be prepared for Hell (Tour 2)

von JaneS
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Chris Fehn Corey Taylor Craig Jones OC (Own Character) Shawn "Clown" Crahan Sid Wilson
21.06.2019
25.11.2019
160
541448
3
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
Das Versprechen an seine Tochter



Nach fünf Minuten allein in dem Bad ging die Tür wieder auf, Chris blinzelte da rüber und hoffte, sich nicht verraten zu haben, Kate steckte den Kopf ins Bad und lächelte. "Komm. Mach die Zigarette ins Klo, wir müssen kurz ins Kinderzimmer.", bat sie und daraufhin stand er auf, atmete den Rauch aus und warf die Kippe mit einem schnellen Griff in die Toilette, spülte ab und folgte Kate, warum sollte er denn ins Kinderzimmer mit ihr? "Ist alles okay?", fragte Chris nach und hatte ein mulmiges Gefühl, doch Katie verschränkte nur ihre Finger mit seinen, lief voran und drückte ihn zu diesem Bär von einem Mann in das Kinderzimmer hinein, wo sie hinter ihm leise die Tür schloss. "Ben, das ist Chris. Chris, mein Leibwächter Ben. Ich hab ihm gesagt, dass du da bist und er bestand darauf, dich kennenzulernen.", erklärte Katie leise, Chris gab dem Kerl die Hand und nickte etwas verwirrt, eigentlich sollte der Typ doch nicht wissen, dass er hier war, oder wie jetzt? "Hi, sie sind also der Vater von Askja? Ja, die Augen, Katie, die Augen. Recht hattest du. Mein Name ist Benedikt Chobey, ich komme von der Security und bin dafür verantwortlich, das hier alles mit geregelten Dingen zugeht. Ich bringe einmal im Monat eine Ration Essen, Getränke, Medikamente, die man so im Haus haben sollte und ich schau mir das Haus an, um sicherzugehen, das nichts repariert werden muss. Und ich verwalte die Gelder, die auf die privaten Konten der Schutzbefohlenen überwiesen werden müssen. Sollte das monatlich nicht reichen, helfe ich bar ein wenig aus. Eigentlich müsste ich melden, das sie hier sind, Sir, weil ihre Anwesenheit ein Risikoleck in der Schutzzone bedeutet. Aber Kate hat mir versichert, das ihre Anwesenheit gewollt und erwünscht ist. Sie wissen, um was es geht und warum Katie unter falschem Namen anonym in dieser Stadt lebt.", sagte der Typ, der an die zwei Meter groß war und Hände wie Bratpfannen hatte mit einer so durchdringenden Stimme, dass er Chris sofort sympathisch war. Einschüchternd war der Kerl, ohja, aber sympathisch. "Ja, natürlich weiß ich, warum sie anonym hier wohnt. Meine Beziehung zu ihr war der Grund dafür, so irgendwie. Christopher, alle nennen mich Chris. Und Momentchen mal, das Haus gehört also gar nicht dir?", fragte er an Kate gerichtet, die den Kopf schüttelte und auf Askjas Bett saß. "Oh nein, wie soll ich mir das ohne Job denn leisten können? Nein, das Haus gehört der Firma von Josephines Mann Tray, sie hat mich hierher geschafft damals. Ach und unsere Beziehung war nicht der Grund für mein Leben im Exil, du Nase.", antwortete sie, deutete dabei auf seine Beine und japp, er trug die kurzen Jeans. Der Securitytyp sah nämlich nun auch an ihm herab und entdeckte sein Tattoo, schaltete und schüttelte seine Hand gleich nochmal. "Ah, Nase, sie sind der mit dieser komischen langen Nase an der Maske, ich verstehe. Gut, fein, ich weiß Bescheid. Kate, weitere Besuche werden bitte vorher angemeldet. Wenn hier jemand etwas sieht und die Cops ruft, weiß ich Bescheid und kann sofort