be prepared for Hell (Tour 2)

von JaneS
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Chris Fehn Corey Taylor Craig Jones OC (Own Character) Shawn "Clown" Crahan Sid Wilson
21.06.2019
25.11.2019
160
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3
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Chris tischt auf


Was ein verdammter Stress diese Familie ihm an den Hals hing, das war einfach unfassbar. Jax war bei Zeiten wach gewesen und hatte geweint, Jaden musste zur Schule gebracht werden und Melissa schlief einfach, als hätte sie in ihrem Leben noch nie schlafen können. Selbst, als Chris von der riesigen Einkaufstour zurück war und Jax brav in seinem Zimmer spielte, was dank des Laufgitters gut abgesichert war, schlief Melissa noch. Das war einerseits von Vorteil, so musste er sich mit dieser Hexe nicht herumplagen, konnte in Ruhe die Küche auffüllen und seine Einkäufe verstauen, Frühstück machen und Kaffee kochen, andererseits sah er nun, wie die Zeit hier offenbar gelaufen war, als er in Los Angeles gewohnt hatte. Jenny hatte Jaden morgens zur Schule gefahren und sich um alles andere kümmern müssen, weil Melissa kaum noch nachkam dank ihrer Medikamente. Jaden hatte es ihm erzählt, wie Jenny versuchte, alles richtig zu machen und dafür auch noch angemotzt worden war. Deshalb hatte das Haus so ausgesehen, deshalb benahm Melissa sich also so seltsam. Ihre Medikamente, es warf sie komplett aus der Bahn. Und deshalb hatte Jenny das Weite gesucht und war abgehauen, die junge Frau hatte schlicht und ergreifend das Handtuch geworfen und Jaden durfte nicht ans Telefon, Missy hatte es verboten. Tja, so sah es nun einmal aus, Melissa war durch ihre Erkrankung nicht im Stande, sich um Kinder und Haus zu kümmern, es ging nur eines von beiden. Und da blieb das Haus dann auf der Strecke, besser das Haus als die Kids. "So, du Knirps, komm mal her, es gibt Frühstück.", brummte Chris seinem Sohn zu und hob den Knirps über das Gitter drüber, der Junge brabbelte was von Kirschen und Mamalade und lachte, weil Chris ihn piekte. "Mamalade? Nein, mein Schatz, Papa hat Pancakes gemacht, mit Schokolade. Das ist leckerer. So, in deinen Stuhl und zack.", meinte er, setzte das Kind in den Stuhl und gab Jax seinen Trinkbecher, ehe er sich einen Stuhl beizog und den bereits kleingeschnittenen Pancake mit der Gabel aufpiekte. "Papa, ich will selber machen!", sagte Jax und streckte die Finger nach der Gabel, gut, bitte, dann konnte Chris wenigstens einen anständigen Kaffee trinken und musste nicht füttern, allerdings ließ er Jax mit den Händen essen und legte die Gabel weit weg. Oh und es schmeckte Jax, bis hinter die Ohren. Amüsiert beobachtete Chris seinen Sohn bei der Essensparty und stibitzte sich auch einen Pancake, wenigstens die Zeit mit Jax verlief friedlich und liebevoll, dieses Kind war ein Geschenk. "Willst du mehr?", fragte er, das Kind bejahte und Melissa brummte. "Kaffee wäre mir lieber.", murmelte sie komplett verschlafen, kam verwuschelt ums Eck und bediente sich selbst, Jax hingegen widmete sich wieder mit vollem Einsatz seinem Essen. "Du warst einkaufen? Und Wäsche hast du auch schon gemacht?", fragte Missy am Kühlschrank stehend und sah sich um. "Und geputzt, das Geschirr gewaschen, die Katze unter meinem Bett aus ihrer Pisspfütze gezogen, Jaden zur Schule gebracht, Jaxon gefüttert und noch gefühlt zig tausend andere Dinge hab ich gemacht. Deine Medikamente liegen im Wohnzimmer im Schubfach oben links, ich hab sie in der Apotheke abgeholt.", erklärte Chris und sah zu Melissa, die sich nun eine Tasse Kaffee eingoss und vor sich hin lächelte. "Es tut gut, dass du wieder da bist. Du wirst solche Arbeiten in Zukunft immer verrichten, gewöhn dich dran.", meinte sie bissig, darüber