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London

GeschichteAllgemein / P18
Evie Frye Henry Green Jacob Frye
21.06.2019
21.06.2019
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Mal wieder wurde es ein langer Abend und die Nacht rückte unaufhaltsam voran, während der Morgen unaufhaltsam näher rückte. Betrunkene Gäste sangen und tanzten zu ihrer eigenen Musik, während sie doch recht friedlich beisammen saßen und beinahe jeden Tisch in der Kneipe füllten. Nach und nach verabschiedete sich nun endlich einer nach dem Anderen um torkelnd den jeweiligen Heimweg anzutreten.
Caithlin stand hinter dem Tresen und spülte die benutzten Krüge aus bevor sie diese zum Trocken zur Seite stellte. Die meisten ihrer Gäste waren Männer und mittlerweile kannte sie einige von ihnen recht gut. An ruhigeren Abenden hatte sie Zeit für das eine oder andere Gespräch mit ihnen. Meist erzählten sie dann von ihren Sorgen und Problemen bis sie einen neuen gefüllten Krug in die Hand bekamen und diese ohne zu zögern mit Alkohol ertränken konnten.
Heute war viel los und es blieb keine Zeit für Pausen oder um auf die teils derben Spräche der Männer reagieren zu können. Caithlins Chef hatte sich bereits früh verabschiedet, weil die Gicht ihn bei dem regnerischen Wetter immer wieder plagte. Bis dahin war alles ruhig und sie hatten beide nicht damit gerechnet, dass sich zu späterer Stunde doch noch so viele hier einfinden würden und die junge Frau nun alle allein bedienen musste. Die Anwesenden hatten Verständnis und warteten gern einen Augenblick auf das bestellte Bier, um es schließlich mit einem nicht enden wollenden Lächeln von der Rothaarigen serviert zu bekommen.
Nur kurz überlegte Cat, ob sie nach George, ihrem Chef schicken sollte. Aber ihm ging es wirklich schlecht und schnell entschied sie sich wieder dagegen. Es war nicht der erste Abend, den sie allein bestreiten musste und es würde sicher auch nicht der letzte bleiben. Den Schlüssen hatte sie in ihrer Rocktasche und durch das trocknen ihrer Hände an der einfachen Schürze spürte sie diesen wieder. Jetzt, da sich auch der letzte Tisch zum gehen aufmachte, seufzte Caithlin erleichtert auf und lächelte ihnen zum Abschied zu.
Die Müdigkeit war schwer in ihren Körper gefahren und ihr kurzes Gähnen versteckte sie hinter vorgehaltener Hand.
Die Zustände der Männer ließ sie schon jetzt erahnen, welche Geschichten sie sich in nächster Zeit anhören durfte. Keine Frau war begeistert, wenn der eigene Mann derart betrunken und erst mitten in der Nacht ins gemeinsame Ehebett fiel. Viele der Frauen kannten Caithlin und taten ihre schlechte Meinung über die Rothaarige offen kund. Die junge Barfrau hatte gelernt damit zu leben, zumal von den diversen Anschuldigungen keine der Wahrheit entsprach.
Nachdem sie nun endlich allein war, ging sie müde zu den verbliebenen Gläsern und Flaschen um auch den letzten Tisch abzuräumen. Für den Moment stellte sie alles auf dem Tresen ab und wollte gerade zum Tisch zurückkehren, als ihr ein Mann den Weg versperrte. Erschrocken blieb Caithlin stehen und griff sich in herzhöhe an die Brust. ''Matt, hast du mich erschreckt. Hast du was vergessen?'' Matthew war einer der Stammgäste der Kneipe und eigentlich hatte sie gedacht er hätte mit seinen Freunden eben das Lokal verlassen. An ihm vorbei suchte sie seinen Tisch vergeblich nach eventuell vergessenen Wertgegenständen oder Schlüsseln ab. Matts Atem war von Alkohol getränkt und mit einem gierigen Grinsen legte er seine Hände auf Caithlins Hüften. ''Mhm... meinen Gute-Nacht-Kuss hab ich vergessen.'' lallte er wenig koordiniert. Die junge Frau versuchte angewidert den völlig betrunkenen Kneipenbesucher abzuwehren und ihn von sich zu schieben. Leider ohne sichtlich Erfolg. Da sie den Männerkörper nicht von sich schieben konnte, lehnte sie ihren eigenen so weit es geht nach hinten, was aber aufgrund der Theke in ihrem Rücken ebenfalls nur geringen Abstand zwischen sie brachte, welchen Matt sehr schnell wieder verringerte.