schalten. Oder falls mal unangemeldet jemand vor der Tür steht. Wenn ich weiß, dass sie hier sind, ist sie in Sicherheit, oder?", fragte dieser Ben und Chris nickte mit schmerzender Hand, Mann hatte der Kerl einen Händedruck! "Ich würde sterben für sie.", brummte Chris und sah zu Kate, die schmunzelte und zu Ben hochsah. "So ist das. Noch einmal jung sein. Kate, brauchst du oder die Kleine irgendwas, gitb es irgendwas, was getan werden muss?", fragte der Typ und Kate stand auf, strich ihren Rock nach unten glatt und schüttelte den Kopf. "Nein, Ben. Bis morgen Abend bleibt Chris bei uns und bis dahin ist die Welt vollkommen.", antwortete sie, ließ sich die Hand geben und seltsam, zu Kate war der Typ ganz lieb. "Gut, ich gebe es so weiter. Wenn was ist, du weißt, wie du mich erreichen kannst. Mister Fehn, es war mir eine Freude. Passen sie mir gut auf die beiden Mädels auf, nach der langen Zeit gewöhnt man sich ein wenig aneinander.", brummte der Typ, quetschte ihm wieder die Hand und nickte, ehe er zur Tür trat und im Flur verschwand. "Au.", sagte er und schüttelte die Hand aus, sah zu Kate und kam garnicht dazu, irgendwas zu sagen, denn Katie nahm tief Luft und rief einmal den Namen ihrer Tochter laut durchs Haus, die offenbar vorn im Wohnzimmer sofort alle Puschen verlor. "Ich musste es ihm sagen, ich bin diese Versteckspiele so leid.", murmelte sie anschließend leise, Chris nickte und hatte ja Verständnis dafür. "Mama, was brüllst du denn so PAPA!", brüllte Askja dann in den Raum und warf ihn fast um, worüber Chris nur lachen musste. "Hey kleine Schneeflocke, Hallöchen. Komm her, ich hab dich so lang nicht gesehen.", sagte er, hob die Kleine hoch und umarmte seine Tochter, die nun vor lauter Freude das Schluchzen anfing, ohje, was würde das denn morgen werden, wenn er weg musste? Gott sei dank würde das Kind bei seinem Abschied schon lange schlafen, schon jetzt nahm Chris sich aber vor, sie sowohl heute als auch morgen ins Bett zu bringen und sich so von ihr zu verabschieden. Wer wusste, wann es ihm vergönnt war, dieses Kind noch einmal so im Arm halten zu dürfen?

Im Wohnzimmer setzte Chris sich mit Askja im Arm dann auf das Sofa, während Kate sich von dem Security-Guard und Conzuela verabschiedete. "Deine Mama hat mir dein Armband gegeben, schau, ich trage es und ich werde es nie wieder ausziehen. Ich danke dir, kleine Maus, es ist wunderschön und wird mich immer trösten, wenn ich dich vermisse. Und weißt du was? ich hab dir auch was mitgebracht, sieh mal hier.", sagte Chris leise und trocknete erstmal mit beiden Daumen die tränennassen Wangen seiner Tochter, ehe er die kleine Schatulle vom Tisch nahm und sie öffnete. "Was ist denn das?", fragte Askja neugierig und hörte sich ganz nasal an, Chris hielt ihr das nun geöffnete Schmuckkästchen hin und zeigte ihr die beiden Ohrklipse, die die gleiche Form hatten wie Katies Ohrringe. "Das sind die passenden Ohrringe für deine Halskette, mein Engelchen. Und weil ich weiß, dass du noch keine Ohrlöcher hast wie deine Mama, hab ich dir Ohrringe gekauft, die du an und ausziehen kannst, wie du willst. Sieh her, so geht das. Ein bisschen schwierig, aber Mama wird dir bestimmt helfen dabei. So, und offen, jetzt halten wir es an dein Ohr und machen es wieder zu. Zack, und schon hast du einen Ohrring an. Tut es weh?", fragte Chris, Askja