schmunzelte Chris aber nur. "Und du wirst mir gegenüber nie wieder Forderungen stellen oder glauben, ich sei dir unterlegen. Du wirst mich nicht mehr manipulieren, weder mit Sex noch mit Irrwitz.", konterte er matt, trank einen Schluck und beobachtete Melissa, die ihn nun scharf ansah. "Was?", fragte sie, als hätte sie das gerade nicht verstanden. "Gib mir eine Sekunde, hast du ihn kurz im Auge?", fragte er, Missy nickte und drehte sich mit ihrer Kaffeetasse um, damit sie Jax beobachten konnte. Das war seine Chance, hier endlich mal reinen Tisch zu machen, denn Melissa war gerade erst aufgestanden und somit klar im Kopf, sie hörte ihm zu und die großen Kinder waren außer Haus, die perfekte Gelegenheit also, um diesen Ordner auf den Tisch zu legen. Und in seinem Zimmer angekommen streichelte er die kleine schwarze Katze, die auf seinem Bett lag und schnurrend schlief, er hatte dem armen Ding ein richtiges Katzenklo statt Sand gekauft und eine Dose Thunfisch, die das Schätzchen in einem Rutsch verputzt hatte, nun schlief es den Schlaf der Glücklichen. Den Ordner greifend nahm er das Foto von Melissa, Chantal und diesem Joshua heraus, das würde er Melissa als erstes Beweisstück um die Ohren patzen. Zurück zur Küche laufend stellte er dann fest, dass Jax alleine hier saß, konnte man diese Frau denn keine Sekunde aus den Augen lassen? Nun gut, sich wieder hinsetzend und den Ordner auf seinen Beinen ablegend nahm er seine Tasse, lugte hinein und traute dem Braten nicht mehr, deshalb trank er da besser nicht mehr von. "Was? Glaubst du, ich vergifte dich?", fragte sie hinter ihm, lief wieder zur Spüle und nahm ihre Tasse, nun trug sie Jeans und ein Shirt statt den Pyjama. "Ich rechne jeden Tag mit allem bei dir, Missy.", sagte er dazu, legte das Foto auf den Tisch und begann die Sekunden zu zählen, jetzt wurde es bitterböse und ernst zwischen ihnen.

Zwei Minuten und 43 Sekunden später drehte Missy sich lächelnd zu ihm um, blinzelte und sah zu dem Foto, machte einen Schritt und sah sich das Bild an. "Wo hast du das denn her?", fragte sie und nahm es in die Hand, drehte es herum und schien damit im ersten Moment nichts anfangen zu können. "Chantal ging dir also so schrecklich mit ihrer Stalkerei auf die Nerven, deshalb bist du aus Des Moines geflohen. Und das dein Großcousin in unserer Crew arbeitete hast du mir auch nie erzählt. Wie ist sein Name noch gleich? Joshua?", setzte Chris an, Missy ließ das Foto fast schon in Zeitlupe sinken und sah ihn an, oh es dämmerte ihr. "Ein gewisser Joshua wurde vor einigen Tagen in Des Moines verhaftet und wegen Veruntreuung von Geldern, Verschwörung, Besitz von Drogen und damit Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Beihilfe zur Vergewaltigung verhaftet. Hier, Liebling, seine Aussage. Es ist ganz interessant, was der Kerl so über dich und dein intrigantes Spiel zu dem Thema Katelyn Marie Dunn erzählt.", sagte Chris nun, öffnete den Ordner und entschied sich, ihr gleich das ganze Ding hinzulegen. "Shawn und Chantal haben dir dieses Haus hier für 5000 Dollar verkauft, ein Spottpreis dafür, dass du Chantal ein wenig zur Seite stehst und die Affären und Machenschaften von Shawn deckst. Du bist ein schlaues Mädchen und hast alles abgefangen, was da an Info rüberschwappte. Du hast mich auch abgefangen nach Carries Tod. Wo ist das Ultraschallbild, welches in meinem Briefkasten gelegen hat? Und stell dich bloß nicht dumm, Melissa, ich weiß alles. Ich weiß von der Klage gegen Shawn, ich weiß von Josh, ich weiß, dass du ihn in die Crew geschleust hast, damit er Kate an die Wäsche geht und ich weiß, das du weißt, dass ich ein weiteres Kind habe. Weit weg und im Exil lebend, immer auf der Flucht vor Shawn und dir. Du warst und bist der Hintermann. Du