''Behalte deine dreckigen Finger bei dir!''
Caithlins Ton war nun deutlich schroffer und ihr Gesicht verzog sich aufgrund des Ekels, den sie verspürte, während das Schwein begann an ihrem Hals herumzulecken. Ihre Finger bohrten sich mittlerweile in seine Arme und langsam wurde ihr bewusst, wie wenig sie gegen den Mann ausrichten konnte. Seinem fehlenden Anstand und der vom Alkohol angestachelten Lust schien es ziemlich egal zu sein, ob sie mit dieser Nähe und den Berührungen einverstanden war.
Während sein Körper den ihren an Ort und Stelle fixierte, griffen seine Hände rücksichtslos nach Caithlins langem Rock und rafften die verschieden Lagen hoch. Verzweifelt ließ sie von ihrem abwehrend Griff ab und zog nun ebenfalls am Stoff herum, aber in die entgegengesetzte Richtung.
''Zier dich doch nicht so, elendige Hure. Aber wenigstens hast du mehr Feuer als mein Weib daheim.''
Mit einer Hand griff Matt an den Hinterkopf der sich sträubenden jungen Frau und zog sie an den Haaren zurück. Aus Reflex auf den Schmerz griff Caithlin nach seiner Hand und schrie laut auf. ''Lass mich los habe ich gesagt! Hilfe! Hi...''
Obwohl Matt völlig betrunken war, reagierte er schnell. Zu schnell für die überfallene Bedienung. Er griff sich eins der Geschirrtücher und stopfte es kurzerhand in Caithlins Mund, der gerade verzweifelt nach Hilfe schrie. Noch bevor sie das Tuch wieder entfernen konnte, wurde sie um die eigene Achse gedreht und mit dem Oberkörper über den Tresen gelegt. Ihre Arme verdrehte das Schwein dabei grob nach hinten und hielt sie auf ihrem Rücken fest. Der Größenunterschied und sowie die Kraft machten es Caithlin unmöglich sich aus dieser Situation zu befreien und erst jetzt wurde ihr bewusst, was gleich geschehen würde. In ihren Ohren hörte sie ihr eigenes Blut rauschen und für einen Moment hielt sie ganz still. Jede Gegenwehr brachte ihr nur mehr Schmerzen und vielleicht würde es schneller vorbei sein, wenn sie einfach still halten und es geschehen lassen würde. Sie spürte das drückende Gewicht des Männerkörpers auf ihrem Rücken und wie Matthew sich erneut mit der anderen Hand an ihrem Rock zu schaffen machte. Er zog ihn nach oben, entblößte ihre Beine und ihren Hintern und machte sich anschließen an seinem Gürtel und den eignen Hosen zu schaffen. Caithlin hielt noch immer still und schloss ihre Augen so fest sie konnte. Tränen der Wut und der Angst hatten sich darin gesammelt. 'Gleich ist es vorbei. Gleich ist es vorbei.' Wiederholte sie immer wieder wie ein Gebet.
''Na Mädchen, hast du endlich aufgegeben? Jetzt zeig ich dir was'n richtiger Mann ist.''
Statt dem erwarteten Schmerz passierte erst einmal nichts. Caithlin spürte nur weiter die kühle Luft an ihrem Unterleib, bis sie eine weitere, ihr unbekannte Stimme hinter sich vernahm.
''Naja, du bist das aber wohl nicht.''