befingerte ihr Ohr und strahlte glücklich, schüttelte den Kopf und nahm den zweiten Ohrring, um ihn aufzuklipsen. "Hilfst du mir?", fragte sie, denn der Klips war neu und ging recht schwer auf, Chris nahm das Ding und drückte es mit Kraft auf, uff. "So, Achtung... und voila. Wunderschöne kleine Eiskönigin. An den Ohren, in den Haaren, am Hals, auf den Kleidern. Jetzt muss ich ja aufpassen, dass du mir nicht gefrierst.", antwortete Chris und betrachtete seine Tochter, die die kleinen Haarspangen in den Haaren trug und ihr neues Shirt mit Elsa anhatte. "Aber Papa! Hast du denn bei dem Film nicht aufgepasst? Man gefriert nur für alle Zeiten zu einem Eisblock, wenn man von einem Eisblitz ins Herz getroffen wird. Und ich kann keine Eisblitze zaubern, also kann ich ja auch nicht gefrieren.", konterte das Kind altklug, für ihre vier Jahre war sie schon ganz schön wortgewandt. "Na, vielleicht hat der Papa nur darauf spekuliert, dir dann einen Knutscher aufdrücken zu können, um dein kaltes Herzchen wieder aufzutauen, du kleine Maus? Und vielleicht wollte er dich dann auch gleich durchkitzeln und so zum lachen bringen, dass dir der Bauch davon kribbelt?", fragte Kate, die sich über das Sofa beugte und betrachtete Askjas Ohrringe, ehe sie ihn ansah und ihm einen Kuss auf die Nasenspitze gab. "Das geht doch nicht. Papa ist doch deine wahre Liebe, Mama, nicht meine.", erklärte das Kind, Chris sah die Maus an und hob eine Augenbraue, derweil Kate ihm den Arm um die Schulter legte und die Hand auf seiner Brust ruhen ließ, sodass sie ihn halb umarmen konnte. "Das ist richtig, mein Spatz. Aber wir sind deine Eltern und keine Liebe auf dieser Welt ist größer und stärker als die zwischen Eltern und ihren Kindern. Deine Mama wird dich immer beschützen und ins Bett bringen, dir die Haare streicheln und deine Hand halten. Und ich werde so viel Glitzer ertragen, dass ich irgendwann selbst anfange zu funkeln. Und ich werde euch beide immer lieben, immer und über alles. Und schon bald lernst du deinen Bruder kennen, Askja, ich bringe ihn mit. Sein Name ist Jaxon und er ist ein klein wenig jünger als du. Aber er hat blonde Locken und die gleiche Augenfarbe wie du.", sagte Chris, hielt sich an Katies Hand fest und strich dem Kind den Zopf über die Schulter. "Bekommt Mama denn ein Baby?", fragte sie unsicher, Kate blinzelte neben ihm irritiert und gluckste. "Nein, Flöckchen. Jaxon hat eine andere Mama, aber den gleichen Papa wie du. Er ist dein Halbbruder.", sagte Kate dazu, Askja schüttelte nun energisch den Kopf. "Warum hat er eine andere Mama? Das geht doch nicht.", wollte das Kind wissen, Kate ließ ihn los und kam um das Sofa herum, um sich neben Chris zu setzen. "Das ist eine lange Geschichte, Spätzchen, die ich dir irgendwann erkläre, wenn du älter und größer bist. Katie, die Klipse sind sehr eng, du musst ihr damit helfen und vielleicht sollte sie die Ohrringe auch nicht zu lange anlassen. Ich will nicht, dass sie Schmerzen davon bekommt.", antwortete Chris und richtete seine Aufmerksamkeit auf Kate, sie wieder nach den Ohrringen sah und nickte. "Ist gut. Habt ihr beiden Hunger? Dann mach ich uns mal monstermäßig starke Nudeln, was meint ihr? Onkel Ben war einkaufen und hat Hackfleisch mitgebracht, dann kann ich dir dein Lieblingsessen machen.", sagte Katie und sofort war die Kleine Feuer