hast mir das Leben zur Hölle gemacht und das nur, um dein eigenes Ego zu pushen. Josephine wurde vergewaltigt und starb fast an den Folgen der Droge. Brenna, Pauls Witwe, hat in der Nacht in Madrid damals ihr Baby verloren, weil sie aus Kates Glas trank und Kate, die in der Nacht vergewaltigt wurde war im dritten Monat schwanger. Sie hätte das Kind auch verlieren können. Und du stehst vor meiner Tür, findest mich gebrochen vor und hast nichts besseres zu tun, als mich einzukerkern und mich noch weiter zu brechen. Ich will, das du dich hinsetzt und dir das alles ansiehst. Alles. Und dann will ich die Wahrheit, Melissa. Ich will dieses Ultraschallbild und ich werde dir Forderungen stellen, sonst hat es sich ganz schnell mit dem Haus und dem lieben Haussegen und dem Sorgerecht für Jax. Setz dich, jetzt.", sagte er, zog seinen Ehering aus und legte ihn neben den Ordner, Melissa tat wie geheißen und blinzelte mit Tränen in den Augen, setzte sich und begann zu lesen, was die Anwälte von Kate alles herausgefunden hatten und wie unglaublich oft der Name Melissa Komanick in diesen Papieren aufgeführt war. Sie sah den Hausschnitt, die Blaupause davon. Den Kaufvertrag, die Anklage gegen Shawn, die Anklage gegen Josh und gegen diesen anderen Kerl, der Josephine erwischt hatte. Sie sah sich Bilder von den Verletzungen an, die Kate davongetragen hatte, las den Vaterschaftstest, der seine Bindung zu Askja bestätigte und jede noch so kleine Notiz in diesem Ordner. Das dauerte über eine Stunde, in der Missy nur hier saß und las, in der Zwischenzeit kümmerte Chris sich um Jax, wischte dem Kind den Mund und die Finger sauber, hob ihn aus dem Stuhl und brachte ihn auf Toilette, ehe er zum Spielen das Zimmer wieder enterte und wahrscheinlich nachher ein Mittagsschläfchen machen würde. Jetzt war aber erst einmal Spielzeit, also Zeit, die das Kind allein verbringen konnte, jedoch stets unter seiner Beobachtung stand. Man konnte das Kinderzimmer hier von der Küche aus gut einsehen, dem Kind würde also nichts passieren, wenn Chris Melissa im Auge behielt und hier gleich der Blizzard des Jahrhunderts ausbrach. Doch nichts dergleichen geschah, stattdessen schlug Melissa den Ordner wieder auf Anfang und begann einige Dinge nochmal zu lesen, besah sich die Fotos nochmal und dann zu dem Laptop, den Chris ihr auf den Tisch schob. Mit einem Drücken auf die Entertaste begann das Überwachungsvideo zu laufen, welches aus Madrid freigegeben worden war. "Da siehst du uns, da ist Brenna. Ich werde von Kate getrennt und erfahre von Carries Tod, Brenna trinkt aus diesem Glas und nun zählst du leise bis Zehn.", forderte er und es dauerte in der Tat laut dem Video zehn Sekunden, bis Brenna zusammenbrach, ehe dann auch Kate zusammensackte. Erschrocken hielt Melissa sich den Mund zu und sah genau hin, verfolgte das Geschehen auf dem Monitor und der Schrecken in ihren Augen wurde immer größer. Ihre Reaktion war echt, der Schrecken auch. Jetzt konnte sie sehen, was sie angerichtet hatte. Und als das Video endete, setzte Chris sich mit Blick in Richtung Kinderzimmer, klappte den Laptop zu und seufzte. "Du. Die ganzen Jahre über warst du es.", sagte er bitter, sah zu Melissa und ließ sie weinen, denn sie brach da gerade vor ihm zusammen und so heftig in Tränen aus, dass sie den Kopf auf ihre Arme stützen musste. Ja, genau so fühlte sich das an, jetzt wusste sie, was für ein dreckiges Spiel sie da gespielt hatte und wie tief sie in der Scheiße saß. Und um das Ganze noch zu toppen nahm er das Foto von Jax und das von Askja aus seiner Geldbörse, schob es Missy hin und wartete, dass sie sich beruhigte, dafür brauchte sie aber Zeit, Katies Beweise und seine Kaltschnäuzigkeit hatten Melissa endlich und zu Recht ganz tief getroffen.

