angelassen, war Gaby eingeschlafen. Für sie brachten die Geräusche des Motors ein Gefühl der Sicherheit mit sich.
Und Illya gab ein bequemes Kissen ab. Also Napoleon konnte sie durchaus verstehen.

Gaby gab einen leisen Laut von sich. Gott tat ihr Kopf weh! Was zur Hölle hatte sie denn gestern gemacht?
Als sie es endlich geschafft hatte ihre Augen zu öffnen, starrten zwei Paare zurück.
Illya hielt ihr ein Glas Wasser unter die Nase, welches sie dankend annahm, während Napoleon ihr eine Erklärung für die jetzige Situation lieferte: "Du wurdest unter Drogen gesetzt."
"Wahrheitsserum.", ergänzte Illya.
Verdamt. Mit einem frustrierten Laut lies sie sich zurücksinken, nachdem sie ihr Glas wieder abgeben hatte: "Hab ich irgendwas gesagt, was ich nicht hätte sagen sollen?"
Nachdenklich betrachtete der Amerikaner seine Hand: "Zumindest nichts, was mit dem Job zu tun hat."
Und da fiel ihr der Ring an seinem Finger auf. Und der an Illya's Hand.
Ups.
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