und Flamme, hielt mitten in der Bewegung aber inne und sah ihn mit großen Augen traurig an. "Wird Papa auch mitessen oder muss ich alleine essen?", fragte sie, Kate strich dem Kind mit beiden Händen über das Gesicht und küsste ihre Tochter dann auf die Stelle zwischen den Augen. "Ich werde mitessen und wir können deiner Mama bestimmt beim Kochen helfen. Und Morgen bin ich auch den ganzen Tag hier, Prinzessin.", antwortete Chris, Askja umarmte ihn und Kate seufzte. "Was machen wir nur ohne dich, mein Schatz?", fragte sie leise, Chris schmunzelte. "Das Gleiche wie immer, würde ich behaupten. Hoch mit dir, kleiner Kristall. Machen wir uns Musik an und genießen wir den Tag. Nach dem Essen unternehmen wir was, abgemacht? Genießen wir diesen Tag als Familie.", bat Chris, hob Askja von seinem Schoß, stand auf und sah dabei zu Kate, die sich von ihm die Hand reichen und aus dem Sofa helfen ließ. "Abgemacht.", stimmte sie dem zu und lächelte verliebt, aber auch leicht besorgt, denn sie verstand, warum Chris diese beiden Tage vor seiner Abreise nach Michigan als Familie nutzen wollte. Melissa war gewitzt und es stand in den Sternen geschrieben, wann Chris Askja das nächste Mal in die Arme schließen durfte. Vielleicht in drei Wochen? Vielleicht auch in vier Jahren?

Und sie hatten diese beiden Tage wie eine Familie genutzt. Fast alles machten sie zusammen und Askja hatte sogar einen Tag lang den Kindergarten sausen lassen dürfen, um gemeinsam mit ihnen zum Lake Success in den Hügeln fahren zu können. Dort am Wasser verbrachten sie zu dritt einen herrlichen Vormittag bei einem Picknick, die Blumen blühten hier im Wasser herrlich rosa und Pelikane schwammen ihre Runden. Askja konnte toben und sammelte Steine, die sie hübsch fand. Chris zeigte ihr, wie man die besonders flachen Kliesel auf dem Wasser hüpfen lassen konnte und lief mit dem Kind auch auf den Steg, um von dort aus ins Wasser gucken zu können. Baden war hier natürlich nicht erlaubt, aber auf dem Steg stehend hatte man eine herrliche Aussicht. Danach waren sie noch ein wenig durch die felsige Landschaft spaziert, Kate schmuste viel mit ihm und Askja war so oder so immer in der Nähe. Und weil es so ein schöner Tag war hatte er die beiden Mädels eingepackt und war mit ihnen noch ins Schwimmbad gefahren, Kate konnte sich nur selten solche Ausflüge erlauben und brauchte auch mal solche Tage abseits ihres gewohnten Trotts, Chris legte ihr die Welt zu Füßen, wenn er konnte. Askja konnte noch nicht richtig schwimmen, aber das war kein Problem, denn das Kind vertraute ihm und ließ sich auch in tieferes Wasser ziehen, wo Chris seiner Tochter zeigte, wie man die Luft anhielt, sich die Nase zuhielt und dann mal mit zusammengekniffenene Augen unter Wasser tauchte. Askja machte das munter nach und prustete im Wasser herum, nach dem dritten Schluck hatte sie dann endlich den Dreh raus. Und da das schon genug Schwimmunterricht für den einen Tag war lief Chris mit seiner Tochter zur großen Rutsche, das Kind verlachte und verquietschte sich in seinen Armen, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Sie tobte in einer wilden Wasserschlacht mit ihrer Mutter umher und spielte ganz brav im warmen Wasser des Kinderbereichs, immer unter seiner Aufsicht. Mit Jax war Chris noch nie im Schwimmbad gewesen, Melissa erlaubte es nicht. Und genau