HOTCH UND SPENCER / Aus dem Forum Projekt: Intimitäten

OneshotAllgemein / P16
Aaron "Hotch" Hotchner Dr. Spencer Reid
20.06.2019
11.01.2020
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Ich probiere mich auch mal am Projekt Intimitäten.
Sorry, aber das Verlinken hab ich bis heute nicht geschnallt. Aber vielleicht geht mir ja in der
Hinsicht noch ein Licht auf!

Ich werde mich in dieser Oneshot Sammlung Spencer und Hotch annehmen, weil ich echt finde, dass die beiden ein paar kleine, harmlose, aber sehr innige Momente miteinander hatten.
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„Dad!“
„Ich hab es auch gehört. Gehe zurück in dein Zimmer, verschließe deine Türe und warte, bis ich dich hole.“

Hotch öffnet seine Nachttisch Schublade, tastet im Dunklen nach seiner Pistole, steht von seinem Bett auf und folgt Jack nach draußen.

Tausend Gedanken suchen Hotch jetzt heim, während er mit gezogener Waffe durch sein eigenes Haus schleicht. Soll er sich bemerkbar machen, oder lieber versuchen, für den Eindringling weiter unsichtbar zu bleiben? Jacks Sicherheit geht auf alle Fälle vor. Er…. Hotch bleibt stehen und lauscht in die Finsternis hinein. Was war das?

<mau-mau!>
Erleichtert lässt Hotch seine Waffe sinken, tastet nach dem nächstbesten Lichtschalter und knipst diesen an.

Doofes Katzenvieh!
Und er hatte Jack noch gewarnt, Schnurli Horsenberg, die schneeweiße Samtpfote ihres neuen Nachtbar Gustav Horsenberg, nicht ständig zu füttern, sobald es sich diese auf dem Hotchischen Rasen, neben den Blumenbeeten bequem gemacht hatte.

Schnellen Schrittes peilt Hotch das Badezimmer an, aus denen die Miau Geräusche gekommen sind. Schnurli ist sicher durch das stets offene Fenster in den Raum gelangt. Aber was hindert sie jetzt daran, auf demselben Weg wieder kehrt zu machen? Verstehe einer dieser Katzen! Also wenn Jack in die <Ich will ein Haustier haben Phase> kommt, werden Katzen hoffentlich keine Rolle spielen. Ein süßes Vögelchen, oder ein putziges Meerschweinchen, eben etwas Pflegeleichtes und….. Ein furchterregendes Röcheln lässt Hotch heftig zusammenfahren.

Ist Schnurli etwa verletzt?? O mein Gott, diesen Anblick könnte er nicht ertragen! Dieses schöne Tier, leidend und vielleicht sogar heftig blutend, sich windend vor Schmerzen, auf seinem Badezimmer Teppich.

Okay, okay, er ist schließlich auch stolzer Besitzer eines Herzens. Eines zu Weichgespültem, wie er erneut, zu seinem eigenen Leidwesen, feststellen muss. Seufzend drückt Hotch die Türklinke nach unten.

„Ha…halt, nicht weitergehen.“
Blitzschnell hält Hotch seine Pistole wieder vor sich. Sein gesamter Körper spannt sich an. Aaron Hotchner ist in Alarm Bereitschaft.

„WER SIND SIE??! WAS MACHEN SIE IN MEINEM HAUS??!“
„Nicht…nicht weitergehen, oder du stolperst über mich.“

Hotch stutzt. Seltsam, diese Stimme kommt ihm so bekannt vor. Aber sie klingt so verzerrt.
„Reid?“
„J…ja. Hilf mir bitte, ich bekomme keine Luft mehr! Aber scha…schalte zuerst das Licht ein.“
„Sag du mir nicht, was ich in meinem eigenen Haus machen soll, du Möchtegern Einbrecher!“ Sich nur mit Mühe ein Lachen verbeißen könnend, lässt es Hotch hell werden, riskiert einen Blick nach unten, direkt vor seine Füße, auf Spencer, der da zusammengerollt liegt und seine Hände um seinen Hals gelegt hat. Dieses Körperteil wiederrum ziert eine lila Krawatte, die Hotch schon ein paar Mal zu Gesicht bekommen hat. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da es sich tatsächlich um sein Eigentum handelt.

Hotch nimmt neben Spencer auf dem Boden Platz, richtet diesen in eine halbwegs sitzende Position auf und besieht sich danach das Dilemma.

„Erhängen, mit Hilfe meiner Krawatte-war das dein Plan? Oder hast du vor umzusatteln und zur See zu fahren? Mit diesem Knoten würdest du sicher mächtig Eindruck machen.“
„Ver…versuch du mal, dir in vollkommener Dunkelheit eine Krawatte zu… zu binden. Aber könntest du mir….jetzt bitte helfen?“

„Dir ist schon klar, dass ich dich wegen Einbruches verhaften könnte-und wegen unerlaubten Tragens eines Aaron Hotchner Kleidungstückes.“ Hotch versetzt Spencer eine sanfte Kopfnuss und nimmt sich danach dem verknoteten Problem an.

„Wenn ich mir jetzt wegen dir einen Fingernagel abbreche, bezahlst du mir die nächste Maniküre.“

Schließlich ist Hotch bei der Zerr und Zieh Methode angelangt.

„Aua, das tut doch …weh!“
„Da hilft wohl alles nichts, wir müssen sie abschneiden. Na toll, weißt du eigentlich wie viel dieses Ding gekostet hat?“
„N…nein, aber ich kann ja morgen Garcia fragen, denn von ihr hast du diese Krawatte geschenkt…bekommen.“

„Dem Tode nahe, aber sein Gedächtnis funktioniert einwandfrei.“, murmelt Hotch, bevor er sich erhebt, um eine Schere zu holen.


Ein paar Minuten später tätigt Spencer ein paar schnaufende, befreiende Atemzüge.

„Sicher möchtest du jetzt erfahren, was mich dazu veranlasst hat, dir….“
„Nein, das möchte ich nicht, da ich mir es ohnehin schon denken kann. Zu diesem lila Anzug, welchen du gerade trägst, passt eben am besten MEINE lila Krawatte. Du wolltest dieses Outfit für dein morgiges Date mit Morgan testen. Aber du hattest dich nicht getraut, mich nach der Krawatte zu fragen, warum auch immer. Daher bist du einfach in mein Haus eingebrochen und hast….Weißt du was, dieses Verhalten kann ich auf keinen Fall durchgehen lassen, ich werde dich doch verhaften-lassen.“

So dauert es nicht lange, bis ein debil grinsender Spencer in Handschellen von einem gewissen Agent Derek Morgan abgeführt wird.

Zum Abschied stopft Hotch die zerschnittene Krawatte in Spencers rechte Hosentasche und drückt ihm eine Schwarze in die gefesselten Hände.
„Diese hier tut es auch, du gemeingefährlicher Krimineller.“

                                   Ende: 1. Kapitel, dieser Oneshot Sammlung