Zitternd und vollkommen aufgelöst ließ sie sich das dritte Taschentuch reichen, ehe sie zu den beiden Bildern sah und schluchzte, mit zittrigen Fingern griff sie nach dem Bild von Askja und tupfte sich die Augen, um überhaupt was sehen zu können. "Das ist meine Tochter. Askja, du hast den Namen ja im Vaterschaftstest lesen können. Und du hast gewusst, dass sie existiert. Hast gewusst, das Kate schwanger war und hast es für dich behalten, nur um mich an dich binden zu können. Hast du mir deshalb Jax angehängt? Um mich zu binden? Warst du deshalb immer fuchsteufelswild, wenn ich ihren Namen aussprach und hast du deshalb meine Festplatte und das einzige noch existierende Bild von ihr zerrissen und zerstört, weil du wusstest, dass das nie aufgehört hat zu brennen zwischen Katie und mir? Ich hab dich betrogen, erneut und mehrfach. Mit einer Frau namens Melody, wir haben zwei wunderbare Nächte zusammen verbracht in Los Angeles. Und dann stand Kate vor mir, mit einem fast vierjährigen Kind an der Hand, welches meine Augenfarbe hat. Melissa, hast du auch nur im Ansatz eine Ahnung, was du mir da angetan hast? Was ihr mir angetan habt?", fragte er, hob das Handgelenk und stupste den Glitzerkristall an, Missy bemerkte das Armband erst jetzt und schniefte herzzerreißend. "Um deine Frage zu beantworten, bevor du sie stellen kannst: Ja, ich habe Kontakt zu ihr. Ich hab sie getroffen, sie hat mir das alles erzählt. Und wie unschwer aus den Unterlagen herausgeht hat sie sowohl Shawn als auch dich in der Hand, Melissa. Und ich sag dir, wie das hier jetzt laufen wird. Unsere Ehe ist Geschichte. Sie besteht nur noch auf dem Papier und für die Kinder. Ich werde ihr Papa sein, ich werde mich um das Haus kümmern und ab und an als Gast hier wohnen, wie immer. Und du wirst dich benehmen und dich ganz klein halten. Das haus wurde auf meinen Namen übertragen, ebenso das Grundstück, somit gehört all das hier jetzt mir allein. Das Sorgerecht für Jax gehört noch uns beiden, also werde ich meinen Sohn einmal im Jahr zu mir nehmen und auch mit ihm verreisen, er wird seine Schwester kennenlernen. Ohne Wiederworte wirst du das dulden, hast du mich verstanden? Du wirst mich nie wieder zu irgendwas zwingen, erdniedrigen, demütigen oder benutzen, diese Zeiten sind vorbei, Melissa. Ich liebe dich nicht, ich hab dich nie so geliebt, wie ich sie liebe und du weißt das. Wir werden weiterhin eine Ehe führen, das heißt, wir werden uns ab und an zusammen blicken lassen müssen. Du wirst also ab und zu eine normale Ehefrau spielen müssen, keine Frecheiten, keine spitzen Kommentare. Wenn ich hier bin, und ich muss ab und an hier sein, gehst du mir aus dem Weg, so gut es geht. Solche Aktionen wie gestern Abend mit dem Nacktsein und dem Aussperrenin eisiger Kälte kannst du dir sparen. Im Rest vom Jahr bist du einfach eine liebende, fürsorgliche Mutter, die niemals vergssen sollte, das eine Klage an deinem Knöchel hängt. Wenn Kate oder ich die Cops rufen, Melissa, war es das für dich und Shawn. Du verlierst das Haus, du verlierst mich, du verlierst das Geld, die Sicherheit, deine Ehe, deine Medikamente und das allerbeste, was wir haben, die Kinder. Jaden wird nach Pittsburgh gehen und Jaxon kommt zu mir, ich entziehe dir alles an Macht, was du über diese Familie hast. Verstehst du das? Und nun will ich dieses Ultraschallbild und die