If I were You ᵗᵃᵉᵏᵒᵒᵏ

von Luumara
GeschichteHumor, Romanze / P18
J-Hope Jimin Jungkook RM Suga V
20.06.2019
20.10.2019
27
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Jungkook

"..nein, natürlich bin ich nicht Schwul, spinnst du jetzt Mann?!" hörte ich Taehyung lachen, als ich mich zu ihm umdrehte und er mit Hoseok gemeinsam hinter mir lief. Wie bitte? Er hatte mir doch praktisch eben noch gesagt, dass er mich liebt. Er hatte mich geküsst, mich seins genannt. Und wieder, wie in der letzten Zeit viel zu oft, spürte ich Tränen über meine Wange laufen.

"Ich würde ihn doch niemals anfassen, ich mein hey, schau ihn dir mal an und dann schau mich an?! Merkste, oder?" lachte mein TaeTae wieder, und er schien bemerkt zu haben, dass ich die beiden beobachte. Er nickte in meine Richtung, und auch Hobi schaute nun zu mir. "Pah, siehst du? Die Schwuchtel heult schon wieder!" lachte mich mein ... Freund aus.

"Der glaubt einem auch echt jeden Scheiß, schon sehr erbärmlich.." winkte Taehyung ab und ging mit Hobi zusammen in die Mensa. Und ich? Ich stand hier und heulte. Erbärmlich. Er hatte mich wirklich gut beschrieben. Meine Tränen wollten nicht Enden, und ich wusste nicht, was ich Gott und dem Universum angetan hatte, um das hier zu verdienen.

"Jungkook?" hörte ich eine mir zu vertraute Stimme, doch ich konnte nicht ausmachen, woher sie kam. "Kookie?!" wurde diese Stimme lauter, und wieder schaute ich mich um, weinte immer noch. "Hase!" ging nun ein Ruck durch meinen Körper, und ich schlug meine Augen auf.

Ein Traum.

Ich blickte in die besorgten Augen von Tae, der über mir lehnte und mir sanft über mein Gesicht strich. "Hase?!" fragte er erneut, und ich nickte nur leicht. "Alles gut? Du hast geweint.." hakte er nach und strich mir weiter übers Gesicht, und erst jetzt setzte ich mich ein wenig auf, um sogleich in die Arme meines Freundes gezogen zu werden.

"Was hast du denn geträumt? Ich hab dich ja fast nicht wach bekommen..." fragte er nur besorgt, doch ich schüttelte nur leicht den Kopf. So richtig war ich noch nicht wach, die schlimmen Erinnerungen an den Traum steckten mir noch in den Knochen, ich hatte immer noch dieses beklemmende Gefühl, dass Tae mir weh getan hatte.

"Hat es was mit .. mit mir  zu tun?" fragte er dann, und ich nickte wieder nur knapp. "Du hast meinen Namen gesagt.." antwortete Taehyung auf meine unausgesprochene Frage, und ich vergrub mich nur weiter an seinem Hals. "Wir reden morgen drüber, okay? Schlaf noch ein wenig, mein Hase." meinte Tae dann nur und küsste mich sanft, ehe er mich wieder fest an sich zog.

"Ich liebe dich, egal was kommt." hauchte er mir noch entgegen. Lächelnd nickte ich wieder, da ich wirklich nicht die Kraft besaß, irgendwas zu sagen. Dieser Traum war viel zu real, viel zu schmerzhaft.

"Aufstehen!" wurde ich am nächsten Morgen durch einen Kuss geweckt, und kurz war ich überrascht, bis mir mein blonder Freund ins Gesicht strahlte. Und das meine ich wortwörtlich. Ich hatte noch nie einen so schönen Menschen gesehen. "Morgen Baby.." lächelte ich ihn an, als er mir einmal gegen die Schulter haute. "Nenn mich nicht so, das ist ... gemein." schmollte er dann, worauf ich nur lachen konnte. "Dann Benimm dich nicht so!" lachte ich nun und drehte mich auf den Rücken, nur um direkt von meinem Freund belagert zu werden, der sich auf mich drauf schmiss.

"Ich liebe dich, Hase. Komm, wir müssen uns fertig machen für die Uni." meinte Tae dann und küsste mich kurz, bevor er aufsprang und zu meinem Kleiderschrank ging. "Bedien dich ruhig, macht mir nichts aus." sagte ich nur, als er schon hinein griff. Das war nichts neues, wenn er nur etwas schauen würde, findet er bestimmt auch Sachen von sich. Doch mein Freund entschied sich für eine enge Hose von mir und einen lockeren Hoodie, ebenfalls meiner.

