Liebe mit Hindernissen - Schwuler Homophob

von AllyLee
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
21.06.2019
02.12.2019
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Herzlich willkommen zu meinem neusten Projekt :)
Ich arbeite schon eine ganze Weile an dieser Story und hab es heute nicht mehr ausgehalten sie weiterhin unter Verschluss zu halten. Ich werde versuchen jede Woche ein neues Kapitel zu posten, je nachdem wie gut ich im Schreibprozess voran kommen.
Ich bin auf Feedback gespannt und hoffe meine beiden Süßen finden bald ein paar interessierte Leser, die ihre Geschichte verfolgen.
Alles Liebe Ally
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GRIFFIN

Ich war nervös, als ich vor dem beeindruckenden Universitätsgebäude stand. Hier würde ich also studieren, es war mein erster Tag und ein bisschen fühlte es sich an, wie der erste Schultag.
Ein wenig zittrig fuhr ich mir zum wiederholten Mal durch mein Haar, welches ohnehin schon völlig verwuschelt war, dann betrat ich die Uni, so wie tausende Studenten vor mir es getan hatten und so wie es auch noch Tausende nach mir tun würden und doch war es einzigartig.
Jedoch sank meine Laune, als ich im Saal 119 saß, in dem ich meine erste Vorlesung hören würde, denn kurz nach mir kam eine Tunte in den Raum, anders konnte ich es nicht nennen. Die Haare hatte er platinblond gefärbt, zudem trug er über einem engen pinken Shirt ein Netzoberteil. Zudem schwarze Jeans die so eng waren, das sie nichts der Fantasie überließen mit einem pinken Gürtel und pinken Sneakers.
Augenblick verzog ich angewidert das Gesicht.
Ich war ja Vielem gegenüber tolerant, aber das hörte bei Schwulen auf. Sie waren alle perverse, verantwortungslose Schweine, wie mein Vater… kurz durchzuckte mich Schmerz, bei dem Gedanken, dann schüttelte ich ihn ab.

Zu meinem maßlosen Entsetzten, schien mein alles andere, als freundlicher Gesichtsausdruck Pinky nur noch zu ermutigen sich zu mir zu setzen.
Er setzte sich zu mir und strahlte mich an. „Hey Süßer, ich bin Leo und du bist?“
„Ich bin angewidert.“ Kurz sah er mich verdutzt an, dann lachte er, „Wie du meinst Süßer. Warte es ab, du wirst mich noch lieben lernen.“
„DAS, glaub ich kaum“, zischte ich und sah stur nach vorn, wo nach weiteren zehn Minuten endlich der Dozent erschien und unsere Vorlesung begann.
Pinky, alias Leo allerdings dachte nicht daran mich in Frieden zuhören zu lassen, was mich regelrecht aggressiv machte. Immer wieder ballte ich die Hände zu Fäusten und versuchte den Worten des Dozenten zu folgen.
Für mich war es wichtig, ich wollte einen vernünftigen Abschluss in BWL haben, um meinen Traum eines eigenen Hotels zu erfüllen, da konnte ich keine Ablenkung durch einen wie ihn gebrauchen.
Ich konnte nicht sagen, wieso ich unbedingt ein Hotel wollte, woher die Faszination rührte, doch als ich jünger war, fand ich sie immer wundervoll. Es war so anders, als zu Hause und hatte eine unwirkliche, traumhaft idyllische Atmosphäre, sodass sich immer alles anfühlte, als wäre die Welt in Ordnung, selbst wenn meine Eltern sich anschrien, oder ich meinen Vater sah, wie er einen Mann sehnsuchtsvoll hinterher blickte.
Im Hotel konnte man für eine Weile der Realität entfliehen...

Am Ende der Stunde waren auch meine Nerven völlig durch, denn Pinky schien hartnäckig zu sein. Er folgte mir wie ein Schatten und quasselte erbarmungslos auf mich ein: „Es ist schon echt aufregend hier, findest du nicht auch? Ich finde es echt spannend hier...“
„Kannst du vielleicht auch mal die Klappe halten?!“, schnauzte ich ihn schließlich mehr als genervt an und tatsächlich hielt er den Rand und sah ich mich nur groß an, mit seinen Teddybär Augen.
„Vielen Dank, du bist wirklich penetrant weißt du das?!“, fauchte ich weiter und zu meinem Erstaunen lachte er über meine unfreundlichen Worte und erwiderte freimütig, „Ich weiß und jetzt lass uns was essen gehen.“
Er wollte meine Hand nehmen, um mich hinter sich her zu schleifen, doch ich zuckte zurück, ging mit Grabesmiene, aber trotzdem neben ihm her in die Cafeteria.
Was das für meinen Ruf hier bedeutete gleich am ersten Tag mit einer Schwuchtel herumzulaufen, wollte ich lieber nicht wissen, aber scheinbar würde ich ihn so schnell nicht los werden und es sicherer für alle Beteiligten, besonders für mich und meine Nerven, wenn ich seine Anwesenheit zumindest erst einmal duldete, auch wenn ich mich unwohl fühlte dabei.

„Wo wir her so schön beisammen sitzen, erzähl mir doch was über dich“, versuchte er kaum das wir mit dem Mensaessen an einem Tisch Platz genommen hatten ein Gespräch zu beginnen.
Eins musste man Pinky lassen, er war definitiv hartnäckig.
Ich seufzte ergeben und knurrte noch immer wenig freundlich: „Was willst du denn wissen?“ „Dein Name wäre ein netter Anfang“, grinste er. „Griffin, mein Name ist Griffin.“
„Okay Griffin, warum studierst du BWL?“ „Ich will ein Hotel eröffnen, das ist schon seit ich ganz klein war, ein Traum von mir“, gab ich offen zu, den Grund dahinter verschwieg ich allerdings, das ging niemanden etwas an, „Aber die eigentliche Frage sollte lauten was du im BWL Kurs verloren hast, hast du dich verlaufen?“
Er lachte und fuhr sich durch seine platinblond gefärbten, unecht wirkenden Haare und strich sie sich aus dem Gesicht. „Nein, das nun wirklich nicht, ich studiere nicht nur BWL, sondern auch Tanz, ich will eine Tanzschule aufmachen und da ist es förderlich auch Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre zu haben, auch wenn der Unterricht trocken ist“, erklärte er lapidar und ich konnte mir ein spöttisches Grinsen nicht verkneifen, eine tanzende Schwuchtel... wie originell...

Dieser erste Tag an der Uni war so völlig anders, als ich ihn mir vorgestellt hatte, was sicher an meinen neuen Schatten lag, der eine Vorliebe für Pink hatte, leider die Farbe, nicht die Sängerin und ich hatte das ungute Gefühl das ich ihn, egal wie unfreundlich ich war, nicht so schnell wieder los wurde und mein Gefühl täuschte mich sehr selten...
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