Wahrheit. Und komm nicht auf dumme Gedanken.", forderte Chris, nahm ihr das Foto von Askja wieder ab und zitterte selbst vor Aufregung und Wut, aber Mann, tat das gut, ihr das alles frontal ins Gesicht knallen zu können. Nickend wischte sich Melissa mit dem nassen Taschentuch über die Augen und schluchzte dann doch wieder, stand auf und lief ins Schlafzimmer. Zur Sicherheit folgte er ihr dorthin und achtete darauf, dass sie keine Dummheiten anstellte, doch Melissa zog nur eines der Fußbodenbretter weg und hob eine kleine Geldkassette aus dem Loch hervor, verschloss den Spalt im Boden wieder sorgfältig mit einem Rumms ihrer Faust und widmete sich der Geldkassette auf dem Boden kniend. Von dem Spalt hatte er nichts gewusst und allmählich fragte Chris sich, wieviele Geheimnisse sie noch vor ihm versteckte. Doch dann hielt sie ihm ein kleines Bild entgegen und wagte es nicht, ihm in die Augen zu sehen, Chris betrat das Zimmer und nahm das Ultraschallbild entgegen, zum ersten Mal in seinem Leben sah er das erste Foto seines Kindes, welches Kate ihm persönlich in den Briefkasten geworfen hatte. Und er erkannte diese filigrane Schrift darauf. "Warum hast du mir das angetan?", fragte er wiederholend, Missy schluchzte und nahm einen ganzen Stoß Briefe aus der Kassette, sie waren fein säuberlich verschnürt. "Sie hat immer wieder versucht dich zu erreichen. Rief an, telefonierte mit mir unter falschem Namen, gab sich als Sektretärin aus. Ich wusste, dass sie es ist, niemand sonst hat in den letzten Jahren so hartnäckig versucht, zu dir durchzudringen.", schluchzte die Frau vor ihm, gab ihm den beachtlichen Stoß an Papier und auf jedem einzelnen Umschlag stand sein Name, fein säuberlich von Kate per Hand geschrieben. "Warum, Melissa? Aus Rache?", fragte Chris, sie schüttelte den Kopf und weinte wieder heftiger, Chris hingegen schloss die Augen und konnte nicht glauben, was hier gerade abging. Sie hatte das alles vor ihm versteckt? Wie blind war er eigentlich all die Zeit durch sein verdammtes Leben gerannt? "Papa!", quäkte Jax da aber an seinem Gitter stehend und das trennte Chris eine Sekunde von den Briefen, der Wut auf Melissa und der Lust, sie zu packen und zu schütteln. "Ich komme, mein Spatz. Du bleibst hier, Melissa. Du bist es mir schuldig, hast du verstanden?", sagte er, Missy nickte weinend und schien einzusehen, das ihre Ehe tatsächlich an einem Punkt angekommen war, an dem es für sie beide kein Zurück mehr gab. Nicht mit dieser Bürde und all den Lügen, die sie ihm über die Jahre aufgetischt hatte. Die größte, schwierigste und schlimmste davon stand da mit großen blauen Augen und wartete auf ihn, Jax war das Produkt eines Spiels, welches mutwillig und absichtlich mit Chris gespielt worden war. Und der Gedanke, das sein größtes Glück im Leben auf solchen Tatsachen basierte brach in ihm etwas entzwei. "Papa, ich bin müde.", murmelte Jax und rieb sich die Augen, gut, es wurde Zeit für das Mittagsschläfchen. "Komm, Großer, ich bin da. Ich bring dich ins Bett.", sagte er leise, nahm das Kind hoch und öffnete das Gitter, um das Kinderzimmer zu betreten. Ja, Jax war das Produkt eines perfiden Plans, aber Missy würde ihm unter den gegebenen Umständen keines der Kinder wegnehmen können, jetzt saß er am längeren Hebel und hatte die Asse im Ärmel. Endlich.
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