"Bis gleich, Hase." lächelte er mich nur an und ging dann ins Badezimmer. Murrend drehte ich mich noch einmal auf den Rücken und versuchte noch ein wenig zu schlafen, doch irgendwie lenkte mich die Vorstellung meines Partners, der gerade einen Raum weiter unter der Dusche stand ein wenig ab. Durfte ich so denken?

Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte stand ich auf, griff mir einfach eine Boxer aus dem Schrank und ging Taehyung hinterher, der natürlich nicht abgeschlossen hatte. Grinsend kam ich also ins Badezimmer, und Tae hatte mich noch nicht bemerkt. So hatte ich einige Sekunden einen wunderbaren Ausblick auf seinen knackigen Hintern. Gott hat es wirklich sehr gut mit ihm gemeint.

Kurzerhand stieg ich einfach in die Dusche, legte meine Arme um meinen Freund, welcher nur tief lachte. "Warum wusste ich, dass du kommen würdest?" meinte er und drehte sich in meiner Umarmung, sodass ich sein perfektes Gesicht betrachten konnte. Wie lange hatte ich bitte davon geträumt, ihm einmal so nahe zu sein?

Wir standen also nackt unter der Dusche, und ich musste mich wirklich bemühen nicht zu viel Blut in meine südlichen Gebiete fließen zu lassen, da fing mein wunderschöner Freund an, mir meine Haare einzuseifen. "Mach dir keine Gedanken über sowas, Hase. Wir haben alle Zeit der Welt, und wir duschen nur zusammen. Wir müssen nichts machen, was du noch nicht willst. Wir sind einfach nur Umweltbewusst, sehr vorbildlich übrigens." lachte Tae, und schon war die komische Stimmung, die eindeutig von mir ausging verschwunden.

Taehyung war eben nicht nur mein Boyfriend, nein. Er war mein bester Freund und er kannte mich so gut wie kein anderer Mensch auf diesem Planeten. Und so behandelte er mich in diesem Moment genau so, wie ich es brauchte. Mit seinem einmaligen Charme und ein wenig Humor, ein paar Küssen und einige Blicke, die ich erhaschen konnte stiegen wir dann aus der Dusche und machten uns gemeinsam fertig für die Uni.

"Wollen wir nach der Uni was machen? Ich wollte zum Friseur, danach ein Eis?" fragte mich Tae dann, während er sich die Haare richtete. "Klar, dann haben wir wohl ein Date, Baby." lächelte ich ihn an, als ich in den Flur trat. Schnell schulterten wir unsere Rucksäcke und liefen dann gemeinsam nach draußen. Doch als wir auf die Straße traten ergriff Tae meine Hand und schaute dann direkt in mein Gesicht.

"Ist das okay für dich, Hase?" fragte er, und ich nickte schnell. "Ich wäre böse, wenn du nicht meine Hand nehmen würdest." schmollte ich leicht und Tae küsste kurz meine Stirn. "Jeder soll sehen, dass du nur mir gehörst." hauchte  er mir entgegen und ich wurde leicht rot. Daran würde ich mich wohl noch gewöhnen müssen. Doch das war wirklich das kleinste Übel, immerhin liebte ich den Jungen neben mir, und das nicht erst seit gestern.

Im Bus legte Tae einen Arm um meine Schulter und wir hörten Musik. Im Prinzip gingen wir genau so miteinander um, wie auch zuvor. Nur die einzelnen Küsse ab und an hatten sich dazu geschlichen, und ich fand es immer wieder erstaunlich, wie die Reaktionen der Menschen waren, als sie uns beobachteten.

Einige Leute verzogen das Gesicht und fingen an zu tuschen, andere lächelten nur und wieder andere interessierten sich gar nicht für uns, und die waren mir eindeutig die Liebsten. Wir waren immerhin nicht im Zoo und Tae und ich keine wildern Tiere, die man durchgehend begaffen musste. Falls doch würde ich bestimmt gutes Geld verdienen, damit die Leute meinen wunderschönen Freund betrachten dürften. Die Devise 'Nur Gucken, nicht anfassen' würde ich dabei natürlich Groß schreiben.

An der Uni angekommen stiegen wir aus und liefen die restlichen Meter, als mir schon Jimin entgegen rannte, allerdings blieb er einige Meter vor uns stehen, schaute auf unsere Hände, die verschränkt waren, und strahlte nun in mein Gesicht, als hätte er gerade im Lotto gewonne. "Ahhhh JUNGKOOKIE!" schrie er, und sprang mich an, sodass ich die Hand von Tae löste, nur um nicht vollkommen auf dem Boden zu liegen.

"Park Jimin, wenn du nicht sofort von meinem Freund runtergehst, dann kann dich nicht mal dein Katzen Freund retten...!" knurrte Tae den dunkelhaarigen an, der mich dafür noch einmal kräftig durch knuddelte.
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