Schnell riss Caithlin ihre Augen wieder auf und nach dem wirklich unschönen Geräusch des Zusammentreffen einer Faust mit einer Nase und dem unheilvollen knacken brechender Knochen, ließ jegliches Gewicht von ihrem Körper sowie Armen ab und sie verschwendete keine Sekunde um ihre Kleidung wieder an die dafür vorgesehene Position zu bringen und das Tuch aus ihrem Mund zu ziehen.
Caithlin wusste nicht, ob ihr nun geholfen wurde, oder ob dieser fremde Mann nur den Vortritt wollte. Sie wollte es aber auch nicht herausfinden. Während Matt hinter ihr zu Boden ging rettete sie sich selbst über die Theke und hockte sich in die hinterste und dunkelste Ecke ohne auch nur einmal zu dem anderen Mann aufzusehen. Ihre Knie angezogen schlang sie beide Arme darum und legte ihren Kopf dazwischen, als könnte sie niemand entdecken, solange sie selbst niemanden sah. Ein kindliches Verhalten, aber nach diesem Überfall war sie gerade völlig verängstigt und überfordert, was richtiges oder logisches Handeln nicht gerade einfach machte.
Die hörte schwere Schritte auf dem Holzboden und wenn sie sich von dem Rauschen in ihren Ohren nicht täuschen ließ, war da draußen mehr als nur ein Mann der sich bewegte. Zitternd versuchte sie wenigstens ihre Atmung zu beruhigen und nicht zu weinen. Warum war sie heute nur allein hier? Warum hatte sie nicht einfach gleich zugesperrt sondern erst die Gläser geholt? Warum war Matt so ein dreckiges Arschloch? Und was zum Teufel wollten diese fremden Männer nun hier?
''Nigel, bring diesen Dreckskerl nach draußen, bevor ich ihm noch mehr als nur die Nase breche.'' Wieder diese fremde, dunkle Männerstimme. Sofort machten sich eilige Schritte bemerkbar und etwas schweres wurde über den Boden gezogen. ''Geht klar Chef.''
Antwortete eine wesentlich jüngere aber ebenfalls männliche Stimme. Caithlin hatte sich also trotz ihrer Aufregung nicht getäuscht. Es waren mehr Männer anwesend.
Aufgewühlt und ängstlich bleib sie in ihrer Ecke kauernd sitzen und wollte sich übergeben. Es war plötzlich wieder still in dem Pub. Nur ihr Atem, ihr Herzschlag und das Rauschen in den Ohren, das langsam leiser wurde. Sie wusste nicht, wie lange sie dort am Boden saß. Langsam hob sie den Kopf und lauschte angestrengt in die Stille. Nichts.
Wieder wartete sie einige Atemzüge um ganz sicher zu gehen dass sie allein war, ehe sie langsam ihre Hände zur Seite nahm um vorsichtig aufzustehen. ''Geht es Ihnen gut, Miss?'' Die Stimme war zurück, oder vielmehr war sie nie weg. Zu Tode erschrocken richtete sich Caithlin zu schnell auf und knallte mit dem Hinterkopf an die Unterkante des Tresen, unter dem sie gerade noch so kläglich versucht hatte sich zu verstecken.