deshalb hatte er heute besonders ein Auge auf Askja, der Prinzessin sollte ja nichts passieren. Als es Zeit zum gehen wurde führte der Weg sie noch in ein Spieleparadies, eine Art Indoorspielplatz für Kinder und ihre Eltern, wo Askja sich dann die letzten Kraftreserven rauspowern konnte. Gemeinsam mit Katie sprang sie kunstvoll auf dem Trampolin herum und schaffte einmal sogar einen Salto, irgendwann aber merkte man, dass das Kind langsam müde wurde und so traten sie zum letzten Mal zu dritt die Heimreise an, wobei Askja schon im Auto einschlief und fix und fertig war. Schmunzelnd über das Kind hob er sie dann aus dem Wagen und trug sie ins Haus, Kate öffnete ihm alle Türen und schaltete in Askjas Zimmer die Lichterkette an, das Kind musste ja noch aus dem Kleidern raus. "Ich die Schuhe, du die Jacke.", murmelte er und half Kate, so gut es ging, ehe er seine Prinzessin in ihr Bett legte, sie zudeckte und sich zu ihr kniete, um ihr die nach Chlor riechenden Haare aus dem Gesicht zu streichen. "Ich lass euch kurz allein.", flüsterte Kate mit Askjas Sachen im Arm, verließ das Zimmer und zog die Tür bei, Chris wartete eine Weile und beobachtete das schlafende Kind dabei. Wie friedlich und glücklich sie aussah, wie ihre Mama, nur in ganz jung. "Perfektion. Ich liebe dich, kleine Prinzessin und ich verspreche dir, ich werde irgendwann wieder hier an deinem Bett sitzen und dir beim Schlafen zusehen. Ich weiß nur nicht, wann dieser Tag sein wird. Und ich werde dir der Papa sein können, den du verdient hast, so wie ich es heute war. Verzeih mir, dass ich schon wieder gehen muss. Verzeih mir, dass ich nie da bin, wenn du große Meilensteine in deinem Leben erreichst. Ich wünschte, ich könnte es ändern. Ich wünschte, ich könnte die Uhr zurückdrehen zu dem Tag in Madrid damals und all das sehen, was deine wundervolle Mama bei dir sehen konnte. Dein erstes Lachen, dein erster Schritt ohne Hilfe. Ich hab so viel verpasst und ich werde noch so viel mehr von deinem Leben verpassen, verzeih mir das. Aber du sollst wissen, dass ich dich liebe und geliebt hab von der Sekunde an, in der ich wusste, wer du bist. Meine Tochter. Ich komm zu dir zurück, ich schwöre es. Schlaf schön, kleiner Eiskristall, mögen die Engel über dich wachen heute Nacht. Bis irgendwann.", hauchte Chris möglichst leise , streichelte ihr die Haare sanft und küsste dann ihre Wange, weil er sie ja nicht wecken wollte. Und als er aufgestanden war richtete er ihre Decke, sah sich das kind noch einmal genau an und seufzte, er würde sie schrecklich vermissen und es brach ihm fast das Herz, dennoch löschte er das Licht der Lichterkette, das Nachtlicht brannte ja schon. Leise schlich er zur Tür, zog sie auf und fand Kate auf der anderen Seite an der Wand sitzend vor, sie hatte offenbar gelauscht und gehört, was Chris seiner Tochter zugemurmelt hatte, denn Katie hatte Tränen im Gesicht und hielt sich an Askjas Teddy fest. "Hey.", flüsterte er, zog die Tür bei und ließ sich den Teddy geben, den bauchte das Kind doch in ihrem Bett. Und als das erledigt war und Chris endlich aus dem Zimmer raus und die Tür fest geschlossen hatte, saß Kate noch immer auf dem Teppich und kämpfte mit der Erkenntnis, das es doch eventuell ein längerfristiger Abschied werden könnte. Vorsichtig half er ihr auf und zog sie in eine Umarmung, noch wenige Stunden