''Au.'' Der schmerzhafte Ausruf begleitete den lauten Knall und erneut füllten sich ihre Augen mit Tränen. Diesmal waren aber der dröhnende Schmerz schuld daran und Caithlin bemerkte gerade noch, wie ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde. Im grauen Schleier der beinahen Ohnmacht erkannte sie nur einen Schatten, der schnell auf sie zukam und mit zwei starken Armen ihr Umkippen nach hinten bremste. ''Diese Wirkung sollte ein echter Mann auf Frauen haben.'' Scherzte der Fremde hörbar amüsiert und hielt Caithlin fest. Diesmal fand die junge Frau aber wieder schneller zu sich  und floh etwas wackelig aus dem schützenden Griff des Mannes und hockte ihm gegenüber am Boden. ''Ich...  Finger weg! Ich... habe... das, und werde es benutzen!'' Eine Hand tastete nach der sich bereits jetzt deutlich spürbaren Beule an ihrem Kopf, während die andere nach dem nächstbesten Gegenstand griff, ihn nahm und gegen den Mann richtete. 'Das' war eine halbvolle Whiskyflasche. Nur langsam lichtete sich der Schleier von ihren Augen und sie musste einige Male zwinkern, ehe sie die Situation im wahrsten Sinne klarer sehen konnte. Vor ihr hockte ein junger Mann auf dem Boden, einen Arm lässig auf dem aufgestellten Knie abgestürzt und beide Hände beschwichtigend erhoben. Er war relativ gut gekleidet, trug ein helles Hemd, darüber eine grüne Weste und einen schwarzen Mantel. Wichtiger für Caithlin waren der geschlossene Gürtel, sowie die Hose, welche sich dort befand, wo man sie normalerweise trug. So trug es sich zu, dass ihr Blick erst einen Moment im Schritt des Mannes hängen blieb, ehe ihre Augen endlich das Gesicht erreichten. ''Mir hätte ein 'Dankeschön' genügt, aber wenn mir eine hübsche Frau einen ausgibt sage ich nicht nein.'' Sein süffisantes Grinsen machte klar, dass er ihren stockenden Blick bemerkt hatte und vermutlich sogar genoß.
Einige, noch immer etwas zittrige Atemzüge brauchte die junge Kellnerin noch um sich zu beruhigen und die Situation zu ordnen. Jetzt war ihr wirklich übel. Der Fremde war mittlerweile wieder aufgestanden und streckte eine Hand aus, um Caithlin ebenfalls wieder auf die Beine zu helfen. Sie senkte ihre 'Waffe', da sie beschloß, dass von diesem Mann vermutlich weniger Gefahr ausging als gedacht. Er würde sie wohl kaum retten, um ihr gleich darauf selbst etwas anzutun. Dankbar griff sie nach der angebotenen Hand und wurde sogleich nach oben gezogen. Das Erstaunen über diese Leichtigkeit der Bewegung und der schnell darauf folgende stechende Kopfschmerz stand gut lesbar in ihrem Gesicht geschrieben. Mehr Übelkeit gesellte sich zu dem Schwindelgefühl und nachdem Caithlin auf beiden Beinen stand, klammerte sie sich an ihrem bekannten Arbeitsplatz und ließ den Fremden wieder los. Ihre andere Hand stellte den Whisky auf den Tresen und ihre Finger umschlossen den schmalen Hals der Flasche.
Der Mann hatte sich schnell wieder entfernt und war um die Theke gegangen, um sich wie ein ganz normaler Gast auf einen der Hocker zu setzen. ''Also?''
Noch immer lag dieses überlegene, selbstsichere Grinsen auf den, von einem leichten Bart umrahmten Lippen. Um den Schnaps würde Caithlin wohl nicht mehr rum kommen und langsam nickte sie. Der schlimmste Schmerz hielt sich in Grenzen, solange sie sich nur langsam bewegte und so streckten sich ihre Finger nach einem der kleinen Gläser.
Der Fremde schien nicht mit Geduld gesegnet zu sein und kam ihr zuvor. Zwei Gläser, sowie die Flasche wurden vor Caithlin abgestellt und er füllte den Alkohol großzügig ein. Endlich erwachte die junge Frau aus ihrer Starre und noch bevor er das zweite Glas füllen konnte, legte sie ihre Hand darauf und schüttelte nur leicht den Kopf. Ein fragendes Paar braun-grüner Augen richtete sogleich sich auf sie. ''Für mich nicht.'' Erklärte sie mit leiser Stimme. Schulterzuckend griff der Fremde nach ihrer Hand und hob sie an, um auch das zweite Glas zu füllen. Caithlin war zu erschöpft und müde, um eine Diskussion zu beginnen und ließ den Mann einfach gewähren. ''Dann trinke ich eben zwei!''Wieder zeigte sich dieses Lächeln, während Caithlin hingegen nur die Arme vor ihrer Brust verschränkte. Sie wollte, dass der Kerl austrank und endlich das Pub verließ. Zusperren, schnell nach Hause laufen um den Abend so schnell es geht vergessen zu können. Der Mann griff gerade nach dem ersten Glas, als die Eingangstür wieder schwungvoll geöffnet wurde. Voller Angst blickte Caithlin auf und duckte sich etwas hinter dem Tresen aus Furcht, Matt könnte zurückkehren und auf Rache sinnen. Das Whiskyglas noch nicht an den Lippen lächelte der Braunhaarige und zwinkerte der geduckten Frau zu. ''Keine Angst, Miss. Dieser Mistkerl kommt so schnell nicht mehr zurück.'' Tatsächlich erkannte sie den jungen Burschen in der Tür nicht. Es war weder Matt noch einer der anderen Gäste. ''Boss, wir haben ein Problem.''