konnten sie zu Zweit genießen, dann musste er weg. Nicht einmal die Nacht konnte er bei Kate verbringen, denn sein Flug ging schon recht früh. "Tut mir leid, ich hätte nicht lauschen sollen.", flüsterte die kleine Frau an seinem Hals und schniefte herzzerbrechend, Chris schloss die Augen und drückte Kate einfach nur an sich heran. "Alles davon ist wahr. Ich liebe euch, egal was kommt. Egal, wie das ausgeht, Katie, ich denke jede Sekunde an euch beide und ich werde euch schrecklich vermissen. Sag ihr das bitte, falls ich nicht zurückkommen kann. Sag ihr, dass ich mir wünsche, dass sie nicht böse ist, weil ich nicht da sein kann. Ich... ich wünschte, ich könnte so vieles aufholen, was ich verpasst habe.", sagte er sehr leise, Kate schluchzte nun an seiner Halsbeuge und nickte nur noch. "Wenn du ihr gesagt hast, was los ist, ruf mich an. Bitte.", bat Kate nun krächzend, Chris hingegen atmete tief ein und küsste ihre Stirn. "Wir werden sehen. Lass uns ins Wohnzimmer gehen, lassen wir die Prinzessin schlafen.", flüsterte er und hob Katie einfach an, dieses Fliegengewicht schaffte er mit einem Arm. Und sie wehrte sich nicht wie sonst, sondern hielt sich einfach fest und schluchzte wieder. Auch ihr ging der Abschied nahe. Und im Wohnzimmer angekommen entdeckte er die Kopie von der Aussage dieses Joshuas, Kate hatte sie ihm bereits herausgelegt. "Hier, ich hab das ernst gemeint. Wenn du mit ihr geredet hast und sie weiß, was hier abgeht, dann ruf bitte umgehend diese Nummer an. Es ist ein Pager und nicht verfolgbar, da codiert. Aber ich werde deinen Anruf erhalten und die nächsten Schritte einleiten. Versprich es mir, dass du anrufst, Chris. Versprich es.", sagte Kate, gab ihm einen Zettel mit einer Nummer und sah ihn flehend an, Chris nahm den Zettel und nickte, auch wenn ihm das nicht gefiel. "Was wird der nächste Schritt sein? Angenommen sie akzeptiert meine Forderungen nicht.", wollte er wissen, doch nun schüttelte Kate den Kopf, legte sich den Finger auf die Lippen und lächelte schief. "Das kann ich dir nicht sagen, mein Herz. Noch nicht. Ruf einfach an und .... und...", begann Kate und brach ihren Satz ab, setzte sich auf das Sofa und wieder rollten Tränen über ihre Wangen. "Ich hab dich einmal verloren, an diese Frau. Nochmal lass ich das nicht zu, Chris. Ich werde nicht kampflos aufgeben.", fügte Kate an und wischte sich fahrig die Tränen weg, während er sich neben sie setzte. "Wie ich es dir versprach, mein Engel, dieses Mal machen wir es richtig. Wenn sie meine Forderungen abschmettert, dann gib mir ein Jahr. Vielleicht auch ein wenig mehr, ich weiß nicht, wann die nächste Tour ansteht und was an Terminen da abfallen wird. Aber ein Jahr, ich bitte dich um diese Zeit. Ich lass mich von ihr scheiden, das Trennungsjahr muss ich aber alleine überstehen. Wir haben uns vier Jahre nicht gesehen, wir schaffen das doch irgendwie, oder?", fragte er, gab Kate die Hand und zog sie wieder zu sich, weil sie schluchzte und er es auf den Tod nicht ausstehen konnte, wenn jemand weinte. "Alle Zeit der Welt für fünf Minuten an deiner Seite.", murmelte sie und drückte sich an Chris heran, Stille kehrte ein und sie beide genossen die wenigen Stunden Zweisamkeit, die sie noch hatten. Es war eine recht stille, gedrückte Zweisamkeit, aber sie waren zusammen und nur das zählte.
Review schreiben