Rief der Neuankömmling und erst jetzt drehte sich der Ältere vollständig zu ihm um. ''Der Kerl winselt vor sich hin, von wegen 'er wollte das nicht...Starrick hätte ihn bezahlt um der Kleinen Angst zu machen... blabla...'.'' Der Junge äffte einen recht weinerlichen Tonfall nach und es fiel nicht schwer darin Matthew wieder zu erkennen. ''Sorry, Miss.'' Fügte der Junge noch in Caithlins Richtung zu, nachdem er den erneuten Schrecken in ihrem Gesicht erkannte.
Nachdem die Rothaarige den Whisky aus dem zweiten Glas nun doch in einem Zug geleert hatte, stellte sie das leere Gefäß etwas zu schnell zurück. Überrascht von ihrem Sinneswandel blickte er Ältere erst nur über seine Schulter hinweg an, ehe er dem Jungen nächste Anweisungen gab.
''Gut gemacht, Nigel. Ich kümmere mich darum.''
Ein knappes 'Alles klar, Boss!' folgte von dem Jüngeren, der sich sichtlich über das Lob freute. Die Tür schloss sich und sie befanden sich wieder zu zweit in der Bar. Langsam drehte sich der Mann um und griff erneut nach dem Alkohol. ''Wie es aussieht trinken wir wohl doch noch einen zusammen, Miss.''
Aber diesmal war Caithlin schneller. Er leistete keine Gegenwehr, als ihm der Whisky abgenommen und beiseite gestellt wurde. Wenn sie schon etwas trank, dann nicht diesen scharfen Fusel. Die 'Flasche mit dem guten Whisky' wurde hervorgeholt und in die Gläser gefüllt. Begeistert betrachtete der Mann den goldenen Inhalt der Gläser und hob eines davon hoch, um diesmal mit Caithlin anstoßen zu können. ''Warum wird ein Mann bezahlt, um sie einzuschüchtern, Miss...?''
Caithlin mochte für gewöhnlich das leise Klirren, welches beim Zuprosten entstand. Damit schloß man Freundschaften, besiegelte Verträge oder teilte schlichtweg Freude miteinander. Dieses Klirren aber konnte sie noch nicht deuten. Gerade stieß sie mit einem Fremden an, der aus dem Nichts auftauchte und vor einem Übergriff rettete. Diese Neuigkeiten schienen sein Interesse geweckt zu haben und Caithlin befürchtete, dass er auch nach einem weiteren Glas das Pub noch nicht verlassen würde.
''Moore.'' Kam rasch die knappe Antwort gefolgt von einem nachdenklichen Kopfschütteln.
''Und ich weiß nicht warum jemand so etwas tun sollte.''
Der Whisky fühlte sich gut an, wie er langsam seinen Weg zum Magen fand und dort versuchte ein warmes Gefühl zu verbreiten. Nur leider gelang ihm das noch nicht so gut wie Caithlin es sich erhofft hätte. ''Der Spaß hört doch nie auf.''
Ein kehliges Lachen kam von dem gutaussehenden Mann und sofort wurde er dafür mit einem unverständlichen Blick bedacht.
''Und mit wem habe ich das zweifelhafte Vergnügen?''


''Frye. Jacob Frye, ganz zu Ihren Diensten, Miss Moore.''
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